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  • Elite: Dangerous im Mega-Test: Lost in Space - jetzt mit aktuellem Fazit und Wertung (Teil 3)

    Elite: Dangerous - Auch im Jahre 3300 zieren Totenschädel die Piratenschiffe. Quelle: Frontier Developments

    Eintrag ins Logbuch: Die Fertigstellung von Star Citizen liegt noch in weiter Ferne, X-Rebirth versucht mit Version 3.0 und einem Add-on verlorenen Boden bei den Fans zu gewinnen. Doch aktuell richtet sich das Augenmerk vieler Spacepiloten auf Entwicklerteam Frontier Developments, das mit Elite: Dangerous das Spielerlebnis des inzwischen 30jährigen Weltraumklassikers Elite in ein modernes PC-Spiel transportieren möchte. Was ihr dazu wissen müsst und was euch mit der vierten Auflage der Weltraumsimulation von Schöpfer David Braben erwartet, klären wir im ausführlichen Test der inzwischen erhältlichen Verkaufsversion.

    Captain's Log, Sternzeit 21. Dezember 3300

    "Völlig losgelöst von der Erde schwebt das Raumschiff völlig schwerelos" - und das seit mehreren Tagen. Seit unserem letzten Logbucheintrag haben wir dutzende Sternensysteme erkundet, uns dabei als Händler und Kurier verdingt. Mit neu installierten Scannern haben wir anschließend zahlreiche Verbrecher ausfindig und die Burschen per Frameshift-Unterbrechung dingfest gemacht. Die Kopfgeldkasse klingelte fröhlich und unsere neuen Laser, Kanonen und Torpedos ohrenbetäubend aus den Boxen. Doch längst beherrschen wir noch nicht alle Feinheiten des Spiels: Unsere eigenen gestarteten Schmuggelversuche etwa schlugen mehrfach fehl, wir verloren Reputationspunkte bei der Föderation und suchten unsere Flucht in der Weite für uns bis dahin noch unbekannte Systeme.

    Wir folgten eine Zeitlang dem Pfad des Entdeckers, klapperten in mühevoller Kleinarbeit unerforschte Gebiete ab, um daraus resultierende Kartografiedaten zu verkaufen. Der Kontostand hat sich gefüllt, wir wechselten von unserem Adder-Schiff zwischenzeitlich auf einen Viper-Jäger für Kampfeinsätze. Müde vom Kämpfen sattelten wir auf einen trägen Hauler-Frachter um, mit dessen Abbau-Laser und Raffinerie-Modul wir Asteroiden per Mining farmten. Wir sind unser eigener Herr in der schier endlos erscheinenden Milchstraßengalaxie von Elite: Dangerous. Aus dieser Freiheit, die sich dem Spieler nur langsam und zäh erschließt, dauerhaften Spielspaß zu generieren, das fällt sicher nicht jedem Kapitän leicht.

    Odyssee im Weltraum

    Elite: Dangerous - In solchen Asteroidengürteln könnt ihr Erze und Metalle zutage fördern. Elite: Dangerous - In solchen Asteroidengürteln könnt ihr Erze und Metalle zutage fördern. Quelle: Frontier Developments Bei all dem gemächlichen Spielfluss, den Elite: Dangerous kennzeichnet, kommen uns immer wieder eine gewisse Walzermelodie und Szenen aus Stanley Kubricks Science-Fiction-Klassiker 2001: Odyssee im Weltraum in den Sinn. Elite: Dangerous schafft es mühelos, das Spielgefühl des 30 Jahre alten Vorgängers aufleben zu lassen und sorgt dank moderner Technik und mithilfe passender HOTAS-Steuersysteme für eine ungemein bezaubernde Flugatmosphäre. Doch ist es auch ein Spiel, dass einem in der aktuellen Form das Gefühl vermittelt, es allenfalls mit einer guten Basis mit viel Potenzial zu tun zu haben, in der es aber noch an herausragenden, inhaltlichen Höhepunkten mangelt. Da sind zum Beispiel die sich ewig wiederholenden Missionen an den Anschlagtafeln, die zwar für viele Credits aber zu wenig Abwechslung sorgen. Gar kaugummiartig und unnötig behäbig gestaltet sich die interplanetare Reise im Super-Cruise-Modus und die Interaktion zwischen menschlichen Mitspielern im offenen Spielmodus muss man mit der Lupe suchen. Das wundert uns aber auch nicht, ist doch die Möglichkeit zur sozialen Interaktivität zwischen den Spielern aufgrund des bislang unsäglich kümmerlich umgesetzten Chats eher abschreckend, denn einladend.

    Elite: Dangerous bietet eine Welt, in der man selber für den Spaß sorgen muss, so wie es beispielsweise derzeit aktive Kommandeure tun, die sich zum Ziel gesetzt haben, die politischen Verhältnisse zwischen den Fraktionen in einem Sternensystem zu ändern. Andere Spieler wiederum berichten gebannt von ihren Entdeckungsreisen mit galaktisch schönen Anblicken mannigfarbiger Sonnen und anderen Sterntrabanten. Der Kosmos in Elite: Dangerous ist so unendlich groß, während der spielerische Tiefgang sich auf ein übersichtliches Maß beschränkt. Von großen Story-Events ließ sich bislang noch nicht viel feststellen, lediglich einige Textnachrichten auf den Stationen lassen vage Vermutungen zu, dass Dinge ins Rollen kommen können - bloß wann und wie?

    Elite: Dangerous - Verschiedene Waffen und Module lassen sich in Feuergruppen organisieren. Elite: Dangerous - Verschiedene Waffen und Module lassen sich in Feuergruppen organisieren. Quelle: Frontier Developments Frontier Developments' Simulation zu genießen erfordert Geduld und Muße, Zeit und Beharrlichkeit. Eine kurzweilige und schnelle Spielrunde zu absolvieren, ist kaum möglich. So vergehen etwa bei der Suche nach Verbrechern gerne mal Stunden. Zwischendurch abspeichern ist zwar möglich, bloß läuft die Missionszeit unbarmherzig weiter, auch wenn man ausgeloggt ist. Es sind solche und andere unnötige Stolpersteine, Designschnitzer und Ungereimtheiten, die neben all der tollen Weltraumfurore auch für reichlich Frust sorgen können. Die einzelnen Gameplay-Inhalte wiederholen sich zu schnell und sobald man Dinge wie Gegner abfangen, Asteroiden abbauen und mehr verstanden hat, beginnt die Routine. Einzig der Blick auf den Kontostand und den Commander-Rang beschäftigt den Spieler vorrangig, doch zugegebenermaßen funktioniert diese Weltraumhamsterrad-Philosophie tatsächlich. Die Motivation, uns immer bessere Ausrüstung leisten zu können, treibt uns weiter durch die Sternensysteme, vorbei an gigantischen Sonnen, Gasriesen, weißen und braunen Zwergen, lässt uns unaufhörlich weiter die Milchstraße entlang skippern. Doch was ist, wenn man sich zum Elite hochgearbeitet und das beste und stärkste Raumschiff voll ausgerüstet hat? Es mag dem Einzelspielerlebnis genügen, dieses Ziel nach zig Stunden erreicht zu haben und es dann damit bewenden zu lassen. Doch will Elite: Dangerous auch ein waschechtes und vor allem lebendiges Online-Spieluniversum bieten, dass die Spieler dauerhaft bei Laune hält. Von diesem Ziel sind wir allerdings derzeit noch weit entfernt, hier muss Frontier Developments erst noch zeigen, was es für Elite: Dangerous in petto hat.

    Wertungsfindung - wem macht man es recht?

    Wie sich ein Spielabschnitt anfühlen und wie viel Spaß man dabei haben kann, beschrieb unser voriger Logbucheintrag beispielhaft. Welche inhaltlichen Stärken und Schwächen wir im Spiel schon vor Release ausmachen konnten, zeigte der erste Teil unseres Tests. Über Elite: Dangerous lässt sich wunderbar kontrovers diskutieren, einerseits weil es sich inhaltlich gar so sperrig und schwer zugänglich gibt; andererseits aber durch Punkte wie den beispielhaften runden Online-Launch und dem bislang flotten Patch-Support positiv auffällt. Im aktuellen Zustand des Spiels, das laut Elite-Vater David Braben nie richtig fertig sein wird, bietet es eine gute Basis für kommende Inhalte, von denen es hoffentlich noch viele geben wird. Es ist kein uneingeschränkt empfehlenswerter Pflichtkauf für alle Weltraumfans, aber durchaus eine gelungene Simulation für Enthusiasten. Auch wenn es schräg klingen mag, Elite: Dangerous erinnert uns mit seinen vorhandenen Gameplaymechaniken in vielerlei Hinsicht an einen interplanetaren Truck- beziehungsweise kosmischen Landwirtschafts-Simulator.

    07:29
    Elite Dangerous im Vortest: Unsere Eindrücke aus der Gamma-Version im Video
  • Elite: Dangerous
    Elite: Dangerous
    Developer
    Frontier Developments
    Release
    16.12.2014
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
    Es gibt 190 Kommentare zum Artikel
    Von Briareos
    Vermutlich weil sie noch niocht mal eine halbwegs reibungslose PC-Version hinbekommen. ;)Ist aber natürlich nur reine…
    Von Cyberthom
    Ich freue mich schon auf die PS4 Version (dauert leider noch ein wenig..) Es gibt zu Zeit eindeutig zu wenig…
    Von Vordack
    @ M3thusalixIch habe Elite ein wenig damals gezockt, bin mit Wing Commander 1 richtig eingestiegen :-)Ich wollte Dir…

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    • Es gibt 190 Kommentare zum Artikel

      • Von Briareos Erfahrener Benutzer
        Zitat von Cyberthom
        Warum wird das aktuellste X3 Reihen Spiel nicht mal portiert auf die Konsolen XBON / PS4 ?
        Vermutlich weil sie noch niocht mal eine halbwegs reibungslose PC-Version hinbekommen. ;)
        Ist aber natürlich nur reine Spekulation ...
      • Von Cyberthom Benutzer
        Ich freue mich schon auf die PS4 Version (dauert leider noch ein wenig..)
        Es gibt zu Zeit eindeutig zu wenig Weltraumspiele.
        Warum wird das aktuellste X3 Reihen Spiel nicht mal portiert auf die Konsolen XBON / PS4 ?

        Hatte gedacht das die PC deshalb so verbugt war weil es erst Konsolenspiel sein sollte, war oder was auch immer  Warum haben die solange auf einnahmen verzichtet?

      • Von Vordack Erfahrener Benutzer
        @ M3thusalix

        Ich habe Elite ein wenig damals gezockt, bin mit Wing Commander 1 richtig eingestiegen :-)

        Ich wollte Dir empfehlen so ein Hotas…
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Elite: Dangerous
Mega-Test: jetzt mit aktuellem Fazit und Wertung (Teil 3)
Eintrag ins Logbuch: Die Fertigstellung von Star Citizen liegt noch in weiter Ferne, X-Rebirth versucht mit Version 3.0 und einem Add-on verlorenen Boden bei den Fans zu gewinnen. Doch aktuell richtet sich das Augenmerk vieler Spacepiloten auf Entwicklerteam Frontier Developments, das mit Elite: Dangerous das Spielerlebnis des inzwischen 30jährigen Weltraumklassikers Elite in ein modernes PC-Spiel transportieren möchte. Was ihr dazu wissen müsst und was euch mit der vierten Auflage der Weltraumsimulation von Schöpfer David Braben erwartet, klären wir im ausführlichen Test der inzwischen erhältlichen Verkaufsversion.
http://www.pcgames.de/Elite-Dangerous-Spiel-16864/Tests/Mega-Test-jetzt-mit-aktuellem-Fazit-und-Wertung-Teil-3-1145788/
22.12.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/12/ED_Release_1_0_001-pc-games_b2teaser_169.png
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