Test zu Zelda: Link's Awakening - so genial wie früher, aber besser als jemals zuvor
Stolze 26 Jahre nach dem ursprünglichen Release auf dem Game Boy erwacht The Legend of Zelda: Link's Awakening auf der Nintendo Switch zu neuem Leben. Grafisch und technisch generalüberholt, mit allerlei kleinen und großen Neuerungen - aber auch besser als jemals zuvor? Die Antwort geben wir in unserem großen Test zum Spiel - inklusive Testvideo!
Über zu wenig Zelda kann man sich als Switch-Besitzer wirklich nicht beschweren: Nach dem genialen Breath of the Wild zum Launch folgten Hyrule Warriors: Definitive Edition und Cadence of Hyrule: Crypt of the Necrodancer feat. The Legend of Zelda. Und Breath of the Wild 2 zeichnet sich auch schon am Horizont ab! Nach Open-World-Neuerfindungen und spannenden Spin-offs steht nun aber erst einmal eine Rückbesinnung auf alte Qualitäten an: The Legend of Zelda: Link's Awakening (jetzt kaufen 49,85 € ) bringt den Game-Boy-Klassiker von 1993 auf Nintendos Hybridkonsole.
In diesem Artikel
Spielerisch nur im Detail angepasst und hinsichtlich des Komforts verändert, mit massig neuen Sammelgegenständen und vor allem technisch generalüberholt, will das Abenteuer eine neue Generation an Fans für sich gewinnen. Wir können bestätigen: Dieses Vorhaben gelingt dem Spiel ganz ausgezeichnet!
Schiffbruch zu neuen Ufern
Quelle: PC Games
Das hübsche Intro in Anime-Optik stimmt noch vor dem Titelbildschirm gekonnt auf das Insel-Abenteuer ein.
Was damals wie heute innerhalb der Zelda-Serie einzigartig ist, sind die Handlung und Atmosphäre von Link's Awakening. In der verworrenen Zelda-Timeline nach A Link to the Past und den beiden Oracle-Abenteuern angesiedelt, verschlägt es den Helden all dieser Abenteuer - nennen wir ihn der Einfachheit halber Link - nach einem gewitterbedingten Schiffbruch auf hoher See auf das idyllische Eiland Cocolint. Schnell merkt er: Von dort gibt es offenbar kein Entkommen. Die einzige Möglichkeit, die Insel wieder zu verlassen, ist, den am Gipfel des höchsten Berges in einem riesigen Ei schlummernden Windfisch aufzuwecken. Leichter gesagt als getan, denn dafür sind acht magische Instrumente notwendig, die erst aus den Tiefen gefährlicher Dungeons ergattert werden wollen. Und dann ist da noch die Tatsache, dass irgendetwas mit Cocolint nicht zu stimmen scheint ...
Melancholischer Inseltrip
Quelle: PC Games
Die 2D-Abschnitte des Originals sind natürlich wieder mit dabei. Hier trifft man besonders häufig auf Gaststars aus Super Mario.
Auch, wenn sie nicht wahnsinnig komplex ist, so gehört die Handlung von Link's Awakening doch definitiv mit zu den stärksten der gesamten Zelda-Serie. Nicht nur wird auf klassische Elemente wie Hyrule, Ganondorf und sogar Zelda gepfiffen - und dafür eine Handvoll an Figuren und Feinden aus anderen Nintendo-Spielen, allen voran aus Super Mario, als Gaststars eingeführt. Nein, die Erzählung stellt einige sehr interessante Fragen bezüglich dem, was real ist und was nicht und scheut auch vor einigen düsteren Aspekten nicht zurück. Wir wollen trotz des Alters des Original-Abenteuers nicht zu viel verraten, doch hinsichtlich der Atmosphäre und Geschichte bleibt Link's Awakening definitiv auch lange nach dem Abspann noch in Erinnerung. Das gilt damals genauso wie heute, denn hinsichtlich der Erzählung wurde wirklich kaum etwas angepasst. Sogar die Texte sind bis auf kleine Änderungen an Namen für Figuren, Orte und Gegenstände größtenteils dieselben. Das bedeutet gleichzeitig, dass auch der nicht auf brüllendes Gelächter ausgelegte, aber sehr liebevolle Humor von anno dazumal es auf die Nintendo Switch geschafft hat.
Alles wie damals?
Quelle: PC Games
Im Laufe des Abenteuers treffen wir auf allerlei interessante NPCs. Dieser freundlichen Nixe müssen wir auf der Suche nach einem verlorenen Gegenstand helfen.
Und auch sonst ist das Remake verdammt nahe an dem dran, was Kenner der Game-Boy-Version gewohnt sind. Zwar besteht die Spielwelt Cocolint heute nicht mehr aus lauter Einzelbildschirmen, sondern aus nahtlos miteinander verknüpften Arealen. Allerdings ist ihr Aufbau nahezu derselbe wie 1993. Sogar auf Details wie die Position von Grasbüscheln am Boden oder herabgefallenen Kokosnüssen am Strand wurde geachtet! Diese Detailversessenheit zeigt, mit wie viel Liebe die neuen Entwickler an das Projekt herangegangen sind. Spielerisch wurde ebenfalls kaum etwas verändert. Wir landen auf Cocolint, suchen unsere Ausrüstung zusammen und machen uns auf, die acht Dungeons zu finden und zu erobern.
Link's Awakening ist, angesichts seiner Ursprünge kaum verwunderlich, ein Zelda ganz klassischer Machart. Pro Dungeon gibt's also ein Item, das zum Vorankommen unabdingbar ist, Zwischenbosse, Endbosse, Gefechte mit Standardgegnern und allerlei Rätsel. Dazwischen erkunden wir die Oberwelt, versuchen uns an Minispielen und treiben die Handlung voran. Zudem warten auf der Oberwelt unter anderem Sammelgegenstände, Nebenaufgaben und allerlei durchgeknallte NPCs auf uns. Das Schöne, gerade im Vergleich mit anderen Zelda-Abenteuern: Items, die nur für wenige Einsätze im Ursprungs-Dungeon notwendig sind und danach kaum noch gebraucht werden, gibt es nicht. So gut wie jedes unserer Helferlein kommt inner- und außerhalb der Labyrinthe regelmäßig zum Einsatz und fühlt sich somit niemals überflüssig an.
Zudem gehört Link's Awakening bezüglich der Rätsel, des Dungeon-Designs und generell der Gestaltung der Aufgaben trotz des 8-Bit-Ursprungs mit zu den stärksten 2D-Zelda-Ablegern. Daran hat sich auf der Switch nichts geändert. Jeder Tempel sprüht nur so vor kreativen Ideen, die Kopfnüsse sind herausfordernd, ohne unfair zu sein und ein toller Moment jagt den nächsten. Auch die Oberwelt ist viel mehr als nur eine Möglichkeit, um von Punkt A nach Punkt B zu gelangen. Im Grunde funktioniert sie wie eine kompakte Rätselbox, in der wir uns unsere Pfade zu den verschiedenen Arealen erst erarbeiten müssen. Toll!
Neuer Helden-Komfort
Quelle: PC Games
Das rudimentäre Kampfsystem wird niemanden von Hocker reißen, funktioniert aber gut und das Trefferfeedback überzeugt.
Jedenfalls: Wer das Abenteuer ohnehin bereits wie seine Westentasche kennt, wird kein einziges Mal auf dem Schlauch stehen, denn tatsächlich wurde an der Struktur gar nichts verändert. Neu ist jedoch der Bedienkomfort. Anstatt Link mittels Steuerkreuz digital durch die Gegend zu scheuchen, haben wir dank Analogstick nun deutlich mehr Präzision bezüglich unserer Bewegungen. Die Button-Armut aus den Game-Boy-Tagen ist zudem Geschichte. Auf Nintendos grauem Kultklotz standen uns neben Start und Select für Menü und Karte lediglich zwei Knöpfe für sämtliche Aktionen zur Verfügung. Das bedeutete, dass man ständig ins Menü wechseln musste, um zwischen Items hin- und her zu wechseln. Das nervte auf Dauer gewaltig!
Quelle: PC Games
Schild, Schwert und im späteren Spielverlauf Kraftarmband und Pegasusstiefel sind jederzeit ausgerüstet. Das verhindert, dass man wie im Original ständig im Menü Items auswechseln muss.
Auf der Switch ist dieser Faktor Geschichte. Nicht nur sind Schwert und Schild automatisch jederzeit ausgerüstet und wir haben zusätzlich zwei Knöpfe für Items frei; manche der Helferlein wie die Pegasusstiefel, dank derer wir schneller rennen können, sowie das Kraftarmband, das uns schwere Gegenstände aufheben lässt, sind nun auch jederzeit fix ausgerüstet. Dadurch spielt sich das Remake deutlich rascher als früher! Zwar finden wir, dass man auch einen der Schulterknöpfe noch zu einem Itemslot hätte umfunktionieren können; stattdessen agieren beide L- und R-Trigger zur Benutzung von Pegasusstiefeln respektive Schild. Aber auch mit "nur" zwei frei belegbaren Plätzen funktioniert das Item Management ausgesprochen gut.
Markierung of a Hero
Quelle: PC Games
Das Dungeondesign von Link's Awakening ist absolut hervorragend gelungen und gehört mit zum Stärksten aller Tod-down-Zelda-Abenteuer.
Doch damit bei weitem noch nicht genug der sinnvollen Anpassungen. Auch die Map wurde komplett überarbeitet und bildet die Welt nun in deutlich mehr Details ab. Noch besser, können wir nun bis zu dreißig Pins mit verschiedenen Formen setzen, um bei unserer Suche nach Collectibles nicht den Überblick zu verlieren. Weiterhin wurde die Anzahl an Warppunkten auf der Oberwelt, von denen es dereinst nur drei gab, drastisch erhöht. Außerdem geht das Warpen auf der Switch deutlich einfacher vonstatten. Mussten wir auf dem Game Boy noch mühsam sämtliche Punkte hintereinander bereisen, bis wir bei dem landeten, bei dem wir austeigen wollten, können wir unsere Destination nun einfach direkt auf der Karte auswählen.

Das und die Tatsache das Zelda immer wieder gelobt wird, macht es, um so schwieriger zu glauben, dass ich kaum ein Zelda-Spiel angefangen habe, geschweige denn durchgespielt.
Der Vorteil für mich, ich war unvoreingenommen.
Erst Recht wenn man bedenkt, dass es sich um ein Remake handelt.
Die Insel ist nicht besonders gross aber abweschlungsreich. Es gibt Dörfer, Gebirge, Wüsten, Wälder, usw.
Alles sehr schön gemacht und mit Liebe zum Detail. (stückweise lebendig, mit Tieren, Kinder die Spielen, usw.)
Da viele Reviews über das Spiel gibt, werde ich mich konzentrieren auf das was mir nicht ganz gepasst hast.
Wegen die Kamerastellung, ist oft schwierig zu sehen wo man hin muss oder dem Weg wieder finden.
Die Tatsache dass alle Monster, Pflanzen, usw. wieder da sind, sobald die Sichtbereich verlässt, mach es auch
nicht einfacher.
Was ich schade finde, ist die Tatsache dass die Tasten nicht beliebig belegt werden können. (oder habe ich es übersehen)
Hört sich nach eine Kleinigkeit aus, habe aber öfters im Eifer des Gefechts, die Tasten verwechselt, und damit mich selbst in Schwierigkeiten gebracht und sogar gestorben.
Das Spiel nicht besonders schwierig. (bgesehen von eine der Labyrinthen und die eine oder andere (Zwischen)Boss)
Auch die Schwierigkeitsgrad ist nicht Linear. Ab der Mitte ca. ist ein hoch und runter. (am Anfang geht so wie gewohnt, ab der Mitte ist manchmal schwieriger u/o länger und dann wieder einfache u/o kurzer)
Man hat das Gefühl man wollte das Spiel möglichst schnell fertigstellen. (Wege sind kürzer, Rätsel einfacher, man muss weniger Erkunden, usw.)
Wie, fast, jede Art solche Spiele, ist auch Zelde, leider, nicht wirklich wiederspielbar. (sehr Linear gebaut)
Einzige Möglichkeiten sind alle Geheimnisse, Gegenstände, usw. zu finden. (und das wars auch, und wenn man bedenkt, dass vieles für das Weiterkommen nötig ist, dann bleibt nicht wirklich viel)
Höchstens, für die tollpatschige wie ich, zu versuchen Marin zu "retten". Aber alle die schon mal Zelda gespielt haben und viele tips und tricks kennen, sollte sogar beim erste Lauf gelungen sein.
Was mich aber am meistens gestört hat, und das ist meine persönliche Meinung, da ich ein ehe melancholische und nostaligsche Mensch bin, ist die Tatsache dass die Insel nur ein Traum ist. Und entsprechend "keine" möglichkeit gibt zurückzukehren.
Etas ähnliches habe ich schon mal in andere Spiele erlebt. Keine Frage.
Aber bei diesem Spiel, schliesst man irgendwie alle Bewohner der Insel im Herzen ein. Und deshalb finde ich es traurig dass am Ende alles verschwindet, so zu sagen.
Dass man unter bestimmte Voraussetzungen, Marin "gerettet" werden kann, ist für mich nur ein kleiner Trost.
Wie gesagt, das ist nur meine persönliche Meinung.
Ist es die 60€ wert? Für fans sowieso (ich habe 80€ in der Limited Edition bezahlt und bereue keinen cent), dennoch denke ich, dass Nintendo durchaus nen preis von 50€ veranschlagen hätte können, ohne in Gefahr zu geraten, minus zu machen.
:D