The Elder Scrolls 5: Skyrim im Test: Das hat uns gefallen - Seite 2

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Skyrim setzt die kultige The Elder Scrolls-Reihe würdevoll fort. - Bild stammt aus der Xbox 360-Version von The Elder Scrolls 5: Skyrim.
Quelle: Bethesda

The Elder Scrolls 5: Skyrim überzeugt in unserem Langzeittest: Mehr als 120 Stunden lang sind wir in Himmelsrand abgetaucht, haben eine gigantische Spielwelt erforscht, Drachen gejagt und zahllose Quests bestanden. Ein riesiges und fesselndes Spiel - das aber eine dramatischere Handlung und spannendere Quests verdient hätte.

Grandios umgesetzte Drachen
Die Drachen sind Bethesda hervorragend gelungen und fügen sich als ständige Bedrohung prima in die Spielerfahrung ein. Die Biester sind wunderbar gestaltet und fein animiert, doch das Beste an ihnen ist ihre Bewegungsfreiheit: Drachen können nämlich überall in der Spielwelt auftauchen, in unserer Spielzeit griffen sie sogar mehrmals Städte und Dörfer an, stets musikalisch von wuchtigen Männerchören untermalt - das sind Momente, die das Herz höher schlagen lassen. Dabei sind die eigentlichen Kämpfe gegen Drachen überraschend simpel und schnell erledigt; meist genügt es schon, das Biest per Fernkampf zur Landung zu zwingen und dann ein wenig mit dem Schwert nachzusetzen, schon gibt es den Geist auf. Die mangelnde Herausforderung ist aber leicht verziehen, einfach weil die Monster so gut inszeniert sind.

Nützliches Handwerk
In Skyrim kann man unter anderem kochen, schmieden, Tränke brauen und Gegenstände verzaubern. Gerade das Schmieden ist sehr nützlich: Mit Erzen, die man zuvor aus Gestein brechen oder aber beim Händler kaufen kann, stellt man neue Waffen und Rüstungen her. Außerdem dürfen geübte Handwerker auch alte Ausrüstung aufwerten - selbst magische Items lassen sich irgendwann verbessern, so dass man liebgewonnene Gegenstände lange Zeit nützlich bleiben. Lediglich Magier können auf das Schmieden verzichten, sind dafür aber mit Alchemie und Verzauberungen gut beraten, so dass man sich auch hiermit eine Weile beschäftigen kann. Prima: Alle Handwerkssysteme sind simpel zu bedienen und kosten nicht viel Zeit, so dass man sie gut nebenbei erledigen kann.

Sobald Gegner mit Zaubern angreifen, wird die Sicht durch die Zaubereffekte teils so deutlich erschwert, dass man für einen Moment lang kaum noch etwas erkennt. - Bild stammt aus der Xbox 360-Version von The Elder Scrolls 5: Skyrim. Quelle: Bethesda Sobald Gegner mit Zaubern angreifen, wird die Sicht durch die Zaubereffekte teils so deutlich erschwert, dass man für einen Moment lang kaum noch etwas erkennt. - Bild stammt aus der Xbox 360-Version von The Elder Scrolls 5: Skyrim. Besseres Balancing
Anders als in Oblivion leveln Gegner in Skyrim nicht mehr stur mit dem Spieler mit. Manche Gegner tun das zwar durchaus, aber längst nicht alle, und auch die nur bis zu einem gewissen Grad. Mit anderen Worten: Das Spiel ist schlechter ausbalanciert als der Vorgänger, und das ist gut so! Denn nun stößt man früher oder später auch mal auf Feinde, die einfach deutlich stärker sind als man selbst - ein entbehrungsreicher Sieg gegen einen solchen Gegner sorgt für ein schönes Erfolgserlebnis. Und wenn ein Widersacher doch mal zu hart ist, kehrt man eben um und sucht sich erst mal eine andere Aufgabe - es gibt ja genug zu tun. Im Umkehrschluss kommt man sich auf höheren Levelstufen gehörig mächtig vor, wenn man lässig ein paar Feinde überwältigt, die Stunden zuvor noch eine ernste Bedrohung waren. Und wem es doch partout zu schwer oder zu leicht ist, der darf jederzeit einen anderen der fünf Schwierigkeitsgrade wählen, selbst mitten im Gefecht.

Ordentliches Dungeon-Design
Die generischen Kerker und Höhlen aus Oblivion sind in Skyrim zum Glück Vergangenheit. Alle Dungeons wurden von Hand designt, und das merkt man auch: Ob Tropfsteinhöhle, Gletscherspalte oder Zwergenruine, die meisten Dungeons gefallen mit schön ausgeleuchteten, stimmungsvollen Umgebungen, in denen sich oft Geheimnisse und verborgene Schätze befinden. Fallen und sogar ein paar kleine Rätseleinlagen sorgen zudem dafür, dass man nicht blind die Gänge hinabflitzt, sondern sich hin und wieder auch mal mit der Umgebung befassen muss. Aber auch wenn die Dungeons ein großer Fortschritt gegenüber Oblivion sind, haben sie doch ein Manko: Auf Dauer fehlt es auch ihnen an Abwechslung, denn wer wirklich viel Zeit in Skyrim verbringen möchte, der muss einfach zu oft in Banditenhöhlen und vor allem Grabkammern hinabsteigen. An diesen Dungeons und ihren ständig wiederkehrenden Gegnertypen hat man sich früher oder später sattgesehen.

Kurze Ladezeiten
Einer von vielen Gründen, warum Skyrim auf dem PC am besten ist: Die Ladezeiten fallen auf halbwegs modernen Rechnern angenehm kurz aus. Besonders beim Erkunden der Städte ist das die reinste Wohltat, denn so kann man zügig zwischen Außengebiet und Innenräumen wechseln, ohne durch zu lange Ladebildschirme aus dem Spielfluss gerissen zu werden. So ist dem Forschungsdrang des Spielers keine Grenze mehr gesetzt.

Fantastischer Soundtrack
Kein Elder Scrolls-Spiel hat jemals so gut geklungen wie Skyrim. Komponist Jeremy Soule (u.a. Prey, Dungeon Siege, Guild Wars, Oblivion) breitet einen hochwertigen, orchestralen Klangeteppich aus, der scheinbar fließend von entspannter Ruhe zu treibenden Chören umzuschalten vermag, je nach Situation. Das Ergebnis ist ein Soundtrack, der das Spielgeschehen dynamisch untermalt und auch selbst nach dutzenden Spielstunden noch für wohlige Fantasy-Stimmung sorgt. Das schmetternde Titelthema, das in abgewandelter Form auch in Drachenkämpfen zum Einsatz kommt, passt wie die Faust aufs Monsterauge - dank der tollen Musik geraten die Zufallskämpfe immer wieder zu einem Erlebnis.

Die 3D-Weltkarte ist anfangs ungewohnt, entpuppt sich aber als nützlich, da man dank ihr auch erstmals die Beschaffenheit der Spielwelt erkennt - so kann man beispielweise eine Route um einen Berg herumplanen, den man auf einer flachen 2D-Karte gar nicht erst erkannt hätte. - Bild stammt aus der Xbox 360-Version von The Elder Scrolls 5: Skyrim. Quelle: Bethesda Die 3D-Weltkarte ist anfangs ungewohnt, entpuppt sich aber als nützlich, da man dank ihr auch erstmals die Beschaffenheit der Spielwelt erkennt - so kann man beispielweise eine Route um einen Berg herumplanen, den man auf einer flachen 2D-Karte gar nicht erst erkannt hätte. - Bild stammt aus der Xbox 360-Version von The Elder Scrolls 5: Skyrim. Weitere positive Details:
· Kartenfunktion: Die 3D-Übersichskarte wie auch die Detailkarten für Innenräume sind gut gelungen. Einblendbare Questmarker und ein Lenk-Zauber helfen dabei, das Ziel zu erreichen - andernfalls würde man sich zu leicht in der Spielwelt verlieren. Klasse: Abgeschlossene Dungeons werden auf der Karte entsprechend markiert, so dass man stets weiß, welche Orte man noch nicht erforscht hat.

· Werwolf und Vampir: Es ist nicht nötig, sich in einen Werwolf oder Vampir verwandeln zu lassen, doch wer diese aus Morrowind und Oblivion beliebten Spielweisen mag, der kann sie in Skyrim erneut aufgreifen. Es ist außerdem möglich, beide Zustände zu heilen, die Entscheidung muss also nicht dauerhaft sein.

· Umfangreicher Charaktereditor: Wie schon in den Vorgängern darf man seinen Charakter in einem umfangreichen Editor detailreich gestalten - unzählige Kombinationen aus Frisuren, Gesichtsformen, Körpergrößen und vielem mehr sind möglich.

· Sinnvolle Kürzungen: Die Fertigkeit 'Akrobatik', aus den Vorgängerspielen bekannt, wurde komplett gestrichen. Das ist gut so - endlich ist der Spieler nicht mehr versucht, sich ständig hüpfend durch die Spielwelt zu bewegen.

· Schön umgesetzte Reittiere: Pferde darf man stehlen oder kaufen, mit ihnen ist man naturgemäß schneller unterwegs. Sie steuern sich prima und sehen gut aus - kein Vergleich zu Oblivion.

· Freies Speichern: In Skyrim darf man jederzeit einen Spielstand anlegen, außerdem gibt es mehrere automatische Speicherstände und eine Schnellspeicherfunktion.

· Uncut: In Skyrim fallen Kämpfe hin und wieder blutig aus, sogar Enthauptungen sind möglich. Trotzdem erscheint das Spiel hierzulande komplett ungeschnitten, so dass auch deutsche Spieler ab 16 Jahren in den Genuss der rauen Atmosphäre kommen.

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    • Kommentare (330)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Bonkic Mitglied
        skyrim wird heute runde 10!
        passend dazu gibts die geschätzt 348ste neuauflage, die anniversary edition.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Enisra Mitglied
        Zitat von PeterBathge
        Och, zum Beispiel ein Drache, mit dem du dir urplötzlich einen epischen Kampf auf Leben und Tod lieferst. irgendwo in der Wildnis, ganz ohne Skript oder Quest. Das ist ohne Frage beeindruckend.
        oder man erkundet eine Zwergenruine und stolpert in ein rießiges Höhlensystem

        Zitat von OField
        Oh ein Drache.Die sind ja so selten in Skyrim. Es gibt kaum coole Dungeons oder so was (hier mal ein Black Reach und vielleicht noch einen anderen und das wars). Aber 100 generische Hügelgräber und Höhlen
        oder Soul Cairn, Eldergleam Sanctuary, das East Empire Warehouse ...
      • Von OField Mitglied
        Oh ein Drache.Die sind ja so selten in Skyrim. Es gibt kaum coole Dungeons oder so was (hier mal ein Black Reach und vielleicht noch einen anderen und das wars). Aber 100 generische Hügelgräber und Höhlen
      • Von Peter Bathge Mitglied
        Zitat von OField
        Was gibt es denn zu entdecken? Einfallslose Quests und Pseudorätsel?
        Och, zum Beispiel ein Drache, mit dem du dir urplötzlich einen epischen Kampf auf Leben und Tod lieferst. irgendwo in der Wildnis, ganz ohne Skript oder Quest. Das ist ohne Frage beeindruckend.
      • Von OField Mitglied
        Was gibt es denn zu entdecken? Einfallslose Quests und Pseudorätsel? Und dass sich in einem Spiel wie die TES Reihe eine super Story und solide Charaktere vorfinden können, hat Enderal bewiesen.
      Direkt zum Diskussionsende
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