Tomb Raider: Underworld - Das Action-Adventure im PC Games-Test
Zählt man den Greifhaken noch dazu, ergibt sich ein beeindruckendes Bewegungsrepertoire der Abenteurerin. Den einzigen Strich durch die Kletterrechnung macht dabei die suboptimale Kameraführung. Oft steht man so an einem Felsvorsprung oder einer Wand und sieht sein Ziel nicht, springt also ins Ungewisse, da Underworld Lara frontal zeigt, statt einem zu verraten, was vor ihr wartet. So mancher Absturz ist die unangenehme Folge.
Quelle: Eidos
Die Story von Underworld ist wie gewohnt recht verrückt und abgedreht – was es mit derzweiten Lara auf sich hat,
verraten wir an dieser Stelle nicht. Aber ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte noch einmal an Fahrt auf und Sie treffen einige Bekannte.
Abseits all der Rätseleinlagen steht aber auch Action auf dem Programm. Die Gegnerschar ist dabei vielfältig: Ob riesige Spinnen, Tiger, bewaffnete Söldner oder untote Wikinger, Sie bekommen einiges vor den Lauf. Lara hüpft und springt durch die Gegend, schleudert Granaten oder tritt die fiesen Schergen sogar aus den Latschen. Das alles hört sich aber spektakulärer an, als es ist. Denn gefährlich werden Ihnen die Monster nur, wenn sie in großer Menge auftreten. Schuld daran: die hin und wieder aussetzende künstliche Intelligenz.
So kommt es vor, dass Spinnen an Säulen hängen bleiben und dann leichtes Futter für Ihre Kanonen sind oder andere Gegner eine Rampe nicht betreten können und über Ihnen schweben. Das macht es einfach, sie wieder in die Unterwelt zu schicken. Falls es aber doch einmal brenzlig wird, weichen Sie Ihren Gegnern aus, indem Sie Adrenalin einsetzen, das die Zeit etwas verlangsamt. Dieses Adrenalin steigt durch erledigte Gegner, mehr als Zeitlupe gibt's dann aber auch nicht zu bestaunen und es fehlt das gewisse Etwas. In Anniversary gab's ein schickes Ausweichmanöver mit dabei ausgeführtem Präzisionsschuss.
In Underworld suchen Sie so etwas vergebens. Ebenfalls auf Zeitlupe setzen die Quicktime-Events. In Legend und Anniversary mussten Sie dabei noch bestimmte angezeigte Tasten rechtzeitig drücken. Stattdessen gibt es nun an einigen Stellen im Spiel Situationen, in denen die Zeit verlangsamt und Sie mit Laras normalen Fähigkeiten wie Springen oder Ducken reagieren sollen, was sich deutlich besser in den Spielverlauf einfügt.

PCGames Bewertung fällt recht subjektiv aus, genauso wie von Aurora.
Ich habe Underworld nun angespielt und die ersten Level und Rätsel hinter mich gebracht. Ich muss sagen: Respekt vor dem was geleistet wurde. Jedoch finde auch ich, dass die Kamera durchaus Benutzerfreundlicher agiren könnte. Tomb Raider ist nunmal ein Action-Adventure. Das Verhält sich so ähnlich wie mit Indiana Jones Filme. Entweder steht man auf eine teilweise abgedrehte Story mit einem Hauch von Schießereien und Bum-Bum, oder man tut es nicht. Das erste Tomb Raider war eine Sensation. Das Zweite eine würdige Fortsetzung. Bis bis Legend eher schwach. Aber seit Legend hat mich wieder das Fieber gepackt.
Wenn und Underworld macht sogar vieles noch besser.
Wer diese Art von Spielen nicht mag, sollte seine überzogen negative Meinung nicht Kund tun. 80% das ist Okay, ich hätte allerdings 85% vergeben (Haarspalterei? ^^).
zu 4p: das ist einfach populistischer Schwachsinn
Das Motorradfahren im Mexiko-Level macht durchaus großen Spaß, wenn man sich mal ein bisschen Mühe gibt. Hier meckert man doch sonst immer über zu einfache Games, jetzt wirds mal schwieriger, ist auch nicht recht.
Die Kämpfe sind auch nicht langweilig, wenn man sich mal traut, Laras Repertoire auszuschöpfen. Dass Lara dabei unglaublich garziös aussieht, ist dem Rezensenten scheinbar auch nicht aufgefallen. Es wird zwar erwähnt, dass die Grafik ganz nett ist, aber ich finde, die Grafik ist einfach nur atemberaubend, wunderschön. Nichts ist hier lieblos zusammengeschustert, es ist liebevoll und einfach nur grandios durchdacht. Lara ist unglaublich hübsch, und zum ersten Mal hat man das Gefühl, dass sie zum Leben erwacht ist.
Wenn man durch Büsche läuft, streckt Lara ihre Hände aus und schiebt sie beiseite, sodass sie noch kurz nach der Berührung hin und her wackeln. Die Tempel sind überwältigend, man fühlt sich wirklich, als würde man selbst eine Dschungel-Expedition unternehmen. Die Musik kann sich nicht nur hören lassen, sie ist wunderschön und passt perfekt.
Man sollte ein Tomb Raider nicht nach Maßstäben bewerten, die sich an irgendwelchen Ballerspielen oder Grafikwundern bemessen, sondern man sollte es als das bewerten, was es ist: Ein Action-Adventure, das Spaß machen soll, kurzweilige Unterhaltung und schöne Momente bieten soll, ein 15 Jahre altes Phänomen, das stetig besser wurde, dann etwas absackte und sich nun selbst übertroffen hat. Tomb Raider: Underworld ist das beste Tomb Raider, das es je gegeben hat. Punkt.
allerdings halte ich das ganz für ziemlich ausgelutscht mittlerweile, so bis 3 wars ja noch ok, danach wurds einfach langweilig..
technisch ist Underworld ok, story ist naja typisch halt, nichts weltbewegendes, aber auch nichts schlechtes
ich würd mal ne 70% vergeben, damit lieg ich auch gut über dem überkritschen 4P test, und dem wie immer schön geschriebenen PCG test
in sachen wertungsvorgabe müsste "wunschwertung" stehen, nicht "vorschrift"