The Last of Us Part 1 ist ein tolles Spiel, aber ein unnötiges Remake!
Auf dem Summer Game Fest 2022 hat Entwickler Naughty Dog The Last of Us Part 1 angekündigt, ein Remake des 2013 erschienen Action-Adventures. Das präsentiert die preisgekrönte Geschichte rund um Joel und Ellie in überarbeiteter Grafik und mit verfeinertem Gameplay. Neben einer PS5-Version ist auch ein PC-Port des ehemaligen Exclusives geplant. Aber brauchen wir die Neuauflage überhaupt? "Nein!", sagt Redakteur David Benke in seiner Kolumne.
Packt die Gasmaske ein und werft die bissfeste Lederjacke über: Es ist wieder an der Zeit, sich in die von Pilz-Zombies verseuchte Welt von The Last of Us zu stürzen! Auf dem Summer Game Fest kündigte Entwickler Naughty Dog offiziell ein Remake des ersten Serienteils an. Ab dem 2. September dürft ihr das preisgekrönte Action-Adventure also auch nochmal auf der Playstation 5 erleben - mit all den lustigen Features, die die Hardware der Current-Gen-Konsole so möglich macht. Die Grafik wurde zum Beispiel fett überarbeitet: Effekte sehen noch schicker aus. Die Gesichtsanimationen haben eine ordentliche Überarbeitung spendiert bekommen. Insgesamt wirkt der Abstecher in die Postapokalypse noch detaillierter, noch realistischer, noch atmosphärischer.
Dazu kommen ein paar zusätzliche technische Spielereien. 3D-Audio, haptisches Feedback und adaptive Trigger des Dualsense-Controllers werden unterstützt. Es gibt noch mehr Optionen in Sachen Barrierefreiheit. Die KI agiert klüger, die Erkundungs- und Kampfsysteme bekommen eine Überarbeitung spendiert und die Steuerung wurde optimiert. Kurzum: Das Ding wurde einmal von Grund auf neu gebaut.
In diesem Artikel
Braucht ein Remaster ein Remake?
Klingt doch eigentlich gar nicht schlecht. Mir stellt sich nur die Frage: Braucht man das überhaupt? Ich verstehe natürlich den Grundgedanken: Man will das Spiel nochmal einer breiteren Masse zugänglich machen - auch dadurch, dass es künftig auch auf dem PC erscheinen soll. Und ja, ich weiß auch, dass The Last of Us (jetzt kaufen 47,41 € / 53,99 € ) eine riesige, passionierte Fan-Gemeinde hat. Die liebt die Charaktere, das Setting, die Story und deren moralische Gratwanderungen.
Aber was hält die denn davon ab, einfach das Original nochmal zu spielen? All diese Qualitäten sind doch nach wie vor da. Und die Grafik des Abenteuers wirkt aus heutiger Sicht auch nicht furchtbar angestaubt. Am PC ist es via PS Now spielbar, und wahlweise hätte dort ein simpler Port auch heute noch zahlreiche Fans zufriedengestellt. Das Spiel ist schließlich nicht schlecht gealtert, sondern auch für aktuelle Standards noch absolut zeitgemäß. Was vielleicht daran liegen könnte, dass das originale The Last of Us noch nicht mal zehn Jahre alt ist und seit seinem ursprünglichen PS3-Release 2013 quasi durchgängig up-to-date gehalten wurde.
2014 wurde der Titel für die PlayStation 4 remastered, inklusive hochaufgelöster Texturen und stabiler Bildrate von 60 FPS. 2019 folgte eine PS4-Pro-Version mit 4K-Support und weiteren Performance-Upgrades. Und erst 2020 haben die Entwickler einen Patch veröffentlicht, der die Ladezeiten massiv reduziert - von anderthalb Minuten zu Spielbeginn auf gerade einmal 14 Sekunden! Da kann mir doch keiner erzählen, dass sich der Titel nicht ganz einfach über die Abwärtskompatibilität der PS5 zocken ließe!
Warum nicht Jak and Daxter?
Okay, das Gameplay lasse ich vielleicht noch als halbwegs validen Kritikpunkt durchgehen. Dem Mix aus Kämpfen, Stealth, Erkunden und Craften fehlt so ein wenig die Tiefe. Da könnten Spielelemente aus Teil 2 - Kriechen, Ausweichen oder Schalldämpfer - für etwas mehr Substanz sorgen. Aber schlecht spielbar ist das Original doch nun beim besten Willen nicht! Ganz im Gegenteil: Mit einer Durchschnittswertung von 95 gilt es noch immer als eines der besten Spiele der letzten Dekade, wenn nicht gar aller Zeiten! Ich habe in den letzten acht Jahren jedenfalls nie jemanden sagen hören: "Wisst ihr, welches Spiel unbedingt mal eine Neuauflage gebrauchen könnte? The Last of Us!"
Stattdessen gäbe es so viele andere, deutlich sinnvollere Kandidaten zur Auswahl: Mit der Jak-and-Daxter-Reihe hätte Entwickler Naughty Dog beispielsweise ein paar alte Klassiker direkt im hauseigenen Portfolio, die auch wirklich mal eine Generalüberholung verdient hätten! Teil 1 namens The Precursor Legacy kam schließlich 2001 für die PS1 auf den Markt.

Pacing der Story ist off
Gewichtung von Story und Kampfgameplay liegt viel zu sehr beim Kampfgameplay. Dieses ist besser als beim ersten Teil, aber für mich ist es bei weitem nicht gut genug um das Spiel so zu tragen, wie es durch die Gewichtung erforderlich wird
der zweite Punkt wiegt umso schwerer, da der Titel zu lang ist. Das Kampfgameplay wurde für mich nervig lange bevor ich durch das Spiel durch war
Die drei Punkte alleine lassen mich den Titel deutlich schwächer einstufen als den Erstling. Nun kommt aber auch für mich etwas anderes hinzu, nämlich dass es für sich ein gutes Spiel ist, aber ein schlechtes Sequel zu TLoU. Das hat auch nichts damit zu tun, dass Joel abserviert wird (auch wenn das mit reinspielt), sondern damit, dass der Tonus insgesamt grundnegativ ist. Das ist per se nicht verwerflich, aber als ein Sequel zu einem eher positiven Spiel (mit bitteren Momenten) halt eher unpassend.
Wie gesagt mag ich das Spiel auch aufgrund dessen, dass man eben nicht mit den Entscheidungen von Ellie einverstanden sein wird, man mit einer möglicherweise verhassten Figur und deren Motiven und Art konfrontiert wird.
Ich finde das Spiel auch so gut, da es gerade für ein AAA-Studio viel Mut erfordert, sowas zu veröffentlichen, anstatt eine weitere Heldengeschichte im Schema F zu veröffentlichen.
Ich hoffe nur, dass sie (bzw., da ist nämlich die Angst größer, der Publisher Sony) sich nicht beirren lassen und Pt3 nach ihren Vorstellungen veröffentlichen.
2. Wie Mathias sagte: das hätte bei Ellie nie den Impact gehabt (ah ja, dann hätte man halt Joel gespielt, also ein komplett anderes Spiel mit komplett anderer Dynamik). Eventuell hätte er dann den Heldentod gefunden, um Ellie, nein, die ganze Welt vor der bösen Abby zu erlösen, die aus purer Boshaftigkeit den armen Tommy gekillt hat, weil Joel ihren Vater... Moment, da war doch was... Danach hätte sich herausgestellt, dass er doch noch lebt (wie die Braut in Uncharted 2) und er und Ellie wären in den Sonnenuntergang geritten. Klingt doch gut, oder?... ODER?!? ?
3. Sprich bitte nicht für alle. Ich war mega zufrieden mit dem, was Naughty Dog da abgeliefert hat, gerade, weil es so fordernd und nicht das xte Heldenklischee verwurstet.
Man darf unzufrieden mit der Entscheidung des Studios sein, hat diese aber zu akzeptieren.
Ne, da gab es ganz unterschiedliche Anstöße, die so weit gingen, dass einige psychotische Wirrköpfe der Synchro-Sprecherin von Abby Morddrohungen schickten.
Auch Teil 1 hatte kein alternatives Ende, da man schlicht die Geschichte von pt 2 schon im Auge hatte. Joel ist der Held und der Held stirbt nicht, wenn dann nur in einer aufgedonnerten, schwülstigen Szene voller Heldenmut und Aufopferung...
Alles Andere wird verteufelt, da man ja aus Filmen weiß, dass die Guten nur so sterben dürfen, aber am besten, sie sterben dann doch nicht, wie in Matrix ?
Pacing der Story ist off
Gewichtung von Story und Kampfgameplay liegt viel zu sehr beim Kampfgameplay. Dieses ist besser als beim ersten Teil, aber für mich ist es bei weitem nicht gut genug um das Spiel so zu tragen, wie es durch die Gewichtung erforderlich wird
der zweite Punkt wiegt umso schwerer, da der Titel zu lang ist. Das Kampfgameplay wurde für mich nervig lange bevor ich durch das Spiel durch war
Die drei Punkte alleine lassen mich den Titel deutlich schwächer einstufen als den Erstling. Nun kommt aber auch für mich etwas anderes hinzu, nämlich dass es für sich ein gutes Spiel ist, aber ein schlechtes Sequel zu TLoU. Das hat auch nichts damit zu tun, dass Joel abserviert wird (auch wenn das mit reinspielt), sondern damit, dass der Tonus insgesamt grundnegativ ist. Das ist per se nicht verwerflich, aber als ein Sequel zu einem eher positiven Spiel (mit bitteren Momenten) halt eher unpassend.
2. Wie Mathias sagte: das hätte bei Ellie nie den Impact gehabt (ah ja, dann hätte man halt Joel gespielt, also ein komplett anderes Spiel mit komplett anderer Dynamik). Eventuell hätte er dann den Heldentod gefunden, um Ellie, nein, die ganze Welt vor der bösen Abby zu erlösen, die aus purer Boshaftigkeit den armen Tommy gekillt hat, weil Joel ihren Vater... Moment, da war doch was... Danach hätte sich herausgestellt, dass er doch noch lebt (wie die Braut in Uncharted 2) und er und Ellie wären in den Sonnenuntergang geritten. Klingt doch gut, oder?... ODER?!? ?
3. Sprich bitte nicht für alle. Ich war mega zufrieden mit dem, was Naughty Dog da abgeliefert hat, gerade, weil es so fordernd und nicht das xte Heldenklischee verwurstet.
Man darf unzufrieden mit der Entscheidung des Studios sein, hat diese aber zu akzeptieren.
Auch Teil 1 hatte kein alternatives Ende, da man schlicht die Geschichte von pt 2 schon im Auge hatte. Joel ist der Held und der Held stirbt nicht, wenn dann nur in einer aufgedonnerten, schwülstigen Szene voller Heldenmut und Aufopferung...
Alles Andere wird verteufelt, da man ja aus Filmen weiß, dass die Guten nur so sterben dürfen, aber am besten, sie sterben dann doch nicht, wie in Matrix ?
Es sind hier und da einzeln betrachtet nur Kleinigkeiten die sich aber am Ende schon irgendwo summieren.