Neuer Steam Controller im Test: Die Allzweckwaffe für PC-Gaming

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Neuer Steam Controller im Test: Die Allzweckwaffe für PC-Gaming
Quelle: PCGH

Mit dem neuen Steam Controller bringt Valve einen echten Alleskönner mit schier grenzenloser Konfigurierbarkeit auf den Markt - wir testen, was er taugt!

Mit seinem ersten Steam Controller hat Valve im Jahr 2015 ein spannendes Experiment gewagt: Mit Touchpads, Bewegungssensor und einer mächtigen Software wollte man einen Controller schaffen, mit dem jedes Spiel auf Steam gespielt werden kann. Auch solche, die eigentlich nur Maus und Tastatur unterstützen. Durch das gewöhnungsbedürftige Layout und eine halbgare Verarbeitung ging er letztendlich aber nur als Kuriosität in die Geschichtsbücher ein.

Viele Jahre und einen erfolgreichen PC-Handheld später wagt sich Valve noch einmal ran: Der neue Steam Controller will eine echte Allzweckwaffe für Steam-Spiele sein und ist trotz noch mehr Funktionen zugänglicher als sein Vorgänger. Wir haben den Controller in vielen Szenarien getestet und verraten euch, ob er seine 99 Euro wert ist.

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Lieferumfang, Anschlussmöglichkeiten und Kompatibilität

Im braunen Karton begrüßen euch neben dem Controller ein 1,50m langes USB-A- auf USB-C-Kabel sowie der Puck, den ihr damit an euren PC hängt. Der Puck erfüllt zwei Funktionen: Einmal dient er als kleine Ladestation für den Controller, an dessen Rückseite er sich mit einem überraschend starken Magneten heftet. Außerdem ist er für die stabile und latenzarme 2,4-GHz-Verbindung zwischen Controller und PC verantwortlich. Für Couch-Koop-Sessions lassen sich bis zu vier Steam Controller mit einem Puck verbinden.

Ein Case für den Controller liegt leider nicht in der Verpackung, dafür aber ein USB-C-Kabel, mit dem ihr den Controller oder den Puck verbindet. Quelle: PC Games Ein Case für den Controller liegt leider nicht in der Verpackung, dafür aber ein USB-C-Kabel, mit dem ihr den Controller oder den Puck verbindet. Alternativ lässt sich das Pad auch via USB-Kabel oder Bluetooth mit jedem Gerät koppeln, auf dem Steam läuft. Steam braucht ihr dabei nicht nur für Firmware-Updates und die Konfiguration, sondern auch, um den Controller überhaupt zu nutzen. Als Schnittstelle fungiert nämlich die sogenannte Steam-Eingabe, Valves System zur Übersetzung und Konfiguration von Eingabegeräten.

Mit Konsolen ist der Controller dementsprechend nicht kompatibel, und PC-Spiele aus anderen Quellen müsst ihr erst zu Steam hinzufügen, damit sie etwas mit ihm anfangen können.

Ein Blick auf die Features offenbart auch schnell, warum die Software-Rückendeckung gebraucht wird: Neben den Standard-Buttons und -Sticks befinden sich auf der Vorderseite zwei angewinkelte Touchpads und auf der Rückseite vier Zusatzknöpfe sowie zwei kapazitive Touch-Sensoren in den Griffen. Es gibt also einiges an Konfigurationspotenzial.

Bis auf die Griff-Sensoren finden sich all diese Elemente in einer ähnlichen Anordnung auch auf dem Steam Deck wieder. Wie das Handheld-Vorbild wirkt der Controller auf den ersten Blick ziemlich wuchtig.

Auch interessant: Noch mehr technische Details zum Controller und weitere Praxis-Erfahrungen findet ihr im Test von PC Games Hardware!

Hands-On mit vielen Händen: Wie komfortabel ist der Steam Controller?

Wir haben uns jede Menge Probanden aus der Redaktion geschnappt, um zu prüfen, wie gut er sich mit seiner Größe und den vielen Knöpfen bedienen lässt. Das Ergebnis: Es kommt ganz auf die Hände an, in die man ihn legt.

Bei Kandidaten mit kleinen bis mittelgroßen Händen, wie auch unserem Haupttester, fällt der Eindruck auf Anhieb klasse aus. Die Funktionen auf der Vorderseite lassen sich bequem mit den Daumen ansteuern und auf der Rückseite legen sich Mittel- und Ringfinger wie von selbst auf die Zusatzbuttons.

Gerade für kleine bis mittlere Hände ist der Controller ein echter Handschmeichler. Bei seiner Größe hatten wir das eigentlich andersherum erwartet. Quelle: PC Games Gerade für kleine bis mittlere Hände ist der Controller ein echter Handschmeichler. Bei seiner Größe hatten wir das eigentlich andersherum erwartet. Für Kollegen mit größeren Pfoten ist dagegen auf der Rückseite recht wenig Platz, um bequem alle Finger an die richtige Stelle zu bekommen. Da sie recht weit unten am Griff liegen, landen hier die kleinen Finger statt der Ringfinger auf den unteren Buttons. Diese drücken sich recht fest, was für den schwächsten Finger suboptimal ist.

Vorn müssen große Daumen außerdem ziemlich angewinkelt werden, damit nicht das halbe Touchpad auf einmal ausgelöst wird. Da kann also Umgreifen nötig sein, wenn ihr die entsprechenden Features nutzen wollt.

Unser Tipp: Wenn ihr tendenziell große Hände oder lange Finger habt, solltet ihr vor dem Kauf, wenn möglich, erst einmal Probe spielen, um zu fühlen, wie bequem der Controller für euch ist. Ist gerade kein Freund mit Steam Controller parat, eignet sich alternativ das Steam Deck für eine erste Einschätzung.

Allerdings haben wir auch Kollegen in der Redaktion, die mit der Rückseite des Decks besser zurechtkommen als mit der des neuen Gamepads - und umgekehrt. Pauschalaussagen lassen sich da also leider nicht treffen.

Hier (fast) im Bild: Bei großen Händen landen die kleinen Finger auf den unteren Rücktasten. Die wollen aber eigentlich lieber mit den Ringfingern gedrückt werden. Quelle: PC Games Hier (fast) im Bild: Bei großen Händen landen die kleinen Finger auf den unteren Rücktasten. Die wollen aber eigentlich lieber mit den Ringfingern gedrückt werden. Das gilt zumindest, wenn ihr die Zusatzbuttons wirklich intensiv verwenden möchtet. Baut ihr Touchpads und Rücktasten nur hin und wieder mal in euer Gameplay ein, kommt es auch weniger zum Tragen, wie eure Hände aussehen.

Die restlichen Controllerelemente erinnern uns am ehesten an einen PS5-Dualsense und sind entsprechend angenehm. Die symmetrisch angeordneten Sticks haben ähnliche Höhen und Widerstände. Steuerkreuz, Aktionsbuttons und vordere Schultertasten fühlen sich ebenfalls fast wie bei der Sony-Hardware an.

Das bedeutet, dass der Steam Controller beim Spielen ein geschmeidiger und erfreulich leiser Zeitgenosse ist - da klickt und klackert kaum etwas. Lediglich die Buttons auf der Rückseite arbeiten mit Mikroschaltern und haben einen festeren, definierten Druckpunkt. Der hat unsere Finger aber auch in einer intensiven Session nicht ermüdet. Aus Versehen haben wir auch keinen der Zusatzknöpfe gedrückt.

Insgesamt ist der Controller wertig und gut ausbalanciert, wenn auch minimal kopflastig. Er ist nicht so schwer, wie es seine Größe vermuten lässt, und bringt nur ein paar Gramm mehr auf die Waage als ein Standard-Dualsense.

Das verwendete Plastik fühlt sich an wie beim Steam Deck, gleiches gilt für die Sticks, die in der Mitte etwas rutschig, aber trotzdem gut benutzbar sind. Innen sind TMR-Sensoren statt der üblichen Potentiometer verbaut, was das Risiko von Stick Drift eliminieren oder zumindest sehr lange hinauszögern sollte. Valve ist damit, wenn man so will, der erste First-Party-Hersteller, der die Drift-Problematik wirklich angeht - löblich! Auf der nächsten Seite zeigen wir euch anhand einiger Nutzungsbeispiele, was man mit dem Steam Controller so alles anstellen kann.

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  1. Seite 1 Lieferumfang, Anschlussmöglichkeiten, Hands-on-Eindrücke
  2. Seite 2 Was sich mit dem Controller alles anstellen lässt
  3. Seite 3 Was nicht funktioniert und wer trotzdem zugreifen sollte
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