Mein erstes Mal: Warcraft: Orcs & Humans - Seite 2

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Special Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Mein erstes Mal: Warcraft: Orcs & Humans - Seite 2
Quelle: Blizzard Entertainment / Medienagentur plassma

Unser Autor Benedikt hat den Klassiker Warcraft: Orcs and Humans seinerzeit verpasst - höchste Zeit, ihn nachzuholen!

Obwohl die Steuerung sehr simpel und leicht verständlich ist, wirkt sie für die heutige Zeit arg antiquiert. Möchte ich eine Einheit von A nach B bewegen, dann muss ich sie zunächst anklicken und anschließend entweder das Move-Icon betätigen oder umständlich die M-Taste auf der Tastatur drücken. Erst danach peile ich das eigentliche Ziel an, wohin sich die Einheit begeben soll. All das nervt mich bereits nach wenigen Minuten, weil ich dank moderner Strategiespiele weiß: Eigentlich sollten zwei simple Klicks für eine derart schlichte Aktion ausreichen ...

Dass ich zu Beginn der Mission ungeduldig den scrollenden Text weggeklickt habe, soll sich ebenfalls rächen: Ich habe nämlich keine Ahnung, was ich überhaupt machen soll! Ich könnte meine Einheiten durch die Gegend ziehen, stoße dabei aber nur auf Ärger in Form feindlicher Soldaten. Nirgends finde ich so etwas wie eine Missionsbeschreibung; auch nicht in der hintersten Ecke der kargen Menüführung. Deshalb muss ich die Mission zähneknirschend neu starten, damit ich noch einmal den von mir weggeklickten Text lesen kann.

Am Ende jeder Mission gibt es ein paar Statistiken und erneut ein kleines, vorgerendertes Filmchen. Quelle: Blizzard Entertainment / Medienagentur plassma Am Ende jeder Mission gibt es ein paar Statistiken und erneut ein kleines, vorgerendertes Filmchen. Der sagt mir immerhin unmissverständlich, dass ich fünf Bauernhöfe und eine Kaserne bauen soll. Diese Aufgabe erledige ich im zweiten Anlauf allein deshalb mühelos, weil mich die vom Computer gesteuerten Menschen komplett in Ruhe lassen. Frei nach dem Motto: Ich tue dir nichts, also tust du auch mir nichts ...

Entsprechend schnell lande ich in der zweiten Mission, die schon eine ganze Ecke zäher ist. Hier soll ich in der Tat sämtliche feindlichen Einheiten beseitigen, die auf der ganzen Landkarte verteilt stehen. Diese bleiben zudem nicht still, sondern greifen Stück für Stück meine Basis an - sofern ich ihnen nicht zuvorkomme, versteht sich.
Flucht nach vorn: Dieser Tagelöhner wird von einem menschlichen Schwertkämpfer bedroht und dabei am eigenen Lager vorbeigehetzt. Quelle: Blizzard Entertainment / Medienagentur plassma Flucht nach vorn: Dieser Tagelöhner wird von einem menschlichen Schwertkämpfer bedroht und dabei am eigenen Lager vorbeigehetzt.

Ein Genre in den Kinderschuhen

Im Zuge der gegnerischen Angriffe fällt mir ein weiteres Problem auf, das ich mich am ersten Warcraft stört: Oft steuert der Computer gezielt einen meiner Tagelöhner an, der wiederum nicht doof ist und sogleich davonläuft. Ich wiederum hefte mich mit meinen Soldaten an die Fersen der Schurken, was sich aufgrund der lahmen Laufgeschwindigkeit als ein zähes Unterfangen entpuppt.
Unentdeckte Ländereien sollte man besser in einer Gruppe anstatt einzeln erkunden. Quelle: Blizzard Entertainment / Medienagentur plassma Unentdeckte Ländereien sollte man besser in einer Gruppe anstatt einzeln erkunden. Richtig schlimm wird es, wenn ich mehr als nur einen Soldaten losschicken will. Im Gegensatz zu einem modernen Strategiespiel kann ich hier nämlich nicht einfach die Maustaste gedrückt halten und einen Kasten um meine Einheiten ziehen, um sie zu bündeln beziehungsweise kollektiv zu befehligen. Stattdessen suggeriert mir das Spiel, dass ich nur einzelne Männer anklicken darf.

Erst ein Blick in die Anleitung verrät mir, wie die Gruppenanwahl funktioniert: Ich muss die Strg-Taste gedrückt halten, um den besagten Kasten zu ziehen oder alle gewünschten Einheiten einzeln mit gedrückter Shift-Taste antippen. Des Weiteren kann eine Gruppe maximal vier Soldaten fassen. Seufz ...

Mit dieser ernüchternden Erkenntnis schwindet nach und nach mein Interesse am Spiel, zumal mir immer mehr Ungereimtheiten bei der Benutzerführung auffallen.

Beispielsweise stehen sich meine Einheiten ständig im Weg und marschieren auch nicht über Felder, die von meinen eigenen Gebäuden bebaut sind. Es gibt keinen Nebel des Krieges, der bereits entdeckte Landstriche ausgraut. Und entweder wirkt Warcraft zu langsam und zu steif oder die umständliche Maus/Tastatur-Steuerung überfordert mich, sobald ich die Spielgeschwindigkeit im Hauptmenü hoch regele.

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von FeralKid Spiele-Kenner/in
        Das waren Zeiten. Der Wahnisnn.

        Für mich damals eine Offenbarung und der erste große Wechsel von der Konsole hin zum PC, wo einfach so viel mehr möglich war/ist.

        Einer der wichtigsten Meilensteine der Gaming-History. Legendär.
      • Von FeralKid Spiele-Kenner/in
        Das waren Zeiten. Der Wahnisnn.

        Für mich damals eine Offenbarung und der erste große Wechsel von der Konsole hin zum PC, wo einfach so viel mehr möglich war/ist.

        Einer der wichtigsten Meilensteine der Gaming-History. Legendär.
      • Von KR17 NPC
        Es war ne Geile Zeit. 14000er Modem oder Kumpel mit Nullmodemkabel und ner Kiste Bier .
      • Von Worrel Mitglied
        Zitat von Schalkmund
        Naja, was heißt zur Jahrtausendwende? 1994 war noch "state of the art", 1995 nach dem Release von C&C nicht mal ein Jahr später, fühlte es sich dann schon lahm und veraltet an :-D
        "Zur Jahrtausendwende" heißt 2000 :D - und es war, als er bei mir mal Warcraft 2 gespielt hatte.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Nun ja, als Warcraft 1 erschien war Blizzard ja quasi noch ein Nobdoy. Das war zu Zeiten als 8 Megabyte Arbeitsspeicher schon viel war und Festplatten noch mit IDE Anschluss arbeiteten. Kurz gesagt - die Technik gab kaum mehr her und so waren die Spiele damals auch. Allein die Tatsache dass es ein Echtzeitstrategiespiel war, war schon beinah was besonderes. Da stellte man keine Ansprüche an das Missiondesign oder an die KI.
      • Von Schalkmund Nerd
        Zitat von Worrel
        Da hat ein Kumpel zur Jahrtausendwende schon gesagt, WC1 wäre veraltet und ihm zu langsam. Und er hatte damals schon recht.
        Naja, was heißt zur Jahrtausendwende? 1994 war noch "state of the art", 1995 nach dem Release von C&C nicht mal ein Jahr später, fühlte es sich dann schon lahm und veraltet an :-D
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