The Outer Worlds 2 im Test: Lohnenswerte Erkundung und spielerische Freiheit

16
Test Matthias Dammes - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
The Outer Worlds 2 im Test: Lohnenswerte Erkundung und spielerische Freiheit
Quelle: PC Games

Im Test von The Outer Worlds 2 nehmen wir die Erkundung, die spielerische Freiheit und die Begleiter unter die Lupe.

Lohnenswerte Erkundung

Auf dem Weg dahin führt uns das Spiel durch eine vielfältige Spielwelt. Wir bereisen vier große Planeten sowie eine Handvoll kleinerer Schauplätze. Gerade die vier Hauptschauplätze mit ihren im Vergleich zum Vorgänger deutlich größeren Karten bieten jede Menge Abwechslung.

So sind wir zu Beginn auf Eden mit seinen tropischen Landschaften noch in recht vertrauten Landschaften unterwegs. Danach begeistert uns aber Dorado mit seinen außergewöhnlichen Kristallformationen, die nachts in bunten Farben leuchten und ein besonders beeindruckendes Bild abgeben.

Trotz der größeren Karten wirken die Spielgebiete jedoch nicht leer und langweilig. Überall gibt es etwas zu entdecken. Es lohnt sich häufig, sich auch im letzten Winkel noch umzuschauen, weil man interessante Gegenstände oder tolle Details entdecken kann. Neben dem üblichen Loot wie Nahrungsmitteln, Munition und Handwerksmaterialien hat uns auch ein Sammelgegenstand zum Erkunden animiert.

Im ganzen Spiel sind Wurfball- und Pitchball-Karten versteckt. Die dienen jedoch nicht nur dazu, einen Sammlertrieb zu befriedigen, sondern bringen jeweils auch kleine passive Boni mit. Ein Prozent mehr Schaden, kritische Chance oder fünf zusätzliche Lebenspunkte klingen erstmal nach nicht viel. Aber je mehr Karten wir sammeln, umso mehr summieren sich diese Boni. Ein sehr lohnenswerter Anreiz zur ausgiebigen Erkundung der Spielwelt.

Beim gründlichen Umschauen finden wir immer wieder Sammelkarten mit Pitchball- und Tossball-Spielern. Die geben uns sogar kleine passive Boni auf Charakterwerte. Sammeln lohnt sich also. Quelle: PC Games Beim gründlichen Umschauen finden wir immer wieder Sammelkarten mit Pitchball- und Tossball-Spielern. Die geben uns sogar kleine passive Boni auf Charakterwerte. Sammeln lohnt sich also.

Es gibt immer einen Weg

Natürlich ziehen wir nicht nur ziellos durch die Landschaft, sondern erledigen dabei auch diverse Quests. Häufig stolpern wir auch beim Erkunden über solche Aufgaben. Die große Stärke des Spiels ist dabei, dass es für nahezu alle Probleme verschiedene Lösungsansätze zur Verfügung stellt. Fehlt uns für einen Weg ein bestimmter Skill, gibt es eigentlich immer auch mindestens eine Alternative.

So stellt das Spiel sicher, dass es egal ist, wie wir unseren Helden entwickeln, Quests lassen sich immer irgendwie lösen. Wir kommen vielleicht nicht immer in alle verschlossenen Türen, Computer oder Behälter. Dadurch entgehen uns unter Umständen auch questrelevante Gegenstände oder Informationen. Gelöst werden können die Missionen trotzdem immer irgendwie. Nur eben möglicherweise nicht mit dem gewünschten Ergebnis.

Leider haben wir nicht den richtigen Skill, um einen Questgegenstand aus diesem Safe zu klauen. Zum Glück können wir den Roboter rechts hacken und ihn überreden, uns das Item zu geben. Quelle: PC Games Leider haben wir nicht den richtigen Skill, um einen Questgegenstand aus diesem Safe zu klauen. Zum Glück können wir den Roboter rechts hacken und ihn überreden, uns das Item zu geben. Das Spiel nimmt uns entsprechend auch nicht ständig an die Hand. Zwar zeigt uns meistens ein Questmarker den Weg, der führt uns aber nur grob in das richtige Gebiet. Was wir dort dann genau zu tun haben, gilt es in der Regel, selbst zu erkunden.

Sehr gut hat uns auch die Verzahnung von Storymissionen und Nebenquests gefallen. Es lohnt sich in The Outer Worlds 2 in jedem Fall, die Nebenaufgaben nicht links liegen zu lassen. Häufig gibt es direkte oder indirekte Verbindungen zwischen den jeweiligen Ereignissen. So könnten Informationen, die wir bei einer zunächst unscheinbaren Nebenquest erhalten haben, später auf dem Hauptpfad noch nützlich sein.

Der Roboter Valerie und Niles sind unsere ersten Gefährten. Der Crew schließen sich im Spielverlauf noch vier weitere Begleiter an. Quelle: PC Games Der Roboter Valerie und Niles sind unsere ersten Gefährten. Der Crew schließen sich im Spielverlauf noch vier weitere Begleiter an.

Sieben Freunde sollt ihr sein

Dabei immer an unserer Seite: bis zu zwei Begleiter. Wie schon im Vorgänger scharen wir im Spielverlauf auf unserem Raumschiff eine Crew von interessanten Charakteren um uns. Bis zu sechs Gefährten können wir in unsere Mannschaft aufnehmen. Von Anfang an dabei sind unser Erd-Direktorat-Kollege Niles und der hilfreiche Heil-Roboter Valerie.

Die weiteren Begleiter können im Rahmen verschiedener Quests dazustoßen, wenn wir das denn wollen. Jeder Gefährte verfügt über seine eigenen Charaktereigenschaften, Ziele und Fähigkeiten. So kann Niles die Aufmerksamkeit von Gegnern auf sich ziehen, während Valerie mit einer starken Heilspritze für unser Überleben sorgen kann.

Auch außerhalb der Kämpfe spielen die Begleiter eine Rolle und haben Einfluss auf Gespräche und das Verhalten von NPCs. Jedes Crewmitglied repräsentiert eine der Fraktionen von Arcadia. Haben wir zum Beispiel Inez als Vertreterin von Auntie's Choice dabei und starten ein Gespräch mit jemandem vom Protektorat, führt das unweigerlich zu hitzigen Wortgefechten.

Es eröffnet uns aber auch Möglichkeiten, die wir mit einem anderen Gefährten in der Gruppe vielleicht nicht haben. So können wir im eben skizzierten Szenario Inez auch einfach an das Protektorat ausliefern, um im Gegenzug freien Zugang zu Feindesgebiet zu erlangen. Alternativ eröffnen uns unsere Mitstreiter einfach neue Dialogmöglichkeiten.

Die Dialoge sind ohnehin eines der Herzstücke des Spiels. Auch wenn die Gespräche meist nicht sonderlich aufregend in Szene gesetzt sind, begeistern sie uns mit einer intelligenten Schreibe und genau der richtigen Prise Humor, bei der immer wieder die Fallout-Vergangenheit der Entwickler durchscheint. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr mehr über die Entwicklung des Spielercharakters und das Kampfsystem.

16
  1. Seite 1 Story, Setting, Entscheidungen
  2. Seite 2 Erkundung, Questfreiheit, Begleiter
  3. Seite 3 Charakterentwicklung, Kämpfe, Items
  4. Seite 4 Grafik, Technik, Bugs, Fazit
    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von TheBadWolf Hobby-Spieler/in
        Zitat von Limerick
        Teil 2 ist noch besser! 👍
        Ja, kann ich nach diesem Wochenende bestätigen.
      • Von TheBadWolf Hobby-Spieler/in
        Zitat von Limerick
        Teil 2 ist noch besser! 👍
        Ja, kann ich nach diesem Wochenende bestätigen.
      • Von MisatoKatsuragi Anfänger/in
        es kommen so viele Games raus die 70 Euro kosten, irgendwann muss man sich mit 1-2 teuren Games im Monat zufriedengeben, deswegen failen auch soviele eigentlich große Games momentan, die Leute haben nur X Money im Monat die sie für Games ausgeben können/wollen, Outer worlds 2 wäre interessant für mich gewesen, aber ich warte jetzt einfach bis es nur 30 Euro kostet, Game pass ist auch unten durch bei mir seit die es massiv teurer gemacht haben. Alles selbst verschuldet
      • Von Limerick Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von TheBadWolf
        Werde es heute anspielen. Bin gespannt, Teil 1 war Hammer.
        Teil 2 ist noch besser! 👍
      • Von TheBadWolf Hobby-Spieler/in
        Werde es heute anspielen. Bin gespannt, Teil 1 war Hammer.
      • Von FalloutEffect Hobby-Spieler/in
        Für mich ist TOW2 das meisterwartete Spiel nach KCD2 in diesem Jahr. Ich weiß es gab noch andere wie AC: Shadows oder Jurassic Evolution 3, aber ich fand den ersten TOW-Teil trotz einiger Schwächen schon gutes Rollenspiel. Besonders der Detektiv-DLC Murder on Eriadons fand ich wirklich gut und spaßig. Ich habe das Spiel dann auch zum Vollpreis für 100€ zum Vor-Release geholt und mittlerweile 40 h auf dem Tacho und bin noch nicht durch.

        Generell hat das Spiel deutlich zugelegt. Das merkt man gegenüber dem Vorgänger an. Inhalt, Story, Charaktere, RPG-Mechaniken sind gewohnt auf sehr gutem Niveau. Wobei die Story noch nicht durch ist und ich weiß das Obsidian da gegen Ende immer mal wieder schwächelt. Die Grafik finde ich nicht so berauschend, das war aber (leider) auch noch nie Obsidians große Stärke. Es ist aber auch nichts worauf ich sonderlich viel wert lege, so lange das Spiel einfach Lust macht und das tut TOW2.

        Obsidian hat bisher das abgeliefert was ich mir gewünscht habe. Mal sehen ob die zwei DLCs das Niveau noch etwas anheben können.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk