Elder Scrolls Online Test: Abwechslungsreiche Quests
Wir haben die Vorbesteller-Version des PC-Online-Rollenspiels Elder Scrolls Online ausführlich angespielt und liefern euch noch vor dem offiziellen Start erste Eindrücke aus dem fertigen Spiel. Im ersten Teil unseres Elder Scrolls Online-Tests erfahrt ihr alles über den Einstieg ins Spiel und was ESO mit Skyrim oder Daggerfall zu tun hat. Update: Teil 2 des Test-Artikel ist online!
Die Schatzinsel
Nachdem wir den Regenten von Dolchsturz vor fiesen Assassinen gerettet hatten, gab es für unsere kleine Level-3-Zauberin in der Metropole nichts mehr zu tun. Zumindest nichts, was ihrem Fähigkeitslevel entsprach. Die einzigen verfügbaren Aufträge kamen von den Gilden im Spiel und erforderten einen Charakter, der zumindest Stufe 6 erreicht hat. Und so reisten wir mit dem Schiff auf die Quest-Insel Stros M'Kai. Um die Story voranzutreiben, halfen wir einer Piratenkapitänin dabei, ihre auf der Insel verstreute Mannschaft für einen Beutezug zusammenzutrommeln. Stros M'kai war mit seinen Palmen und Sandstränden nicht nur optisch eine hübsche Abwechslung zum etwas sterilen Dolchsturz.
Auch der Erforschungsaspekt von The Elder Scrolls Online kam hier deutlich stärker zum Tragen. Unser Highlight ist eine Schnitzeljagd, bei der wir Hinweisen auf einem Pergament nachgingen, um einen vergrabenen Schatz zu finden. Ausnahmsweise konnten wir uns dabei nicht auf die Kompassleiste am oberen Bildrand verlassen, die sonst zuverlässig den Weg zu Missionszielen oder Questgebern wies. Eine Mini-Map, wie man sie aus anderen Online-Rollenspielen (z.B. WoW) kennt, fehlt in TESO, man vermisst sie aber auch nicht.
Allgemein ist die Benutzeroberfläche in The Elder Scrolls Online sehr spartanisch gehalten: Oben die angesprochene Kompassleiste, oben rechts die aktive Quest und unten links der Chat, den ihr übrigens gleich nach dem Spielstart anpassen solltet. Weil Bethesda bei TESO die "Ein Megaserver für ganz Europa"-Strategie verfolgt, wird man im Chat geradezu mit englischen und französischen Meldungen und Anfragen zugeballert. Sehr minimalistisch fallen auch die Anzeigen zu Lebensenergie, Ausdauer und Magicka aus. Auch hier könnt ihr Anpassungen vornehmen, um euch noch mehr Details zu euren Gegner anzeigen zu lassen.
Abwechslungsreiche Quests
Quelle: PC Games
Keine große Herausforderung: diesen Weltboss auf der Quest-Insel Betnikh besiegen wir ohne fremde Hilfe und erhalten dafür einen wertvollen, blauen Stab!
Zurück nach Stros M'kai: Praktisch alle Quests dort waren in die Story eigenbunden und unterschieden sich damit deutlich vom üblichen "Töte 20 Kultisten und bring mir ihre Zungen"-Prinzip, mit dem euch viele andere Online-Rollenspiele nerven. Wer zum Beispiel alle relevanten Mannschaftsmitglieder für die Piratin findet und sie überzeugt, beim Beutezug mitzumachen, der hat bei der Ausführung des Diebstahls die Option, ohne Kampf zum Ziel zu kommen. Auf Stros M'Kai gelang es uns auch, das Geheimnis der erste Schatzkarte zu lüften. Damit ist nicht die oben beschriebene Schnitzeljagd gemeint, sondern tatsächliche Schatzkarten, die ihr von erledigten NPCs erbeuten oder in Kisten findet könnt. Diese zeigen eine bestimmte, grob gezeichnete Stelle in einem Gebiet, wo ein Schatz vergraben ist. Weitere Hinweise, abgehen von der Zeichnung gibt es nicht. Als Belohnung erhaltet ihr stets brauchbare Ausrüstung von etwas höherer Qualität. TESO-Vorbesteller dürfen sich aber ein ganzes Set exklusiver Schatzkarten freuen, die "normale" Spieler nicht bekommen.
Nachdem wir wirklich alle Quests auf Stros M'Kai erledigt hatten und uns immer noch nicht bereit für das hochlevelige Umland von Dolchsturz fühlten, reisten wir auf die nächste Quest-Eiland weiter. Die felsige Orkinsel Betnikh unterschied sich vom Setting her komplett von karibisch angehauchten Stros M'kai und erinnerte uns am ehesten noch an Irland oder Schottland. In Sachen Quests drehte sich hier alles um einen Konflikt zwischen dem Blutdorn-Kult, dem wir auch schon in Dolchsturz begegnet waren und den auf Betnikh lebenden Orks. Und auch wenn die Quests abwechslungsreicher als auf Stros M'kai ausfielen, hatten wir hier etwas weniger Spaß. Das lag auch daran, dass die Quests teilweise aufeinander aufbauten, ohne dass dies in irgendeiner Form erkenntlich gewesen wäre.
Quelle: PC Games
Ein Großteil der Gebiete in TESO sind herrlich stimmungsvoll umgesetzt. .
Besonders ärgerlich: wenn man einen Auftraggeber, der für das Fortschreiten der Story wichtig ist, einfach mal übersieht und dann ohne Sinn und Ziel immer wieder dasselbe Gebiet abreitet. Oder wenn eine Quest einfach nicht weitergeht, obwohl man alle Voraussetzungen dafür erfüllt hat. Derartige Fehler waren aber in unserem bisherigen Spielverlauf sehr selten. Auch das Phasing im Rahmen Quests hat problemlos funktioniert. Falls ihr den Begriff nicht kennt: Phasing bedeutet, dass derselbe Ort an unterschiedlichen Punkten in einer Quest oder im Verlauf der Story anders aussehen kann. Wenn sich mehrere Spieler an einer Stelle tummeln, die für euch leer erscheint, kann es gut sein, dass sich dort im weiteren Verlauf der Geschichte ein Quest-NPC befindet, den ihr aufgrund eures Spielfortschritts noch nicht sehen könnt. Allgemein verliefen die ersten Spielstunden (auch nach dem offiziellen Start am 4. April) erfreulich bugfrei, bis auf einen mehrfach auftretenden Fehler, der beim Lesen von herumliegenden Büchern gelegentlich auftrat und uns zu einem erneuten Einloggen ins Spiel zwang.

Beschreibung lesen. müsst dabeistehn alles. normal nicht. wenns zu billig wird, könnte es auch dubios sein. informier dich vorher über den Shop, wenn Erstbestellung. achte auf die sprache.