TMNT Shredder's Revenge im Test: Besser als Pizza!

10
Test Christian Dörre Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
TMNT Shredder's Revenge im Test: Besser als Pizza!
Quelle: PC Games

Lange, lange ist es her, dass es ein richtig gutes Spiel zu den Turtles gab, doch nun erscheint mit TMNT: Shredder's Revenge ein Retro-Brawler der Extraklasse. Wir haben uns mehrmals und mit verschiedenen Koop-Partnern durch das Abenteuer der Kampfkröten geprügelt und verraten euch in diesem Test, warum wir immer noch nicht genug von dem Spiel haben.

Auf dieser Seite

  1. 1 Immer auf der Lauer

Doch nicht nur die unterschiedlichen Skills der Kämpferriege sorgen für Abwechslung, auch die Präsentation ist umwerfend. Jeder Charakter verfügt über eigene, auf ihn zugeschnittene Animationen. Michelangelo ist zum Beispiel der albernste der Turtles. Casey Jones hingegen wechselt je nach Attacke die Schläger und schlüpft für einen aufgeladenen Angriff sogar kurzzeitig in ein Golf-Outfit. Shredder's Revenge ist so liebevoll umgesetzt, dass man sich an dem Spiel nicht so schnell satt sieht.

Zudem gibt es jede Menge verschiedener Attacken, mit denen wir dem Foot Clan einheizen dürfen. Neben normalen Angriffen gibt es verschiedene Sprungattacken, Rutsch- und Laufangriffe sowie einen Aufwärtsschlag für fliegende Gegner. Besonders ungewöhnlich für einen Brawler ist dabei die Möglichkeit, auszuweichen. Per Tastendruck vollführen wir einen Salto nach links oder nach rechts. Damit entgehen wir jedoch nicht nur feindlichen Angriffen, wir können das Ausweichen auch selbst mit Attacken, ja sogar mit Special Moves kombinieren. Zusätzlich können wir im Koop sogar Team-Angriffe mit unserem Partner ausführen. Durch diese ganzen Optionen bietet Shredder's Revenge mehr Tiefe und Abwechslung als die meisten anderen Sidescroll-Prügler.
Ab und an wird es im Koop extrem unübersichtlich und chaotisch. Quelle: PC Games Ab und an wird es im Koop extrem unübersichtlich und chaotisch.
Das gilt auch für das Gegner-Repertoire. In jedem der 16 Level gesellen sich neue Feinde zur Schurkenriege hinzu. Begegnen wir anfangs noch hauptsächlich Normalo-Fußsoldaten, treffen wir bald schon auf Schwertschwinger, Fieslinge mit Schilden, Wurfsternen oder Morgensternen. Dazu kommen dann noch einige Bösewichte, die nichts mit dem Foot-Clan zu tun haben. Reicht es bei den anfänglichen Gegnern noch, einfach auf die Angriffstaste zu hämmern, braucht man für spätere Feinde eine bestimmte Taktik. Einige Fieslinge lassen sich nur mit einem aufgeladenen Schlag umhauen, während andere nur von hinten angegriffen werden können. Das ist an sich nicht sonderlich schwierig und relativ zügig zu durchschauen, wenn aber jede Menge unterschiedlicher Gegner auf dem Bildschirm sind und wir zwischen verschiedenen Angriffsmustern hin und her wechseln müssen, ist das durchaus fordernd und motivierend.

Verliert man sich doch mal im Gemenge, kann man aber eben auch eine Spezialattacke nutzen. Wer fleißig Backpfeifen verteilt, füllt nämlich die Special-Leiste. Allerdings können wir in ruhigeren Momenten auch eine Spott-Geste ausführen. Gelingt diese, ist die Leiste auf einen Schlag voll. Gerade im Arcade-Modus, wo man nur einen einzigen Special-Move speichern kann, ist diese Möglichkeit manchmal ein echter Lebensretter. Auch bei den klasse umgesetzten Bossfights, ist es natürlich von Vorteil, Special-Moves im Gepäck zu haben.

Die Bosse verfügen allesamt über eigene Angriffstechniken und sind zumeist nur in kurzen Phasen des Kampfes verwundbar. Allgemein lässt sich aber sagen, dass alle drei Schwierigkeitsgrade fair und ordentlich ausbalanciert sind. Shredder's Revenge ist an manchen Stellen durchaus fordernd, aber niemals so frustrierend schwer wie einige Brawler aus den 90ern. Überhaupt haben sich Tribute Games einige Dinge einfallen lassen, um das klassische Klopper-Gameplay in die Moderne zu bringen.
Die Levels sind allesamt abwechslungsreich und toll gestaltet, Hinzu kommt noch geniale, antreibende Musik. Quelle: PC Games Die Levels sind allesamt abwechslungsreich und toll gestaltet, Hinzu kommt noch geniale, antreibende Musik.

Immer auf der Lauer

Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder's Revenge mag ein Retro-Brawler sein, doch die Entwickler haben sich einige Komfortfunktionen überlegt und auch die Power der heutigen Hardware zunutze gemacht, um das Genre in die Gegenwart zu holen. Der Titel erinnert optisch an ein Spiel aus den 90ern und bringt auch das klassische Brawler-Gefühl gut rüber, aber der Spielfluss ist viel besser als früher. Die Figuren bewegen sich schneller, es sind mehr Feinde auf dem Bildschirm, Aktionen müssen nicht auf den Pixel genau ausgeführt werden, es gibt mehr Effekte und weggeschleuderte Gegner fliegen nicht mehr aus dem Bildschirm, sondern prallen vom Rand ab. Wir müssen also nicht erst warten, bis ein Bösewicht wieder zurück ins Bild kommt, sondern bleiben ständig im Flow.

Weiter geht's auf Seite 5!

10
    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Mr. J Anwärter/in
        Hab das Spiel damals auch sehr gemocht. Mal schauen ob ich mir das irgendwann gönne.
        Bock auf Brawler habe ich momentan eher nicht
      • Von Mr. J Anwärter/in
        Hab das Spiel damals auch sehr gemocht. Mal schauen ob ich mir das irgendwann gönne.
        Bock auf Brawler habe ich momentan eher nicht
      • Von ElvisMozart Hobby-Spieler/in
        Ich feiere den Look, gerade weil es wie der Vorgänger aussieht. :)
        Hab das Spiel damals geliebt
      • Von Spruso Hobby-Spieler/in
        Sieht sehr spassig aus. Aber ich hätte mir den Originalsoundtrack von Frank Zander gewünscht. Hach, da werden Erinnerungen wach :)
      • Von Gemar Mitglied
        Zitat von zMike
        Sieht spaßig aus. Schade dass es nicht den Grafikstyle von Ducktales Remastered oder Double Dragon Neon hat. Das Pixelige stört mich, wie bei River City Girls, irgendwie ein wenig. Wird gekauft, danke für den ausführlichen Test.
        Ich finde nicht, dass man jeden Pixel Look über einen Kamm scheren kann.
        Hier bei TMNT passt der Look super. Ich würde auch gerne sehen wie es in High-Res ausschauen würde, aber dadurch verändert sich unweigerlich der Look und ich denke das wurde hier bewusst vermieden.

        Denn bei den von Dir angesprochenen Titeln kann man sehen, wie es schief gehen kann.
        Duck Tales hat gezeichnete Charaktäre, was gut aussieht, aber der Hintergrund ist einfaches 3D und macht das Spiel dann doch wieder weniger ansehnlich.
        Bei Double Dragon Neon ist wohl einfach nur das Design misslungen. Aber auch von der Steuerung her ist es nicht schön.
        River City Girls hingegen ist etwas flächiger von den Farben und das steht dem Spiel recht gut, trotz großer Pixel.

        Auch mir kommt der Pixel Look öfters etwas übertrieben vor. Es gibt aber leider nur wenige gute Beispiele für hochauflösende Sprite basierte Spiele. Denn das kann schnell billig wirken. Den Aufwand dafür darf man nicht unterschätzen. Der Pixel Look kann einem viel Arbeit abnehmen und schneller zu einem zufriedenstellenden Ergebis führen. ;)
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Bin kein Brawler-, dafür ein riesengroßer Turtles-Anhänger. Ein SEHR schöner Test, der (ohnehin geplante) Kauf ist damit safe. :)
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk