Wasserkühlung: Welche Nachteile sind zu beachten?
Wasserkühlungen gelten noch immer als das Non-Plus-Ultra für die Kühlung eines PCs - doch lohnt sich die Investition? Und was muss man beim Kauf beachten? Wir geben euch Kauftipps und Hintergrundwissen.
Welche Nachteile hat eine Wasserkühlung?
Die Nachteile von Wasserkühlungen sind ein wichtiger Punkt. Zum einen ist es der Preis: obwohl eine Wasserkühlung inzwischen keine wirklich klaren Vorteile mehr in Sachen Geräuschkulisse und Kühlung bietet, ist sie deutlich teurer als eine Luftkühlung. Wenn ihr ausschließlich die CPU aus Geräuschgründen wasserkühlen wollt, macht eine Wasserkühlung kaum Sinn, denn bei Last ist in einem Spiele-PC im Zweifelsfall viel eher die Grafikkarte das, was hörbar ist.
Quelle: Zalman
Zalman Reserator 3 im Gehäusedeckel eingebaut
Es gibt zwar auch recht günstige Einsteiger-Sets mit vermeintlich allem wichtigen Zubehör - doch mäßige und deutlich hörbare Pumpen, Schläuche und Verbindungstücke mit zweifelhafter Qualität und eher schwache Radiatoren, die eine hörbare Lüfterunterstützung verlangen, vermiesen teilweise den Spaß. Nicht selten merkt man später, dass man lieber direkt mehr investiert oder gar ganz auf die Wasserkühlung verzichtet hätte. Ein weiterer Punkt ist der Platzbedarf. Die eigentlichen Kühlkörper sind zwar nicht groß, aber für den Radiator ist nicht jedes PC-Gehäuse geeignet, und einen Ort außerhalb des PCs für einen großen Radiator hat auch nicht jeder User. Ein weiterer Nachteil ist die Wartung: bei einem CPU-Luftkühler muss man nur selten die Wärmeleitpaste erneuern. Bei vielen Wasserkühlungen aber sollte man mindestens ein Mal pro Jahr alle Anschlüsse kontrollieren und am besten auch das Wasser austauschen.
In diesem Artikel
Dabei müsst ihr auf geeignetes destilliertes Wasser zurückgreifen, welches die Schläuche und Verbindungsstücke nicht angreifen kann. Auch müsst ihr je nach Größe der Anlage eine regelmäßige Entlüftung vornehmen, die über den Ausgleichsbehälter vollzogen wird. Ein kleiner letzter Nachteil, auch wenn dies nur extrem selten passiert: sollte es zu einem Leck kommen, kann die Hardware in eurem PC Schaden nehmen. Zwar leitet das destillierte Wasser nicht, aber die Staubpartikel in eurem PC an der Stelle, auf die das Wasser tropft, können dazu führen, dass das Wasser doch leitfähig wird und ein Kurzschluss möglich ist.

Aber viele User wissen eben kaum etwas über Wasserkühlungen, und der Artikel dient dazu, diesen Lesern klarzumachen, was eine WaKü überhaupt macht und dass die Vorteile der früheren Jahre (leisere und bessere Kühlung als per Luftkühlung) praktisch nicht mehr gültig sind. Denn sehr viele, die nur alle paar Jahre sich mit Hardware beschäftigen, wissen vielleicht gar nicht, wie gut und leise inzwischen Luftkühlung bei einem sehr erschwinglichen Preis ist. Die zwei weiteren, wenn auch kleinen Vorteile sollten aber nicht unerwähnt bleiben, denn wer seinen PC oft transportiert, für den kann eine kleine WaKü durchaus sinnvoll sein - dann zahlt er halt Einmal 50-80€ mehr, hat aber keinen schweren Kühlkörper mehr, der beim Transport am Sockel zieht und mit etwas Pech etwas beschädigen könnte. Und optische Gründe sind ohnehin immer ein Vorteil für die, die darauf Wert legen - es gibt ja auch Leute, die ein besonders teures Gehäuse nur der Optik wegen kaufen, oder beim RAM oder der Grafikkarte oder dem Mainboard 20% mehr zahlen für ein für SIE optisch passenderes Farbdesign.
Klar: man könnte sich bei so gut wie jedem Produkt auch Vorteile "an den Haaren herbeiziehen", zum Beispiel bei einer Grafikkarte für 40€ sagen, dass sie leiser, platzsparender und viel billiger als eine R9 290X sei... aber ich denke nicht, dass die beiden von mir beschriebenen Dinge absurde Pseudo-Vorteile sind. ;)
Außerdem, als jemand der sich aus kennt: Du willst nicht dass soviel Gewicht an deinem PCB rumreißt, wie es dicke Kühler wie Brocken oder Dark Rock tun