State of Decay: Einschätzung, Online-Zukunft und Geheimtipps

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Special Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Mehr als eine halbe Million Verkäufe, ordentliche Wertungen, große Zukunftspläne - State of Decay kam für viele Spieler wie aus dem Nichts. PC-Games-Redakteur Felix Schütz hat das Zombie-Sandbox-Spiel auf Xbox 360 durchgespielt und berichtet, warum State of Decay vieles falsch macht - und seinen Erfolg trotzdem absolut verdient.

Trotz mancher Schnitzer – ein feiner Überlebenstripp!

Nach dem schwachen Start legt State of Decay deutlich zu. Zwischenzeitlich bin ich sogar so angetan, dass mein Bauchgefühl sich deutlich über die 80er-Wertungsgrenze schiebt. Gegen Ende lässt diese Begeisterung jedoch wieder ein bisschen nach. Dass das Spiel in ein abruptes, enttäuschendes Finale mündet, macht die Sache nicht besser. Ich habe nach dem Durchspielen auch wenig Lust verspürt, nochmal von vorn anzufangen oder ins Spiel zurückzukehren – ich hab's für mich eigentlich ziemlich abgehakt. Dass Undead Labs derzeit an einem reinen Sandbox-Modus arbeitet, der später nachgepatcht werden soll, finde ich zwar löblich, muss für mich aber nicht sein.

Ich habe auch so schon mehr als 15 Stunden mit State of Decay verbracht. Der Großteil davon war auch richtig gut und hat mir Spaß gemacht – Himmel, ich habe sogar The Last of Us dafür drei Tage liegen lassen! Hat man State of Decay aber erst mal durchgespielt, bleiben nicht nur positive Eindrücke, sondern auch die Gewissheit, dass zwar viele gute Ideen in dem Spiel stecken, die allerdings nicht alle zuende gedacht sind. Trotzdem kann ich das gerne verzeihen, und zwar aus zwei Gründen:
Erstens, weil State of Decay trotz Gruseltechnik und so manchem Schnitzer immer noch ein großer, motivierender Survival-Spaß für wenig Geld ist – das Spiel kostet knapp 20 Euro!
Zweitens: Weil State of Decay nur der Anfang von etwas viel Größerem sein soll.

Die Online-Zukunft von State of Decay

Die erfreulich große Spielwelt wird dank der astreinen Kartenfunktion nie zu unübersichtlich. Quelle: PC Games/Microsoft Die erfreulich große Spielwelt wird dank der astreinen Kartenfunktion nie zu unübersichtlich. State of Decay ist das Erstlingswerk von Undead Labs – ein US-Studio, das 2009 von Jeff Strain gegründet wurde. Vor allem PC-Spielern dürfte dieser Name etwas sagen: Strain hat sich seine Sporen bei Blizzard verdient, war als Programmierer und Designer unter anderem am Battle.net, an World of Warcraft und am Starcraft-Editor beteiligt. Später verließ er Blizzard, gründete 2000 gemeinsam mit zwei Kollegen das Studio Arenanet und arbeitete danach in einer Schlüsselfunktion an Guild Wars sowie dessen Nachfolgern. Schließlich verließ er aber auch diese Firma und gründete sein neues Studio Undead Labs - mit der schlichten Absicht, sich von nun an voll und ganz auf die Entwicklung von Zombie-Spielen zu konzentrieren.

Ich hatte 2010 zum letzten Mal E-Mail-Kontakt mit Jeff, da tauschten wir uns noch über seine Diablo-Zeiten aus. Dabei erwähnte er, dass er gerade an einem verrückten, ambitionierten Zombie-Projekt arbeiten würde. Der Codename für das Spiel, das später State of Decay getauft wurde, lautete Class3. Class 3, das ist im Grunde so etwas wie ein Testballon, eine Art Übungsplatz für die ganzen Features und Mechaniken, die Undead Labs in sein Sandbox-Spiel programmiert hat. Funktionieren die Tagesabläufe? Reagiert die KI zuverlässig? Werden Events korrekt ausgelöst? Solche und viele weitere Fragen sollte Class3 klären. Denn auf dieses Einzelspielerprojekt soll eines Tages das nächste Spiel folgen. Sein Projektname: Class4. Ein vollwertiges, innotivatives Zombie-MMO, das für PC und Konsolen erscheinen soll. Und damit das nicht in die Hose geht, hat Undead Labs vorher eben einfach ein kleineres, überschaubares (und trotzdem riesiges) Spiel gemacht. So konnten die Entwickler viele Mechaniken testen und zwischendurch auch ordentlich Geld machen – die Einnahmen, die Undead Labs derzeit mit State of Decay (und der kommenden PC-Version) macht, fließen natürlich in die Produktion von Class 4.

Drei Geheimtipps: Ihr wollt noch mehr Zombie-Spiele? Wie wär's mit denen?

Wer auf Zombie-Spiele steht, darf sich über eine breite Auswahl freuen. Egal ob Action, Adventure, RPG oder Strategie, ob teuer oder günstig, da sollte für jeden etwas dabei sein. Neben den üblichen Verdächtigen – Day Z, Left4Dead, The Last of Us oder The Walking Dead – gibt es aber noch ein paar Spiele, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Hier drei Geheimtipps:

Zafehouse Diaries

Zafehouse: Diaries bietet ein innovatives Konzept: Es verpackt sein Survival-Gameplay in Tagebuchform. Quelle: PC Games/Screwfly Zafehouse: Diaries bietet ein innovatives Konzept: Es verpackt sein Survival-Gameplay in Tagebuchform. Interessantes und innovatives Management-Spiel, in dem ihr eine Gruppe Überlebender durch eine Zombie-Apokalypse begleiten müsst. Die Menschen und ihre Beziehungen zueinander stehen hier im Vordergrund. Ihr erkundet Gebäude, rüstet eure Gruppe aus und müsst darauf achten, dass euer Team einander vertraut und sich nicht gegenseitig in den Rücken fällt. Originell: Das gesamte Spiel wird in Form eines Tagebuchs präsentiert.
Offizielle Website & Kauf-Möglichkeit (7,92 Euro): http://www.zafehouse.com/
Alternativ: (5 US-Dollar, entspricht etwa 3,90 Euro): http://www.gog.com/gamecard/zafehouse_diaries

Rebuild:

Rebuild ist schon fast ein Klassiker: Das kleine, feine Aufbau-Survival-Spiel ist für PC, iOS und Android-Geräte erhältlich. Quelle: Android Rebuild ist schon fast ein Klassiker: Das kleine, feine Aufbau-Survival-Spiel ist für PC, iOS und Android-Geräte erhältlich. Simpler, aber motivierender Mix aus Aufbau- und RPG-Elementen. Ihr startet inmitten einer von Zombies verseuchten Stadt und müsst eure Ressourcen gut einteilen. Während ihr Gebäude für Gebäude zurückerobert und eure Stellungen sichert, findet ihr neue Teammitglieder, die ihr mit Ausrüstung aufbessern könnt. Interessante Zufallsereignisse, ein schlichtes Forschungssystem und eine gute Bedienung runden die kleine Indie-Perle ab. Rebuild ist gratis im Browser spielbar, außerdem gibt es gute Umsetzungen für Android- und iOS-Geräte. Super für unterwegs!
Offizielle Website: http://rebuildgame.com

Dead State

Dead State, ein ambitioniertes Zombie-Taktik-Rollenspiel, wurde erfolgreich über Kickstarter finanziert. Release: Dezember 2013. (1) Quelle: PC Games/DoubleBear Dead State, ein ambitioniertes Zombie-Taktik-Rollenspiel, wurde erfolgreich über Kickstarter finanziert. Release: Dezember 2013. (1) Über Kickstarter finanziertes Survival-Rollenspiel mit taktischen Kämpfen. Ihr müsst eine Basis am Laufen halten, euer Team versorgen und weiterentwickeln. In Missionen fechtet ihr rundenbasierte Kämpfe aus, das System erinnert u.a. an Wasteland 2. Der dynamische Spielablauf soll von einer anspruchsvollen Story, glaubhaften Charakteren und kniffligen moralischen Entscheidungen zusammengehalten werden. Das verspricht zumindest der leitende Designer Brian Mitsoda, der vor allem für seine Arbeit an Vampire: The Masquerade – Bloodlines hochgelobt wurde. Dead State befindet sich derzeit noch in Entwicklung, geplanter Release ist im Dezember 2013.

Offizielle Website: http://www.deadstate.doublebearproductions.com/
Kickstarter-Projektseite: http://www.kickstarter.com/projects/70755535/dead-state-the-zombie-survival-rpg

Bildergalerie

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  1. Seite 1 State of Decay: Gedanken zum Überraschungs-Hit - Einstieg und Technik
  2. Seite 2 State of Decay: Gedanken zum Überraschungs-Hit - Basislager, Rufsystem, Charaktere
  3. Seite 3 State of Decay: Gedanken zum Überraschungs-Hit - Basisbau, Rollenspiel-Elemente
  4. Seite 4 State of Decay: Einschätzung, Online-Zukunft und Geheimtipps
    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Chazer Gelegenheitsspieler/in
        Ich bin schonmal vor einigen Monaten auf die Internet Seite von denen gestoßen, als es noch als Class 3 bezeichnet wurde. Sah damals eigentlich recht vielversprechend aus

        Vielleicht wird mit "Class 3" als Testballon ein ganz guter Multiplayertitel daraus, The War Z lief ja nicht so gut.
      • Von Chazer Gelegenheitsspieler/in
        Ich bin schonmal vor einigen Monaten auf die Internet Seite von denen gestoßen, als es noch als Class 3 bezeichnet wurde. Sah damals eigentlich recht vielversprechend aus

        Vielleicht wird mit "Class 3" als Testballon ein ganz guter Multiplayertitel daraus, The War Z lief ja nicht so gut.
      • Von B1nary Anfänger/in
        Zitat von MichaelG
        Hoffentlich überspannen die Publisher den Zombie-Zug nicht. Gefühlt jeden Monat kommen 2-3 Zombie-Spiele heraus. Spiele wie The Walking Dead, The Last of Us und State of Decay sind wirklich gut. Aber bietet das Metier auch weiterhin genügend Stoff für neues ? Ich zweifle da etwas daran.

        Da kann ich Dir nur beipflichten.
        Schon wenn ich den test des Redakteur´s durchlese verlässt mich jegliche Lust ,State of Decay auch nur eine chance zu geben.
        Wenn man schon (frech kopiert & ideen stiehlt) sollte man wenigstens ein besseres ergebnis abliefern als die Leute von denen man klaut.
        In diesem fall hat man sich offensichtlich bei Bohemia ausgetobt und was für gut erachtet wurde einfach kopiert ,aber wie schon erwähnt ist selbst Arma 3 oder auch die (vielleicht bald) erscheinende DayZ Standalone um welten besser.
        Wären da nicht die Cheater & script kiddis die einem trotz dem super cheatschutz aka. battleye jeglichen spass kaputtmachen.
        Für State of Decay fällt mit nur ein : billige Konsolenengine versucht wie DayZ auf dem Pc zu sein und versagt dabei in den königsdisziplinen bravurös.
        Mir kommt so ein abfall nicht auf den pc ,spart euch die Portierung ,danke.
      • Von Faboan Anfänger/in
        zombiespiele werden nie langweilig.das endzeit/apocalypse setting ist immer wieder geil.
        es ist zudem ein paradebeispiel für die lächerlichkeit der spieleindustrie.da kommt einer,haut ne mod für eine in die jahre gekommene militärsimulation raus und muss der industrie damit erstmal zeigen wo der hase langläuft.dann geht das nachmachen ala china fleissig los!

        ich hoffe dass in zukunft mehr crowdfunding-projekte wie star citizen und co an den start gehen und den abschaum der industrie geschickt links liegen lassen.
      • Von Malifurion Mitglied
        Zitat von MichaelG
        Hoffentlich überspannen die Publisher den Zombie-Zug nicht. Gefühlt jeden Monat kommen 2-3 Zombie-Spiele heraus. Spiele wie The Walking Dead, The Last of Us und State of Decay sind wirklich gut. Aber bietet das Metier auch weiterhin genügend Stoff für neues ? Ich zweifle da etwas daran.
        Naja, Zombie ist derzeit In. Flaut auch irgendwann mal wieder ab. Aber es gibt halt so Phasen, wo irgendein Genre wieder zurückkehrt. Und diesmal sind es die Untoten. Egal ob im Film (WWZ) oder bei Games (Last of Us, das hier), offenbar ist der Zombie derzeit mehr gefragt als alles andere.
      • Von MichaelG Mitglied
        Hoffentlich überspannen die Publisher den Zombie-Zug nicht. Gefühlt jeden Monat kommen 2-3 Zombie-Spiele heraus. Spiele wie The Walking Dead, The Last of Us und State of Decay sind wirklich gut. Aber bietet das Metier auch weiterhin genügend Stoff für neues ? Ich zweifle da etwas daran.
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