Dawn of War 2 im Vergleich mit dem Vorgänger
2. Was hat sich im Vergleich zum Vorgänger geändert? Die Entwickler wollten sich ja mehr an Company of Heroes orientieren.
Felix:
Company of Heroes hab ich - ja, ich geb's zu! - nie gespielt. Einfach weil ich Weltkriegsszenarien so cool finde wie Gemüse putzen. Aber das erste Dawn of War, das hab ich gespielt, und da ist die Umstellung zum Nachfolger schon ganz gehörig. Zum Beispiel hab ich im ersten Dawn of War meist meine Truppen einfach zusammengefasst und per Attack Move auf den Gegner gehetzt - fertig. Das hab ich in Dawn of War 2 auch mal versucht, die Mission war Minuten später verloren. Man hat viel weniger Einheiten, viel kleinere Squads, die man auch nicht mehr so beliebig "nachkaufen" darf wie im Vorgänger. Und diese Handvoll Truppen gilt es, taktisch klug aufzustellen. Postiere ich beispielsweise ein Squad mit schweren Boltern zu weit vorne, werden sie gnadenlos plattgemacht, weil sie einfach zu lange brauchen, um ihre Waffe einzusetzen. Dafür sind sie, wenn man sie hinter einem Stück Mauer oder einer ähnlichen Deckung platziert, eine effektive und günstig zu produzierende Infanterieabwehr.
Auch welche Waffenupgrades man zu welchem Zeitpunkt kauft, das hat mindestens so große Auswirkungen wie im Vorgänger - nur mit dem Unterschied, dass man hier noch stärker seine Ressourcen achten muss. Bis man mal genügend Energie gehortet hat, um sich einen Dreadnought der Space Marines leisten zu können, da geht schon eine Menge Zeit ins Land. Hat man aber erst mal so ein Stahlbiest unter seinem Kommando, kann man damit eine Schlacht oft schon für sich entscheiden. Es sei denn, der Feind war so clever, beispielsweise seinem Helden das Granatenupgrade zu kaufen - das ist nämlich eine der wenigen verlässlichen Möglichkeiten, die wirklich übermächtigen Fahrzeuge zu knacken.
Was ich persönlich schade finde, ist das Fehlen von wenigstens rudimentärem Basisbau. Ich kann Generatoren zur Energiegewinnung kaufen, und ein Held versteht es, kleine Geschütze zu errichten. Doch mehr gibt's eigentlich nicht. Ich vermisse vor allem, dass man die Kontrollpunkte nicht mehr befestigen darf, das fand ich im Vorgänger nämlich ziemlich cool.
Sebastian:
Den Vorgänger kenne ich wie gesagt nicht. Company of Heroes aber wohl. Und ja, nachdem was ich bisher gespielt habe, orientiert sich Dawn of War 2 ganz klar am Zweiten-Weltkriegs-Strategieprimus. Genau wie in Company of Heroes gibt es Versorgungs- und Siegpunkte auf der Karte, die das jeweilige Team einnehmen muss. Die einen bringen die Ressourcen für die Produktion der Truppen, die anderen - wie der Name schon sagt - auf kurz oder lang den Sieg. Man könnte Relic nun vorwerfen, hier wenig innovativ zu sein, weil sie einfach an ihrem erfolgreichen Konzept festhalten. Aber:
Das System versteht man innerhalb weniger Minuten, es fördert die Scharmützel auf der Karte, da jede Fraktion nicht nur die siegrelevanten Orte einnehmen muss, sondern sich auch um ihre Ressourcen kümmert; sei es sie verteidigt oder dem Gegner abluchst. Dadurch knallt und kracht es ständig und beinahe überall auf den Karten. Spitze!
Robert:
Was sich verändert hat? Nahezu alles, würde ich sagen. Das ganze Spielgefühl ist anders, vor allem da es keinen Basis-Bau mehr gibt. Ressourcen sind extrem wichtig geworden, so dass um die entsprechenden Punkte ein harter Kampf tobt. Auch die Einheitengröße ist geschrumpft, was ich etwas schade finde. Schließlich war es für mich immer das Größte, mit einem vollausgestatteten Ork-Trupp über Gegner hereinzubrechen. Von Company of Heroes haben die Entwickler außerdem das Deckungssystem übernommen und das ist schlichtweg genial. Zwar stapft ein schwerer Kampfläufer einfach durch solche Verstecke durch, aber eine gut verschanzte Einheit kann so schon Einiges aufhalten.
Natürlich regiert hier auch das Stein-Schere-Papier-Prinzip, das mit den vielen Upgrades zur Perfektion getrieben wird. Trotzdem (oder gerade deswegen) erscheint mir keine Einheit bisher übermächtig. Wenn mein Ork-Trupp dann plötzlich auf einen Space Marine-Läufer trifft, ist trotzdem erstmal Panik angesagt. Denn der zerlegt meine Grünhäute in Sekunden im Nahkampf. Zum Glück gibt es eine "Wegrennen"-Taste.
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2. Gegen CPU hab ich nciht gespielt dazu kann ich nichts sagen, aber nennenswerte Bugs hab ich noch keine gesehen. Die Balance finde ich bisher sehr gelungen
3. Noch keinem Cheater begegnet und selbst wenn es ist noch Beta und Cheater gibts überall, darum wird sich hoffentlich gekümmert.
4. Nennt sich Stein-Schere-Papier System auf dem so gut wie alle neueren Strategie Spiele basieren und richtig angewendet für gute Balance sorgt. Wenn du durch solch einfaches Grundwissen immer gewonnen hast, hmm hast du gegen deine Oma gespielt? Wenn du mit dem Stein-Schere-Papier System zufrieden bist freu dich. Aber es gibt noch andere Leute, Leute mit ansprüchen. Ich finde du solltest besser nach Buffed gehen. Dort sind welche deinesgleichen...
WoW-Spieler... *igitt* Dann frage ich mich welche komischen Ansprüche du an ein RTS stellst kannst du mir denn ein gutes RTS nennen was nicht auf Stein-Schere-Papier beruht?
Age Of Empire tut es, Empire Earth tut es, sowie Warcraft 3, Dawn of War 1, Company of Heroes, Schlacht um Mittelerde u.v.m. Mal bisschen aufgelockert durch Micro Management mit Spells usw., mal nicht. Aber deswegen sind die Spiele noch lange nicht anspruchslos, und mir fällt im Moment kein besseres System ein um ein RTS zu balancen. Also hast du Beispiele?
Das einzige was mir spontan einfallen würde ist Supreme Commander, aber da baut man einfach Massen von allem und versucht dabei den Überblick zu behalten. NIcht wirklich das Wahre, wie ich finde.
Insgesamt hab ich den Eindruck, die hätten sich vielleicht 5 Minuten damit beschäftigt, das gleiche mittlerweile im Heft.. 80% wird mir die Story erklärt, Gameplay und Präsentation teilen sich dann den mageren Rest. Mittlerweile schau ich mir nur noch Reviews von Gametrailers.com an, da fühle ich mich besser informiert..
Wenn du es nicht magst, dann lass es doch einfach sein.
Ich finds gut so wie es ist, natürlich anfangs gewöhnungsbedürftig, sofern man viel DoW 1 gezockt hat.