No Man's Sky: Die Sorgen der großen Entdeckungsreise - Unmotiviert im All?
Trotz aller Vorfreude auf No Man's Sky schwingen diverse Sorgen mit: Motiviert das Gameplay auch im späteren Spielverlauf? Funktioniert das Spiel gänzlich ohne Story? Kommen neue und vor allem sinnvolle Inhalte per DLC? In diesem Special erörtern wir die fünf größten Sorgen der Weltraum-Sandbox für PlayStation 4 und PC.
In No Man's Sky schicken uns die Entwickler von Hello Games auf eine riesige Entdeckungsreise. Sage und schreibe 18 Trillionen Planeten mit jeweils eigenen Floren und Faunen dürfen wir erkunden. Es klingt wunderbar: Ressourcen sammeln, Raumschiff flott machen, abheben und zum nächsten Planeten, ins nächste Sonnensystem düsen. Auf den einzelnen Planeten scannen wir fremde Pflanzen, treffen auf seltsame Tiere und folgen geheimnisvollen Aliensignalen. Ein wenig Sorge schwingt bei aller Vorfreude auf die Weltraum-Sandbox aber mit: Wie schnell geht dem Gameplay die Puste aus? Funktioniert das Spiel gänzlich ohne Story? Kommen neue und vor allem sinnvolle Inhalte per DLC? Welche Sorgen uns umtreiben, lest ihr im nachfolgenden Special.
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Lesetipp: No Mans Sky: 10 Hoffnungen und Wünsche für die Reise ins All mit 18 Trillionen Planeten
Gameplay schnell eintönig
In den ersten Stunden von No Man's Sky erkundeten wir Planeten, analysierten fremde Tiere und bauten pfeilschnelle Hyperantriebe, um ins nächste Sonnensystem zu gelangen. Vor allem Letzteres zählte zu unseren Hauptaufgaben, schließlich wollen wir irgendwann das Spielziel erreichen: das Zentrum der Galaxie. Damit wir den Hyperantrieb unseres Raumschiffs verwenden können, benötigen wir zunächst jede Menge kostbare Ressourcen. Ohne Elementardampf keine Antimaterie, ohne Antimaterie keine Warp-Zelle und ohne Warp-Zelle können wir den Hyperantrieb nicht nutzen. Der Nachteil: Die für den Hyperantrieb mühsam gesammelten Ressourcen reichen nur für einen Warp-Sprung. Befinden wir uns im nächsten Sonnensystem, beginnt die Suche nach den wichtigen Materialien von vorn. Wir hoffen, dass sich dieses Schema nicht zu schnell erschöpft - und No Man's Sky auch im fortgeschrittenen Spielverlauf abwechslungsreich bleibt. Gerne würden wir Alienrassen erkunden, ganze Siedlungen entdecken und immer wieder aufs Neue verblüfft werden. Der Wow-Effekt der ersten Spielstunden darf nicht abreißen. Etwas ermüdend wäre es schon, sollte am Ende alles auf das Ressourcen-Grinding hinauslaufen.
Kein echter Online-Modus
Quelle: Hello Games
Einen echten Online-Modus gibt es in No Man's Sky vermutlich nicht. Die Chance, einen anderen Spieler zu treffen, ist verschwindend gering.
In den nächsten Tagen starten wir unseren Durchgang mit der finalen Version. Grundsätzlich ist es möglich, zusammen mit Freunden ins Abenteuer zu ziehen. Dass die Praxis aber anders ausschaut als die Theorie, ist auch klar. Denn: Die Spielwelt fällt dank der prozeduralen Berechnung riesig aus. Es würde fünf Milliarden Jahre dauern, um alle Planeten in No Man's Sky zu erforschen. Dementsprechend wäre es purer Zufall, sollten wir in No Man's Sky auf einen anderen Spieler treffen.
Selbst Absprachen zwischen Freunden der Sorte "Wo bist du? Treffen wir uns bei Planet XY" dürften wenig erfolgsversprechend sein. Schließlich ist es wahrscheinlich, dass ihr etliche Lichtjahre voneinander entfernt seid. Immerhin können Spieler ihre entdeckten Planeten benennen und so für die Ewigkeit festhalten. Ein anderer Spieler würde sehen, dass der Himmelskörper bereits bereist und erkundet wurde. Dass No Man's Sky keine Mitgliedschaft von PlayStation Plus voraussetzt, lässt vermuten, dass die Weltraum-Sandbox nur diesen theoretischen Mehrspieler-Modus bietet. Denn in der Regel müssen PS4-Spieler ein Abo bei PS Plus abschließen, um die Mehrspieler-Modi der jeweiligen Spiele zocken zu können. Es wäre etwas schade und unserer Meinung nach verschenktes Potenzial. Zu gerne würden wir zusammen mit Freunden Space-Piraten abknallen, fremde Tierarten scannen, Planeten entdecken - und vor allem allerhand Weltraum-Unsinn anstellen. Die riesige Spielwelt wäre der perfekte Spielplatz.
Mit dem ersten Update führen die Entwickler die Möglichkeit ein, die von anderen Spielern entdeckten Sternensysteme zu scannen. Das soll die Chance erhöhen, andere Spieler in No Man's Sky zu treffen.
Bugs und Abstürze
Die von uns gespielte Fassung, die noch nicht über den wichtigen Day One-Patch und diverse, finalen Anpassungen verfügte, lief vollkommen problemlos. In der kompletten Spielzeit, die wir in No Man's Sky verbracht haben, gab es keinen einzigen Absturz, Freeze oder Ruckler. Sämtliche Lebewesen verhielten sich passend und die Kollisionsphysik funktionierte reibungslos. Aufgrund der Größe der Spielwelt ist das absolut lobenswert. Wir hoffen, dass das auch im fortlaufenden Spielverlauf so bleibt. Schließlich lässt sich aufgrund der prozeduralen Berechnung kaum vorhersagen, was hinter dem nächsten Planeten passiert.
Keine Story
Eine Hintergrundgeschichte erzählt No Man's Sky nicht. Vielmehr sollen wir unsere eigene Geschichte schreiben, indem wir das Abenteuer intuitiv bestreiten. Verbringt man zu lange Zeit auf einem Planeten, gibt No Man's Sky irgendwann ein Ziel vor, das es als nächstes zu erfüllen gilt. Um eine klassische Mission handelt es sich aber nicht. Stattdessen gibt uns No Man's Sky Tipps zu den nächsten Gegenständen, die wir herstellen sollten, um im Spiel voranzukommen. Während der Erkundungen treffen wir auch auf andere intelligente Lebensformen, mit denen wir interagieren können. In den einzelnen Sonnensystemen gibt es vereinzelte Raumstationen, in denen ein einsames Alien sitzt. Dieses wiederum tut auch nichts anderes als uns etwas zum Tausch anzubieten, einen Plan zum Bau irgendwelcher Materialien auszuhändigen oder anzubetteln. Damit wir auch irgendetwas von seiner Sprache verstehen, suchen wir auf den Planeten Fragmente, mit denen wir einzelne Wörter der Aliensprache erlernen. Ob das dauerhaft motiviert, bleibt abzuwarten. Eine Story, die uns Hintergründe zu Abenteuer, Aliens und Planeten erzählt, wäre wünschenswert. Kommen womöglich Story-Bruchstücke per DLC ins Spiel? Vielversprechend: Der große Day-One-Patch bringt "Die drei Pfade" ins Spiel. Damit sollen sich frühe Entscheidungen auf das auswirken, was wir im späteren Verlauf des Spiels erleben.
Add-ons ohne Mehrwert
Quelle: Geforce.com
Mit zusätzlichen und vor allem sinnvollen DLCs sowie Inhalten könnte Hello Games die Weltraum-Sandbox stets erweitern.
In welcher Form die Entwickler No Man's Sky um zusätzliche Inhalte erweitern, bleibt abzuwarten. Immerhin ist bereits bekannt, dass der Day-One-Patch neue Inhalte bereithält. Die Highlights des Updates haben wir im verlinkten Artikel zusammengefasst. Bleibt zu hoffen, dass Hallo Games auch künftig zusätzliche DLCs mit etlichen Neuerungen bereithält. Das dürfte vor allem vom Erfolg des Spiels abhängen. Wir erinnern uns zum Beispiel an Minecraft, dessen Inhalte über Jahre per unzählig vielen Updates hinzugefügt wurden. Ähnliches könnte uns auch bei No Man's Sky bevorstehen - wir hoffen es zumindest. Es liegt an den Entwicklern, ihren Spielediamanten in Zukunft weiter zu schleifen. Schade wäre es, sollten kommende Updates und DLCs lediglich kleinere, kaum wahrnehmbare Inhalte bereithalten. Die Spielwelt ist riesig und bietet schier unendlich viel Raum für Kreativität. Mit sinnvollen DLCs könnte Hello Games die Spieler bei Laune halten. Liebe Entwickler: orientiert euch an Minecraft! Für ein kommendes Update wurde bereits der Basis-Bau bestätigt. Cool!
Welche Sorgen umtreiben euch bei No Man's Sky? Antwortet uns im Kommentarbereich. No Man's Sky erscheint am 10. August für PS4 und zwei Tage später für PC. In unserem Gameplay-FAQ beantworten wir wichtige Fragen zu Planeten, Crafting und mehr.

Ich verstehe nicht, warum sich einige so negativ äußern.
Wenn man sich die offizielle Seite durchliest, wird klar geäußert, dass das Spiel nicht für jeden ist.
Und warum? Keine "klar ersichtliche" Story, keine Missionen, keine (millionen) Nebenmissionen, keine Aufbausimulation, kein "(PvP-)Kampfsystem", ....
Dabei wird doch auf der offiziellen Seite klar gesagt, dass das Spiel den Forscher/Entdecker im Spieler wecken soll. Und das ist die einzige, (aktuell) notwendige Motivation.
Entdecker haben keine Basen. Das Transportmittel zum Entdecken des "Gebietes" ist das ein und alles. Wenn es kaputt geht, war es dass mit der Entdeckungsreise (im realen, nicht in NMS).
Für alle die sich selbst verwirklichen wollen (in einer Art Aufbausimulation), No Man's Sky ist nichts für euch.
(Würde es sehr schade finden, wenn, aufgrund von Verkaufszahlen bzw. Umsatz, solche Aufbausimulation integriert wird.)
Nach meinem Verständnis ist es bei NMS genau anders herum. Du startest nicht auf/in einem Brachland aus dem du dein Paradies machst. Das Paradies ist schon da und du sollst es erkunden.
("In der Natur die Schönheit der Existenz zu sehen ist nicht jedem vorbehalten.")
Und der Hype entsteht wegen der Idee und dem Konzept. Das die Ursachen für manche nicht nachvollziehbar sind, liegt nicht am Publisher oder Hrn. Murray.
Für mich als Battlefield Geek, ist der Release von "No Man's Sky" von höherem Interesse als "Battlefield 1".
Warum? "Battlefield 1" bringt, außer durch technischen Fortschritt errungene Verbesserungen, nur ein paar neue Ideen, auf Basis von neuen "Gerätschaften" dank neuem Umfeld. Nicht mehr. (*indieeckestellundschäm* :-|)
Btw: Was bringt mir eine Raumstation in EINEM Sonnensystem oder eine Basis auf EINEM der 18.xxx.xxx.xxx.... Planeten?
Wenn man das Ding auf halber Strecke baut, was bringt es einen? Bis man zu dem Ding zurück kommt hat man so viele Resourcen verbraten, dass es sich wahrscheinlich überhaupt nicht gelohnt hat.
(Außer man befolgt nicht "die Empfehlung" nach dem Zentrum zu suchen.)
Ich habe das Gefühl, dass viele die folgende Formel vor Augen haben: sehr großes Universum + "machen was man will" = viel Platz für das eigene Imperium
alles andere is ja schön und gut,nur hätte ich auch gerne einen rückzugspunkt den ich ausbauen kann.wo ich nach monaten des spielens auch meinen fortschritt sehe.nur dümmlich rumfliegen und sich die immer gleichen planeten nur in anderen farben oder beleuchtungen anzusehen is jetzt nich unbedingt der brüller.mein interesse senkt sich von tag zu tag
nur dass nms eines der meisterwarteten spiele (zumindest) dieses jahres ist, steht dennoch völlig außer frage.
Aber irgendwo, find ich da sogar Minecraft abwechslungsreicher, mit mehr Möglichkeiten zum online und mit Freunden zocken. Aber DAS game.... bringt mir doch gar nichts. Finds nur mal wieder overhyped, und so Phrasen wie "Spiel des Jahres" blablabla sind da eine beleidigung, wenn man sich den Inhalt ansieht.