Ubisoft: Umfassende Neuausrichtung - Spiele eingestellt, Studios geschlossen - Update: Aktie auf Talfahrt
Publisher-Riese Ubisoft läutet mit einem Knall einen Umbruch ein. Gleich sechs Spiele werden eingestellt, es gibt Studioschließungen und alle Mitarbeiter werden ins Büro zurückbeordert. Update: Ubisoft-Aktie im Sinkflug.
Update: Nachdem Ubisoft im aktuellen Geschäftsbericht eine Gewinnwarnung herausgab und umfassende Umstrukturierungen ankündigte, befindet sich die Aktie des Unternehmens aktuell auf Talfahrt. Wie finanzen.net vermeldet, stürzte das Wertpapier an der EURONEXT in Paris zeitweise um 32 Prozent auf 4,49 Euro ab. Wie die Experten von MarketWatch vermelden, sei dies der größte Kurseinbruch seit dem Börsengang im Jahr 1996. Analysten von Bernstein betiteln die Gewinnwarnung als "verheerend in einer langen Reihe von katastrophalen Fehlentwicklungen".
Originalmeldung: Mit einem Knall kündigt Publisher-Riese Ubisoft große Restrukturierungsmaßnahmen an. "Umfassende organisatorische, operative und portfoliobezogene Neuausrichtung" heißt das in Firmensprache. Das bedeutet im Detail, dass der Assassin's Creed-Hersteller sechs Spiele-Projekte einstellt, Studios schließt und alle Mitarbeiter wieder ins Büro zitiert.
So soll es bei Ubisoft künftig fünf Kreativ-Studios geben, die sich auf erfolgreiche Kernmarken konzentrieren. Neben Shootern wie The Division, Ghost Recon oder Splinter Cell stehen die großen Triple-A-Projekte wie Assassin's Creed, Far Cry oder auch Rainbow Six im Fokus. Überdies gibt es Familienspiele sowie Live Experiences (Brawlhalla, Skull & Bones etc.) und Fantasy und storybasierte Fantasy-Welten (Might & Magic, Prince of Persia, Anno, Beyond Good & Evil).
Entlassungen bei den Teams von Trials und The Division
Dies bringt auch Schließungen von Studios mit sich. Kürzlich gab es unter anderem die Schließung des Halifax-Studios samt Entlassung von 71 Mitarbeitern. Dies zog auch eine rechtliche Prüfung der CWA Canada nach sich. Die Gewerkschaft kündigte an, die Rechte ihrer Mitglieder zu schützen, indem man alle rechtlichen Mittel ausschöpfen werde.
Ebenso betroffen von den Schließungen und Entlassungen: das Studio in Stockholm, Teams in Abu Dhabi sowie RedLynx (Trials-Serie) und Massive Entertainment (The Division-Serie, Star Wars Outlaws). Alle Teams sind darüber hinaus angehalten, an fünf Tagen in der Woche wieder im Büro zu arbeiten, jedoch mit einer jährlich pauschal festgelegten Anzahl an Remote-Arbeitstagen.
Gleich sechs Spiele eingestellt
Insgesamt sechs Spiele sind ebenfalls von Ubisofts Maßnahmen betroffen. So sind drei noch nicht angekündigte Projekte eingestellt worden, eines davon wohl ein Mobile Game. Das unter Fans mit Spannung erwartete Remake zu Prince of Persia: The Sands of Time fällt ebenfalls dem Rotstift zum Opfer. Im Fokus des französischen Entwicklers und Publishers stehen künftig Spiele mit Open-World-Ansatz und Live-Services.
Neben den eingestellten Spielen wurden vermutlich auch unangekündigte Projekte verschoben. Gerüchte drehen sich hierbei um das noch nicht offiziell angekündigte Remaster von Assassin's Creed Black Flag. Angeblich sei der Release des Spiels nun ins kommende Finanzjahr verschoben worden. Gegenüber IGN gab Ubisofts Finanzvorstand Frederick Duguet an: "Im Januar und Dezember haben wir eine gründliche Prüfung unseres Portfolios inklusive Marktanalyse vorgenommen. Im vergangenen Quartal war ein noch nie dagewesenes Maß an Wettbewerb zu beobachten."
"[...] Wir haben die besten Projekte ausgewählt, um unsere Creative Houses in die beste Position zu bringen, um in diesem Markt erfolgreich zu sein", so Duguet weiter. Was meint ihr zum umfassenden Umbruch bei Publishing Gigant Ubisoft? Hinterlasst uns doch eure Meinung unterhalb dieser Zeilen. Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quelle: Geschäftsbericht via IGN, Eurogamer

Aber es ist nicht so, dass deshalb das Spiel unspielbar wäre. Der Absturz kommt nur ein bis zweimal pro Spielsitzung vor.
Ich persönlich trauere dem alten Ubisoft hinterher. Allein die Gold Games damals habe ich echt gerne gekauft. Dafür reichte das gesparte Taschengeld.
Ja, die Zeiten ändern sich. Aber Ubisoft hat es mit anno bewiesen, dass sie durchaus in der Lage sind, gute Spiele zu produzieren.
Und sie haben immer noch weitere gute Marken. Ich verstehe nicht, was so schwer daran ist, das auszunutzen.
Ganz übergreifend müsste man doch nur einmal schauen, was die Spieler sich „wünschen“ würden.
Ich weiß, das ist auch ein zweischneidiges Schwert. Miyamoto hat mal gesagt, wenn er nur Spiele gemacht hätte, die sich die Fans wünschen, hätte es die meisten seiner Spiele nie gegeben. ;)
Aber da reden wir von neuen Marken, neuen IP‘s.
Ubi hat viele starke und bekannte Marken sträflich vernachlässigt, die man - so denke ich - erfolgreich hätte ausbauen können, ohne dabei AC fallen zu lassen. Bei der riesigen Belegschaft sollte das möglich sein.
Was die technische Seite von Valhalle betrifft, so sollte ich erwähnen, dass ich das auf der PS4 und dann PS5 gespielt habe. Da gibts keine mir bekannten Probleme.
Manchmal komisch, als KOTOR herauskam, konnte ich es ohne Abstürze damals auf meinem PC mit NVidia GraKa spielen. Bei einem Freund mit vergleichbarer ATI Karte damals gabs alle paar Minuten einen Bluescreen. 🤷♂️
Natürlich sind das nur Mutmaßungen, ganz abtun würde ich es trotzdem nicht, wenngleich es im gesamten Uhrwerk nur ein Zahnrad sein mag.
Genau wie bei Bioware spürt man zwar erheblich Probleme, zieht aber am laufenden Band die falschen Schlüsse und tritt nicht nur in jedes Fettnäpchen, sondern springt gezielt mit Anlauf hinein.
Wenn man seitens der Führungsetage die wahren Ursachen mal wirklich und ungeschönt auf den Tisch legt, dann würde sich nämlich herausstellen, dass es genau die Entscheidungen jener Etage im Unternehmen waren, die zur derzeitigen Situation maßgeblich beigetragen haben.
Doch das scheut man wie der Teufel das Weihwasser. Stattdessen trägt alles mögliche und jeder andere die Schuld daran, nur man selbst nicht.
Wenn dem nämlich nicht so wäre, lässt dies nur eine Schlußfolgerung zu. Die Führung ist unfähig und müsste ausgetauscht werden.
Valhalla schmiert ab?
Interessant, ich kann dem Spiel viel vorwerfen, aber das nicht. ;)
Aber es ist nicht so, dass deshalb das Spiel unspielbar wäre. Der Absturz kommt nur ein bis zweimal pro Spielsitzung vor.
Ich persönlich trauere dem alten Ubisoft hinterher. Allein die Gold Games damals habe ich echt gerne gekauft. Dafür reichte das gesparte Taschengeld.
Ja, die Zeiten ändern sich. Aber Ubisoft hat es mit anno bewiesen, dass sie durchaus in der Lage sind, gute Spiele zu produzieren.
Und sie haben immer noch weitere gute Marken. Ich verstehe nicht, was so schwer daran ist, das auszunutzen.
1.) noch nicht mal Valhalla durch habe
2.) Valhalla bis heute abstürzt
3.) Ich noch genügend andere Spiele habe, welche auch gespielt werden wollen.
Aber ansonsten wurde es schon lang und breit diskutiert. Wenn ich höre, dass mehr KI in der Entwicklung verwendet werden soll, noch mehr offene Welten geschaffen und live :$
Entschuldigt bitte, ich kann dieses Wort nicht aussprechen. Auf jeden Fall rennt UBI mit Karacho in die verkehrte Richtung. Der ganze Rest ist auch kontraproduktiv.
Anno 117 z. B. Ist wirklich ein gutes Spiel. Aber die Qualität der Zeichnungen hat merklich gelitten seit 1800 - dank der KI, vermutlich. Prince of Persia wäre ein Sofortkauf gewesen und das nicht nur bei mir. Von Splinter Cell hört man nichts mehr. Die Siedler... Da laufen die Tränen.
Meine Diagnose für Ubisofts Problem lautet wie folgt: Die Führung ist dermaßen abgehoben, dass sie den Boden unter den Füßen nicht mehr sehen kann.
Heilungsmaßnahme: Kräftiger Absturz
Heilungschance: Ungewiss
Natürlich sind das nur Mutmaßungen, ganz abtun würde ich es trotzdem nicht, wenngleich es im gesamten Uhrwerk nur ein Zahnrad sein mag.
Genau wie bei Bioware spürt man zwar erheblich Probleme, zieht aber am laufenden Band die falschen Schlüsse und tritt nicht nur in jedes Fettnäpchen, sondern springt gezielt mit Anlauf hinein.
Wenn man seitens der Führungsetage die wahren Ursachen mal wirklich und ungeschönt auf den Tisch legt, dann würde sich nämlich herausstellen, dass es genau die Entscheidungen jener Etage im Unternehmen waren, die zur derzeitigen Situation maßgeblich beigetragen haben.
Doch das scheut man wie der Teufel das Weihwasser. Stattdessen trägt alles mögliche und jeder andere die Schuld daran, nur man selbst nicht.
Wenn dem nämlich nicht so wäre, lässt dies nur eine Schlußfolgerung zu. Die Führung ist unfähig und müsste ausgetauscht werden.
Valhalla schmiert ab?
Interessant, ich kann dem Spiel viel vorwerfen, aber das nicht. ;)
1.) noch nicht mal Valhalla durch habe
2.) Valhalla bis heute abstürzt
3.) Ich noch genügend andere Spiele habe, welche auch gespielt werden wollen.
Aber ansonsten wurde es schon lang und breit diskutiert. Wenn ich höre, dass mehr KI in der Entwicklung verwendet werden soll, noch mehr offene Welten geschaffen und live :$
Entschuldigt bitte, ich kann dieses Wort nicht aussprechen. Auf jeden Fall rennt UBI mit Karacho in die verkehrte Richtung. Der ganze Rest ist auch kontraproduktiv.
Anno 117 z. B. Ist wirklich ein gutes Spiel. Aber die Qualität der Zeichnungen hat merklich gelitten seit 1800 - dank der KI, vermutlich. Prince of Persia wäre ein Sofortkauf gewesen und das nicht nur bei mir. Von Splinter Cell hört man nichts mehr. Die Siedler... Da laufen die Tränen.
Meine Diagnose für Ubisofts Problem lautet wie folgt: Die Führung ist dermaßen abgehoben, dass sie den Boden unter den Füßen nicht mehr sehen kann.
Heilungsmaßnahme: Kräftiger Absturz
Heilungschance: Ungewiss