10 Dinge, die mir als Deutscher in Japan fehlten - Reisebericht
Was vermisst man als deutscher Tourist in Japan eigentlich? Matze war einige Wochen im Land der aufgehenden Sonne unterwegs und verrät euch 10 Dinge, die ihm fehlten. Neben kulinarischen Aspekten geht es unter anderem auch um gesellschaftliche Regeln, Komfort beim Shopping sowie Plastiktornados.
Im Urlaub sucht man sich natürlich am besten ein Land aus, das einem richtig gut gefällt - und mit Japan als Reiseziel hatte ich quasi meinen persönlichen Jackpot gefunden. Mehrere Wochen erkundete ich Japan von der feucht-tropischen Insel Yakushima ganz im Süden bis zur legendären Mega-Metropole schlechthin: Tokio. Aber während ich einen Riesenspaß an Natur, Architektur, Menschen, Essen und Aktivitäten hatte, kam in mir deutscher Kartoffel natürlich auch etwas Heimweh auf. Aber was genau kann einem fehlen, wenn man eines der beliebtesten Reiseziele der Erde besucht? Ich verrate euch meine zehn deutschen Sehnsüchte!
In diesem Artikel
1. Deutsches Essen: Salzig, knusprig, bissfest
Natürlich das Offensichtlichste zuerst: So lecker Sushi, Ramen, Onigiri sowie köstliche Naschereien auch sind, fehlt einem dann doch irgendwann ein simples Brot. Denn die Japaner haben zwar auch schöne Bäckereien, aber die gibt es lange nicht so oft wie bei uns und gerne finden sich dort auch eher zuckersüßes und viel zu weiches Gebäck. Wer sich also nach einem herzhaft knusprigen Holzofenbrot umschaut, der sucht länger (wird aber auch mal fündig). Traurig wird es obendrein, wenn man guten Käse sucht - der ist nämlich ratzfatz teuer.
Quelle: buffed (Matthias Brückle)
Wer auch etwas mehr zahlen kann, findet französisch inszenierte "Boulangeries" - also Bäckereien, deren Baguettes eure Kiefer endlich mal wieder beanspruchen mit knusprigem Biss.
2. Vegetarische Alternativen - oder, Gott bewahre, Veganes
Was man auch hierzulande für selbstverständlich hält: eine Bandbreite an vegetarischen Optionen beim Essengehen. Japaner servieren euch gerne Speisen, in denen ihr keine tierischen Bestandteile seht. Aber der Teufel versteckt sich im Detail: Ständig ist die Brühe ("Dashi") auf Basis von Huhn, Rind oder Fisch. Hier muss man als Vegetarier oder Veganer sehr auf der Hut bleiben. Ich empfehle dafür noch die App HappyCow, die auf User-Wertungen basierend empfehlenswerte Restaurants für Vegetarier und Veganer verrät.
Quelle: buffed (Matthias Brückle)
Selbst ohne das Fleischstück in der Pfanne wären diese köstlichen Nudeln nichts für meine vegetarische Begleiterin gewesen: Die Brühe hat natürlich Fleischbasis, wie es meist in Japan ist..
3. Was kostet das auf 100 Gramm ...?
Ein wahrer Kulturschock als Deutscher auch: Keine Angabe, was man im Verhältnis für ein Produkt bezahlt - es fehlt quasi die €/100-Gramm-Angabe! Das ist vor allem bei Süßkram etwas eine Falle. "Oh, Schokolade für nur 100 Yen? Das ist ja nicht einmal mal ein Euro!" ist bei einer Verpackung mit 38 Gramm Inhalt doch nicht mehr so interessant ...
Quelle: buffed (Matthias Brückle)
Nicht teuer, aber auch nicht viel drin: Süßigkeiten sind aufs 100 Gramm gerechnet nicht gerade günstig. Vermutlich gibt es diese Info auch nicht auf der Verpackung. Lecker ist das Zeug trotzdem!
4. Mülleimer: Das Einhorn Japans
Wer Müll auf seiner Reise produziert, der muss ihn auch eine Weile mit sich herumtragen. Öffentliche Mülleimer wie bei uns gibt es nämlich kaum, was natürlich blöd ist, wenn ihr etwa in einem Park mitgebrachtes Essen ausgepackt habt und jetzt leere Sojasoßen-Packungen, benutzte Stäbchen oder auch einfach Servietten loswerden wollt. Nur bei Läden gibt es dann die erlösenden Container für Plastik & Co. Apropos ...
5. Darf es etwas mehr Plastik sein?
Was noch nicht in Plastik ist, das packt der Japaner auch in Plastik - selbst einzelne Bananen sind im Supermarkt auch mal eingeschweißt! Auf diese Weise bekommt man schon etwas Kopfschmerzen, wenn man sich Gedanken um den Müll macht, den man da praktisch mitproduziert. Erst recht, wenn man ihn dank Punkt 4 lange mit sich herumträgt. Wobei ich anmerken muss: Frei herumliegenden Müll werdet ihr trotz Punkt 4 & 5 selten sehen, die Städte sind sehr gepflegt. Auf der nächsten Seite verrate ich euch noch fünf weitere Dinge, die mir in Japan gefehlt hatten!
