The Elder Scrolls Online: High Isle im Test - So gut gefällt uns das neue Kapitel
Wir haben ausgiebig das neue Kapitel High Isle von The Elder Scrolls Online gespielt, uns in Ruhmesgeschichten-Duelle gestürzt, mit den beiden neuen Gefährten Abenteuer erlebt und erfolgreich die Verschwörung eines geheimen Ritterordens aufgedeckt. In unserem Test verraten wir euch, ob sich der Trip nach Hochinsel und zur Gefängnisinsel Amenos lohnt.
TESO: High Isle im Test
Nachdem wir uns in den letzten Jahren mit fiesen Daedra-Fürsten, blutrünstigen Vampiren und mächtigen Drachen angelegt haben, treten die Zenimax-Entwickler mit der diesjährigen Geschichte "Vermächtnis der Bretonen" ein wenig auf die Bremse. Es geht um die Bretonen, ihre Feudalgesellschaft und um politische Intrigen. Und den ersten Höhepunkt der Geschichte können wir dank des Kapitels High Isle auf PC, Mac und Stadia seit dem 02. Juni 2022 erleben. Konsolen-Spieler müssen sich bis zum 21. Juni 2022 gedulden, dann erscheint High Isle auch auf Playstation und Xbox.
Wir konnten die neuen Inhalte von High Isle mittlerweile ausgiebig spielen, uns in mehrere Ruhmesgeschichten-Duelle stürzen, mit den beiden neuen Gefährten durchs Land ziehen und erfolgreich die Verschwörung eines geheimen Ritterordens aufdecken. In unserem Test verraten wir euch, ob sich der Trip nach Hochinsel und zur Gefängnisinsel Amenos ähnlich lohnt wie die Nostalgiereisen der letzten Jahre nach Vvardenfell, Himmelsrand und in den Dunkelforst.
High Isle im Test: Die Welt der Bretonen
Mit High Isle nutzen die Zenimax-Entwickler die Gelegenheit, um euch in zwei Gebiete von Tamriel zu locken, die ihr in der langen Geschichte von Elder Scrolls bislang nicht betreten durftet. Konkret besteht das Systren-Archipel, das westlich des großen Kontinents liegt, aus mehreren Inseln. Wichtig sind für das neue Abenteuer aber vor allem die namensgebende Hochinsel sowie das Gefängniseiland Amenos, die in Kombination etwa so groß ausfallen wie die Areale der vorherigen Kapitel.
Thematisch könnten die beiden Regionen kaum gegensätzlicher sein. Auf Hochinsel reihen sich majestätische Burgen an saftige Wiesen, strahlende Sonnenblumenfelder und idyllische Wasserfälle. Hier lässt es sich der bretonische Adel gut gehen, hier könnt ihr mehr über die Hintergründe und Wurzeln der Ritterkultur der Bretonen erfahren. Die überall aus dem Boden brechenden Vulkanschlote, die hiesigen Piraten und die Angriffe vom Orden der Emporstrebenden verhindern jedoch, dass ihr in der Idylle Urlaub machen könnt.
Auf Amenos erwartet euch hingegen ein dichter Wald, voller Kreaturen, die euch ans Leder wollen. Auf der Insel landen vor allem politische Gefangene, unbequeme Dissidenten und Kriminelle, die dem Hochinsel-Adel auf die Füße getreten sind. Einzig ein kleiner Posten wird von echten Wachen kontrolliert. Wer durch die Tore in die Wildnis geschickt wird, ist im Freiluftknast auf sich allein gestellt. Hier werden Erinnerungen an den Action-Klassiker "Die Klapperschlange" von 1981 wach.
High Isle im Test: Toll erzählte Geschichten ...
Wie bereits erwähnt, steht in High Isle eine Verschwörung im Vordergrund der Hauptgeschichte, die vom Orden der Emporstrebenden ausgeht. Offenbar geht es den vermummten Angreifern darum, die Friedensgespräche zwischen den drei Bündnissen von Tamriel zu torpedieren, damit der Konflikt neu auflodert, wovon wiederum der Orden profitieren würde.
Da der Anführer des Ordens sein Gesicht stets hinter einem Ritterhelm versteckt, erwartet euch zum einen Detektivarbeit: Wer verbirgt sich hinter dem Emporstrebenden Fürsten? Zum anderen müsst ihr die Fraktionsführer finden, die an den Friedensgesprächen teilnehmen sollten. Die sind nach einem Schiffsunglück nämlich verschwunden.
Mehr als diese Ausgangslage wollen wir euch von der Story gar nicht verraten. Nur so viel: Freut euch auf oft toll geschriebene und vertonte Dialoge, auf interessante neue Figuren und auf ein Wiedersehen mit diversen Charakteren, die ihr aus vergangenen Abenteuern bereits kennen könntet - all das gilt übrigens auch für die diversen Neben-Quests, die euch in Kombination mit der Hauptgeschichte sicherlich wieder 20 bis 25 Stunden blendend unterhalten werden.
Quelle: buffed
TESO: High Isle im Test - Geschichten und Dialoge der Quests sind oft toll. Spielerisch reißen die Aufträge jedoch keine Bäume aus.
Quelle: buffed
TESO: High Isle im Test - Beim Kampf gegen den Orden der Emporstrebenden sind wir Feuer und Flamme.
High Isle im Test: ... altbekannter Gameplay-Loop
Ein wenig schade ist jedoch, dass die zahlreichen Quests fast ausschließlich dank der involvierten Charaktere und Dialoge im Gedächtnis bleiben. Einzig der finale Kampf der Hauptgeschichte bildet die Ausnahme. Ansonsten erwartet euch abseits der Gespräche mit NPCs und dem einen oder anderen schön inszenierten Ingame-Skript-Event ein Mix aus 08/15-Kämpfen, die zu keinem Zeitpunkt eine Herausforderung darstellen (dank den Gefährten sogar noch weniger als es noch vor Jahren der Fall war, aber das kennt ihr sicherlich schon aus Blackwood), und 08/15-Interaktionen mit Gegenständen in der Spielwelt.
Gameplay-Highlights wie der Fallen-Dungeon mit den Stibbon-Dublikaten aus dem letzten Jahr gibt es genauso wenig wie Rätsel, bei denen man etwas falsch machen kann. Was das angeht, bieten vergangene Kapitel und das Hauptspiel (teils deutlich) mehr spielerische Abwechslung bei den Quests. Auch Entscheidungen dürft ihr innerhalb von Quests kaum noch treffen. Dabei war auch das immer ein netter Aspekt von TESO (jetzt kaufen ): Im Kleinen das Schicksal von Tamriel-Bewohnern zu beeinflussen.

Ansonsten gute Zusammenfassung und auch die kritischen Anmerkungen kann ich bestätigen. Aber all die Kritik wird allein durch Funke vergessen gemacht, für mich die bisher beste und unterhaltsamste Begleiterin mit ihren Kommentaren. :)