Fertig-PC oder selber zusammenstellen? Hilfreiche Tipps, Wissen und sechs Beispiel-PCs zum Selberbauen

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Special Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Fertig-PC oder selber zusammenstellen? Hilfreiche Tipps, Wissen und sechs Beispiel-PCs zum Selberbauen
Quelle: Mifcom

Mit ein wenig Geschick kann man sich einen PC selber zusammenstellen und im Vergleich zu einem Fertig-PC Geld sparen. Doch auch PCs von der Stange können Vorteile haben und preislich in einem fairen Rahmen liegen. Wir geben Entscheidungstipps und bieten Vorschläge für sechs Selbstbau-PCs

Fertig-PC oder Selbstbau?

Nicht nur, aber gerade zur Weihnachtszeit steht für viele ein neuer PC an - und nicht wenige wollen einen Gaming-PC, sei es als Neueinsteiger oder als alter Hase, dessen bisherige Hardware die aktuellen Spiele nicht mehr zufriedenstellend darstellen kann.

Doch gerade Neueinsteiger sind oft überfordert und fallen auf Fertig-PCs herein, die mit dem Label Gaming werben, aber nicht mehr als bessere Büro-PCs sind, mit denen aktuelle Spiele nur auf niedrigen Detailstufen spielbar sind. Was im Gaming-PC-Bereich Einsteiger-, Mittelklasse- oder High-End-PCs sind, dafür haben wir auch weitere Specials zum Thema zusammengestellt:

Einsteiger-PC Alienware Aurora inklusive Nvidia GTX 950 und Core i3-CPU, aber fast 300 Euro teurer als ein vergleichbarer Selbstbau-PC. Quelle: Dell Einsteiger-PC Alienware Aurora inklusive Nvidia GTX 950 und Core i3-CPU, aber fast 300 Euro teurer als ein vergleichbarer Selbstbau-PC. Aber auch manch ein erfahrener PC-Nutzer kauft sich einen Fertig-PC und fällt ein wenig auf die Nase. Denn nur wenige der als für Gaming beworbenen Komplett-PCs bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Daher ist man sehr gut bedient, wenn man sich die Mühe macht, einen PC selber zusammenzustellen und zusammenzubauen - dies ist leichter als viele denken. Dank genormter Stecker ist es auch ohne extreme Gewalt nicht möglich, etwas falsch ein- oder anzustecken. Wir wollen aber Fertig-PCs nicht schlechtreden: es gibt durchaus fair zusammengestellte PCs, die ihr bedenkenlos kaufen könnt. Man sollte aber im Vorfeld wissen, welche Vor- und Nachteile Fertig-PCs haben und welche Komponenten man in einer bestimmten Preisklasse erwarten darf. Um euch die Entscheidung zu erleichtern, ob nun ein Fertig-PC oder eine Eigenkreation die bessere Wahl ist, haben wir die Vor- und Nachteile von Fertig- und Selbstbau-PCs unter die Lupe genommen. Auf der zweiten Seite haben wir dann noch für euch kurz zusammengefasst, welche Hardwarekomponenten ihr in welcher Preisklasse bei einem Fertig-PC erwarten könnt. Zudem bieten wir dort noch für diejenigen, die ihren PC selber zusammenstellen wollen, fünf Beispiel-Konfigurationen für gute Spiele-PCs zwischen 550 und 1750 Euro an. Übrigens: manche Internetshops, die für ein großes Sortiment an Einzelkomponenten bekannt sind, bauen euch auf Wunsch auch einen PC aus den von euch individuell gewählten Einzelteilen gegen einen Aufpreis von meist 50 bis 100 Euro zusammen. Teilweise ist dafür auch auf der Website ein Menüpunkt mit einem PC-Konfigurator vorhanden, der ganz nebenbei verhindert, dass ihr beispielsweise ein inkompatibles Mainboard auswählt.


Vorteile Fertig-PC

Die Vorteile eines Fertig-PCs sind nicht von der Hand zu weisen. Für viele Nutzer wichtig: sie wollen einen PC kaufen und direkt loslegen. Dies ist bei Fertig-PCs mit vorinstalliertem Windows sofort möglich, und auch bei einem PC ohne Windows muss der Käufer lediglich die Windows-Installation selber durchführen.

Ein zweiter Vorteil ist, dass der Verkäufer für den PC verantwortlich ist: gibt es ein Problem, dann wendet man sich an den Verkäufer. Der PC wird nötigenfalls einfach komplett im Laden abgegeben beziehungsweise ihm zugesendet, der User muss sich um nichts Weiteres kümmern. Bei einigen PCs, die nicht vom Verkäufer, sondern einem externen Hersteller produziert wurden, könnt ihr auch die Herstellergarantie beanspruchen. Zudem gibt es viele Shops und Portale, die Komplett-PCs anbieten (teilweise auch mit optionalen Änderungsmöglichkeiten), so dass man mit ein wenig Recherche auch viele PCs findet, die bezüglich des Preis-Leistungs-Verhältnisses einen guten Kauf darstellen. Zusammenfassend:

  • kein Zusammenbau: auspacken, anschließen, loslegen
  • alles aus einer Hand
  • bei Defekt keine Eigendiagnose nötig
  • große Auswahl an PCs bei vielen Portalen
  • teilweise auch optionales Ändern der Konfiguration möglich

Nachteile Fertig-PC

Nicht wenige Fertig-PCs sind absolute Blender und werden als Gaming-PCs beworben, obwohl sie mit Gaming so viel zu tun haben wie ein Trabi mit Formel 1-Rennsport. Gerne wird bei der Grafikkarte der große Video-Speicher hervorgehoben, obwohl der für die eigentliche Leistung entscheidende Grafikchip so schwach ist, dass der Videospeicher so gut wie irrelevant ist.

EIne Nvidia GT 730 (hier von MSI): die 4GB Video-RAM gauckeln eine Spielefähigkeit vor, der Grafikchip ist aber viel zu schwach. Viele Grafikkarten mit nur 2GB sind deutlich schneller. Quelle: MSI EIne Nvidia GT 730 (hier von MSI): die 4GB Video-RAM gauckeln eine Spielefähigkeit vor, der Grafikchip ist aber viel zu schwach. Viele Grafikkarten mit nur 2GB sind deutlich schneller. Aber auch wenn der PC anhand der Eckdaten (CPU, Grafikkarte, Arbeitsspeicher) einen fairen Preis zu haben scheint, kann man auf versteckte Schwachpunkte treffen. So ist in manch einem PC vielleicht eine teure übertaktbare CPU eingebaut, aber das Mainboard ist billig und zum Übertakten überhaupt nicht geeignet. Oder die Grafikkarte ist ein Modell mit nur einem einzigen Lüfter und bei Last laut, das Netzteil billig und ein Stromfresser. Oder das Gehäuse ist klapprig und alles andere als ein Hingucker. Im Falle eines Problems mit dem PC kann manch ein Nutzer das defekte Bauteil genau identifzieren und würde gerne nur dieses einsenden - oft muss aber trotzdem der gesamte PC abgegeben werden. Ein weiterer Punkt, der ärgerlich sein kann: bei vielen Fertig-PCs gibt es ein Siegel, welches beschädigt wird, wenn man den PC öffnet - und sei es nur zum Entstauben. Zwar darf bei Verletzten eines solchen Siegels auf keinen Fall die komplette Gewährleistung verloren gehen, sofern der Nutzer sachgerecht vorgeht. Aber bestimmte Zusagen, die der Händler oder Hersteller zusätzlich unter dem Stichwort Garantie zusicherte, können durchaus die Gültigkeit verlieren. Zudem stellen sich einige Shops oder Hersteller zunächst quer, wenn das Siegel beschädigt ist, da sie zu Recht argumentieren, dass ja ein Eingriff des Nutzers Ursache für das Problem sein kann. Ein sachgemäßes Einbauen einer zweiten Festplatte ist aber kein Grund, dass der Shop eine Reklamation die Grafikkarte betreffend einfach abweist. Die meisten der möglichen Nachteile eines Fertig-PCs lassen sich aber durch genaues Hinsehen oder eine gute Kommunikation mit dem PC-Anbieter klären. Ein Tipp am Rande: prüft nach dem Kauf stets selber nach, ob wirklich für alle Komponenten die neuste Treibersoftware installiert ist. Wir betonen an dieser Stelle, dass wir euch einen Fertig-PC also nicht madig machen wollen, sondern nur auf alle denkbaren Fallstricke hinweisen, die man aber oft schon im Vorfeld vermeiden kann. Wir fassen zusammen:

  • Zusammenstellung häufig unausgewogen, teilweise pure Blenderei
  • nicht immer Klarheit über die verwendeten Komponenten
  • bei einzelnen Bauteilen wird manchmal zu sehr gespart
  • bei Defekt muss oft der ganze PC abgegeben werden
  • öffnen des Gehäuses erschwert teilweise eine mögliche Reklamation

Vorteile Selbstbau

Wer sich einen PC selber zusammenstellt, der hat vor allem einen großen Vorteil: er kann genau das aussuchen, was er braucht und was perfekt in Sachen Preis und Leistung ist. Zudem kann man sich dank tagesaktueller Preise auch alle Komponenten zum Bestpreis zusammensuchen oder auch auf eine Alternative ausweichen, wenn beispielsweise eine anderes Grafikkartenmodell oder ein ebenfalls passendes Mainboard günstiger wird als das, was man sich zunächst herausgepickt hatte.

Für Bastler ist ein leeres Gehäuse eine willkomene Einladung, der ebenfalls neu gekauften Hardware eine neue Heimat zu geben. Quelle: PC Games Hardware Für Bastler ist ein leeres Gehäuse eine willkomene Einladung, der ebenfalls neu gekauften Hardware eine neue Heimat zu geben. Vielen macht der Zusammenbau zudem - auch wenn es an manch einer Stelle etwas hakt und kleine Probleme auftauchen - Spaß, zudem sorgt der Eigenbau für mehr Technikverständnis und eine persönlichere Bindung zum PC als wenn man sich ein Gerät von der Stange kauft. Ein weiterer Vorteil: es gibt kein Garantiesiegel, ihr könnt also jederzeit Bauteile wechseln oder ergänzen. Im Falle eines Defektes könnt ihr zudem nur die Komponente einsenden, die betroffen ist. Die Vorteile in Kurzform:

  • perfekte Auswahl der Komponenten möglich
  • Sehr Günstig, wenn man Einzelteile geschickt einkauft
  • Spaß beim Zusammenbau
  • Aufrüstung stets problemlos möglich
  • Bei Defekt muss man nur das betroffene Teil einsenden

Nachteile Selbstbau

Natürlich hat ein Selbstbau-PC nicht nur Vorteile. Ein Nachteil ist der Aufwand bei der Komponentenwahl. Es gibt zwar zahlreiche Beispiel-Zusammenstellungen im Internet, und auch wir bieten später einige Vorschläge - doch was, wenn es ein genanntes Bauteil im Stamm-Shop nicht gibt, oder wenn es viel teurer ist als geplant?

Ein Mainboard vereinigt viel Technik auf kleinem Raum - und kann mit Pech und Ungeschick beim Einbau zerstört werden. Quelle: MSI Ein Mainboard vereinigt viel Technik auf kleinem Raum - und kann mit Pech und Ungeschick beim Einbau zerstört werden. Teilweise muss man auch, wenn man am Ende nicht merkbar draufzahlen möchte, seine Bestellung auf mehrere Shops verteilen. Sind die Bauteile dann da, muss man natürlich noch den Zeitaufwand für den Zusammenbau bedenken, für den man auch nicht zu ungeschickt sein sollte - denn wenn ihr mit einem Schraubendreher abrutscht und eine Leitung des Mainboards zerstört, ist es ein selbstverschuldeter Schaden, auf dessen Kosten ihr sitzenbleibt. Oder vielleicht fehlt am Ende dann ein Bauteil, so dass man auf eine Nachbestellung warten muss - und sei es nur auf ein simples SATA-Kabel. Wenn am PC dann irgendwann ein Defekt auftreten sollte, muss man selber herausfinden, woran es liegt. In Einzelfällen können es zwei oder drei mögliche Ursachen sein, so dass man Ersatzbauteile testweise bestellen und einbauen muss, damit sich der Störenfried herauskristallisiert.

  • Zeitaufwand für Komponentenauswahl
  • Teilweise muss bei mehreren Shops bestellt werden
  • Zeitaufwand für den Zusammenbau
  • Ein wenig Geschick ist nötig
  • selbstverschuldete Beschädigungen möglich
  • falsches oder fehlendes Bauteil verzögert das Projekt
  • bei Defekt muss man selber herausfinden, woran es liegt
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  1. Seite 1 Fertig-PC oder selber bauen? Entscheidungshilfe mit Vor- und Nachteilen
  2. Seite 2 Sechs PC-Konfigurationen zum selber bauen
    • Kommentare (30)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Batze Mitglied
        Zitat von Schalkmund
        Wer seinen PC nicht selbst zusammenbaut ist kein echter Gamer. *wegduck*
        Zitat von smutjesmooth
        Musst dich nicht wegducken ich sehe das genauso.Nur Casuals kaufen Fertig Pcs von der Stange. :D
        Dafür gibt es ja Konsolen.....:-D:-B
      • Von Batze Mitglied
        Zitat von Schalkmund
        Wer seinen PC nicht selbst zusammenbaut ist kein echter Gamer. *wegduck*
        Zitat von smutjesmooth
        Musst dich nicht wegducken ich sehe das genauso.Nur Casuals kaufen Fertig Pcs von der Stange. :D
        Dafür gibt es ja Konsolen.....:-D:-B
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von boarf
        Kennt ihr diese Anspannung, wenn man das Motherboard in Position bringen muss? Das Einparken in die Blende ist kein Problem, aber die Befestigungsschrauben treiben mir immer noch die Schweißperlen auf die Stirn ^^
        das finde ich bei einigen Gehäusen klasse geregelt: da gibt es nämlich welche, die anstelle der mittleren Schraubgewinde-Vorrichtung einen Pin haben, so dass du das mittlere Loch des Boards darüber stülpst, und dann sitzt das Board automatisch schon zu 95% passend. Man muss es nur für die ersten 1-2 Schrauben eventuell ganz leicht verschieben, weil das Bohrloch nicht GANZ genau passt - aber
        man sieht durch das Loch hindurch schon das Gewinde, d.h. man ist schon ganz nah dran.
      • Von boarf Anfänger/in
        Kennt ihr diese Anspannung, wenn man das Motherboard in Position bringen muss? Das Einparken in die Blende ist kein Problem, aber die Befestigungsschrauben treiben mir immer noch die Schweißperlen auf die Stirn ^^
      • Von AntonioFunes Freier Autor
        Zitat von Cicero
        Begrenzter Raum in einem Online - Artikel? Naja..... ;-)
        ähm, begrenzt in dem, was den "Soll"-Umfang betrifft und wofür "man" bezahlt wird, das sollte an sich auf der Hand liegen ^^ ;) Natürlich könnte man rein technisch auf einen "Artikel" schreiben, den man gedruckt als 168-setiges Sachbuch veröffentlichen kann... ;)

        Zitat

        Es muss sicherlich nicht gleich ein Silent PC sein, aber das Thema Geräuschentwicklung bei einem Gaming-PC ist für viele Spieler schon elementar. Nicht zuletzt hängt dies nämlich mit der Hitzeentwicklung von Grafikkarte und Prozessor und den eventuell daraus resultierenden Stabilitätsproblemen zusammen. Womit wir auch beim Thema Kabelmanagement sind: Jenseits einer ästhetischen Komponente gilt es gerade bei High End Systemen auf eine ausreichende, nicht durch Kabelbündel gestörte Luftzirkulation zu achten.
        Und genau diesbzeüglich sind die Beispiel-Konfigs völlig problemfrei. "Hitzeprobleme" sind nicht zu erwarten, außer man montiert einen Kühler falsch.
      • Von Cicero Hobby-Spieler/in
        Zitat von AntonioFunes
        Ich erstelle ja regelmäßig hier auf pcgames.de PC-Zusammenstellungs-Artikel - der Raum ist nun mal leider begrenzt, ...
        Begrenzter Raum in einem Online - Artikel? Naja..... ;-)

        Zitat von AntonioFunes
        Ich kann aber versichern, dass die ausgewählten Bauteile für die Beispiel-PCs beim Thema Geräuschentwicklung sehr gut datstehen, die Gehäuse Kabelmanagement ermöglichen usw. - wer einen absoluten Silent-PC will, muss natürlich so oder so genauer hinschauen, da wäre ein eigenes Silent-PC-Special nötig. http://forum.pcgames.de/i...;-%29.gif
        Es muss sicherlich nicht gleich ein Silent PC sein, aber das Thema Geräuschentwicklung bei einem Gaming-PC ist für viele Spieler schon elementar. Nicht zuletzt hängt dies nämlich mit der Hitzeentwicklung von Grafikkarte und Prozessor und den eventuell daraus resultierenden Stabilitätsproblemen zusammen. Womit wir auch beim Thema Kabelmanagement sind: Jenseits einer ästhetischen Komponente gilt es gerade bei High End Systemen auf eine ausreichende, nicht durch Kabelbündel gestörte Luftzirkulation zu achten.

        Ich gebe dir (und deinem Nachposter) ja recht in der Frage, dass man noch seitenweise über das Thema schreiben könnte. Aber gerade die Belüftungsfrage ist bei Selbstbau- PCs bzw. Bauvorschlägen elementar,

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