Was ist so toll an ... Sandbox-Spielen? - Teil 3
Kinder erschaffen eigene Welten im Sandkasten, später mit Lego. Auf dem PC erleben wir solche Kindheitsträume in Form von Sandbox-Spielen erneut. In diesem Special gehen wir der Faszination von Spielen auf den Grund, die uns unglaubliche Freiheiten gewähren.
Was erwartet uns?
Wenn wir uns den aktuellen Boom an Sandbox-Spielen anschauen, die über Steam als Early-Access- Version angeboten werden, stehen dabei vor allem Titel mit Mehrspielermodi im Mittelpunkt. Fast keines der kommenden Spiele dieses Genres basiert einzig auf Solo- Inhalten, viele lassen sich sogar ausschließlich auf Mehrspieler- Servern spielen. Meistens sinkt aber nur der Schwierigkeitsgrad solcher Spiele, wenn man im Team agiert. Weitreichendere, ausgefeiltere Koop-Mechaniken sind leider kaum zu beobachten.
Quelle: PCGames
Der neueste Teil der GTA-Serie wurde noch nicht mal auf dem PC veröffentlicht, aber wer es nicht erwarten kann, sollte mal die Mod-Community von Grand Theft Auto 4 bestaunen. Hier seht ihr, wie schön das Spiel aussehen kann, wenn man die Mod Iceenhancer installiert - und noch viel mehr ist möglich.
In Sachen Thema und Setting scheinen viele Sandbox-Entwickler Fantasy links liegen zu lassen. Vielmehr bedienen sie sich im Science-Fiction-Genre – Darkout, Space Engineers oder Starmade sind nur einige Vertreter. In all diesen Spielen sind fortgeschrittene Technologien, Reisen zu anderen Planeten oder sogar Schlachten mit Raumschiffen Teil des Spiels. Im Fall von Starbound werden die Sternenkarten sogar im Mehrspielermodus zwischen vielen Spielern synchronisiert.
Besonders bei Spielen, in denen der Survival-Aspekt sehr wichtig ist, wollen die Entwickler aktuell nicht auf postapokalyptische und zombieverseuchte Welten verzichten. Sowohl in DayZ, 7 Days to Die als auch Rust sind die unfreundlichen Untoten anzutreffen. Ob die echten Bösewichte aber wirklich in verfaulender Haut stecken oder man sich lieber vor anderen Spielern in Acht nehmen sollte, bleibt jedem selbst überlassen. Fakt ist, dass die eigene Ausrüstung eine fast magische Anziehungskraft auf Mitspieler haben kann.
Unser Fazit
Spiele mit Sandbox-Charakter existieren schon viel länger, als viele vielleicht vermuten. In mehr als 20 Jahren haben sie viele Facetten ausgeprägt. Wir befinden uns technisch inzwischen so weit, dass glaubwürdige KI, stabile Server und gigantische Welten möglich sind, ob nun zufällig generiert oder gezielt gebaut. Außerdem liefern Hobby-Bastler in Sachen Maps, Mods und eigenen Spielmodi immer höhere Qualität, so dass selbst einige Entwickler sich fragen mögen, warum sie nicht selbst auf die Idee gekommen sind. Ob man nun Dutzende Stunden in Sandbox- Spiele investieren möchte um Spaß daran zu haben, das ist und bleibt Geschmackssache.
Meinung
Die Problematik von Sandbox-Spielen
Quelle: PCGames
Oblivion
So erfolgreich das Genre momentan auch sein mag, nicht jeder hat Spaß an dem Spielprinzip. Wir gehen auf die Gegenargumente ein. Was manchen am meisten stört, ist die Zeit, die man in die vielen Aktivitäten eines Sandbox-Spiels stecken muss. Wer in The Elder Scrolls 5: Skyrim die ganze Map erforschen will, verbringt lange Zeit damit. Das sorgt nicht bei jed em Spieler für Spaß, sondern erzeugt eher das Gefühl zu arbeiten. Deshalb äußern Spieler auch negative Kritik an sonst hoch gelobten Titeln wie Grand Theft Auto: San Andreas. Die Welt ist riesig, aber alles zu Gesicht zu bekommen, ist eine Frage von unzähligen Stunden. Doch nicht nur der Zeitfaktor, sondern auch das Angebot an spielerischen Inhalten solch groß gestalteter Welten ist nicht frei von Problemen. Entwickler können nur begrenzt und nicht alle 100 Meter ein überragendes neue Feature im Spiel einbauen. So wirken einige Landstriche in umfangreichen Spielwelten dann karg, trostlos und/oder leer.
In diesem Artikel
Zu unfassbarer Langeweile führt für viele Spieler die Abbaumechanik von Titeln wie Minecraft oder Terraria. Sich stundenlang durch Tunnel zu graben, nur um an einige wenige Rohstoffe zu gelangen, lässt sich nicht für jeden nachvollziehen, ist aber oftmals nötig, um alle Inhalte der Welt erleben zu können. Besonders da dieses Gameplay-Feature meist in Spielen mit zufällig generierten Welten wie Minecraft eingebaut ist. Woran Anfänger oftmals scheitern, ist der Spieleinstieg in Sandbox-Titeln. Meistens findet man sich ohne jegliche Erklärung und Anleitung in der Welt wieder und muss selbst sehen, wie man sich zurechtfindet. Wenn dann noch Crafting-Systeme hinzukommen, ist man überfordert. Weniger problematisch ist das bei storygetriebenen Sandbox-Spielen, da typische Elemente wie Tutorials vorhanden sind. Gelegentlich gibt es ein Tutorial in Textform, das erklärt, wie alles funktioniert. Hier wäre zu hoffen, dass künftige Projekte sich mehr Mühe mit spielerisch reizvollen Einführungen geben.

Was das Questsystem angeht.. klar, SWG war sehr frei in der Hinsicht (insbesondere vor Legacy Quest) und natürlich konnte man das auch ignorieren etc. aber allein die Existenz von Leveln als solchen ist halt für mich schon wieder eine Eingrenzung, das ist aber natürlich wesentlich subjektiver als das Thema Hausbau ;).
In den Grundzügen war UO halt nie als ein MMO wie es heute definiert würde geplant sondern als interaktive alternative Welt, weit mehr geprägt vom Gedanken einer persistenten Welt in der man ein virtuelles Leben lebt(e) - das natürlich ist dann auch SWG geglückt, keine Frage. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus ging das in UO nur eben noch "freier" von statten.
Hachja, wenn doch BioWare und Bethesda sich hinsetzten und in Kooperation eine Mischung aus UO+SWG herausbrächten (vom Spielkonzept her)... das wär was, da würd ich gern noch ein weiteres Abo neben ESO bezahlen für. Freilich das ist natürlich bloßes Wunschdenken, der Markt dafür ist einfach zu gering und so prophezeie ich "Life is feudal" leider schlechte Karten, auch wenn es noch so sehr in Richtung von UO und Co. gehen wird...
@Stancer:
Die selige Anfangszeit war natürlich großartig, keine Frage. Auch ich wurde sofort integriert und habe dann auch selbst sehr viel dazu beigetragen Andere zu integrieren in der Folge dessen. Ich weiß noch als die, damals noch so genannten, "CS Kiddies" (jaja man war damals nicht so reif wie heut, ich gebs ja zu) plötzlich UO für sich entdeckten und man andere Spieler alleine schon anhand von Namen wie "m4mb0 h3x3" getötet hat als Statement. Bis heut wähl ich mir ausschließlich lore-passende Figurennamen wo auch immer es mich hinverschlägt, Relikt dieser Zeiten. Ich geb auch zu dass ich mit Leuten wie "xxxPussySlayaxxx" einfach nicht in Gruppen spiele bzw. auch nicht mit ihnen handle, das ist einfach eine Marotte von mir und die Erfahrung lehrt dass Menschen mit solchd ebilen Namen meist eben auch nicht unbedingt eine Bereicherung für die Gruppe sind, wenn man halt doch mal zusammen gestrandet ist. Ich liebe meine Vorurteile :P
Aber wie man an den als Beispiel genannten Spielen sieht, Eve ist eben nichts für die Masse, aber Masse hat wie bekannt keine Klasse. Und so bin ich froh das Eve durch seine komplexe Art auch einen echt guten "Blödmann"-Filter eingebaut hat. Eine relativ kleine aber verschworene Community und ein Spiel das man selbst nach Jahren nicht erfasst hat, mir geht es jedenfalls manchmal so :-D, und immer wieder fordert.
Ich würde mir mal ein Sandbox-Spiel wünschen, in dem man nach Herzenslust suchen und farmen kann, jeden Stein umdrehen muss, in jede Kiste gucken, ich liebe Items suchen. Wo das Suchen von Items das primäre Spielziel ist und man sich damit immer bessere Sachen zusammenbauen kann. Also für ein Item braucht es beispielsweise 10 Teile, die in einem bestimmten Gebiet zu suchen sind. Dazu kann man Kräuter sammeln und damit Heilsäfte machen, umso seltener die Kräuter, desto bessere Säfte, also alles steigerungsfähig, levelbar. Ohne Gegner die einen dabei töten können, ohne Mobs die man umhaun muss, weil sie an einer Kiste hocken, die man öffnen möchte. Ohne Bosse, die man töten muss, weil nur er ein wichtiges Teil dropt. Nein, alles soll in der Landschaft zu finden sein. Seltenere Dinge natürlich besser versteckt, mit niedrigerer Dropchance.
Die gefundenen Teile kann man mit seltenen Items pimpen, wodurch sie noch höherwertiger und seltener werden, man kann sie gegen andere tolle Items tauschen, oder in einem Ingame-Auktionshaus ohne Echtgeld verkaufen. Diese Items sollen sowas wie Sammelgegenstände sein, keine Waffen, Rüstungen oder so. Sondern zb. Artefakte, Statuen usw. denen man mit Verbesserungen zb eine neue Farbe, oder eine andere Eigenschaft verpassen kann.
So ein Sammel- und Farm-Sandbox würd ich mir mal so sehr wünschen. Allerdings soll nichts selbst anbauen gehen, wie zb. irgendwelche Kräuter oder so, nein, alles muss gefunden und gefarmt werden.
Dieses "Sammel-Gen" in mir ist auch schuld, warum ich bei manchen Spielen um soviel länger brauche als andere Spieler. Warum ich ein RAGE erst nach 50 Stunden fertig habe, weil ich die komischen Kräuter jedesmal suche usw., ich suche in jedem Game alles ab. Oder Borderlands, da kann ich nicht vorbeigehen, wenn ich es aus allen Richtungen blinken sehe, ich dreh da immer alles um, mach immer alles auf. Darum brauch ich für manche Spiele echt endlos und komm sehr langsam voran, wo andere das längst zweimal durch haben.
Falls es sowas schon gibt, ich es aber bisher nicht mitbekommen habe, dann bitte immer her mit dem Namen, das hol ich mir sofort :)
Genau das frage ich mich auch immer wieder...
Erwähnenswert wäre noch die Might & Magic-RPG-Reihe mit riesiger Spielwelt, die frei begehbar ist. Nur die Stärke der Monster schränken Gebiete und Quests ein und auch diese lassen sich mit Geschick umgehen.
Genau das frage ich mich auch immer wieder...