Wildlife Park 2
Die Besucher in den Missionen zufrieden zu stellen, ist keine leichte Aufgabe. Selbst wenn Getränkeshops keine fünf Meter vom Gast stehen, beschweren sich Besucher im entsprechenden Info-Fenster, dass "es nichts zu trinken gibt". Auch sind Sie als Spieler auf sich allein gestellt, wenn es um die Frage der richtigen Dekorations- und Geschäftsanzahl geht.
Da wäre beispielsweise eine Reichweitenanzeige, wie sie bei den Gebäuden der Angestellten existiert, praktisch gewesen. Wenn Sie längere Zeit einen Missions-Park spielen, werden Sie schon mal förmlich von den Launenanzeigen der Besucher, Tiere und Pflanzen erschlagen. Dafür ist der Gehegebau kinderleicht. Im Handumdrehen sind Zäune und Mauern errichtet, die das Spiel intelligent an das Gelände anpasst.
Frei sein
Am meisten machte uns im Test das Freie Spiel Spaß. Nachdem Sie sich in den Missionen mit der Spielmechanik vertraut gemacht haben, suchen Sie sich einen von 20 abwechslungsreichen Geländeparks aus. Wollen Sie einen Safarizoo in der afrikanischen Wüste oder einen arktischen Eispark anlegen? Lobenswert: Wenn Ihnen das Park-Management zu komplex ist, dürfen Sie per Voreinstellung den Wirtschaftsteil deaktivieren.
So können Sie sich voll und ganz auf die Tier- und Pflanzensimulation konzentrieren. Wer mag, macht die Lebewesen unsterblich und kümmert sich um den Aufbau einer schönen Parkanlage. Nicht spektakulär aber nett gemacht ist der Forschungsteil: Genmaterial in Form von fossilen Knochen lässt sich nutzen, um ausgestorbene Tiere rückzuzüchten. Damit schaffen Sie sich echte Attraktionen für Ihren Park.
Schöne Aussicht?
Technisch fährt Wildlife Park 2 nicht ganz vorn mit. Die Tiere sind zwar schön texturiert, aber auch etwas polygonarm; die Animationen gerieten holprig. Wenn Sie die Parkansicht aus der Egoperspektive nutzen, um quasi selbst die Pfade entlangzuwandeln, fallen verwaschene Details (zum Beispiel in den Geschäften) und hässliche Gelandekanten auf.
Weniger attraktiv ist auch die Präsentation der Besucher: Es gibt nur eine Hand voll unterschiedlicher Figuren, was nicht so schlimm wäre, wenn sie wenigstens unterschiedliche Kleidung trügen. Man sieht sich allzu oft wahren Klon-Armeen gegenüber, was die ansonsten ordentliche Atmosphäre stört.
