Konkurrenz für Street Fighter & Co.? 2XKO haut uns im Test völlig um - jetzt mit Video!
Riot Games ist bekannt für äußerst frustrierende Online-Games, weswegen es wohl nur eine Frage der Zeit war, bis sich die Firma an einem Fighting Game versucht. Mit dem offiziellen Launch von 2XKO beantworten wir nun die Frage, ob der Titel mit Genre-Giganten wie Street Fighter mithalten kann.
Nachdem Riot Games bereits MOBAs und Shooter erobert hat, wagt sich die Firma nun ans nächste Genre und will mit 2XKO die Herzen aller Fighting Game-Fans gewinnen. Nach dem PC-exklusiven Early Access im Dezember 2025 erschien das Spiel nun am 21. Januar 2026 endlich auch für Konsolen und gleichzeitig startete ebenfalls die erste Season.
Wir haben den Titel im Early Access bereits ausgiebig getestet, dabei den Grandmaster-Rang erreicht und natürlich auch die Neuerungen der Launch-Version geprüft. Jetzt verraten wir, ob Riots Neuzugang den Ambitionen der Firma gerecht wird oder ob er hinter Genre-Giganten wie Street Fighter zurückbleibt.
Eins vorweg: 2XKO ist ein Tag-Fighter. Während große Genre-Vertreter wie Street Fighter, Tekken und Mortal Kombat klassisch ein 1v1-Format verwenden, wählt ihr in 2XKO gleich zwei Figuren aus. Zwischen denen könnt ihr frei hin- und herwechseln und mit dem inaktiven Charakter bestimmte Assist-Moves verwenden. Jinx schießt aus der Reserve etwa eine Rakete oder platziert eine Falle, während Darius den Feind heranzieht.
Die aktive Figur wird übrigens Point-Charakter genannt, die inaktive eben Assist. Und genau dieses Tag-Konzept bestimmt den Flow des gesamten Matches.
Was ist eigentlich ein Tag-Fighter?
Im Gegensatz zu Tekken, Guilty Gear oder Street Fighter, wo man sich direkt zu Beginn der Runde prügelt, geht es in 2XKO ein wenig... taktischer zu. Eine einzige Combo kann gleich 70 Prozent der Lebensleiste kosten, weshalb niemand unüberlegt angreifen möchte. Entsprechend verlaufen Matches oft so, dass beide Parteien voreinander weglaufen und dabei Assists rufen, ohne den eigenen Point-Charakter zu gefährden. Trifft dann Illaoi mit ihrem bildschirmweiten Tentakel-Slam, kann der Point-Charakter nach vorn stürmen und eine Combo starten.
Das ist nicht unbedingt negativ, es kann jedoch ziemlich frustrierend sein, einem Gegner hinterherzurennen, versehentlich von einer Jinx-Rakete getroffen zu werden und dann einen Charakter zu verlieren. Gameplay in 2XKO ist dadurch aber auf keinen Fall langweilig. Das Vermeiden von aggressiven Taktiken liegt primär am krassen Potenzial der Assist-Moves. Wird man nach langem Hin und Her doch mal vom Assist des Gegners berührt, muss man die nächsten paar Sekunden oft damit verbringen, zahlreiche Mix-Ups, Cross-Ups und anderes Fighting Game-Vokabular zu blocken.
Quelle: buffed
Den Assist auf die andere Seite zu schicken und den Charakter einzuwechseln ist quasi das Grundgerüst, auf dem Tag-Fighter aufgebaut sind.
Yasuo stürmt etwa durch seinen Assist-Move hinter euch, während Ekko auf der anderen Seite mit einem Overhead eure Defensive aufbrechen möchte. Direkt danach wird der Charakter gewechselt, wodurch ihr schnell die Richtung eures Blocks ändern müsst und natürlich auch auf der Hut sein, nicht einfach gegriffen zu werden.
Sandwich-Pressure - wenn ein Charakter vor und der andere hinter euch steht -, starke Mix-Ups, schnelles Gameplay und ein allgemein hohes Power-Level der Charaktere sind quasi das Aushängeschild von Tag-Fightern. Grob lässt sich also sagen: Wer blockt, verliert.
Damit die Offensive nicht überhandnimmt, hat Riot aber auch einige defensive Mechaniken eingebaut. Ihr könnt etwa beim Blocken wegrutschen, um bestimmten Moves auszuweichen, euren Gegner durch euren Assist wegstoßen oder ihn einfach parieren, was einen Super-Meter kostet.
Jede defensive Option birgt jedoch Risiken. Rennt ihr vor eurem Gegner weg, kann er euch mit einer Low treffen, also einem Angriff, den ihr geduckt blocken müsst. Stoßt ihr den Gegner weg, werden möglicherweise eure beiden Charaktere getroffen, wodurch die Runde quasi vorbei ist, und nach einer fehlgeschlagenen Parade steht ihr schutzlos da.
Bei jeder defensiven Option ist also Raten angesagt, was der Gegner als Nächstes vorhat - außer, ihr macht von der wichtigsten Mechanik aus 2XKO Gebrauch: dem Tag. Jedes Mal, wenn euer Assist-Charakter auf dem Bildschirm ist, könnt ihr den Assist-Button drücken, um ihn einzuwechseln. Dabei friert der Bildschirm kurz ein, wodurch ihr euch einen Überblick über die Lage verschaffen könnt. Das Ganze könnt ihr euch in etwa so vorstellen wie die Roman Cancels aus Guilty Gear.
Wechselt ihr nach einem Push-Block etwa euren Assist-Charakter ein und seht während der Tag-Pause, dass euer Gegner einen Move beginnt, könnt ihr den ganz einfach parieren, seine Offensive unterbrechen und eure eigene starten. Was vorher ein richtiges Ratespiel war, ist durch das Tag-System eine garantierte Parade geworden, die den Verlauf eines Matches schlagartig ändern kann. Dadurch ist es in den meisten Situationen jedoch stets die beste Option, einfach rückwärtszuspringen und den Assist-Charakter zu rufen.
- Seite 1 Konkurrenz für Street Fighter & Co.? 2XKO haut uns im Test völlig um - jetzt mit Video!
- Seite 2 2XKO im Test: So wichtig ist das Tag-System
- Seite 3 2XKO im Test: Wie einsteigerfreundlich ist der Riot-Fighter?
- Seite 4 2XKO im Test: Online-Modus und Roster-Sorgen
- Seite 5 2XKO im Test: Monetarisierung und Fazit

[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
angeblich wurde das halbe team rausgeworfen (~80 leute).
Hast du ein Problem damit, dass ich ein Wort gern benutze? :B
Arcane für 2XKO. Oder Invincible für den dazu entstehenden Prügler.
Kannte den Comic vorher nicht, aber die Serie zu Invincible ist fantastisch. Dementsprechend hellhörig wurde ich bei Invincible Vs., obwohl ich mit Prüglern absolut nichts am Hut habe. ^^