Wildlife Park 2
Simulation und Aufbauspiel in einem - Deep Silvers Parkspiel liefert gute Familienunterhaltung und beschert Ihnen wahrlich ein tierisches Vergnügen.
Legen Sie Hand an Maus und Tastatur und erstellen Sie sich Ihren hausgemachten Zoo.
Gehen Sie gern in den Tierpark, müssen dafür aber erst eine lange Autofahrt hinter sich bringen? Dann holen Sie sich doch einfach den Zoo auf den heimischen Bildschirm. In Wildlife Park 2 betätigen Sie sich als Manager, Parkarchitekt und Forscher in Personalunion. Entwickler B-Alive hat schöne Ideen im Spiel umgesetzt: Nicht nur die Tier-, sondern auch die Pflanzenwelt wird simuliert.
Ganz im Stile eines Sims-Spiels bekommen Sie laufend Meldungen darüber, was Ihren Schützlingen fehlt. Neben grundlegenden Bedürfnissen wie Ernährung sorgen Sie auch für eine behagliche Umgebung. Sprich: Pflanzen benötigen einen passenden Standort und Feuchtigkeit, Tiere wollen "unterhalten" sein.
Wer sich wenig für Ökologie interessiert, bekommt sicher einen Schreck angesichts der komplexen Zusammenhänge. Dazu kommen immer anspruchsvollere Besucher, die Sie mit Geschäften, Verschönerungs- und Unterhaltungsobjekten bei Laune halten sollen. Wildlife Park 2 löst das aber elegant mit einer guten Tutorialfunktion im Missionsspiel.
Weltreise
Im Freien Spiel errichten Sie zunächst eine kleine, aber feine Parkeinrichtung, die erste Besucher voll zufrieden stellt.
Auf 20 Schauplätzen, die rund um den Globus verteilt sind, lernen Sie als Sohn eines Zoologen Stück für Stück, wie Sie die Lebewesen optimal versorgen und einen attraktiven Tierpark anlegen. Anfangs sind das recht simpel gehaltene Aufgaben wie die Grundversorgung mit Nahrung oder das Trainieren der Tiere.
Die Einzelaufgaben sind nicht immer unbedingt spannend: Beim Züchten von Straußen beispielsweise ist schon ein wenig Geduld gefordert, denn auch Fortpflanzung simuliert Wildlife Park 2, sodass Sie unter Umständen lange auf Nachwuchs warten. In solchen Fällen können Sie jedoch die Spielgeschwindigkeit erhöhen, um die Wartepausen zu verkürzen.
Richtig unterhaltsam ist das Spiel erst, wenn zusammenhängende Aufgaben zu bewältigen sind. Beispielsweise sollen Sie in Japan einen Aquapark anlegen, in dem es vom Seelöwen bis hin zum Weißen Hai verschiedenste Meeresbewohner zu sehen geben soll. Darüber hinaus starten Sie Werbekampagnen, um Besucher anzulocken und diese ebenfalls bei bester Stimmung zu halten.
Wer in diesem Szenario alle Tiere in einem großen Becken unterbringt, stellt bald fest, dass "Fressen und gefressen werden" gilt: Schwertwale halten einen Riesenkalmar schnell für einen Snack für zwischendurch. Das Räuber-Beute-Prinzip ist für alle Tierarten (über 50) umgesetzt und verlangt vom Spieler schon eine gehörige Portion an logischem Mitdenken.
Schöpfer spielen
Wer Gehege offen lässt, muss damit rechnen, dass Löwen die Besucher "streicheln".
Zu einer ordentlichen Parkgestaltung gehört natürlich auch Terraforming. Gerade hier erweist sich Wildlife Park 2 recht fummelig. Eine ordentliche Wasserwelt zu erstellen, erfordert viel Geduld. Zum Glück gibt es eine Undo-Funktion, um Arbeitsschritte rückgängig zu machen. Ebenso hilfreich wie wichtig ist das große Lexikon im Spiel, das neben allgemeinen Infos zum ausgewählten Lebewesen auch sämtliche Bedürfnisse auflistet.
