10 Jahre Uncharted: Vita, Liebespaar und ein famoses Finale
Uncharted feiert in diesen Tagen sein 10. Jubiläum - und wir feiern den zehnten Geburtstag der Playstation-exklusiven Blockbuster-Reihe von Naughty Dog mit einem Serien-Rückblick, in dem wir Nathan Drakes Werdegang vom "Dude Raider" zur Videospiel-Ikone sowie die Faszination Uncharted beleuchten. Happy Birthday, Nathan, du liebenswerter Halunke! Auf zehn weitere Jahre Action, Witz und Abenteuer!
Handliches Abenteuer
Ebenfalls im Jahr 2011 erschien außerdem für die PS Vita Uncharted: Golden Abyss, welches zeitlich vor Drakes Schicksal angesiedelt ist. Dort schlug sich Nate mit dem Warlord Guerro und seinem ehemaligen Partner Dante herum. Der Titel war ein gelungener Handheld-Ableger, jedoch fehlte es dem von Bend Studio entwickelten Spiel etwas an Kreativität, Charme und Witz. Zudem nervte die Touchpad-Bedienung an vielen Stellen. Ein Jahr später veröffentlichte Bend Studio zudem das Vita-Kartenspiel Uncharted: Fight for Fortune, das eher durchwachsene Kritiken einfuhr. Sony scheint mit der Arbeit von Bend jedoch zufrieden gewesen zu sein, schließlich entwickelt das Studio mittlerweile den groß beworbenen kommenden PS4-Exklusivtitel Days Gone.
In diesem Artikel
Quelle: PC Games
Anfangs können sich nate und Elena nicht leiden, doch der erste Teil erzählt schön, wie sie zueinander finden.
Eine Liebesgeschichte in vier Akten
Love-Storys können in Filmen und Videospielen schon mal richtig nerven. Die Geschichte von Nathan Drake und Elena Fisher überzeugt dank der starken Charaktere jedoch mit Charme und Nachvollziehbarkeit. Selten gab es so ein schönes Videospiel-Paar.
Die Uncharted-Reihe erzählt nicht einfach nur die Erlebnisse eines Schatzjägers, sondern auch eine schöne sympathische Liebesgeschichte. Während selbst in heutigen Hollywood-Filmen die Romanzen des Helden oft aufgesetzt wirken, ist die Beziehung von Nathan Drake und Elena Fisher nicht nur bloßes Beiwerk. Sie ist wichtig für die Charakterentwicklung beider Figuren, dient ihnen als Antrieb und sorgt für die emotionale Involvierung der Spieler.
Quelle: PC Games
In Teil 4 sind die beiden verheiratet, doch Nate sehnt sich nach weiteren Abeneuern.
Naughty Dog hätte es sich extrem einfach machen können, indem sie Nathan als platten Verführer darstellen, dem sämtliche Frauen zu Füßen liegen, doch sie erzählen über vier Teile eine nachvollziehbare Liebesgeschichte von zwei Charakteren, die sich zunächst nicht ausstehen können. Im Verlaufe dieser Geschichte erleben wir die anfängliche Abneigung, die wachsende Fürsorge und Zuneigung, Streit und verliebte Frotzeleien. Dadurch wirken diese Videospielfiguren wirklich menschlich.
Elena kommt mit Nates gefährlichem Lebenswandel nicht klar, während sich Nathan nach Abenteuern sehnt, was natürlich zu Reibereien führt. Da wir dies alles miterleben, wirkt der Story-Arc, in dem Nate klar wird, was wirklich wichtig ist, so befreiend, so schön, so natürlich. Trotz allem Bombast schaffte es Naughty Dog zwei tolle Charaktere zu kreieren. Sollte Uncharted 4 wirklich der letzte Auftritt von Nate und Elena gewesen sein, wünschen wir dem Paar alles erdenklich Gute in seiner gemeinsamen Zukunft.
Quelle: PC Games
Uncharted 4 führte erstmals Fahrsequenzen und ein vernünftiges Stealth-Gameplay ein.
Generationswechsel
Quelle: PC Games
Statt Nathan und Sully stehen in The Lost Legacy Chloe Frazer und Nadine Ross im Mittelpunkt.
2016 feierte Uncharted schließlich mit Teil 4 A Thief's End seinen Einstand auf der PS4. Nathan hat sich eigentlich zur Ruhe gesetzt und verbringt ein normales Leben mit seiner Ehefrau Elena, doch als plötzlich sein totgeglaubter Bruder Sam auftaucht, begibt sich der liebenswerte Halunke auf die Suche nach dem Piratenschatz von Henry Avery. Sein alter Partner Rafe und Nadine Ross, die Anführerein einer Söldner-Armee, stellen sich ihnen hierbei in den Weg. Statt von Amy Hennig wurde die Story diesmal von Neil Druckmann geschrieben, der bereits an den ersten zwei Teilen mitarbeitete und zusammen mit Bruce Straley die Entwicklung von The Last of Us leitete.
Uncharted 4 sieht unfassbar gut aus, wird toll erzählt, bringt einem neue sowie alte Charaktere noch näher und peppt das Spielprinzip mit Fahr-Passagen sowie erstmals einem gelungenem Stealth-System auf. Zudem ist der Spielfluss besser als in jedem Teil zuvor. Auch das Ende ist so toll, dass A Thief's End der wohl bestmögliche Abschluss der Nathan-Drake-Saga ist.
Dass die Serie jedoch auch ohne Nate funktionieren kann, beweist das in diesem Jahr erschienene Spin-off The Lost Legacy, in dem man Chloe Frazer steuert, die an der Seite von Nadine Ross in Indien nach Ganeshas Stoßzahn sucht. Der Titel bietet zwar nichts Neues im Vergleich zu Uncharted 4, doch die Chemie der beiden Hauptfiguren stimmt auf jeden Fall. Wer weiß, vielleicht werden Chloe und Nadine ja die neuen Nathan und Sully.

Beim Relaunch gefielen mir hauptsächlich die Wackel-Kamera und die Quick-Time-Events nicht. Aber auch bei den Charakteren und der Story gab es Schwächen, hier war wieder ganz klar Lara der Star, der detailliert beschrieben wurde. Die Nebenrollen oder Feinde blieben leider etwas vernachlässigt und klischeehaft. Da hat Uncharted die Latte extrem hoch gelegt.
Spaß hat das Spiel dennoch gemacht, nur mit Uncharted kann es in der Summe nicht ganz mithalten.
Rise of the Tomb Raider legt kaum wert auf die Story, sondern lieber auf das Gameplay. Man hat ein Skillsystem, ein Craftsystem, Upgrades, Aufleveln, Nebenquests, Rätseleinlagen und Open World. All diese DInge hat Uncharted 4 nicht. Hier beschränkt man sich auf schier endloses Kletter,- und Sprungeinlagen sowie auf 2-Tasten Schlägereien und Schießereien in Schlauchlevels mit open world Illusion. Dafür punktet das Spiel ganz klar mit den Charakteren, Story und der Inszenierung eben jeder.
Beides tolle Spiele, aber für mich doch sehr unterschiedlich, da eines den Fokus auf die Story legt und das andere auf das Gameplay.
Meine Uncharted Reihenfolge: 2,4,3,1
Für mich im Nachhinein ganz klar die beste Videospielserie seiner Art überhaupt.
Tomb Raider kann da nicht ganz mithalten, da es doch einige Schwächen aufweist und die alten Teile zu sehr gemolken wurden. Da war ganz klar Lara Croft der Star und hat das ganze Spiel getragen und Konkurrenz in dem Bereich Third Person gab es damals einfach keine. Ähnlich wie bei GTA.
Beim Relaunch gefielen mir hauptsächlich die Wackel-Kamera und die Quick-Time-Events nicht. Aber auch bei den Charakteren und der Story gab es Schwächen, hier war wieder ganz klar Lara der Star, der detailliert beschrieben wurde. Die Nebenrollen oder Feinde blieben leider etwas vernachlässigt und klischeehaft. Da hat Uncharted die Latte extrem hoch gelegt.
Spaß hat das Spiel dennoch gemacht, nur mit Uncharted kann es in der Summe nicht ganz mithalten.
Auch wenn sich die Kämpfe bei Tomb Raider, schon aufgrund der Waffenauswahl interessanter spielten, die bei Uncharted teilweise in Monotomie ausarteten.
Klar, vom GamePlay her fußt Uncharted stark an dem Genregründer Tomb Raider, hat aber vom Spiel-Stil her genug Eigenleistungen mitgebracht, um sich von Tomb Raider loszusagen.
Ich sehe da auch mehr Parallelen zu Indiana Jones, von dem Tomb Raider übrigends auch mehr als inspiriert sein dürfte. ;)