2XKO im Test: Online-Modus und Roster-Sorgen
Riot Games ist bekannt für äußerst frustrierende Online-Games, weswegen es wohl nur eine Frage der Zeit war, bis sich die Firma an einem Fighting Game versucht. Mit dem offiziellen Launch von 2XKO beantworten wir nun die Frage, ob der Titel mit Genre-Giganten wie Street Fighter mithalten kann.
2XKO sieht einfach verdammt gut aus. Die detaillierten Animationen der Charaktere und die wunderschönen Stages sind ein richtiger Augenschmaus, der dann noch von einem grandiosen Sounddesign untermalt wird. Es hört und fühlt sich einfach richtig an, wenn man einen Treffer landet. Hier würden wir uns nur wünschen, dass die Voice-Lines ein wenig seltener abgespielt werden. Wenn wir etwa noch einmal Ekkos "My Time" hören müssen, schlagen wir vermutlich ein Loch in die Wand.
Unsere gelernten Combos wollen wir aber natürlich auch zur Schau stellen. Das geht entweder lokal oder im Online-Modus. Und hier ist es keine Übertreibung, wenn wir sagen, dass 2XKO die beste Lobby im gesamten Genre hat.
Online-Play, wie man es von Riot Games gewohnt ist
Die funktioniert nicht nur perfekt, sondern kommt auch mit allerlei netten Features wie Bildschirmen daher, auf denen man aktive Matches verfolgen kann. Das ist besonders spannend, wenn sich hochrangige Spieler gerade auf dem riesigen Screen in der Mitte der Lobby prügeln.
Wie man es von einem Riot-Spiel erwartet, ist übrigens auch der Netcode hervorragend. Verbindungsprobleme traten in unserer Zeit mit dem Spiel nur bei Rage-Quittern auf. Jedes Match fühlt sich an, als säße der Gegner direkt neben uns.
Wo sind die Charaktere, Riot?
Ein wenig nervig am Online-Modus und an 2XKO insgesamt ist jedoch, dass die Matches recht schnell ziemlich repetitiv werden können. Ein großes Problem von 2XKO ist nämlich weiterhin das Roster. Mit dem Release von Caitlyn gibt es nun zwölf spielbare Charaktere. Da in einem Match bis zu vier unterschiedliche Figuren antreten, sieht man im schlimmsten Fall also ein ganzes Drittel des Casts in jedem Spiel.
Zwar spielen sich Matches durch unterschiedliche Fuses und den Spielstil eines jeden Spielers doch ein wenig anders, bei der langen Entwicklungszeit ist es aber ein wenig ernüchternd, dass es nicht mehr Charaktere ins Spiel geschafft haben. Immerhin wurde 2XKO ursprünglich im Jahre 2019 enthüllt, viele Spieler haben hier also schlicht mehr erwartet. Obendrauf sind viele Fan-Favoriten bisher noch nicht im Spiel, da sich Riot Games vorerst auf Figuren aus der Serie Arcane konzentriert hat.
Das ergibt bei der Popularität der Show natürlich Sinn, wir hätten uns trotzdem über so prädestinierte Charaktere wie Riven, Sett oder Samira gefreut. Zumindest haben die Entwickler jedoch bereits angekündigt, dass wir nicht allzu lang auf Neuzugänge warten müssen.
Ursprünglich hätte 2XKO ganze fünf Seasons pro Jahr bekommen sollen. Die wurden mittlerweile zwar auf drei Stück gekürzt, trotzdem soll es aber weiterhin jedes Jahr fünf neue spielbare Charaktere geben und nach dem Release von Caitlyn sollen erst einmal keine weiteren Arcane-Champs folgen.
Auf allzu unbeliebte Charaktere wie etwa Skarner sollten wir dabei übrigens nicht hoffen. 2XKO ist nämlich ein Free-To-Play-Titel, was für Fighting Games dieser Größenordnung tatsächlich eine richtige Rarität darstellt. Zwar gab es früher bereits einige Experimente mit einem Free-To-Play-Modell, darunter Killer Instinct und Granblue Fantasy Versus: Rising, 2XKO ist jedoch das erste, richtig "pure" Free-To-Play-Fighting Game. Riot Games könnte damit also eine Art Präzedenzfall schaffen, an dem sich andere Publisher in Zukunft möglicherweise orientieren.
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angeblich wurde das halbe team rausgeworfen (~80 leute).
Hast du ein Problem damit, dass ich ein Wort gern benutze? :B
Arcane für 2XKO. Oder Invincible für den dazu entstehenden Prügler.
Kannte den Comic vorher nicht, aber die Serie zu Invincible ist fantastisch. Dementsprechend hellhörig wurde ich bei Invincible Vs., obwohl ich mit Prüglern absolut nichts am Hut habe. ^^