Witcher 3: Die PC-Fassung im Nachtest (Update!)
The Witcher 3: Wild Hunt im Test! Riesige Spielwelt, starke Story, 100 Stunden Quests, Top-Grafik und spannende Entscheidungen.
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Witcher 3: Nachtest der PC-Fassung
Mittlerweile haben wir auch die PC-Fassung auf mehreren Rechnern (inklusive neuem Nvidia-Treiber) viele Stunden spielen können. Unsere Kollegen von PC Games Hardware haben die Technik außerdem in massenhaft Specials und Videos durchleuchtet. Und natürlich füllen sich die Foren mit ersten Eindrücken und Erfahrungsberichten.
Quelle: PC Games
Dank Nvidia Hairworks wirken Geralts Haare plus Bart noch detailreicher. Der Effekt kostet allerdings viel Leistung. (Bild: PC)
Machen wir's kurz: Wer The Witcher 3 in seiner schönsten und besten Form erleben will, muss zur PC-Fassung greifen. Die läuft auf guten Rechnern nämlich nicht nur deutlich schneller als die Konsolenversionen, sondern kommt auch mit kürzeren Ladezeiten aus - das sorgt für deutlich besseren Spielfluss. Darüber hinaus ist die PC-Fassung auch sichtbar hübscher: Höhere Weitsicht, schärfere Texturen, schöneres Wasser, mehr Umgebungsdetails, detailreichere Vegetation und natürlich höhere Auflösungen jenseits der 1080p lassen all jene Spielerherzen höher schlagen, die ihre Grafikkarte mal wieder an die Schmerzgrenze treiben wollen. Darüber hinaus bietet die PC-Fassung auch schönere Haar- und Felldarstellung dank Nvidia Hairworks - das kostet zwar massig Leistung, schaut aber auch tatsächlich sehr hübsch aus.
Tipp: Zahlreiche Benchmarks zu The Witcher 3 findet ihr in diesem Hardware-Artikel.
Witcher 3: Die Downgrade-Debatte - ist das noch berechtigter Ärger?
Dass das Spiel im direkten Vergleich nicht exakt so aussieht wie in manchen früheren Werbe-Trailern, lässt sich nicht bestreiten. Ebensowenig, dass es trotzdem brillant aussieht. Mehr zum Thema und unsere Meinungen dazu lest ihr in Kürze in einem eigenen Kolumnenspecial, das wir euch dann an dieser Stelle verlinken.
Quelle: PC Games
Sauschön! Vor allem auf schnellen PCs überzeugt die hohe Vegetationsdichte. (Bild: PC)
Witcher 3: Bugs in der PC-Fassung (Version 1.02)
Auf unseren Testrechnern zeigte sich der Witcher für ein Open-World-Rollenspiel erfreulich stabil und robust, Abstürze hatten wir beispielsweise keine zu verzeichnen. Hier und da sind uns aber NPCs aufgefallen, die erst auf kurze Distanz plötzlich in der Spielwelt erschienen - dieses "Aufploppen" von Charakteren trat bereits in der PS4-Fassung auf und geht auf Kosten der Atmosphäre, allerdings scheint es in der PC-Version deutlich seltener aufzutreten. Einige Spieler berichten derzeit über Abstürze und Soundbugs - auch wenn es dafür schon einige Notlösungen gibt, sollte CD Projekt hier mit einem Patch nachbessern.
Witcher 3: Die Maus und Tastatursteuerung - auf Augenhöhe mit dem Gamepad?
Quelle: PC Games
Wer mag, kann auch am PC jederzeit ein Gamepad nutzen. Gut umgesetzt! (Bild: PC)
Prima gelöst: Grundsätzlich könnt ihr jederzeit zwischen Maus- und Tastursteuerung oder Gamepad-Eingaben wechseln, sogar die Bildschirmsymbole werden übergangslos ersetzt. Mit Maus und Tastatur spielt sich Witcher 3 unserer Ansicht nach ebenfalls sehr gut, allerdings ist die Einarbeitungszeit höher: Zum Spielen sind nämlich nicht nur viele Tasten nötig, einige sind auch gleich mehrfach belegt. Für einen schweren Angriff genügt am Gamepad ein einfacher Tastendruck - am PC müsst ihr dazu erst die Umschaltetaste (Shift) gedrückt halten und dann linksklicken. Mit Ausweichbewegungen, Seitwärtsrollen, zwei Slots für Tränken und Nahrung, leichten und schweren Angriffen, fünf verschiedenen Zaubern, Kontern sowie Bomben und Armbrüsten ist die Kampfsteuerung gut gefüllt - wer alles effektiv nutzen will, muss sich darum etwas einarbeiten. Nach einer Weile ging uns aber auch die Maus-Tastatur-Methode gut von der Hand, obwohl wir unterm Strich lieber mit dem Gamepad gespielt haben. Immerhin, die Menüs sind per Maus besser bedienbar.
Ärgerlich dagegen: Manche Tasten lassen sich nicht umbelegen. Wer zum Beispiel lieber die Karte mit der F-Taste oder den Charakterbogen mit der C-Taste öffnen will, kann diese Einstellung nicht ändern. Immerhin gibt's aber die Möglichkeit, in der Datei input.settings.ini eigene Anpassungen vorzunehmen. Das ist zwar umständlich, aber besser als nichts und meist in wenigen Minuten erledigt. Aber Vorsicht: Falls ihr hier etwas verändern wollt, legt euch vorher eine Sicherungskopie der Datei an!
Manche Steuerungsschwächen bleiben leider auch auf dem PC erhalten: In allen Fassungen dreht sich Geralt etwas träge, das macht es öfters mal mühsam, ihn durch enge Gänge zu lenken oder ihn direkt vor einem Hotspot zu platzieren. Außerdem ist das Springen und Klettern immer noch sehr hakelig und ungenau - hin und wieder scheitert der Held sogar daran, über einen kleinen Zaun zu springen. Da fühlt man sich dann manchmal reichlich blöde. So wie die hier.
Video: Grafikvergleich der PC-Fassung - Minimale vs. maximale Details
Witcher 3: So funktioniert der Spielstand-Import auf PC + Savegame-Archiv
Nur auf dem PC habt ihr die Möglichkeit, einen Spielstand aus The Witcher 2 zu importieren.
Quelle: PC Games
Die Maus-Tastatursteuerung wirkt anfangs etwas überladen, vor allem in Kämpfen. (Bild: PC)
Wer keinen Spielstand mehr hat, kann alternativ auch zu Beginn "Spielstand aus The Witcher 2 simulieren" auswählen. In dem Fall kommt nach ein paar Stunden (am Ende des Prologs) ein längerer Dialog, in dem ihr fünf wichtige Entscheidungen aus The Witcher 2 nachträglich festlegen könnt. Grundsätzlich prima. Aber: Wer einen echten Spielstand importiert, überträgt damit noch zusätzliche Details! Beispielsweise trägt Geralt dann in The Witcher 3 ein Tattoo, das er sich im zweiten Teil während einer Sauftour stechen ließ. Auf Nachfrage verrieten uns die Entwickler, dass mehr als fünf solcher Details in The Witcher 3 übertragen werden, wenn man den Spielstand-Import nutzt.
Unschön ist dagegen der eigentliche Prozess der Spielstand-Übertragung: The Witcher 3 liestet nämlich einfach nur eure alten Savegames auf, ohne genaue Infos zu liefern, etwa ob es sich um einen durchgespielten Spielstand handelt und welche Entscheidungen ihr darin getroffen habt. Hier wären Details nützlich gewesen, damit man nicht versehentlich die falsche Datei importiert.
Tipp: Habt ihr euer altes Savegame von The Witcher 2 verloren? Dann könnt ihr euch zum Beispiel hier einen Spielstand besorgen. Ein fleißiger Spieler hat dort jede Menge Speicherdaten zusammengetragen, die ihr frei benutzen könnt.
Meinungen
Bildergalerie
- Seite 1 The Witcher 3 im Test: Überragendes Finale der Geralt-Saga
- Seite 2 The Witcher 3 im Test: Üppige Story, trotz kleiner Durchhänger
- Seite 3 The Witcher 3 im Test: Riesige, stimmige Welt
- Seite 4 The Witcher 3 im Test: So funktioniert das Leveln
- Seite 5 The Witcher 3 im Test: Technik-Check der PS4-Version (Update!)
- Seite 6 Witcher 3: Die PC-Fassung im Nachtest (Update!)

Das liegt vor allem an Spielwelt, Charakteren und Quests, die interressant, glaubwürdig und fesselnd sind. Solltet ihr nichts davon liegen lassen (wie einige Vorredner)!
Auch die Grafik sieht super aus und läuft trotzdem wie geschmiert.
Selbst im listenförmigen Craftingsystem habe ich einige Stunden verbracht.
Und von Gwint kann ich auch nicht die Finger lassen.
Der Test und die Wertung sind also nachvollziehbar.
Spielt auch die beiden Erweiterungen, die sind genauso gut!
Außerdem ist der Kerl bissl zu alt für die Schule. :D
Vor allem die viele Nebenquests hervorragend mit der Hauptstory verknüpft sind und vor allem sich auch auf das Ende auswirken.