Warhammer 40.000: Dawn of War 3: Der epische Echtzeitstrategie-Koloss im Test

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Warhammer 40.000: Dawn of War 3: Der epische Echtzeitstrategie-Koloss im Test
Quelle: Relic Entertainment

Am 27. April erscheint mit Dawn of War 3 die wohl größte RTS-Hoffnung des Jahres. Wir haben die Singleplayer-Kampagne dank einer früh erhaltenen Review-Version bereits durchgespielt. Ob die Formel "Zurück zu den Wurzeln" tatsächlich gut funktioniert und ob die Kampagne wirklich episch ist, verraten wir in unserem Test.

Die Echtzeitstrategie-Fans unter uns kommen derzeit voll auf ihre Kosten - fast schon wie damals in den Neunzigern, der goldenen Ära des Genres! Nachdem Creative Assembly in Zusammenarbeit mit 343 Industries die Hobby-Generäle mit dem leicht zugänglichen Halo Wars 2 begeisterte, folgt nun - etwa einen Monat später - Warhammer 40.000: Dawn of War 3. Hinter dem etwas sperrigen Titel versteckt sich das neue und sehnlichst erwartete Echtzeitstrategie-Spiel von Relic Entertainment. Die Kanadier sind wohl am besten durch die Company of Heroes-Reihe bekannt, deren Ableger das Genre dank der deckungslastigen Gefechte richtig voranbrachten. Doch für die epischen Schlachten zwischen den Eldar, Space Marines und Orks haben sich die Entwickler ein anderes Motto als noch für die Zweite-Weltkriegs-Gefechte ausgedacht: Es soll wieder zurück zu den Wurzeln gehen.

Dawn of War 3 im Test: Back to the Roots

Im Gegensatz zu den anderen Echtzeitstrategie-Spielen von Relic Entertainment verzichtet Dawn of War 3 auf eine Deckungsmechanik. Jedoch finden die Truppen unter Energiekuppeln Schutz vor feindlichen Schüssen. Quelle: PC Games Im Gegensatz zu den anderen Echtzeitstrategie-Spielen von Relic Entertainment verzichtet Dawn of War 3 auf eine Deckungsmechanik. Jedoch finden die Truppen unter Energiekuppeln Schutz vor feindlichen Schüssen. Was das bedeutet? Dawn of War 3 verzichtet auf einige der typischen Taktik-Elemente wie zum Beispiel die Deckung, bietet dafür Schlachten mit relativ vielen statt einer Handvoll Einheiten an und lässt uns obendrein endlich wieder das machen, wofür Echtzeitstrategie-Spiele in den Neunzigern bekannt und beliebt waren: eine richtige Basis errichten. Ob die Neuausrichtung der Serie so gut wie gedacht funktioniert und wie gelungen die aufwendig inszenierte Kampagne ist, wollen wir auf den folgenden Seiten klären. Auch auf den Mehrspielermodus gehen wir ein, jedoch können wir für die Multiplayer-Partien noch keine Wertung geben, da wir eine Test-Fassung drei Wochen vor dem Erscheinungstermin gespielt und so noch keine Erfahrungen unter echten Live-Bedingungen gesammelt haben.


Der Mehrspielermodus: Elite-Kämpfer entscheiden über Sieg oder Niederlage

Obwohl die Einzelspielerkampagne aufwendig inszeniert ist und viel Abwechslung bietet, dient sie am Ende nur zur Vorbereitung auf den Mehrspielermodus. Warum? Weil wir in den Missionen sogenannte Schädel sammeln, mit denen wir die immens wichtigen Eliten für die Multiplayer-Partien freischalten.

Der imperiale Ritter kann eine Basis fast im Alleingang auseinandernehmen. Quelle: PC Games Der imperiale Ritter kann eine Basis fast im Alleingang auseinandernehmen. Wie bereits im Falle von Company of Heroes 2 kommt Dawn of War 3 erst im Mehrspielermodus so richtig in Fahrt. Hier muss man sich nicht mit den recht einfachen KI-Schergen und den automatisch spawnenden Gegnern herumschlagen, sondern in Partien mit bis zu sechs Spielern immer wieder unterschiedlichen Strategien und Taktiken entwickeln. Dabei kann man die Gefechte unserer bisherigen Erfahrung nach in zwei Teile aufteilen. Am Anfang einer Partie gilt es, möglichst viele Ressourcenpunkte zu besetzen, damit man genügend Strom und Energie für das Anheuern von Truppen und das Bauen der wichtigsten Gebäude bekommt. Anschließend sollte man auch zusehen, dass man einen Elite-Ressourcenpunkt für sich beansprucht und zudem auch gegen feindliche Attacken mit den herkömmlichen Einheiten verteidigt. Wenn man dann genügend Punkte eingesammelt hat und einen der drei Elite-Krieger aufs Feld ordern kann, geht es in die nächste Phase der Schlacht. Dann sollte man zusehen, dass man mit den sehr kräftigen Helden den feindlichen Energiekern ausschaltet, damit man die Partie gewinnt. Das alles klingt in der Theorie natürlich ziemlich einfach, jedoch sollte man bedenken, dass die Gegner genau das Gleiche versuchen und oft noch auf hinterlistige Taktiken wie etwa die Verwendung von unsichtbaren Einheiten setzen. Uns haben die bisher gespielten Partien jedenfalls richtig Laune gemacht und dank der großen Anzahl an freischaltbaren Elite-Kriegern dürfte es auch genügend Motivation zum Weiterspielen geben, obwohl man hin und wieder mehrere Partien hintereinander verliert. Die Super-Einheiten haben - ähnlich wie die normalen Truppen - nicht nur ihre Stärken und Schwächen nach dem üblichen ­Schere-Stein-Papier-Prinzip, sondern können mit ihren Spezialfertigkeiten für grundlegend andere Taktiken sorgen. Was uns aber in der Test-Fassung noch ein wenig gestört hat: Insgesamt waren die Elite-Truppen fast alleine spielentscheidend. Ebenso sollte Relic für die Zukunft die Auswahl an Multiplayer-Maps ein wenig aufstocken. Die aktuell acht Stück dürfte man bereits nach wenigen Wochen in- und auswendig kennen.


Dawn of War 3 im Test: Epische Kampagne

Insgesamt umfasst die Kampagne 17 ziemlich lange Missionen. Das ist im Vergleich zu Halo Wars 2 ein wenig mehr und auch deren Spielzeit ist mit fast 20 Stunden deutlich länger. Doch Quantität ist nicht alles, viel wichtiger ist natürlich die Qualität. Hier müssen wir sagen, dass Relic zwar eine gute Arbeit mit der Kampagne abliefert, aber sich am Ende auch einige Lücken und Schwächen leistet.
Doch der Reihe nach: In den 17 Missionen übernehmen wir nacheinander die Kontrolle über die Einheiten der Space Marines, Orks und Eldar und erleben die wahrlich epischen Ereignisse der Schlacht um Acheron aus drei unterschiedlichen Perspektiven. Der mysteriöse Planet verbirgt in seinem Kern ein Geheimnis, hinter dem die Anführer der drei Fraktionen her sind. Worum es sich dabei handelt, wollen wir an dieser Stelle nicht verraten. Stattdessen wollen wir nur so viel sagen, dass die Handlung zwar nicht mit wirklich überraschenden Wendungen daherkommt, aber zumindest bis zum Schluss genau das bietet, worauf sich wohl alle Warhammer-Fans freuen: eine Story epischen Ausmaßes - inklusive ikonischen Helden wie dem Blood-Raven-Anführer Gabriel Angelos oder der Runenprophetin Macha. Wer sich übrigens in dem Tabletop-Universum nicht so gut auskennt, kommt trotzdem auf seine Kosten. Dafür sorgen zum Beispiel die humorvollen Missionen mit den Orks oder auch die Quintessenz der Story, die sich schlussendlich um Macht und deren Missbrauch dreht. Zudem ist die Inszenierung für Genreverhältnisse mit aufwendigen Zwischensequenzen und einer gelungenen (englischen) Vertonung wirklich hochklassig.
Jede der drei Fraktionen spielt sich komplett unterschiedlich. Die Einheiten der Orks bekommen etwa Boni, wenn sie in der Nähe aktivierter Waaagh-Türme stehen. Quelle: PC Games Jede der drei Fraktionen spielt sich komplett unterschiedlich. Die Einheiten der Orks bekommen etwa Boni, wenn sie in der Nähe aktivierter Waaagh-Türme stehen.

Dawn of War 3 im Test: Immer wieder anders

Eine der weiteren Stärken der Kampagne ist die Abwechslung. Schon alleine durch die komplett unterschiedlichen Fraktionen müssen wir uns von Mission zu Mission auf andere Herausforderungen einstellen. So werten die Orks ihre Kämpfer nochmals auf, indem sie Schrott einsammeln, die Eldar setzen hingegen auf die Teleport-Fähigkeiten ihrer Gebäude sowie Krieger und die Space Marines auf die Möglichkeit, Einheiten aus dem Weltraum direkt auf die Schlachtfelder zu bringen. Zudem haben die Entwickler so gut wie jeden bisher bekannten Missionstyp aus dem Genre in die Kampagne integriert. In manchen Aufträgen müssen wir etwa ohne eine Basis auskommen und eine feindliche Übermacht schlagen, in der anderen gilt es dann zum Beispiel, das eigene Hauptquartier für eine bestimmte Zeit zu verteidigen - Langeweile oder Wiederholung kommen trotz des großzügigen Umfangs so gut wie gar nicht in der Kampagne vor!

Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite: "Dawn of War 3 im Test: Inszenierung, Schwächen, Fazit & Wertung"

    • Kommentare (41)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Zybba Mitglied
        So, wollte noch mal Feedback geben. Mittlerweile habe ich insgesamt 12 Stunden gespielt, die SP Kampagne etwa zu 2/3 durch.
        Meine Beobachtungen beziehen sich nur auf den SP!

        Anfangs hat mich nicht gestört, dass die KI "cheatet" und ich habe den Kritikpunkt von Matti nicht verstanden. Mittlerweile sehe ich das aber wie er.
        Es ist einfach nervig, dass einem aus irgendwelchen Spawnpunkten alle paar Minuten Einheiten entgegen geschickt werden.
        Normalerweise baut man sich ein paar Verteidigungstürme, kann man in DoW 3 aber nicht effektiv.
        Stattdessen muss man immer Einheiten zur Verteidigung abstellen.
        Da ich oft lieber alle meine Einheiten mitnehme, haben mir so ein paar einzelne Einheiten oft die halbe Base zerlegt.
        Da kann man natürlich sagen "selbst Schuld" und das stimmt ja auch. Dennoch fühlt es sich recht willkürlich an, wenn Feinde einfach irgendwo spawnen.

        Auch die starke Skriptung stört mich immer mehr.
        Man kann sich einfach nicht frei entfalten und die Karten sind oft sehr klein und werden nur nach und nach mit dem Erfüllen von Missionszielen erweitert.

        Den Punkt zu den vielen aktiven Fähigkeiten teile ich dagegen nicht.
        Ich selbst bin schon bei mittelgroßen Armeen damit überfordert, sie sinnvoll oder gar überhaupt einzusetzen.
        Dennoch sehe ich keinen Grund, das dem Spiel anzukreiden. Da spielt eher meine eigene Unfähigkeit eine Rolle.
        Immerhin hilft einem die Einheitenleiste, einen Überblick zu bewahren.

        Probeweise habe ich mal ein Skirmish gegen die Ki gespielt und da hat sie mir sehr gut gefallen.
        Anfangs habe ich schnell die Überhand gewonnen und dementsprechend etwas entspannter gespielt. Ich wollte mich fett aufbauen und den Gegner erst mal nur ausbluten.
        In der Konsequenz habe ich das Spiel zu lange laufen lassen, hatte relativ schwache Elites und er hat mich später mit seinen teureren überrannt.
        Zugegebenermaßen habe ich deutlich zu wenig Einheiten produziert, aber viel mehr hatte er auch nicht.
        Beleidigt habe ich das Match vor der Niederlage verlassen... ^^
      • Von Zybba Mitglied
        So, wollte noch mal Feedback geben. Mittlerweile habe ich insgesamt 12 Stunden gespielt, die SP Kampagne etwa zu 2/3 durch.
        Meine Beobachtungen beziehen sich nur auf den SP!

        Anfangs hat mich nicht gestört, dass die KI "cheatet" und ich habe den Kritikpunkt von Matti nicht verstanden. Mittlerweile sehe ich das aber wie er.
        Es ist einfach nervig, dass einem aus irgendwelchen Spawnpunkten alle paar Minuten Einheiten entgegen geschickt werden.
        Normalerweise baut man sich ein paar Verteidigungstürme, kann man in DoW 3 aber nicht effektiv.
        Stattdessen muss man immer Einheiten zur Verteidigung abstellen.
        Da ich oft lieber alle meine Einheiten mitnehme, haben mir so ein paar einzelne Einheiten oft die halbe Base zerlegt.
        Da kann man natürlich sagen "selbst Schuld" und das stimmt ja auch. Dennoch fühlt es sich recht willkürlich an, wenn Feinde einfach irgendwo spawnen.

        Auch die starke Skriptung stört mich immer mehr.
        Man kann sich einfach nicht frei entfalten und die Karten sind oft sehr klein und werden nur nach und nach mit dem Erfüllen von Missionszielen erweitert.

        Den Punkt zu den vielen aktiven Fähigkeiten teile ich dagegen nicht.
        Ich selbst bin schon bei mittelgroßen Armeen damit überfordert, sie sinnvoll oder gar überhaupt einzusetzen.
        Dennoch sehe ich keinen Grund, das dem Spiel anzukreiden. Da spielt eher meine eigene Unfähigkeit eine Rolle.
        Immerhin hilft einem die Einheitenleiste, einen Überblick zu bewahren.

        Probeweise habe ich mal ein Skirmish gegen die Ki gespielt und da hat sie mir sehr gut gefallen.
        Anfangs habe ich schnell die Überhand gewonnen und dementsprechend etwas entspannter gespielt. Ich wollte mich fett aufbauen und den Gegner erst mal nur ausbluten.
        In der Konsequenz habe ich das Spiel zu lange laufen lassen, hatte relativ schwache Elites und er hat mich später mit seinen teureren überrannt.
        Zugegebenermaßen habe ich deutlich zu wenig Einheiten produziert, aber viel mehr hatte er auch nicht.
        Beleidigt habe ich das Match vor der Niederlage verlassen... ^^
      • Von Weissbier242 Spiele-Enthusiast/in
        Also mir macht es bis jetzt verdammt viel Spass. Hab aber auch noch nix mit dem multiplayer am Hut, wo die meisten meckern. Bin erst bei Mission 4 und am besten gefallen mir bis jetzt die Eldar. Preformance merke Ich auch nix, läuft alles auf Max wie butter in Full HD (i7 16g 980gtx). Bin bis jetzt echt zufrieden mal wieder ein TRS zu haben was richtig Bock macht. Singleplayer bis jetzt jedenfalls super! Das mit dem manuell Speichern ist vieleicht etwas doof geregelt, aber gibt schlimmeres. Grafik finde Ich völlig in Ordnung. Wenn die Kampange so bleibt, passt es, 20 Stunden sind auch in Ordnung!
      • Von candlebright Anfänger/in
        Das Spiel kackt gerade ganz gewaltig in den STEAM reviews ab - trotz eigentlich guter Reviews in einschlaegigen Magazinen.
      • Von Zybba Mitglied
        Die Perfomance geht teilweise wirklich arg in den Keller.
        Aber mein System ist auch kacke, da müsste ich mal aufrüsten.
        Habe ebenfalls eine GTX970.

        Auf jeden Fall macht es mir im SP ziemlich viel Spaß, obwohl ich mit dem Micro gnadenlos überfordert bin! :D
        Durch die Scripts ist die Kampagne filmreif und auch schön abwechslungsreich, aber mir fehlt ein wenig die Freiheit.
        Also einfach mal nach meinem Gusto und Tempo zu spielen.
        Stellenweise gibt es das, ist mir aber noch zu wenig.
      • Von MasterBruin Anfänger/in
        Habt ihr da irgendwie ein anderes Spiel als ich ?
        Wie zur Hölle habt ihr eigentlich bewertet?
        Voller Freude das Spiel angehauen und dann kam eine Enttäuschung nach der anderen.
        Hunds miese Performance bei abartiger Comicgrafik.
        AA höchste Stufe kostet mich 20 FPS! Ich kann nur auf niedrigster AA Stufe spielen wenn ich bei 60 FPS bleiben möchte, trotz 7700k + GTX 970 (in etwa gleich der empfohlenen GTX 1060 - ja ich habe den neuen Treiber...)
        DSR funktioniert überhaupt nicht.
        Es gibt kein Schnellspeichern! WTF?! Und wenn ich manuell speicher, muss ich JEDESMAL einen neuen Speicherstand Namen eingeben - wenn man den selben Namen eintippt wird erst überschreiben!
        Ach ja, und das Spiel zu speichern dauert Sage und Schreibe 9 Sekunden!
        9 SEKUNDEN obwohl auf SSD installiert!
        Und wenn die Mission fehlschlägt, habe ich die Wahl zwischen komplett neu zu starten, oder ins Hauptmenü zurückzukehren. Aber Speicherstand laden? Fehlanzeige.
        Komfort-features aus der Hölle.
        ... ich glaub ich steh im Wald
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