Viele Zwischensequenzen werden innerhalb der Engine dargestellt. Im Bild eine der besseren Szenen. Viele Zwischensequenzen werden innerhalb der Engine dargestellt. Im Bild eine der besseren Szenen. Harsche Kritik, aber alte X-Hasen wie wir wissen, dass die Kampagne nur einen Bruchteil der Spielzeit ausmacht. Die Faszination des Spiels ging noch nie von der Geschichte aus, sondern von der Handlungsfreiheit und dem, was man daraus macht. Hier ist die X-Reihe nach wie vor ungeschlagen und übertrifft andere Titel mit offenem Ende wie Sid Meier‘s Pirates! oder auch die Grand Theft Auto-Reihe um Längen. Dennoch - wenn schon eine Kampagne, dann bitte in ordentlicher Qualität, fehlerfrei und so gestrickt, dass auch Anfänger wissen, was zu tun ist.
.
Nichts für Weicheier

Der Einstieg in das X-Universum ist für Neulinge ohnehin kein Spaziergang. Die ersten Spielstunden gestalten sich selbst für Kenner der Serie ziemlich zäh und mühselig. Das dicke Handbuch ist in vielen Fällen auch keine Hilfe, "Versuch macht klug" lautet das Motto. Bis die erste Million auf dem Konto ist, muss man entweder viel Glück haben und erfolgreich einen Superfrachter kapern, oder mehrere Stunden lang Waren von A nach B schippern.

Zwar haben die Entwickler bei der Bedienung einen großen Schritt nach vorn gemacht und eine optionale Maussteuerung eingebaut, dennoch werden Anfänger mit den dutzenden Tastaturbefehlen und Funktionen der Schiffe und Fabriken überfordert sein. Tutorials wie im Vorgänger fehlen - wir stellen die Frage, wie man sich ohne X-Vorkenntnisse in der Spielwelt zurechtfinden soll? X3 sollte einsteigerfreundlicher sein, das ist aber nur im Ansatz gelungen.

Gelungene Verbindung

X3 - Reunion Ebenfalls neu: Der Kauf von Schiffen und Fabriken ist von Ihrem Ansehen abhängig. Wessen Rang bei einer bestimmten Rasse nicht hoch genug ist, kann dort beispielsweise keine High-Tech-Fabriken oder gar mächtige Kriegsschiffe erwerben. Ihren Titel können Sie steigern, indem Sie Piraten oder Khaak im jeweiligen Hoheitsgebiet der Rasse vernichten oder mit den dort angesiedelten Stationen Handel treiben. Ein spielerischer Volltreffer sind die neuen Fabrikkomplexe; mehrere Produktionsstätten lassen sich jetzt per Röhrensystem zu einer Anlage verbinden. Wie das genau funktioniert, erklären wir im Extrakasten rechts.

Edel, aber nicht makellos

Optisch gehörten die X-Spiele schon immer zu den schönsten Titeln, die zu ihrem jeweiligen Veröffentlichungsdatum erhältlich waren. X3: Reunion bildet hier keine Ausnahme: Das Weltall funkelt und leuchtet in allen Regenbogenfarben, weit entfernte Sternennebel, gleißend helle oder bläulich schimmernde Sonnen tauchen die über 150 Sektoren mal in warme, mal in bitterkalte Farbtöne.

Asteroidenfelder mit kraterübersäten Gesteinsbrocken laden zum Katz-und-Maus-Spiel mit Piraten ein, Wolkenknäuel schieben sich langsam über die Oberflächen der Planeten, an deren Rändern die Atmosphäre glimmert. Weniger gut gelungen ist der Nebeleffekt in Systemen wie Rolks Los. Abrupt auftauchende Raumstationen oder Asteroiden sind eine Sache. Aber wieso kann man bitteschön trotz dichtem Nebel noch ganz deutlich Planeten, Monde oder Sterne im Hintergrund erkennen, jedoch nicht die mehrere Kilometer große Raumstation vor der eigenen Schiffsnase?

Artikel teilen

Per E-Mail versenden

0
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk