Tomb Raider: Underworld - Das Action-Adventure im PC Games-Test
Das allerdings steuert sich viel zu nervös und Sie sind die gesamte Zeit über damit beschäftigt, anzufahren, wenige Meter später abzusteigen, einen Schatz oder Rätselgegenstand aufzuheben, wieder loszufahren, einen Schatz zu finden, anzuhalten und so weiter. Das erhöht die Spielzeit ohne Frage, nervt aber auf Dauer etwas. Vom gleichen Schlag ist so manches Rätsel: Crystal Dynamics wollte es den Spielern scheinbar nicht zu schwer machen, den Abspannvon Underworld zu erreichen. Als seltene Lichtblicke in den vielen Schalterrätseln streuen die Entwickler Physikspielereien ein.
Einige Schauplätze liegen unter Wasser. Dort warten gefräßige Haie auf Sie, die angreifen, wenn Sie ihnen zu nahe kommen. Auf Dauer sind es aber unrealistisch viele.
So schieben Sie zum Beispiel einmal eine riesige Kiste unter eine Wippe, damit die nicht mehr nach unten nachgibt, oder wickeln das Seil Ihres Enterhakens um einen Stein, um ihn dann mit einem Ruck von seiner Plattform zu ziehen, sodass er den Weg freigibt. Viele der Denkaufgaben bestehen jedoch nur aus Variationen einer Herausforderung, sodass Sie - wenn Sie das erste Rätsel durchblickt haben - die folgenden im Handumdrehen lösen, um etwa ein Tor zu öffnen oder einen Mechanismus in Gang zu setzen. Das mag für Anfänger von Vorteil sein, Tomb Raider- Kenner kommen so aber locker durch Underworld, ohne ihre Gehirnwindungen zu sehr verbiegen zu müssen.
Herausfordernder fällt dagegen der Kern des Spiels aus: die Kletterei. Die Levels haben die Entwickler so entworfen, dass es selten auf den ersten Blick ersichtlich ist, wie und wo es weitergeht. Wer deshalb einmal nicht weiterkommt, darf auf ein praktisches Hilfesystem zurückgreifen. Dank der neuen Sonarkarte erkunden Sie den Raum, in dem Lara gerade steht, und entdecken so auch versteckte Durchgänge.
Ein Allheilmittel verabreicht Ihnen Underworld damit nicht, es hilft nur, gelegentlich zu erkennen, was Sie als Nächstes erklimmen sollten. Die vielfältigeren Manöver von Lara gestalten die Kraxelei zudem flexibler und dynamischer als bisher. Sie turnt am Reck, hangelt sich an Vorsprüngen entlang, balanciert auf Pfosten und übt sich neuerdings sogar im Freeclimben. Ähnlich wie Altair in Assassin's Creed bewegt sich Lara an dafür vorgesehenen Stellen wie von selbst und sucht sich stets den nächsten greifbaren Stein. Ganz so frei wie erhofft fällt das zwar nicht aus, denn meist gibt es doch nur einen oder vielleicht mal zwei Wege an die Spitze, aber das Geklettere fügt sich nahtlos in die Akrobatikfähigkeiten von Frau Croft ein.

PCGames Bewertung fällt recht subjektiv aus, genauso wie von Aurora.
Ich habe Underworld nun angespielt und die ersten Level und Rätsel hinter mich gebracht. Ich muss sagen: Respekt vor dem was geleistet wurde. Jedoch finde auch ich, dass die Kamera durchaus Benutzerfreundlicher agiren könnte. Tomb Raider ist nunmal ein Action-Adventure. Das Verhält sich so ähnlich wie mit Indiana Jones Filme. Entweder steht man auf eine teilweise abgedrehte Story mit einem Hauch von Schießereien und Bum-Bum, oder man tut es nicht. Das erste Tomb Raider war eine Sensation. Das Zweite eine würdige Fortsetzung. Bis bis Legend eher schwach. Aber seit Legend hat mich wieder das Fieber gepackt.
Wenn und Underworld macht sogar vieles noch besser.
Wer diese Art von Spielen nicht mag, sollte seine überzogen negative Meinung nicht Kund tun. 80% das ist Okay, ich hätte allerdings 85% vergeben (Haarspalterei? ^^).
zu 4p: das ist einfach populistischer Schwachsinn
Das Motorradfahren im Mexiko-Level macht durchaus großen Spaß, wenn man sich mal ein bisschen Mühe gibt. Hier meckert man doch sonst immer über zu einfache Games, jetzt wirds mal schwieriger, ist auch nicht recht.
Die Kämpfe sind auch nicht langweilig, wenn man sich mal traut, Laras Repertoire auszuschöpfen. Dass Lara dabei unglaublich garziös aussieht, ist dem Rezensenten scheinbar auch nicht aufgefallen. Es wird zwar erwähnt, dass die Grafik ganz nett ist, aber ich finde, die Grafik ist einfach nur atemberaubend, wunderschön. Nichts ist hier lieblos zusammengeschustert, es ist liebevoll und einfach nur grandios durchdacht. Lara ist unglaublich hübsch, und zum ersten Mal hat man das Gefühl, dass sie zum Leben erwacht ist.
Wenn man durch Büsche läuft, streckt Lara ihre Hände aus und schiebt sie beiseite, sodass sie noch kurz nach der Berührung hin und her wackeln. Die Tempel sind überwältigend, man fühlt sich wirklich, als würde man selbst eine Dschungel-Expedition unternehmen. Die Musik kann sich nicht nur hören lassen, sie ist wunderschön und passt perfekt.
Man sollte ein Tomb Raider nicht nach Maßstäben bewerten, die sich an irgendwelchen Ballerspielen oder Grafikwundern bemessen, sondern man sollte es als das bewerten, was es ist: Ein Action-Adventure, das Spaß machen soll, kurzweilige Unterhaltung und schöne Momente bieten soll, ein 15 Jahre altes Phänomen, das stetig besser wurde, dann etwas absackte und sich nun selbst übertroffen hat. Tomb Raider: Underworld ist das beste Tomb Raider, das es je gegeben hat. Punkt.
allerdings halte ich das ganz für ziemlich ausgelutscht mittlerweile, so bis 3 wars ja noch ok, danach wurds einfach langweilig..
technisch ist Underworld ok, story ist naja typisch halt, nichts weltbewegendes, aber auch nichts schlechtes
ich würd mal ne 70% vergeben, damit lieg ich auch gut über dem überkritschen 4P test, und dem wie immer schön geschriebenen PCG test
in sachen wertungsvorgabe müsste "wunschwertung" stehen, nicht "vorschrift"