EA Sports WRC: Codemasters greift nach dem Rallye-Thron

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Special David Benke - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
EA Sports WRC: Codemasters greift nach dem Rallye-Thron
Quelle: Codemasters / EA Sports

Es ist wieder Zeit, im Dreck zu wühlen: Codemasters und Electronic Arts haben ihre neue Rennsimulation EA Sports WRC angekündigt, das offiziell lizenzierte Spiel zur Rallye-Weltmeisterschaft. Wir konnten reinspielen und mit den Entwicklern sprechen. Unsere ersten Eindrücke lest ihr in der Vorschau.

Verpackt ist die Karriere in eine authentische, immersive Präsentation - inklusive imposanter Intro-Cutscene. Ihr sollt euch so fühlen, als wärt ihr in einem lebendigen atmenden Servicebereich unterwegs. Dazu gehört natürlich auch, dass die Rennen so inszeniert sind wie im Fernsehen - inklusive aller offizieller Übertragungspakete, allerdings ohne Medien-Interaktion. In EA Sports WRC gibt es keinen Will Buxton, der euch nach jedem Rennen mit aufdringlichen Fragen nervt.

Apropos Authentizität: Die wird auch im Moments Modus großgeschrieben. Der setzt euch so etwas wie ein spielbares Best-of aus 50 Jahren Rallye-Sport vor: Ihr könnt die ikonischsten Momente der WRC nachspielen, historische Ereignisse am eigenen Leib erleben oder die Geschichtsbücher neu schreiben. Die Entwickler vergleichen das Ganze grob mit den täglichen Herausforderungen aus Dirt Rally 2.0. Heißt also: Alle 24 Stunden erscheint ein neuer Moment, der auf realen Geschehnissen basiert. Das kann alles Mögliche sein. Der Spieler hat beispielsweise eine kaputte Aufhängung und muss das Rennen zu Ende bringen, ohne mehr als zwei Minuten zu verlieren.

Manchmal geht's aber auch einfach nur darum, mit einem tollen Auto durch eine schöne Szenerie zu ballern und Spaß zu haben.

Ein Rennauto fährt über eine nächtliche Rallyepiste. Quelle: Codemasters / EA Sports

Ein Moment für die Ewigkeit

Dabei ist Codemasters darauf bedacht, dass es Spielern nicht langweilig wird. Es wird also immer wieder neue Momente zu spielen geben - auch live, also passend zu den aktuellen Ereignissen der laufenden Saison.

"Wenn eine echte Rallye stattgefunden hat, wollen wir innerhalb von ein paar Wochen die unglaublichsten Dinge, die dort passiert sind, im Spiel wiedergeben", so die Entwickler. Das Ziel ist eine Spielerfahrung, die über das gesamte Jahr eng mit der WRC verbunden ist.

Entsprechend werden die Szenarien auch alle mit kleinen Highlight-Clips der WRC präsentiert. Jeder Moment ist mit einem TV-Schnipsel verbunden, der die reale Geschichte dahinter erzählt.

Ein klassisches Rallyeauto fährt eine Bergschikane entlang. Quelle: Codemasters / EA Sports Daneben erwarten euch die üblichen Spielvarianten: Quickplay, Time Trial und Championship. Der Modus streicht die Management-Aspekte und konzentriert sich allein aufs Fahren um den Weltmeistertitel. Für Anfänger wird eine Rallye-Schule angeboten.

Profis können sich im Multiplayer mit anderen Spielern messen - nicht nur plattformübergreifend, sondern auch mit bis zu 32 Teilnehmern in einer Sitzung!

Ohnehin versucht Codemasters, EA Sports WRC eine gewisse soziale Komponente zu verpassen: Ihr könnt euch in Clubs zusammentun und asynchrone Events gegeneinander bestreiten.

Ihr könnt in einem Editor Lackierungen erstellen und sie mit der ganzen Welt Teilen. Ihr könnt eure besten Schnappschüsse aus dem Fotomodus zur Schau stellen. Und ihr könnt mit eurem Outfit protzen.

In WRC wird es einen Rallye Pass geben, der sich grob mit dem Podium Pass aus F1 vergleichen lässt. Ihr bekommt EP für Dinge, die ihr im Spiel macht, steigt damit im Level auf und schaltet so kosmetische Items für euren Fahrer frei: Handschuhe, Helme, Rennanzüge, Lackierungen und so ein Kram. Dabei wird es auch einen kostenpflichtigen Premium-Pass geben. Der enthält aber keine spielerischen Vorteile. Kein Pay 2 Win also!

Keine DLC-Hölle mehr!

Ebenfalls fair: Alle Post-Lauch-Inhalte sind, anders als noch in Dirt Rally 2.0, komplett kostenlos! Unter anderem geplant sind diverse eSport-Events und natürlich auch neue Strecken.

Zum Start erwarten euch 18 Locations aus mehreren Kontinenten. Unter anderem bereist ihr Schweden, Kenia, Neuseeland, Japan und Monte Carlo. Jedes Land verfügt über 12 Stages, das ergibt insgesamt über 200 für das gesamte Spiel, umgerechnet also etwa 600 Km Strecke!

Später kommen mit den Etappen der Central European Rallye, die im Oktober dieses Jahres erstmals ihren Weg in den Rennkalender findet, weitere Kilometer dazu - unter anderem auch in Deutschland, genauer gesagt in Passau.

Neue Autos will man dagegen nicht ins Spiel zu bringen. Es bleibt also bei den 12 authentischen Karossen der WRC und den 70 historischen Boliden der Gruppe-A- und Gruppe-B-Ära. Keine Sorge, unter denen ist natürlich auch ein Audi Quattro! Codemasters hat also wirklich an alles gedacht.

Der Startschuss für EA Sports WRC fällt etwa zeitgleich wie noch bei Nacon. Die Rallye-Simulation erscheint bereits am 3. November 2023 für PlayStation 5, Xbox Series S|X und den PC - wahlweise via Steam, Epic Games Store oder Origin. Zur Auswahl stehen dabei zwei Varianten: die Standard und die Deluxe Edition. Die umfasst diverse digitale Extras wie etwa drei Tage Early-Access-Zugang, einige exklusive Lackierungen für euer Auto sowie ein VIP-Rallye-Pass für fünf Ingame-Saisons.

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Roman_Reigns Hobby-Spieler/in
        Zitat von Micha_Regelt
        Umgekehrt sieht das schon anders aus. Kein erfolgreicher Rallye-Fahrer konnte jemals einen Fuß in die Formel 1 setzen. Frag dich mal warum? Die körperliche Belastung, die Präzision, die Geschwindigkeiten sind dann halt doch ganz andere als in der WRC.
        Ganz andere finanzielle Hürden stehen dem im Weg, nicht das fahrerische Können. Das ist der Hauptgrund, weswegen es weniger ehemalige Rallyfahrer in der F1 gibt, als umgekehrt. Auch die Altersstruktur des Fahrerfeldes ist eine ganz andere den beiden Klassen. Es gibt überall Ausnahmetalente und Rohrkrepierer. Aber Fakt ist auch, dass nirgendwo sonst weniger das Talent, als vielmehr Papa‘s Brieftasche über den Einstieg in die Rennklasse entscheidet, wie in der Formel 1.
        Bin sehr rennsportbegeistert. Für mich persönlich ist die Formel 1 in den letzten Jahren jedoch völlig uninteressant geworden und der Rallysport hat die F1 schon längst in meinem persönlichen Ranking vom Thron gestoßen.
      • Von Roman_Reigns Hobby-Spieler/in
        Zitat von Micha_Regelt
        Umgekehrt sieht das schon anders aus. Kein erfolgreicher Rallye-Fahrer konnte jemals einen Fuß in die Formel 1 setzen. Frag dich mal warum? Die körperliche Belastung, die Präzision, die Geschwindigkeiten sind dann halt doch ganz andere als in der WRC.
        Ganz andere finanzielle Hürden stehen dem im Weg, nicht das fahrerische Können. Das ist der Hauptgrund, weswegen es weniger ehemalige Rallyfahrer in der F1 gibt, als umgekehrt. Auch die Altersstruktur des Fahrerfeldes ist eine ganz andere den beiden Klassen. Es gibt überall Ausnahmetalente und Rohrkrepierer. Aber Fakt ist auch, dass nirgendwo sonst weniger das Talent, als vielmehr Papa‘s Brieftasche über den Einstieg in die Rennklasse entscheidet, wie in der Formel 1.
        Bin sehr rennsportbegeistert. Für mich persönlich ist die Formel 1 in den letzten Jahren jedoch völlig uninteressant geworden und der Rallysport hat die F1 schon längst in meinem persönlichen Ranking vom Thron gestoßen.
      • Von Demanufacture Gelegenheitsspieler/in
        Körperliche Belastung in einem Wrc ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.
        Wird ja auch in Ländern mit höheren Temperaturen gefahren und da sehe ich keinen großen Unterschied zu F1. Bzw in den Fahrzeugen kann es durchaus hohe Temperaturbelastung herrschen.

        Würde sagen, dass bei F1 halt höhere Seitenkräfte vorhanden sind (Nackenbelastung z.B.), dafür sind die Rallyfahrer eher vertikalen Belastungen (Finnland, Sprünge etc) ausgesetzt.
        F1 kann zwar ebenfalls gefährlich sein allerdings hat man da eher sichere Auslaufzonen.
        Rallyetappen verzeihen Fehler eher selten. Deswegen ist hier Präzision noch mehr gefragt, weil man zwar nicht mit 300kmh rumfährt sondern man muss die Geschwindigkeit im Verhältnis zur Strassenbreite sehen.
        Auf dem F1 Kurs herrscht eigentlich eher eine konstante Oberflächenbeschaffenheit (ausser bei Regen). Bei Rally hast natürlich alles was möglich ist und je nach Startposition sind dann die Strassenbeschaffenheiten stetig wechselnd.

        Wrc und F1 sind halt 2 unterschiedliche Bereiche, aber ich bin ebenfalls der Meinung, dass Rally die "härtere Branche" ist. :)

        Was das Spiel angeht, da bin ich momentan nicht so überzeugt.
        Als Rallyfan und Spieler der alles in dem Bereich ausprobiert hat, würde mich über eine harte Rallysim freuen, aber befürchte, dass WRC ne zu große Priese Grip bekommen hat.
        DR2.0 litt unter dem Problem, dass es auf Asphalt kaum Grip hatte und nun hat man "nachgebessert".
        Mittlerweile gibt es viele Videos der Preview-Version und auch Livestreams.
        Und da sieht es stark danach aus, dass der Grip sogar auf losem Untergund übertrieben hoch ist.
        Auch wenn in den Fingern juckt, werde ich abwarten bis der Release erfolgt ist. Gehe nüchtern an die Sache heran, dann kann man auch nicht enttäuscht werden.
        Schauen wir mal.
      • Von Micha_Regelt Anwärter/in
        Zitat von snorri76
        Es IST die Königsklasse! F1 Fahrer sehen eine Kurve 100 Mal, Rallyefahrer sehen 100 Kurven 1 Mal.
        Das ist leider Bullshit.... Viele Formel 1 Fahrer waren in der Vergangenheit in einem Rallye-Auto sehr konkurrenzfähig und gewannen sogar Rennen.
        Umgekehrt sieht das schon anders aus. Kein erfolgreicher Rallye-Fahrer konnte jemals einen Fuß in die Formel 1 setzen. Frag dich mal warum? Die körperliche Belastung, die Präzision, die Geschwindigkeiten sind dann halt doch ganz andere als in der WRC.

        Zum Spiel na mal gucken, vielleicht mal im Sale oder so. Ich persönlich finde Rallye doch eher langweilig ^^
      • Von snorri76 NPC
        Es IST die Königsklasse! F1 Fahrer sehen eine Kurve 100 Mal, Rallyefahrer sehen 100 Kurven 1 Mal.
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