Shogun 2: Fall of the Samurai im Test - Die negativen Aspekte, Wertung und Fazit
In Total War: Shogun 2 - Fall of the Samurai gehen die Samurai mit wehenden Fahnen unter. Das ist positiv zu verstehen, denn der Test zeigt, dass für das selbstständig laufende Addon vernünftige Änderungen vorgenommen wurden. Lediglich die KI auf dem Schlachtfeld lässt zu wünschen übrig.
Die Gefechts-KI weist Defizite auf
Wie schon in Shogun 2 übertreibt Creative Assembly es mit der Auswirkung der Einheitenmoral auf den Kampfausgang. Mehrmals flüchteten unsere Soldaten aus unerfindlichen Gründen in Panik, obwohl sich die Schlacht zu unseren Gunsten zu wenden begann: Wir hätten uns einen Tacken mehr Standhaftigkeit gewünscht. Das gilt auch für die computergesteuerten Heere.
Die Gefechts-KI der Widersacher ist da auch keine große Hilfe. Denn gemäß der Serientradition versuchen sich Generäle der Gegenseite zwar häufig daran, eine unserer ungeschützten Flanken mit Kavallerie aufzurollen oder bombardieren unsere Linien aus der Entfernung. Doch zu häufig ist das Verhalten der künstlichen Intelligenz vorhersehbar, sind die Computer-Streitmächte zu einfach zu übertölpeln. Dazu kommt ein zögerliches Vorgehen bei Belagerungen; die meisten Festungen haltet ihr mit einer Rumpfbesatzung gegen eine Übermacht.
Nur sechs spielbare Clans
Zu Spielbeginn wählt ihr eine von sechs Fraktionen aus, jeweils drei sind dem Shogun beziehungsweise dem Kaiser verpflichtet. Enttäuschend: Anders als in früheren Total War-Spielen schaltet ihr durch den Abschluss der Kampagne keine weiteren Clans frei. Damit hält sich Creative Assembly vermutlich ein Hintertürchen für kommende DLC-Pakete offen.
Quelle: Sega
Kanonen lassen sich aus der Verfolgerperspektive steuern. Das passt allerdings nicht zum Gesamtbild des Spiels.
Zu starke Gatlings mit aufgesetzter Direktsteuerung
Größtenteils ist Creative Assembly die Balance der Truppen gut gelungen; allein die Gatling-Kanone, deren Baupläne ihr erst ganz am Ende der Forschungsleiter erhaltet, kam uns einen Tick zu mächtig vor. Wenn das Maschinengewehr einmal losknattert, fallen ihr ganze Kompanien von Infanterie zum Opfer – erst Recht, wenn ihr auf Knopfdruck selbst die Steuerung übernehmt. Dieser Zielmodus aus der Third-Person-Perspektive funktioniert auch bei allen anderen Geschützen sowie den Schiffen, sagte uns im Test aber überhaupt nicht zu. In den gigantischen Schlachten tragt ihr die Verantwortung für tausende Soldaten – da wirkt es unpassend, wenn ihr euch als General selbst hinter eine der Kanonen klemmt und mit einem Fadenkreuz Gegner totklickt.
Lange Ladezeiten
Die fantastische DirectX-11-Optik von Fall of the Samurai hat ihren Preis: Neben hohen Hardware-Anforderungen für die komplette Detailfülle müsst ihr mit auffallend langen Ladezeiten vor Beginn eines Gefechts und beim Laden eines Spielstands leben. Immerhin: Die Berechnung der Computerzüge läuft einen Tick schneller ab als in Shogun 2.
In diesem Artikel
- Seite 1 Shogun 2: Fallof the Samurai im Test - Informationen
- Seite 2 Shogun 2: Fall of the Samurai im Test - Die positiven Aspekte #1
- Seite 3 Shogun 2: Fall of the Samurai im Test - Die positiven Aspekte #2
- Seite 4 Shogun 2: Fall of the Samurai im Test - Die negativen Aspekte, Wertung und Fazit
- Seite 5 Bildergalerie

Könnt ihr schon genaueres über den MP-Coop sagen?
Wenn man sich mal hier umschaut...
http://forums.totalwar.com/forumdisplay.php/103-Multiplayer-Campaign
... wird man sehen, dass die MC nicht zu gebrauchen ist... und genau dafür habe ICH(!) ja Shogun 2 gekauft. Selbst unter Empire gab es wenige desynchs. Könnt ihr da mal nachhaken? Wäre sehr nett!