Wasserkühlung: Allgemeine Kauftipps
Wasserkühlungen gelten noch immer als das Non-Plus-Ultra für die Kühlung eines PCs - doch lohnt sich die Investition? Und was muss man beim Kauf beachten? Wir geben euch Kauftipps und Hintergrundwissen.
Allgemeine Kauftipps zu Wasserkühlungen
In diesem Artikel
Exakte Produktempfehlungen können wir an dieser Stelle nicht geben, denn dazu sind die Möglichkeiten, die sich euch bieten, zu umfangreich. Solltet ihr euch für eine Wasserkühlung entscheiden, müsst ihr euch vor dem Kauf genau informieren, was speziell für euch in Frage kommt. Neben dem Budget ist auch wichtig, auf welche Bauweise ihr setzen wollt. Optimal ist natürlich eine für euch individuell abgestimmte Wasserkühlung, bei der ihr alle Komponenten (Radiator, Kühlkörper, Pumpe, Ausgleichsbehälter sowie Schläuche und Montagematerial) einzeln zu einem eigenen Set zusammenstellt. Es gibt auch fertig zusammengestellte Sets, zum einen nur zum Reinschnuppern in die Welt der Wasserkühlungen, so dass ihr früher oder später teurere Komponenten nachkaufen müsst, aber auch recht passabel zusammengestellte Sets, die dafür auch ihren Preis haben. In der Regel beinhalten Sets aber ohnehin nur eine Kühlung für die CPU - denn Kühlkörper für die Grafikkarten sind meist teuer, da die Grafikkarten im Gegensatz zu CPU-Sockeln weniger normiert sind und man pro Kühlermodell oft nur wenige Grafikkartenmodelle abdecken kann. Es gibt zudem aber auch fertige interne und externe Wasserkühlungen, die nicht als Set aus Einzelteilen bestehen.
Quelle: Thermaltake
Thermaltake Core 71 Gehäuse mit Wasserkühlung bestückt
Bei den internen Versionen habt ihr meist einen einzigen Kühlkörper, mit Wasser befüllte Schläuche, eine kleine Pumpe und einen Radiator als in sich geschlossenes Produkt. Der Radiator ist dabei meist mit zwei Gehäuselüftern (120 Millimeter Rahmenbreite) bestückt und auch entsprechend groß. Insgesamt hat man damit quasi eine kleine Komplett-Wasserkühlung, die auch meist wartungsfrei ist, sich aber auch nicht erweitern lässt. Externe Wasserkühlungen bestehen wiederum meist aus einem großen, außerhalb des PCs zu platzierendem Gehäuse mit Radiator-Funktion, (häufig auch steuerbaren) Lüftern sowie einer stärkeren Pumpe - den Rest müsst ihr aber noch separat dazukaufen, also: Kühlkörper, Ausgleichsbehälter und Schläuche. Vorteil: hier könnt ihr wiederum jederzeit auch weitere Bauteile in das Wasserkühlsystem integrieren - wer will, der kühlt damit dann sogar sein Mainboard und den Arbeitsspeicher.

Aber viele User wissen eben kaum etwas über Wasserkühlungen, und der Artikel dient dazu, diesen Lesern klarzumachen, was eine WaKü überhaupt macht und dass die Vorteile der früheren Jahre (leisere und bessere Kühlung als per Luftkühlung) praktisch nicht mehr gültig sind. Denn sehr viele, die nur alle paar Jahre sich mit Hardware beschäftigen, wissen vielleicht gar nicht, wie gut und leise inzwischen Luftkühlung bei einem sehr erschwinglichen Preis ist. Die zwei weiteren, wenn auch kleinen Vorteile sollten aber nicht unerwähnt bleiben, denn wer seinen PC oft transportiert, für den kann eine kleine WaKü durchaus sinnvoll sein - dann zahlt er halt Einmal 50-80€ mehr, hat aber keinen schweren Kühlkörper mehr, der beim Transport am Sockel zieht und mit etwas Pech etwas beschädigen könnte. Und optische Gründe sind ohnehin immer ein Vorteil für die, die darauf Wert legen - es gibt ja auch Leute, die ein besonders teures Gehäuse nur der Optik wegen kaufen, oder beim RAM oder der Grafikkarte oder dem Mainboard 20% mehr zahlen für ein für SIE optisch passenderes Farbdesign.
Klar: man könnte sich bei so gut wie jedem Produkt auch Vorteile "an den Haaren herbeiziehen", zum Beispiel bei einer Grafikkarte für 40€ sagen, dass sie leiser, platzsparender und viel billiger als eine R9 290X sei... aber ich denke nicht, dass die beiden von mir beschriebenen Dinge absurde Pseudo-Vorteile sind. ;)
Außerdem, als jemand der sich aus kennt: Du willst nicht dass soviel Gewicht an deinem PCB rumreißt, wie es dicke Kühler wie Brocken oder Dark Rock tun