Mein erstes Mal: Warcraft: Orcs & Humans - Blizzards erster Meilenstein

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Special Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Mein erstes Mal: Warcraft: Orcs & Humans - Blizzards erster Meilenstein
Quelle: Blizzard Entertainment / Medienagentur plassma

Jeder kennt World of Warcraft als eines der wegweisenden MMORPGs aller Zeiten. Doch der Konflikt zwischen Orks und Menschen begann ursprünglich 1994 im Echtzeitstrategiespiel Warcraft: Orcs & Humans. Unser Autor Benedikt hat den Klassiker seinerzeit verpasst - höchste Zeit, ihn nachzuholen!

Kaum ein Spiel hat ein Genre derart geprägt wie Dune 2 (1993): Auch wenn es damals streng genommen bereits Echtzeitstrategietitel wie den Action/Strategie-Hybriden Herzog Zwei (1989) und Danielle Buntons Command H.Q. (1990) gab, so etablierte der Sci-Fi-Geniestrich viele grundlegende Mechanismen, die heute kaum noch aus Echtzeitstrategiespielen wegzudenken sind. Allen voran fühlte sich Dune 2 weder zu trocken noch zu kompliziert an. Die Entwickler der Westwood Studios hatten nämlich ein Konzept ausgetüftelt, mit dem sowohl Einsteiger als auch Profis zurechtkamen. Will heißen: Mit nur wenigen Klicks errichtete man Gebäude, rekrutierte Einheiten, schöpfte Ressourcen und überrannte den Gegner mit einer möglichst großen Armee.

Weil es im Vorfeld keinen Hype für Dune 2 gab, avancierte das Spiel schleichend zu einem Hit. Viele realisierten seine Brillanz erst im Laufe der nächsten Monate oder gar Jahre. Und trotzdem war es nur eine Frage der Zeit, bis der erste ernsthafte Nachahmer in den Startlöchern stand - in Form von Warcraft: Orcs & Humans(1994).

Pixelig und verwaschen, aber trotzdem gut: Blizzard spielte bereits im ersten Warcraft mit den Grafikmuskeln und verwöhnte den Spieler mit einem vorgerenderten Intro. Quelle: Blizzard Entertainment / Medienagentur plassma Pixelig und verwaschen, aber trotzdem gut: Blizzard spielte bereits im ersten Warcraft mit den Grafikmuskeln und verwöhnte den Spieler mit einem vorgerenderten Intro. Dazu muss man wissen: Mitte der 1990er-Jahre war Entwickler Blizzard nahezu unbekannt. Die ersten Spiele der Kalifornier erschienen unter dem freakigen Label Silicon & Synapse und waren vornehmlich leicht verdauliche Konsolenkost wie das Rennspiel Rock n' Roll Racing (1993) und der Puzzle-Platformer The Lost Vikings (1992).

Warcraft hingegen erschien ausschließlich für PC und Macintosh, was auch niemanden weiter verwundern dürfte. Schließlich funktionieren strategische Schlachten mit Maus und Tastatur deutlich besser als per Gamepad. Und genau das dürfte auch der Grund gewesen sein, warum ich den Titel trotz guter Wertungen der in PC Games und Co. verpasste: Zu dem Zeitpunkt war ich zu sehr auf Konsolen fixiert.
Aller Anfang ist ... mühselig: Zu Beginn der ersten Ork-Mission stehen gerade mal zwei Gebäude, eine Straßenkreuzung und einige Einheiten. Quelle: Blizzard Entertainment / Medienagentur plassma Aller Anfang ist ... mühselig: Zu Beginn der ersten Ork-Mission stehen gerade mal zwei Gebäude, eine Straßenkreuzung und einige Einheiten. Zudem waren Strategiespiele im Allgemeinen nie wirklich wichtig für mich, sie mussten stets hinter meinen geliebten Ego-Shootern oder Point&Click-Adventures zurückstehen.

Wanted: Bunte Pixelschlachten

Der Hauptgrund, warum ich mich heute auf mein erstes Mal mit Warcraft freue: Die Screenshots in den alten Magazinen oder auf der Vertriebsplattform GOG.com, wo ich mir das Spiel für knapp 4,50 Euro digital besorge, sehen so schön bunt aus!
Sobald die erste Kaserne steht, sollte man schleunigst ein paar angriffslustige Soldaten rekrutieren. Quelle: Blizzard Entertainment / Medienagentur plassma Sobald die erste Kaserne steht, sollte man schleunigst ein paar angriffslustige Soldaten rekrutieren. Der Klassiker strahlt von Beginn an allerfeinste Pixelgrafik aus, die mir bedeutend sympathischer erscheint als der sandige Wüstenlook von Dune 2.

Mindestens genauso sympathisch ist der Ersteindruck nach Spielstart, der ohne großes Brimborium vonstattengeht. Ich sehe ein kurzes, nett vorgerendertes Intro, entscheide mich für die Ork- anstatt der Menschen-Kampagne und klicke abschließend ein Standbild nebst scrollendem Text weg, weil ich mich direkt ins Schlachtgetümmel stürzen möchte.

Ich blicke sogleich auf ein paar Gebäude, nämlich ein Rathaus und einen Bauernhof. Drumherum stehen vier Einheiten - drei Äxte tragende Grunzer und ein Tagelöhner.

Mit nur wenigen Klicks finde ich heraus, wie ich weitere Tagelöhner rekrutiere, einen zweiten Hof baue und eine Kaserne zur Erstellung von neuen Kämpfern errichte. Dazu braucht es sowohl Holz als auch Gold, wofür ich meine fleißigen Tagelöhner zu den nahestehenden Bäumen und Minen schicke.

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von FeralKid Spiele-Kenner/in
        Das waren Zeiten. Der Wahnisnn.

        Für mich damals eine Offenbarung und der erste große Wechsel von der Konsole hin zum PC, wo einfach so viel mehr möglich war/ist.

        Einer der wichtigsten Meilensteine der Gaming-History. Legendär.
      • Von FeralKid Spiele-Kenner/in
        Das waren Zeiten. Der Wahnisnn.

        Für mich damals eine Offenbarung und der erste große Wechsel von der Konsole hin zum PC, wo einfach so viel mehr möglich war/ist.

        Einer der wichtigsten Meilensteine der Gaming-History. Legendär.
      • Von KR17 NPC
        Es war ne Geile Zeit. 14000er Modem oder Kumpel mit Nullmodemkabel und ner Kiste Bier .
      • Von Worrel Mitglied
        Zitat von Schalkmund
        Naja, was heißt zur Jahrtausendwende? 1994 war noch "state of the art", 1995 nach dem Release von C&C nicht mal ein Jahr später, fühlte es sich dann schon lahm und veraltet an :-D
        "Zur Jahrtausendwende" heißt 2000 :D - und es war, als er bei mir mal Warcraft 2 gespielt hatte.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Nun ja, als Warcraft 1 erschien war Blizzard ja quasi noch ein Nobdoy. Das war zu Zeiten als 8 Megabyte Arbeitsspeicher schon viel war und Festplatten noch mit IDE Anschluss arbeiteten. Kurz gesagt - die Technik gab kaum mehr her und so waren die Spiele damals auch. Allein die Tatsache dass es ein Echtzeitstrategiespiel war, war schon beinah was besonderes. Da stellte man keine Ansprüche an das Missiondesign oder an die KI.
      • Von Schalkmund Nerd
        Zitat von Worrel
        Da hat ein Kumpel zur Jahrtausendwende schon gesagt, WC1 wäre veraltet und ihm zu langsam. Und er hatte damals schon recht.
        Naja, was heißt zur Jahrtausendwende? 1994 war noch "state of the art", 1995 nach dem Release von C&C nicht mal ein Jahr später, fühlte es sich dann schon lahm und veraltet an :-D
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