Das wohl innovativste Survival-Spiel im Test: The Alters bringt uns an ethische Grenzen und fordert unser Gewissen heraus
Anders als gewöhnliche Survival-Games konfrontiert The Alters seine Spieler mit moralischen Entscheidungen und lässt sie die Konsequenzen spüren und das auf grandiose Art und Weise.
Viel Atmosphäre, doch es fehlt der Feinschliff
Grafisch macht The Alters eine gute Figur. Der karge Planet mit seinen Felsen, Schluchten und Kluften beeindruckt trotz fehlender Vegetation oder Lebewesen. Beim Erkunden des Planeten fiel uns häufiger auf, dass die Animation der Bewegungen unserer Figur verbuggt war und wir über den Boden geglitten sind.
Generell ist die Steuerung des Charakters besonders innerhalb der Basis sehr schwerfällig. Immer wieder bleiben wir an Ecken oder Wänden hängen und ab und zu reagiert der Aufzug nicht auf die Befehle. Das war zwar ärgerlich, hat aber den Spielfluss nicht sonderlich beeinträchtigt.
Allerdings ist bereits im zweiten Akt einer der Alters verschwunden. Nachdem er keinem Arbeitsplatz mehr zugeordnet werden konnte, verschwand er aus der Übersicht, kurz darauf stürzte das Spiel ab. Auch wenn das Problem durch einen Neustart ganz einfach behoben werden konnte, war es dennoch ärgerlich, da die Fortschritte des gespielten Tages nachgeholt werden mussten.
Die Entwickler haben uns allerdings versichert, dass das Spiel bis zum Release weiter optimiert wird und alle Bugs bis zum finalen Release gefixt sein sollen.
So geht Innovation
Insgesamt überrascht The Alters mit einem fordernden Survival-System auf einem unbekannten Planeten und motivierenden Fortschritten beim Ausbau der eigenen Basis. Durch die ungewöhnlich tiefgreifende Geschichte hat uns das Spiel allerdings erst so richtig umgehauen. Nicht nur, dass die verschiedenen Alters in Charakter und Auftreten völlig unterschiedlich sind, jeder von ihnen hat tiefgreifende Emotionen und Motivationen, die Mission am Laufen zu halten.
The Alters schafft es, seine Spieler mit ethischen Fragen über die Bedeutung des Lebens, über Experimente mit menschlicher DNA und über das Thema Klonen zu konfrontieren, ohne dabei die offensive Moralkeule zu schwingen.
Durch die vielen unterschiedlichen Herangehensweisen, Dialogoptionen, Entscheidungen und deren Konsequenzen hat der Titel nicht nur einen hohen Wiederspielwert, sondern könnte sich zum innovativsten Spiel 2025 mausern. Wenn es dem Team von 11 Bit Studios gelingt, auch die letzten Bugs noch auszubügeln, ist ihnen hier ein kleines Meisterwerk gelungen, dessen Handlung ohne Zweifel ihresgleichen sucht.
The Alters erscheint am 13. Juni 2025 auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X und S. Für alle Xbox-Besitzer, die über das Abo verfügen landet das Spiel außerdem ab Day One im Gamepass. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde eine Vorab-Version von 11 Bit Studios gestellt.

Das mag aber auch daher kommen, dass ich mit dem Szenario nie ganz warm geworden bin und es hin und wieder an Immersion fehlt. Manche Konflikte wirken auf mich eher künstlich und so sind bestimmte Dialogoptionen so gewählt, dass man es seinem Alter in gar keinem Fall recht machen kann und man erst im Nachgang solche Konflikte Stück für Stück aufarbeitet.
Das ist alles im allem kein schlechtes Spiel, aber gerade die hier hervor gehobene Stärke, die moralische Konflikte mit den alter Egos auszufechten waren zumindest in der Demo noch nicht gut umgesetzt, genauso wie die Art und Weise, wie diese geschaffen werden. Man muss sich schon merklich fragen - das geht quasi immer, aber vom Planeten runter kommt man auf gar keinen Fall so fern es die Firma nicht anders will? Hmm ....
Vielleicht ist es jammern auf hohen Niveau, aber ich werde das früher oder später sicher auch noch spielen :)