The Witcher 3 im Test: Üppige Story, trotz kleiner Durchhänger
The Witcher 3: Wild Hunt im Test! Riesige Spielwelt, starke Story, 100 Stunden Quests, Top-Grafik und spannende Entscheidungen.
Witcher 3: Wie der Vater, so die Tochter
Die Story gibt sich ebenso finster wie erwachsen: Das Nilfgaarder Imperium ist unter der Herrschaft von Emhyr var Emreis in den Nördlichen Königreichen einmarschiert und hat weite Teile des Landes erobert. Geralt kümmert das allerdings nicht die Bohne, er will zunächst nur eins: Seine große Liebe Yennefer vor den geisterhaften Reitern retten, die als die Wilde Jagd bekannt sind.
Schnell rückt jedoch eine andere Figur ins verdiente Rampenlicht: Ciri, Geralts Adoptivtochter, die mit mächtigen Gaben gesegnet ist und jahrelang in einer anderen Dimension verschwunden war. Die Roman-Fans wird's freuen: In ausgesuchten Rückblenden dürfen wir Ciri sogar selbst spielen! Anfangs noch recht zerbrechlich, mutiert die charismatische Frau im Spielverlauf zur Action-Überheldin, die mit ihrem Teleporter-Angriff lässig ganze Gegnergruppen auf einen Schlag zersäbelt. Papa wäre stolz!
In diesem Artikel
- Seite 1 The Witcher 3 im Test: Überragendes Finale der Geralt-Saga
- Seite 2 The Witcher 3 im Test: Üppige Story, trotz kleiner Durchhänger
- Seite 3 The Witcher 3 im Test: Riesige, stimmige Welt
- Seite 4 The Witcher 3 im Test: So funktioniert das Leveln
- Seite 5 The Witcher 3 im Test: Technik-Check der PS4-Version (Update!)
- Seite 6 Witcher 3: Die PC-Fassung im Nachtest (Update!)
- Seite 7 Bildergalerie
Witcher 3: Das wird Folgen haben!
Die vollgepackte Story ist schön abwechslungsreich: Ihr werden uralte Elfen-Ruinen erkunden, Eisriesen jagen, Königen zum Aufstieg verhelfen (oder sie zu Fall bringen!), Greifen erlegen, Untote beschwören, Verbrechen aufklären, Schlachten schlagen, Maskenbälle besuchen, zum Meeresgrund tauchen, auf Theaterbühnen stehen und dazwischen vielleicht die ein oder andere Zauberin vernaschen.
Kurz: Das ist The Witcher in Bestform! Viele Quests und Entscheidungen bewegen sich wieder in moralisch spannenden Grauzonen, simple schwarz-weiß-Färberei gibt es nicht. Geralts Handlungen haben außerdem häufig Auswirkungen, die sich oft erst nach vielen Spielstunden zeigen.
Spätestens bei der Quest rund um den Blutigen Baron, dem wir im ersten Drittel der Geschichte begegnen, blieb uns die Spucke weg: Allein wie CD Projekts Autoren es schaffen, aus einem fetten Säufer, der nebenbei seine Frau zu schlagen pflegt, einen Charakter mit Tiefgang und Würde zu formen, verdient bereits höchsten Respekt. Doch wer sich entschließt, dem Baron trotz seiner vielen Fehler unter die Arme zu greifen, wird nicht nur beklemmende Szenen erleben, die man nicht mehr so schnell vergisst, sondern muss auch mit weitreichenden Konsequenzen rechnen -auch gut gemeinte Entscheidungen können ein böses Ende nehmen, und das gilt natürlich auch umgekehrt!
Die Hauptstory mündet in drei grundverschiedenen Endsequenzen, die durch sich allerlei Details noch weiter unterscheiden können. Welchen Epilog man sieht, wird von mehreren Entscheidungen beeinflusst, die sich durch's ganze Spiel ziehen (und die wir natürlich nicht verraten!). Und wer nach The Witcher 2 ein schwaches letztes Spieldrittel befürchtet, darf beruhigt sein: Zwei der drei möglichen Endsequenzen haben wir selbst erlebt, sie sind gut gemacht, gefühlvoll und vor allem: befriedigend.
Quelle: PC Games / Play4
Wenn wir das Igni-Zeichen ausbauen, können wir es wie einen Flammenwerfer einsetzen.
Witcher 3: Trotz Durchhängern ein tolles Erlebnis
Quelle: PC Games / Play4
Mit seinen Hexersinnen hebt Geralt wichtige Details in der Umgebung hervor.
Allerdings ist die Story nicht fehlerfrei: Besonders in der ersten Spielhälfte mutiert The Witcher 3 auch mal zur arg ausgedehnten Schnitzeljagd, wenn Geralt stundenlang nach bestimmten Charakteren sucht, dabei von einer Quest in die nächste stolpert und man so das Gefühl hat, nicht so recht vorwärts zu kommen - das bremst das Erzähltempo. Mehr denn je übernimmt Geralt wieder die Rolle eines Fantasy-Detektivs, der mittels seiner geschärften Hexersinne Tatorte und Leichen untersuchen, Spuren in der Umwelt erkennen und selbst Gerüchen problemlos folgen kann - diese Hexersinne sind eigentlich ein cooles Feature, das aber im Spielverlauf einfach zu oft Verwendung findet und manchen Quests dadurch den Anstrich von Spielzeitstreckung verpasst.
Aber: Auf klassische Botengänge oder Töte-zehn-Wölfe-Quests verzichten die Designer ebenso und sorgen stattdessen dafür, dass selbst harmlose Nebenaufgaben kleine, interessante Geschichten mit glaubhaften Charakteren erzählen. Ebenso toll: Manche Nebenquests sind eng mit der Hauptgeschichte verzahnt und wirken sich ebenfalls auf das Ende und auf das Schicksal wichtiger Figuren aus - wer wissen will, wie es mit alten Bekannten wie Triss, Rittersporn, Zoltan, Radovid, Philippa oder Letho weitergeht, sollte ihre Questreihen auf keinen Fall verpassen. Lohnt sich!
Gameplay-Video: Fantastische Tag- und Nachtwechsel im Zeitraffer
- Seite 1 The Witcher 3 im Test: Überragendes Finale der Geralt-Saga
- Seite 2 The Witcher 3 im Test: Üppige Story, trotz kleiner Durchhänger
- Seite 3 The Witcher 3 im Test: Riesige, stimmige Welt
- Seite 4 The Witcher 3 im Test: So funktioniert das Leveln
- Seite 5 The Witcher 3 im Test: Technik-Check der PS4-Version (Update!)
- Seite 6 Witcher 3: Die PC-Fassung im Nachtest (Update!)

Das liegt vor allem an Spielwelt, Charakteren und Quests, die interressant, glaubwürdig und fesselnd sind. Solltet ihr nichts davon liegen lassen (wie einige Vorredner)!
Auch die Grafik sieht super aus und läuft trotzdem wie geschmiert.
Selbst im listenförmigen Craftingsystem habe ich einige Stunden verbracht.
Und von Gwint kann ich auch nicht die Finger lassen.
Der Test und die Wertung sind also nachvollziehbar.
Spielt auch die beiden Erweiterungen, die sind genauso gut!
Außerdem ist der Kerl bissl zu alt für die Schule. :D
Vor allem die viele Nebenquests hervorragend mit der Hauptstory verknüpft sind und vor allem sich auch auf das Ende auswirken.