Ubisoft schließt Halifax Studio - nachdem sich Mitarbeiter gewerkschaftlich organisieren

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News Michael Miskulin - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Ubisoft schließt Halifax Studio - nachdem sich Mitarbeiter gewerkschaftlich organisieren
Quelle: Ubisoft Massive

Ubisoft schließt sein Studio in Halifax und entlässt 71 Mitarbeiter. Die Entscheidung fällt kurz nach der offiziellen Gewerkschaftsgründung im Studio.

Jetzt kommt's dicke für bestimmte Ubisoft-Mitarbeiter: Ubisoft hat die Schließung seines Studios in Halifax bekannt gegeben. Von der Entscheidung sind 71 Beschäftigte betroffen, die ihren Arbeitsplatz verlieren. Der Schritt erfolgt nur wenige Tage, nachdem ein Großteil der Belegschaft eine Gewerkschaft gegründet hatte - ein Umstand, der jetzt zu Nachfragen und Kritik führt.

Die Gewerkschaft der Ubisoft-Mitarbeitenden wurde offiziell am 18. Dezember 2025 zertifiziert. Insgesamt 61 Beschäftigte traten der Game & Media Workers Guild of Canada (CWA Canada) bei, registriert unter dem Namen Ubisoft Workers of Canada, Halifax. Kurz darauf folgte die Ankündigung der Studioschließung.

Gewerkschaft prüft rechtliche Schritte

CWA Canada erklärte nun gegenüber Insider Gaming, man werde "alle rechtlichen Mittel ausschöpfen", um die Rechte der Mitglieder zu schützen. Zwar erhebe die Gewerkschaft derzeit keinen direkten Vorwurf, dass die Schließung eine Reaktion auf die Gewerkschaftsgründung sei, dennoch wolle man von Ubisoft eine detaillierte Begründung für die Entscheidung einfordern. CWA-Präsidentin Carmel Smyth bezeichnete die Nachricht als verheerend und betonte, dass Transparenz gegenüber den betroffenen Beschäftigten notwendig sei. Es sei noch anzumerken: In Kanada ist es gesetzlich untersagt, ein Unternehmen wegen gewerkschaftlicher Organisation zu schließen.

Ubisoft weist Zusammenhang zurück

Ubisoft erklärte, die Entscheidung sei Teil unternehmensweiter Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung, die bereits seit rund zwei Jahren liefen. Die Schließung des Studios sei "lange vor" der Gewerkschaftsgründung beschlossen worden. Zugleich betonte der Publisher, das Recht der Mitarbeitenden auf gewerkschaftliche Organisationen zu respektieren. Das Unternehmen kündigte auch an, die betroffenen Beschäftigungen mit Abfindungen und Karriereberatung zu unterstützen. Eine Stellungnahme der Gewerkschaftsmitglieder selbst steht aus.

Was haltet ihr von der Studioschließung von Ubisoft Halifax? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: via Insider Gaming

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von JRPG-Lover Stille/r Leser/in
        Ehrliche Antwort? Hat schon ein "Geschmäckle", ähnlich wie in UK das Union Busting erfolgreich betrieben wurde. Gibt es in Kanada wie bei uns in Deutschland auch Betriebsräte? Die hätten eigentlich über sowas bereits lange vorher Bescheid wissen und die Belegschaft warnen müssen.
        Als Gewerkschafter blutet mir in jedem Fall das Herz, wenn die Beteiligten endlich am Ziel waren (ist ja in Nordamerika meist schwierig) und plötzlich mit der Studioschließung vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Bleibt zu hoffen, dass sie zumindest entschädigt oder anderweitig weiterbeschäftigt werden können. Eine neue Gewerkschaft werden diese Menschen in naher Zukunft jedenfalls nicht mehr gründen und damit hat Ubisoft im Zweifel sein Ziel erreicht.
      • Von JRPG-Lover Stille/r Leser/in
        Ehrliche Antwort? Hat schon ein "Geschmäckle", ähnlich wie in UK das Union Busting erfolgreich betrieben wurde. Gibt es in Kanada wie bei uns in Deutschland auch Betriebsräte? Die hätten eigentlich über sowas bereits lange vorher Bescheid wissen und die Belegschaft warnen müssen.
        Als Gewerkschafter blutet mir in jedem Fall das Herz, wenn die Beteiligten endlich am Ziel waren (ist ja in Nordamerika meist schwierig) und plötzlich mit der Studioschließung vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Bleibt zu hoffen, dass sie zumindest entschädigt oder anderweitig weiterbeschäftigt werden können. Eine neue Gewerkschaft werden diese Menschen in naher Zukunft jedenfalls nicht mehr gründen und damit hat Ubisoft im Zweifel sein Ziel erreicht.
      • Von puma752 NPC
        Das Geld einstreichen, aber nichts gönnen und kein Rückgrat haben. Typisch. Aber Ubisoft hat eh in den vergangenen Jahren nichts adäquates herausgebracht. Daher soll das Unternehmen doch endlich insolvent gehen. Ich wünsche den Angestellten, das daraus eine eigene neue Firma entsteht, bei welcher die verantwortliche Person mehr Anstand hat.
      • Von Weedotastisch Hobby-Spieler/in
        Die sollen Arbeitsplätze in Frankreich bzw. Europa schaffen, am besten in Deutschland.

        USA, Kanada, Hotten Totten etc. sonstwo interessiert mich wayne.
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