Next-Gen-Konsolen: SSDs, Kühlung und mehr

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Next-Gen-Konsolen: SSDs, Kühlung und mehr
Quelle: Microsoft

Noch vor Weihnachten soll in diesem Jahr die neue Konsolengeneration von Sony und Microsoft starten. Zu der Xbox Series X gibt es schon seit einiger Zeit genauere technische Daten. Sony ist mit den Angaben zur Playstation 5 erst am 17. März rausgerückt. Wir schauen uns die Daten näher an und versuchen, die beiden kommenden Konsolen einzuschätzen.

Next-Gen: Der Gamechanger SSD?

Neben der puren Grafikleistung heben beide Hersteller auch die Verwendung einer schnellen SSD hervor. Sony tut dies besonders intensiv, da die SSD in der Playstation 5 die Daten etwa doppelt so schnell lesen kann wie die in der Xbox Series X, zumindest laut Datenblatt. Dabei spricht der japanische Konzern sogar von einem "Gamechanger". Dass sich Spiele verändern könnten, trifft aber auch auf die Xbox Series X zu. Die SSDs sollen Spiele zumindest in Teilen und je nach Einzelfall aufwerten können, und zwar nicht nur, was die Ladezeiten zwischen zwei Leveln oder dem Spielstart angeht, sondern auch die Grafik betreffend.

Die Idee ist logisch leicht nachvollziehbar: Nehmen wir als Beispiel an, dass ihr mit eurer Spielfigur nur noch wenige Sekunden von einem Dorf in einer Spielewelt entfernt seid. Das RAM ist bereits mit Texturen (und anderen Daten) voll, so dass für das Dorf neue Texturen geladen werden müssen und länger nicht mehr benötigte Texturen entfallen. Man könnte per Festplatte pro Sekunde Texturen laden, die etwa 100 Megabyte groß sind.

Die SSD-Erweiterung wird seitlich in das Gehäuse gesteckt. Quelle: Microsoft Die SSD-Erweiterung wird seitlich in das Gehäuse gesteckt. Wären es Texturen, die doppelt so groß sind, kann dies bereits zu Rucklern führen, da die Engine noch auf das Laden der Texturen warten muss - oder aber es würde zwar keine Ruckler geben, aber dafür für eine Weile nur eine relativ hässliche Basisversion der Textur oder auch bei manchen Objekten gar keine Textur zu sehen sein. Mit einer schnellen NVMe-SSD wären aber bezüglich der Texturengröße bei der Xbox Series X mehr als 2000 Megabyte, bei der Playstation 5 mehr als 5000 Megabyte pro Sekunde drin, so dass man freilich deutlich hochauflösendere Texturen im laufenden Spiel nachladen kann. Man könnte binnen von wenigen Sekunden alle bisherigen Texturen im RAM austauschen. Dies ermöglicht nicht nur bessere Texturen, sondern auch mehr Vielfalt bei den Texturen. Und ein Nachladen von Daten ist gerade bei Open World-Spielen wichtig, da der Grafik- und Arbeitsspeicher ja begrenzt ist. Diesen möglichen Vorteil der schnellen SSD haben also beide Konsolen, was den Spielen abseits der puren Rechenleistung noch einen optischen Schub geben kann und es den Entwicklern zudem ermöglicht, Spiele deutlich leichter übergangslos zu gestalten, wo früher noch ein kurzer Ladebildschirm nötig war.

An der Gehäusedecke kommt die warme Luft bei der Xbox Series X heraus. Frische Luft saugt sie unten ein. Quelle: Microsoft An der Gehäusedecke kommt die warme Luft bei der Xbox Series X heraus. Frische Luft saugt sie unten ein. Die SSD der PS5 ist dabei theoretisch doppelt so schnell wie bei der Xbox Series X, und Sony hebt diesen Fakt besonders stark hervor - ob dieses Plus an Geschwindigkeit am Ende auch wirklich einen optisch sichtbaren Vorteil für Sonys Konsole im Vergleich zur Konkurrenz von Microsoft einbringt, wird sich noch zeigen. Denn die Xbox Series X könnte wiederum durch die potenziell stärkere Rechenleistung andere Dinge der Grafik detaillierter gestalten.

Eine ganz andere Frage ist zudem, wie das angepriesene SSD-Feature überhaupt umgesetzt werden soll. Denn man wird ja optional auch laut aktuellen Informationen eine externe Festplatte für Spiele nutzen können - solche Festplatten kommen aber eben maximal auf etwa 100 MB/s im Durchschnitt. Es kann also im Grunde genommen nicht sein, dass eine so schnelle SSD wie in der Playstation 5 zwingend für ein Spiel erforderlich ist. Möglicherweise wird ein auf externer Festplatte installiertes Spiel, das eigentlich auf die SSD hin optimiert wurde, einen Modus bieten, in dem man mit leichten Abstrichen auch eine Festplatte nutzen kann. Solche Detailfragen müssen noch beantwortet werden - spätestens zum Release der Konsolen werden wir schlauer sein und auch sehen, wie teuer ein PC sein wird, der eine vergleichbare Leistung und Grafik bietet.

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  1. Seite 1 Next-Gen-Konsolen: Einleitung und aktuelle Generation
  2. Seite 2 Next-Gen-Konsolen: Technische Daten
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  4. Seite 4 Next-Gen-Konsolen: SSDs, Kühlung und mehr
    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Solo-Joe Mitglied
        Zitat von ego1899
        Die 825GB sind meiner Meinung nach mehr als ausreichend. Was hat denn ein aktuelles und umfangreiches Spiel heute so im Durchschnitt? Vielleicht 80-100GB? Die Disks werden 100GB fassen, was wahrscheinlich längst nicht alle ausreizen. Es mag natürlich auch Ausnahmen geben welche auch mal mehr haben.
        Wer brauch denn Platz für minimum 8-10 Spiele gleichzeitig? Mit einer entsprechenden Leitung sind diese doch schnell wieder runtergeladen. Klar, die hat nicht jeder, dann verschiebe ich sie mir halt auf eine x-beliebige externe Festplatte und hole sie mir bei Bedarf wieder auf die interne rüber.
        Ich habe bisher auf keiner der Konsolen zu irgendeinem Zeitpunkt mal Platzprobleme gehabt.
        Hieß es nicht auch, dass die Installationsgrößen um einiges kleiner werden, da man gewisse Sachen nicht mehrfach speichern muss? Beim RAM ging Sony ja explizit darauf ein, dass man nun komplexere und abwechslungsreichere Assets verwenden kann und gleichzeitig der Arbeitsspeicherbedarf deutlich sinkt? (Belegter RAM ist momentan teilweise im Leerlauf, da er für 20-30 Sekunden herhalten muss)
      • Von Solo-Joe Mitglied
        Zitat von ego1899
        Die 825GB sind meiner Meinung nach mehr als ausreichend. Was hat denn ein aktuelles und umfangreiches Spiel heute so im Durchschnitt? Vielleicht 80-100GB? Die Disks werden 100GB fassen, was wahrscheinlich längst nicht alle ausreizen. Es mag natürlich auch Ausnahmen geben welche auch mal mehr haben.
        Wer brauch denn Platz für minimum 8-10 Spiele gleichzeitig? Mit einer entsprechenden Leitung sind diese doch schnell wieder runtergeladen. Klar, die hat nicht jeder, dann verschiebe ich sie mir halt auf eine x-beliebige externe Festplatte und hole sie mir bei Bedarf wieder auf die interne rüber.
        Ich habe bisher auf keiner der Konsolen zu irgendeinem Zeitpunkt mal Platzprobleme gehabt.
        Hieß es nicht auch, dass die Installationsgrößen um einiges kleiner werden, da man gewisse Sachen nicht mehrfach speichern muss? Beim RAM ging Sony ja explizit darauf ein, dass man nun komplexere und abwechslungsreichere Assets verwenden kann und gleichzeitig der Arbeitsspeicherbedarf deutlich sinkt? (Belegter RAM ist momentan teilweise im Leerlauf, da er für 20-30 Sekunden herhalten muss)
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Drohtwaschl
        "Die Xbox Series X liegt mit ihren 12 TFLOPS etwas oberhalb einer Nvidia GeForce RTX 2080 Super, deren Rechenleistung gut 11 TFLOPS beträgt"

        solte ein pc fachmagazin evtl mal erwähnen das die 12 tflops sich auf eine apu beziehen die cpu und gpu vereint und eine 2080 super nur eine gpu ist. und somit die series x nicht gleich auf ist von der leistung.
        Hast du denn eine Quelle, die ganz klar sagt, dass die 12 TFLOPS wirklich die Summe von CPU- und GPU-Part des SoC ist? Das ist meines Wissens noch nicht eindeutig klar, weswegen ich den Vergleich zu einer RTX 2080S + Zen 2-CPUs nicht ganz verkehrt finde und es sowieso nur als Hinweise verstehe, wie IN ETWAS man die Leistung einordnen KÖNNTE. So oder so kann man je eh nicht die Rechenleistungen von PC und Konsole, nicht mal Konsole vs Konsole einfach direkt vergleichen, was ja im Artikel auch klargemacht wird.
      • Von frothungt Mitglied
        Zitat von OldMCJimBob
        Ich muss sagen, ich finde das einen ziemlich genialen Schachzug, um so mehr ich darüber nachdenke:
        Wie baut man eine Konsole, die besser als die der Konkurrenz ist (ob sie das wirklich ist kann ich natürlich noch nicht beurteilen), gleichzeitig aber nicht für das Unternehmen viel teurer wird? Wenn die PS5 wirklich performancetechnisch von der SSD profitiert, wird Sony mehr draufzahlen als MS. Allerdings können sie damit rechnen, dass ein Teil der Gamer später eine weitere SSD zum aufrüsten der Festplattenkapazität kauft, und die wird, da hast Du schon Recht, teurer werden, womit Sony einen Teil der Subventionierung wieder reinholt. Sie können also ein besseres Basisprodukt anbieten, ohne dass es signifikant teurer wird, und holen sich die Mehrkosten an anderer Stelle wieder zurück. Zwingen aber gleichzeitig niemand dazu - auf 825gb passen ja 3-5 "große" Spiele, das langt für die Games, die man grad so auf dem Tisch hat, und dank schnellerem Internet ist es für die Meisten kein großer Aufwand, ein Game von der Platte zu werfen und ein anderes zu installieren. Ich kann mich damit sehr gut anfreunden und würde das mitmachen - natürlich nur, wenn die PS5 dann wirklich vermag, sichtbar mehr Details, Sichtweite etc. zu bieten.
        Wenn ich das richtig verstehe, wird Sony damit kein Geld machen. Die Leute können sich frei verfügbare Festplatten im Handel kaufen, Sony selber verkauft keine und macht damit folglich auch kein Geld. Sie geben lediglich an, welche Festplatten mit der PS5 einwandfrei funktionieren.

        https://www.gamepro.de/ar...
      • Von OldMCJimBob Mitglied
        Zitat von Batze
        Sage ich doch, nur von Sony zu vollkommen Überteuerten Preisen.
        Das ist, wenn es so kommt und es so als Info rauskommt, der Tot der Konsole.
        Das macht niemand mit.
        Ich muss sagen, ich finde das einen ziemlich genialen Schachzug, um so mehr ich darüber nachdenke:
        Wie baut man eine Konsole, die besser als die der Konkurrenz ist (ob sie das wirklich ist kann ich natürlich noch nicht beurteilen), gleichzeitig aber nicht für das Unternehmen viel teurer wird? Wenn die PS5 wirklich performancetechnisch von der SSD profitiert, wird Sony mehr draufzahlen als MS. Allerdings können sie damit rechnen, dass ein Teil der Gamer später eine weitere SSD zum aufrüsten der Festplattenkapazität kauft, und die wird, da hast Du schon Recht, teurer werden, womit Sony einen Teil der Subventionierung wieder reinholt. Sie können also ein besseres Basisprodukt anbieten, ohne dass es signifikant teurer wird, und holen sich die Mehrkosten an anderer Stelle wieder zurück. Zwingen aber gleichzeitig niemand dazu - auf 825gb passen ja 3-5 "große" Spiele, das langt für die Games, die man grad so auf dem Tisch hat, und dank schnellerem Internet ist es für die Meisten kein großer Aufwand, ein Game von der Platte zu werfen und ein anderes zu installieren. Ich kann mich damit sehr gut anfreunden und würde das mitmachen - natürlich nur, wenn die PS5 dann wirklich vermag, sichtbar mehr Details, Sichtweite etc. zu bieten.
      • Von Drohtwaschl Hobby-Spieler/in
        "Die Xbox Series X liegt mit ihren 12 TFLOPS etwas oberhalb einer Nvidia GeForce RTX 2080 Super, deren Rechenleistung gut 11 TFLOPS beträgt"

        solte ein pc fachmagazin evtl mal erwähnen das die 12 tflops sich auf eine apu beziehen die cpu und gpu vereint und eine 2080 super nur eine gpu ist. und somit die series x nicht gleich auf ist von der leistung.
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