Taktik-Shooter at its best: Splinter Cell ist die neue Genre-Referenz

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Test Justin Stolzenberg Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Schau her: Die Luftwaffe sorgt für reichlich Hektik bei den bösen Jungs; das kommt Sam gerade recht: Die abgelenkten Patrouillen auszuschalten, sollte kein Problem sein. Schau her: Die Luftwaffe sorgt für reichlich Hektik bei den bösen Jungs; das kommt Sam gerade recht: Die abgelenkten Patrouillen auszuschalten, sollte kein Problem sein. Ebenfalls höchst motivierend: Die Aktionen sind derart atemberaubend animiert, dass man sich manchmal nur um der Optik willen beispielsweise ein paar Mal abrollt oder aus mehreren Metern Höhe springt und versucht, lautlos zu landen. An den Animationen kann man sich gerade während der ersten paar Spielstunden gar nicht satt sehen; Sam hangelt, klettert, springt, rennt, schleicht, prügelt und lugt so glaubwürdig, flüssig und anmutig wie keiner seiner Konkurrenten, egal ob Meisterdieb Garrett oder und Nr. 47 aus Hitman 2. Das gilt größtenteils auch für Wachen und Zivilisten. Lediglich deren Routenführung sieht man aufgrund zu häufiger abrupter Richtungswechsel die geskriptete Vorlage an. Die Story wird vorbildlich durch Zwischensequenzen vor und nach jeder Mission erzählt, dank häufig eingestreuter Wendungen (Entführung der Tochter, Ausrüstungsexperte Wilkes angeschossen) gestaltet sie sich äußerst spannend. Mehr dazu erfahren Sie im Extra-Kasten "Die Cutscenes".

In dieser Form noch in keinem anderen Spiel zu sehen gewesen sind die von Ubi Soft "Soft Bodies" getauften Effekte: Um Vorhänge, Seile oder Lampenkabel weicher und realistischer darstellen zu können, wurden sie mit einer Kollisionsabfrage versehen, so dass sie flexibel auf Berührungen reagieren, also einer Person oder einem Objekt (Dosen, Kugeln etc.) nachgeben. Die Folge sind Leuchten, die bei Beschuss pendeln, und Vorhänge, die sich je nach Wucht der Berührung mehr oder minder ausbeulen, um danach langsam wieder in ihre ursprüngliche Position zurückzufallen. Lediglich die Beschaffenheit der Stoffe wirkt etwas unnatürlich: Alle halb durchsichtigen Behänge, egal ob aus Stoff oder Plastik, glänzen übertrieben stark. Nichtsdestotrotz ist die Grafik schlichtweg fantastisch und einer der wesentlichen Spannungsfaktoren, denn durch die Kombination statischer Lichtquellen und dynamischer Beleuchtung der Charaktere wirkt die Spielewelt sehr plastisch und man fühlt sich in die Umgebung integriert: Fast jede Lampe lässt sich zerschießen und gegnerische Patrouillen kann man anhand ihres Schattens schon um die Ecke erahnen.

Im Gegensatz zur Konsolenfassung dürfen PC-Agenten jederzeit speichern. Auf dem niedrigen Schwierigkeitsgrad ist das nachvollziehbar, aber zumindest im höchsten wäre ein Speichersystem mit festgelegten Speicher-Punkten (auf der Xbox etwa alle zehn Minuten) angebrachter gewesen, denn im Moment wird man auf "Hard" nicht ausreichend für Fehler bestraft, weshalb sich beide Modi kaum unterscheiden. Auch die Steuerung ist genau auf den PC zugeschnitten; zum Beispiel wird die Laufgeschwindigkeit per Mausrad geregelt. Sämtliche Moves sind präzise einsetzbar und im übersichtlichen Inventar findet man auf Anhieb den passenden Gegenstand. Eine kurze Eingewöhnungsphase ist zugegebenermaßen erforderlich, da die Third-Person-Kamera frei um die Spielfigur rotierbar ist. Die Kameraführung sorgt leider oft für Unübersichtlichkeit, wenn Sie von einer erhöhten Position (besonders hangelnd oder auf einer Leiter) nach unten schauen - dann verdeckt nämlich Sams Körper nahezu das gesamte Bild.

Trotz der oben angesprochenen Schönheitsfehler bei Kameraführung und Spieldesign (Speicherfunktion) macht Splinter Cell einen ausnehmend durchdachten Eindruck. Hitman 2 ist in Sachen Atmosphäre und Abwechslungsreichtum keine Konkurrenz, das fast drei Jahre alte Dark Project 2 ist zwar ähnlich spannend, aber technisch völlig veraltet. Deshalb lautet die Devise für Action- und Schleich-Shooter-Interessierte: Kaufen!

Wertung zu Tom Clancy's Splinter Cell (PC)

Wertung:

9.0 /10

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    • Kommentare (31)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Batze Mitglied
        12 Jahre alten Thread wieder rauskramen, das gibt es hier auch nicht oft.:-D:-B
      • Von Batze Mitglied
        12 Jahre alten Thread wieder rauskramen, das gibt es hier auch nicht oft.:-D:-B
      • Von PiaGuenni NPC
        Ich liebe das Spiel, leider hat es wenig Level und ich hab es schon 3x durchgespielt.
      • Von SplinterCellSpieler NPC
        Ich hab eine Frage: Ich hab mir Splinter Cell gekauft und dazu gleich ne neue Grafikkarte (Geforce4 MX440SE). Laut Hersteller müsste Splinter Cell mit dieser Grakka gehen ("Geforce4-Serie). Spielen kann ichs eigentlich auch aber nie länger als 5 Minuten dann bleibt er entweder hängen oder geht zum Desktop zurück. Kann mir bei dem Problem jemand helfen oder muss ich mir noch mal ne neue Grakka kaufen?

        Danke im Voraus!

        Ps.: Mein Computer
        Liteon DVD Laufwerk
        1000 Mhz
        256 MBRam
        20 GB-Festplatte
        Geforce4 MX440SE

        Helft mir ich will dieses Wahnsinnsspiel endlich mal ohne Abstürze o.ä. spielen können
      • Von orkmork Mitglied
        mir ging es wie leland: anfängliche begeisterung, aber nachdem ich fertig war und einen direktvergleich mit mgs 2 durchgeführt habe, muss ich auch zweiterem den vorzug geben.
        was mich aber am allermeisten stört, ist der kantenglättungsbug. besonders eine solch detaillierte grafik profitiert ungemein vom fsaa (auch mit nur 2x sieht es um welten besser aus), aber die lichter und viele texturen spielen dann völlig verrückt. diesen bug sollte man wirklich schleunigst beheben!
        edit: das mit den "ich kann mich nicht bewegen" hilferufen ist aber wirklich ausgeprochen köstlich... :) diese leute sollten lieber bei pong bleiben. :P
      • Von MartinSlaver Anfänger/in
        Obwohl bei mir noch C & C Generals und Unreal 2 ansteht zum durchzocken, ist jetzt seit diesen wahnsinns Game nur noch - Splinter Cell am Start.

        Ich glaub ich komm garnicht mehr weg von diesen Spiel. Spiel bis in die Nacht rein und wenn es dann Dunkel wird, Schleich ich mich ganz leise in die Küche rein - zum Objekt Kühlschrank.

        "Haaaa.... verdammt, wer hat das Licht angemacht?....."
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