Weird West im Test: Red Dead Redemption meets Desperados - Seite 3
Am 31. März erscheint das Dark-Fantasy-RPG Weird West. Wir haben die Mischung aus Red Dead Redemption und Desperados ausgiebig getestet.
Die komplette Umwelt reagiert auf unsere Aktionen. Begehen wir ein Verbrechen, sinkt unser Ruf und wir sind in manchen Städten nicht mehr erwünscht. Andere Gangs finden unsere Entscheidungen aber möglicherweise gar nicht so übel und geben uns Hinweise auf Verstecke im Feindgebiet.
Die dynamische Spielwelt ist das Herzstück von Weird West und sorgt dafür, dass jeder Durchlauf anders verläuft. Auch auf Details haben die Entwickler viel Wert gelegt. Läden sind beispielsweise nachts geschlossen und am frühen Morgen kommen die Besitzer zunächst aus ihren Hütten, um ihrer täglichen Arbeitsroutine nachzugehen. Nicht nur aus diesem Grund lässt es sich nachvollziehen, dass Wolfeye Studios ihr Projekt als immersive Sim bezeichnen. Das ist zwar eine eigenwillige Beschreibung, denn diese wird vor allem für Rollenspiele aus der First- oder Third-Person-Perspektive verwendet - Deus Ex lässt grüßen - doch wir verstehen den Standpunkt der Entwickler und stimmen ihnen zu. Wer den Besuch der Städte in Red-Dead-Redemption-Manier als Zeitvertreib und Einkaufstour nutzt, der kommt im wunderlichen Westen genauso auf seine Kosten wie jemand, der die Welt einfach nur brennen sehen möchte. Schließlich lassen sich mit Gewalt ganze Orte vorübergehend auslöschen. Erst nach einiger Zeit fangen die Menschen wieder an, das verlassene Gebiet zu besiedeln.
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Quelle: PC Games
Das Western-Feeling kommt in Weird West sehr schnell auf. Die wichtigsten Gebäude, wie Saloons, Gemischtwarenläden oder natürlich auch Poststationen tragen ihren Teil dazu bei.
Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick auf die Technik. Zwar ist die Grafik in Spielen wie Weird West eher nebensächlich, doch ein wenig Lob und Kritik wollen wir schon noch mitgeben: Die Umgebung sieht klasse und abwechslungsreich aus, karge Wüstengebiete wechseln sich mit saftig-grünen Steppen und belebten Städten ab.
Vor allem bei Graslandschaften ist zudem Vorsicht geboten, wenn Feuer ausbricht. Die Flammen verbreiten sich eindrucksvoll und verbrennen Gebiete im Handumdrehen. Natürlich können wir das zu unserem Vorteil nutzen und Gegner vom Feuer umzingeln lassen.
Die Charaktermodelle sind dagegen Geschmackssache. Zwar gibt es eine breite Palette an Gegnertypen, doch die Figuren sehen verwaschen aus. Doch das Hauptaugenmerk liegt auf anderen Dingen, und die funktionieren tadellos.
Der Soundtrack passt sich perfekt der düsteren und mysteriösen Story an. Auch die Effekte klingen nach klassischem Wildem Westen: Die Waffen haben ordentlich Wumms und das Krächzen der Geier bedeutet meistens nichts Gutes.
Eine Sprachausgabe gibt es abgesehen von einer Erzählerstimme jedoch nicht. Die Kommunikation der Charaktere findet über Sprechblasen statt. Der Stimmung tut dies allerdings keinen Abbruch.
Obwohl Weird West vielleicht nicht ganz auf dem aktuellsten Stand der Technik ist, hatten wir während des Durchspielens trotz einiger frustrierender Tode enorm viel Spaß. Wer neben der Hauptstory noch Nebenaufträge und Kopfgeldmissionen erledigt, kommt insgesamt locker auf über 30-35 Stunden Spielzeit.
Meinung
Bildergalerie
Mit lediglich ca. 16 GB Speichergröße und relativ geringen Systemanforderungen kann das Western-RPG seit dem 31. März auf Steam für 39,99 Euro gekauft und heruntergeladen werden. Auch für die Playstation 4 und die Xbox One erschien der Titel zum gleichen Zeitpunkt als Digitalversion. Die Microsoft-Konsoleros können sich Weird West zur Veröffentlichung sogar per Xbox Game Pass sichern. Ob es auch eine Retail-Fassung zum Verkauf bei Amazon, Media Markt & Co. geben wird, steht noch nicht fest.

ich habe festgestellt, dass die Städte & POI's auf ganz anderen Stellen sind und auch die NPC's sehen anders aus oder werden gänzlich auf den Kopf gestellt. Beispiel: Eine Barfrau hat mich gebeten ihren gefangenen Ehemann aus der Bank zu retten. Im zweiten Durchlauf war es der Barmann, dessen Frau gefangen war. Sehr interessanter Twist. Auch die Locations sehen gänzlich anders aus. Bestes Beispiel sind die Bergwerke. War sehr positiv davon überrascht. Es lädt auch zum erneuten Spielen ein.
Einer der WeirdWolves versuchte das mal technisch aufzudröseln, wie das Spiel das so macht -- sehr konkret wirds allerdings nicht.
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Da hilft nur eins: Durchspielen und selbst einen neuen Durchlauf starten. Könnte nach jetzigem Stand gut sein, dass ich danach auch gleich tatsächlich Bock drauf habe. :-D
ein "mix zwischen red dead redempton und desperados" sagt nämlich nicht aus, welches spielelement aus welchem der 2 spiele genommen wurde.
ein "mix zwischen red dead redempton und desperados" sagt nämlich nicht aus, welches spielelement aus welchem der 2 spiele genommen wurde.
Was ich aber DRINGEND rauspatchen würde:
dass die Aktionspunkte (teilweise) autoregenieren (oder das zumindest optional machen), ganz ohne Tränke (oder Rast/Schlafen). Erinnert an Dishonored mit seiner Mana-Regenierung und lässt sich zu leicht abusen. Ich hab so geskillt, dass ich aus dem Hinterhalt mit dem Gewehr viele Gegner one-shotten kann ("Lautloser Meuchler" -- der nächste Schuss ist GERÄUSCHLOS und macht heftigen Bonusschaden). Allerdings verbraucht man für diesen Spezialschuss (einen) Aktionspunkt bzw. Balken. Genau dieser eine Balken AP regeniert sich automatisch nach ein paar Sekunden, ca. 15. Also immer wieder einfah irgendwo verstecken (wo man halt keinen Zeitdruck hat...), und dann den nächsten Gegner umnieten.
Es gibt eine offizielle Vorschlagsseite, wo die Entwickler reinschauen und man upvoten kann. Falls wer zustimmt, dass das zumindest abschaltbar sein sollte... :)
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Back to topic: ich werde mir heute mal das spiel geben, leider drückt mich elden ring immer weg von anderen spielen im Moment