Hardware-Tipps

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Special Philipp Reuther - Redakteur Richard Engel - Redakteur Jan Hauck - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Hardware-Tipps
Quelle: PCGH

Kein Setup der Welt ersetzt Können. Doch wer mit hoher Latenz spielt, verliert. Im E-Sports entscheidet auch Technik, ob Talent wirklich zur Geltung kommt. Im ersten Teil unseres Guides klären unsere Kollegen von PC Games Hardware die Frage nach dem richtigen Monitor und geben Tipps zur Hardware-Konfiguration am Beispiel von VALORANT.

Kleiner Hardware-Hunger

Alle E-Sports-Spiele im üblichen Fps- und MOBA-Segment profitieren von hohen Bildraten, die natürlich auch mit der Leistung der genutzten Hardware zusammenhängt. Allerdings setzt VALORANT - wie viele E-Sports-Titel - von Haus aus sowohl auf hohe Performance als auch auf eine große Spielerschaft. Die Hardware-Anforderungen sind dementsprechend eher niedrig. Sie benötigen keinen High-End-Rechner, um gute Bildraten zu erzielen. Selbst Spartipps wie ein Ryzen 5 5600 (für um die 90 Euro) genügen als CPU (je nach Map und restlicher Konfiguration) für über 400 Fps. Diese Frameraten können selbst ältere, leistungsschwache Grafikkarten wie die Geforce RTX 3050 locker halten. Fps-Sorgen sollten Sie sich höchstens bei äußerst alter Hardware oder Mobile-Geräten machen, die für den professionellen Bereich ohnehin nur eingeschränkt empfehlenswert wären. Egal, ob mit "Legacy"-Hardware oder nicht, 60 Fps sind nahezu Pflicht - die Nachteile gegenüber Spielern mit höheren Bildraten werden Ihnen ansonsten den Spaß verderben.

Neben der GPU - die Sie etwa durch Auflösungsverzicht entlasten können - ist insbesondere die CPU ein wichtiger Faktor. Diese können Sie nicht (!) durch ein Reduzieren der Auflösung und nur sehr begrenzt durch Detailverzicht entlasten. Die in den offiziellen Systemanforderungen gelisteten Intel Core i3-4150 und Ryzen 3 1200 sind nicht ausreichend potent für sehr hohe, stabile und deutlich dreistellige Bildraten sowie das Ausfahren von einem hochfrequenten Display. Für Monitore um die 500 bis 600 Hz sind flinke, aktuelle Mittelklasse-CPUs wie der Ryzen 5 7500F (AM5-Einsteiger-CPU mit sechs Kernen) oder Intel Core i5-14600(KF, als Sockel-1700-Preis-Leistungs-Tipp) deutlich besser geeignet; bei der Grafikkarte genügt ein potentes Mittelklasse-Modell wie etwa eine Geforce RTX 4060/5060 oder Radeon RX 7600 für VALORANT. Der sonst von uns als Flaschenhals betitelte Grafikspeicher (etwa 8 GiB) spielt in E-Sports-Titeln wie VALORANT, in den zu erwartenden Auflösungen der jeweiligen Leistungsklassen, nur eine geringe Rolle.

Grundlegend sind stärkere CPU- und GPU-Modelle als Performance-Puffer (auch für andere Titel und Lastszenarien) nie eine schlechte Idee - das trifft insbesondere auf Content-Creator zu, wenn nebenher noch in hoher Qualität gestreamt oder nach der Spiele-Session Videos schneller geschnitten werden sollen. Spannend wird der im Juli bevorstehende Engine-Wechsel zur Unreal Engine 5. Angesichts der in VALORANT fehlenden leistungsintensiven Bestandteile - wie Raytracing (Lumen) - sind mit dem Engine-Upgrade keine gravierend höheren Anforderungen zu erwarten, nur der Technik-Unterbau dürfte moderner ausfallen. E-Sports-Titel wie VALORANT müssen, um langfristig erfolgreich zu bleiben, ein stabiles, performantes Engine-Fundament vorweisen; entsprechend spezifisch und umfänglich fallen Anpassungen des Entwicklerteams bei der Unreal-Engine-5-Basis aus.

VALORANT: Systemanforderungen Minimum mit minimalen Einstellungen (für Full HD bei 30 Fps) Empfohlene Hardware für 60 Fps (Detailverzicht nötig)
Prozessor Intel Core 2 Duo E8400 oder AMD Athlon 200GE Intel Core i3-4150 oder AMD Ryzen 3 1200
Grafikkarte Intel HD 4000 oder AMD Radeon R5 200 Nvidia Geforce GT 730 oder AMD Radeon R7 240
Hauptspeicher, RAM 4 GiB RAM (beim Nutzen einer integrierten GPU ist zudem mindestens 1 GiB zugesicherter VRAM nötig) 4 GiB RAM (beim Nutzen einer integrierten GPU ist zudem mindestens 1 GiB zugesicherter VRAM nötig)
Betriebssystem Windows 10 (Build 19045+) 64 Bit, oder Windows 11 64 Bit (mit TPM 2.0, Secure-Boot), DX 11 erforderlich Windows 10 (Build 19045+) 64 Bit, oder Windows 11 64 Bit (mit TPM 2.0, Secure-Boot), DX 11 erforderlich

Wenn Sie dennoch Performance-Probleme haben, und diese insbesondere auf die Grafikkarte zurückfallen, können Sie mit einigen Handgriffen im Grafikmenü gegenlenken. Ob die GPU ein limitierender Faktor ist, erkennen Sie, wenn Sie die Framerate freischalten (deaktivieren Sie Vsync und Fps-Limit), die Auflösung reduzieren und einen Fps-Zähler hinzuschalten (etwa vom Treiber oder mit Software wie CapFrameX). Steigt die Framerate (stark) an, ist die GPU limitierender Faktor. Passiert nichts bis wenig, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein CPU-Limit vor. In letzterem Fall bleibt wenig anderes möglich, als Hintergrundprozesse zu reduzieren und, wenn alle anderen Optionen ins Leere führen, den Prozessor zu ersetzen. Massive Übertaktungsvorhaben (gerade mit scharfen RAM-Timings) können zwar die Performance teils massiv beflügeln, jedoch im Kontext des E-Sports auch zu Stabilitätsproblemen führen, die abseits von Abstürzen gerade für Einsteiger nicht unbedingt offensichtlich sind (andere Latenzen, Mini-Ruckler etc.). Anfängern und Spielern mit E-Sports-Fokus raten wir - abgesehen von unbedenklichen herstellerseitigen OC-Profilen von GPUs, RAM-Kits und Co. - eher bei den üblichen Systemparametern zu bleiben.

Es kommt noch mehr

Während sich der erste Teil dieses Optimierungs-Guides hauptsächlich mit der richtigen Monitor- und PC-Komponenten-Wahl auseinandersetzt, finden Sie in den beiden Fortsetzungen Tipps zur richtigen Maus-, Tastatur- und Sound-Optimierung sowie der optimalen Software-Einstellung des Rechners. Wir stellen Ihnen auch für die Eingabegeräte besonders empfehlenswerte Hardware vor, denn neben dem richtigen Monitor sind natürlich auch die Eingabegeräte von elementarer Bedeutung, insbesondere, wenn es um schnelle Reaktionen und das Thema E-Sports geht. Zudem geben wir Tipps für passende Audio- und Kommunikationsgeräte und die Ergonomie. Denn auch Letztere ist wichtig: Wenn Sie verkrampft und unbequem in ungesunder Haltung vor dem Rechner hocken, ist dies nicht nur dem Sieg abträglich. Die Güte des Sitzmöbels ist also ebenfalls ein beachtenswerter Faktor.

Obendrein geben wir einige Tuning-Tipps respektive Einstellungsvorschläge für die Grafikoptionen, die nicht nur die Performance verbessern, sondern obendrein die Sichtbarkeit optimieren und Ihnen sowohl durch eine höhere Framerate als auch gesteigerte Bildklarheit das Zielen erleichtern. Sie dürfen sich also auf weitere, in Bälde folgende Beiträge zu E-Sports und VALORANT freuen.

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  1. Seite 1 VALORANT feiert Geburtstag
  2. Seite 2 Der richtige Monitor für E-Sports
  3. Seite 3 Monitor: Was ist wichtig für eine gute Leistung?
  4. Seite 4 Hardware-Tipps
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