Steam Machine selbst bauen? SteamOS jetzt offiziell für Desktop-PCs verfügbar
Valve veröffentlicht SteamOS in Version 3.8.10 für Desktop-PCs. Lohnt sich da der Eigenbau einer Steam Machine?
Valve hat zum Start der Steam Machine sein auf Linux basierendes Betriebssystem SteamOS jetzt in der stabilen Version 3.8 für alle Desktop-PCs freigegeben. Damit könnt ihr eure reguläre Computer-Hardware in eine eigene Spielkonsole Marke Steam Machine verwandeln. Bisher war das Betriebssystem nur für das Steam Deck optimiert und man musste auf Alternativen wie Bazzite oder CachyOS ausweichen.
Zur Version 3.8.10 gehört eine erweiterte Kompatibilität mit verschiedenen AMD- und Intel-CPUs. Fummeleien mit der Wiederherstellungs-ISO-Datei für das Steam Deck gehören damit der Vergangenheit an. Ist jetzt also die beste Zeit, um sich seine eigene Steam Machine zu bauen? Valve nennt euch den Download-Link und die notwendigen Installationsschritte hier.
Auf der FAQ-Seite zur Steam Machine schreibt Valve auf die Frage, welche anderen Möglichkeiten man habe, falls es mit der Bestellung des Spielwürfels nicht klappt:
Dank der Offenheit der PC-Plattform gibt es zahlreiche Geräteoptionen, mit denen Sie Spiele nativ ausführen oder auf Ihren Fernseher streamen können... Wir arbeiten natürlich kontinuierlich daran, SteamOS auf mehr Hardware als nur unserer eigenen nutzbar zu machen. Mit dem neu erschienenen SteamOS 3.8 können Sie denselben Code und dasselbe Betriebssystem der Steam Machine auf Ihrem eigenen Wohnzimmer-PC mit beliebigen PC-Komponenten ausführen.
Welche typischen Probleme gibt es beim Eigenbau einer Steam Machine mit SteamOS 3.8.10?
Problem Nummer 1: Der Preis beim Eigenbau
Ein Preis deutlich unter 1.000 Euro ist aufgrund der aktuellen Hardwarepreise beim Eigenbau nicht wirklich realisierbar. Auf Reddit meint Nutzer Specialist-Sun-5968 nach einem Blick auf eine mögliche Komponentenliste von Gamers Nexus für 979 US-Dollar: "Bringt mich dazu, doch über den Kauf der Steam Machine nachzudenken. All die Arbeit, nur um 70 US-Dollar zu sparen".
Problem Nummer 2: Keine Unterstützung von Dual-Boot
Die Installation von SteamOS 3.8 setzt voraus, dass ihr eure Festplatte vollständig löscht. Ein Dual-Boot-Betrieb mit Microsoft Windows ist derzeit nicht vorgesehen. Ihr könnt also nicht mal eben parallel zu eurer aktuellen Konfiguration SteamOS auf einem Zweitlaufwerk testen, sondern benötigt ein eigenes System mit nur einer Festplatte dafür.
Problem Nr. 3: Derzeit keine Nvidia-GPU-Unterstützung
Aktuell unterstützt SteamOS nur Grafikprozessoren von AMD. Eine dedizierte Treiberunterstützung für Nvidia-Grafikkarten wird laut eines Interviews von The Verge gerade in enger Kooperation mit dem Hersteller vorbereitet.
Problem Nr. 4: Kein HDMI-CEC-Support
In der SteamOS-Desktop-Fassung fehlt die Unterstützung von HDMI-CEC (Consumer Electronics Control), die unter anderem euren Fernseher nach Start der Steam Machine einschalten würde.
Eigenbau einer Steam Machine, Nutzung von SteamOS auf eurem vorhandenen PC oder einfach Valves Spielewürfel kaufen - welche Option favorisiert ihr? Nutzt gern die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quelle: Valve (via The Verge)
