Grottenschlechtes Abzock-Produkt anlässlich der Winterspiele
Der Super G in Winter Spiele 2002 ist mit Slalom-Stangen gesetzt und weist Riesenslalom-Torabstände auf - wie realistisch!
Mit Winter Spiele 2002 liefert Blackstar nach den PC-Umsetzungen zu Der Schuh des Manitu und Popstars einen weiteren Kandidaten für den Wertungskeller ab. Das Programm, das offensichtlich anlässlich der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City hastig zusammengeschustert wurde, ist in allen Belangen einfach nur schlecht. Allein inhaltlich schlagen Sportfans die Hände über dem Kopf zusammen, denn von den vier Disziplinen Abfahrt, Super-G, Snowboard und Skispringen sind die ersten drei jeweils mit Fehlern oder Schlampigkeiten überfüllt. Beispielsweise ist der Super-G mit Slalom-Toren gesteckt, die Abstände entsprechen engen Riesentorlauf-Radien. Bei der Abfahrt, die Computergegner in gut einer Minute (normal wäre um die zwei Minuten) absolvieren, schieben die Athleten zwischendurch mit den Stöcken an. Die Snowboard-Abfahrt, oder was immer das sein soll, gibt"s in dieser Form schon gleich gar nicht bei Olympischen Spielen. Klar, die Steuerung ist mit Pfeiltasten oder Joystick reichlich einfach ausgefallen, allerdings ist das Verhältnis zwischen der Geschwindigkeit des Athleten und der Reaktion auf die Eingabe mitunter völlig unpassend. Wider allen Versprechungen auf der Packung ist Winter Spiele 2002 in Sachen Grafik, Sound, Musik und Animationen unterhalb der Schmerzgrenze - kaufen Sie lieber Salt Lake 2002 von Eidos!
