Deutsches Aufbauspiel gespielt: Siedler-Fans können bei The First Explorers hoffen!
Das deutsche Solo-Projekt The First Explorers hat sich unter Siedler-Fans zum großen Hoffnungsträger gemausert. Wir konnten eine sehr frühe Version spielen und die Parallelen zu Siedler 2 bis 4 sind deutlich.
Die Siedler hat ein Identitätsproblem, und das schon seit vielen Jahren. Nach Die Siedler 7 von 2010 hat Ubisoft so einiges probiert, um die Aufbaureihe zu modernisieren. Und hat dabei irgendwie die bestehende Fan-Gemeinde aus den Augen verloren. Das Ende vom Lied: Die Siedler: Neue Allianzen kam sowohl in unserem Test als auch bei der Community gar nicht gut an, hat sich allem Anschein nach auch entsprechend schlecht verkauft und die Marke liegt jetzt in Trümmern.
Fans warten währenddessen weiterhin auf ein neues Siedler, das das Feeling aus den Glanzzeiten von Siedler 2 bis 4 einfängt. Doch was Ubisoft nicht hinbekommt, könnte vielleicht ein deutscher Solo-Entwickler mit seinem Spiel schaffen. Denn genau diese Lücke versucht Sebastian Buchwald mit The First Explorers zu füllen. Wir haben eine sehr frühe Version spielen können und das Potenzial für ein kleines Siedler-Revival ist bereits zu erkennen.
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Schon jetzt Siedler-Feeling
Genauer gesagt haben wir eine Pre-Alpha-Version ausprobiert, die eine Skirmish-Karte mit bis zu drei KI-Gegnern und einen ersten Teil der geplanten Gebäude und Produktionsketten umfasst.
Wie in Die Siedler starten wir die Partie mit einem Hauptgebäude, ein paar Einwohnern und einigen Startrohstoffen. Dann werden erstmal Holzfäller, Sägewerke, Steinmetze und natürlich auch erste Wachhütten gebaut. Denn nur so erweitern wir unseren Einflussradius, der mit Grenzsteinen markiert wird.
Und hier hören die offensichtlichen Parallelen nicht auf. Später müssen wir uns um Wohnhäuser für zusätzliche Leute kümmern, bauen Kupfer ab und verarbeiten das zu Werkzeugen, Münzen und Waffen. Und natürlich müssen wir uns auch um Nahrung kümmern, aktuell mit Beerensammlern, Fischern und Bäckern.
Das Ziel ist dabei dasselbe wie bei den Klassikern - also eine gut versorgte Siedlung aufbauen, um ein schlagkräftiges Militär auf die Beine zu stellen und damit die Gegnergebiete zu erobern. Der Entwickler legt allerdings Wert darauf, mit The First Explorers nicht einfach nur eine Kopie von Sieder 3 und 4 mit neuer Grafik zu machen.
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Keine Fantasy und eigene Ideen
Im Gegensatz zu den Klassikern und auch der anderen Siedler-Alternative Pioneers of Pagonia (hier unser Test) wird The First Explorers keinerlei Fantasy-Elemente enthalten und strebt auch einen realistischeren Look an. Als Setting dient eine europäische Antike mit Römern, Karthagern und Galliern als Völker, wobei in der gespielten Version bisher nur die Römer enthalten sind.
Außerdem funktionieren die Verwaltung der Siedlung und der Nachwuchs auch etwas anders. Wenn wir Wohnhäuser bauen, erhalten wir zwar neue Einwohner, aber nur eine kleine Menge. Weiteren Zuwachs kriegen wir einerseits über den Hafen (und im weiteren Entwicklungsverlauf über ein Karawanengebäude) im Austausch gegen Münzen, und andererseits indem wir die Attraktivität der Siedlung erhöhen. Dafür brauchen wir ausreichend Wohnhäuser in Reichweite einer Taverne. Und idealerweise auch Nahrung höherer Stufe, aber dafür fehlten in unserer Version noch ein paar nötige Gebäude. Denn bessere Nahrung bedeutet mehr neue Träger pro Mahlzeit in der Taverne.
Quelle: PC Games
Richtig oldschool: Wie damals wird beim Werkzeugmacher jeder Hammer und jede Spitzhacke in Auftrag gegeben.
Allerdings wird man auch abwägen müssen, an welchem Punkt der beste Moment ist, um die Siedlung aufzustufen. Zwar schalten wir dann eben die besseren Gebäude frei, aber gleichzeitig erwarten die Leute dann auch mehr Vielfalt in ihren Mahlzeiten. In einem Weiler reicht's schon, wenn man Beeren oder Fische über Marktstände an die Taverne verkauft, um eine einfache Mahlzeit zu kochen. In einem Dorf wollen die Leute zusätzlich aber auch schon Brot.
Im fertigen Spiel soll es außerdem drei Siedlungsstufen geben, die jeweils neue Gebäude freischalten. Um die Siedlungsstufe zu erhöhen, müssen wir jeweils ein einzigartiges Wahrzeichen-Gebäude errichten, von denen drei pro Volk geplant sind.
In der Vorabversion konnten wir lediglich eine Festung errichten, um von einem Weiler zu einem Dorf aufzusteigen. Zusätzlich sollen diese besonderen Gebäude in Zukunft auch besondere Effekte bieten, sodass man sich entscheiden muss, welche man baut. Da man die Siedlung nur zwei Mal aufstufen kann, sind auch nur zwei der drei Wahrzeichen pro Partie möglich. In der aktuellen Version diente die Festung außerdem dazu, Kupfermünzen und Banner zu lagern. Die Münzen erhöhen die Kampfkraft unserer Truppen außerhalb unseres Landes, die Banner dagegen die Kraft daheim. Auf der nächsten Seite gehen wir auf die Kämpfe sowie die Zukunftspläne von The First Explorers ein.
