Gothic 3 - Die Ernüchterung
Noch in diesem Jahr will Spellbound mit Arcania: Gothic 4, dem offiziellen neuen Titel der Rollenspielserie Gothic, an den Start gehen. Aber erinnern Sie sich eigentlich noch an die Anfänge der Serie? Wir haben für Sie die Historie der Gothic-Reihe in Worten und Bildern aufgerollt und geben Ihnen auch gleich einen Vorgeschmack auf das kommende Abenteuer in Arcania.
Gothic 3 - Die Ernüchterung
Quelle: PC Games
Gothic-Fans konnten den dritten Teil der Reihe kaum erwarten. Doch die zahlreichen Bugs in Gothic 3 brachten das Rollenspiel fast zu Fall.
Müßig ist es, den Werdegang von Gothic 3 nachzuerzählen. Es ist keine schöne Geschichte. Sie handelt von einem Debakel, von einem Rollenspiel, das von zahllosen deutschen Fans herbeigesehnt, mit Vorschusslorbeeren überschüttet und dann lediglich für Ernüchterung sorgte. Obwohl in der ersten Testversionen noch alles ganz gut aussah, mussten wir unsere optimistische Bewertung nach Release des Spiel nach unten korrigieren. Denn das Spiel stürtze regelmäßig ab, die Hardware-Anforderungen waren immens, Bugs und Designmängel trüben das Gesamtbild. So war Gothic 3 nicht nur Spiel, sondern auch die Enttäuschung des Jahres 2006, wie unsere Leserbefragung zeigte.
Dabei knüpft die Geschichte von Gothic 3 nahtlos an die des Vorgängers an. Mit einem Schiff voller Kumpels - Diego, Gorn und Lester sind allesamt dabei - legt der namenlose Held in Myrtana an. Richtig, Gothic 3 spielt nicht mehr in Khorinis, jenem Schauplatz der Vorgängerspiele, in denen man es mit einem machthungrigen Gott, jeder Menge Orks und sogar Drachen aufnahm. Myrtana ähnelt Khorinis aber rein optisch ganz gehörig. Die Gegend setzt sich aus grünen Wäldern und Weiden zusammen, verziert von kleinen Dörfern und Städten, und ist obendrein überschwemmt von Orks. Hier beginnt die Geschichte: Myrtana hat den Krieg gegen die Orks verloren, weshalb alle Menschen entweder auf der Flucht sind oder als Sklaven in Ketten liegen. Einige haben sich sogar mit ihren Peinigern verbündet und machen Jagd auf Artgenossen. Unser Held wir deshalb nicht gerade freundlich empfangen - da ist es praktisch, dass er bereits zu Spielbeginn einiges auf dem Kasten hat und nicht bei Null beginnt. So kann er bereits eine Klinge schwingen, Tieren das Fell abziehen und sich gegen seine Feinde zur Wehr setzen .
Der Spieler muss sich früher oder später für eine von drei Parteien entscheiden und so den Ausgang der Geschichte - drei verschiedene Endsequenzen sind möglich - bestimmen. Schlägt man sich etwa auf die Seite der Orks, beschäftigt man sich zunächst damit, im Ansehen der ruppigen Kreaturen aufzusteigen und ihr Vertrauen zu erlangen. Alternativ schließt man sich den Rebellen, den sogenannten "Königstreuen" an. Aus dem Gehölz heraus planen die Aufständischen, ihre sieben Städte in Myrtana nach und nach zurückzuerobern. Sie entscheiden sich, ob Sie bei der Revolution helfen oder gar das Vertrauen beider Fraktionen gegeneinander ausspielen. Als dritte Partei bieten sich die Assassinen an, ein unheimliches Volk aus der Wüste Varant. Letzteres ist das zweite von drei Gebieten, die sie bereisen können. Die Assassinen betreiben Menschenhandel mit den Orks und verstehen sich besonders auf das Einfangen entflohener Sklaven. Hier gelingt Gothic 3 ein wichtiger Schritt in Richtung Glaubwürdigkeit: Es verwischt die Grenzen zwischen Gut und Böse. Der Spieler selbst muss tun, was er für richtig hält und die Konsequenzen für sein Handeln tragen.

Ok nicht schwimmen können ist öhm "sch****" sry^^ aber der rest hört sich doch mal ganz vernünftig an^^
Mud!!! XD Haha oh Gott. Diese alten Zeiten. Ich habe dieses Spiel geliebt. Wenn ich jetzt den Artikel lese fühle ich diese alte Liebe wieder :D
Das waren noch Zeiten.
Nochmal zu Mud. Bin mit dem immer von dem Abhang gesprungen (in der Burg im alten Lager), durch blocken hat man es dann überlebt...Mud jedoch war tod...eine Plage weniger :)
"Also so hab ich mich in Gothic schon des öfteren gefühlt, hab gerne Bauern im alten Lager verprügelt, wenn sie mich genervt haben; allen voran MUD "
hehe, naja den hab ich meistens direkt umgebracht, weil der einem ja sonst dauernt auf den Keks geht^^
Einer der nicht zwischen gut und böse unterscheidet.
Ein "Mensch", der seine Macht ausspielt und Spaß daran findet, andere leiden zu lassen.
Klar wird unser Held andere verprügeln, je heftiger desto besser :-D
Aber er ist deswegen mit Sicherheit kein schlechter Mensch.
Deswegen finde ich den Begriff Tyrann fehl am Platz!
JMR
Also so hab ich mich in Gothic schon des öfteren gefühlt, hab gerne Bauern im alten Lager verprügelt, wenn sie mich genervt haben; allen voran MUD :-D
Btw: Vllt sieht nur das Volk in Rhobar III. (SPOILER :P) einen Tyrannen und es steckt, wie so oft, mehr dahinter...
Eine tiefere Motivation, was nicht auf den ersten Blick offensichtlich ist. Wünschenswert wär das imo doch.
Für mich ist Gothic gestorben.
Das einzig wahre Gothic ist der erste und der zweite Teil (+Addon). Alles was danach kommt ist einfach kein Gothic mehr. Egal was da jetzt mit Arcania kommt, mit Gothic hat es nichts mehr zutun.
Das beknackte Questsystem, die übertrieben vielen Bugs, das veränderte Fraktionensystem und vor allem dieses total billige Kampfsystem hat mir bei Gothic 3 schon völlig gereicht.