Trotz Gaming-Boom: Warum werden in Deutschland kaum Videospiele programmiert?

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Special Kevin Hildebrand - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 17,55 €
Trotz Gaming-Boom: Warum werden in Deutschland kaum Videospiele programmiert?
Quelle: Felix FalkUbisoft

Deutschland ist einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte der Welt - die Gaming-Branche ist trotzdem relativ klein. Aber warum ist das so? Eine Spurensuche.

Wir sprachen über dieses Thema mit Felix Falk, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Games-Branche "game". Der sagt, dass die Regierung die jährliche Förderung bereits auf 70 Millionen erhöht habe. Aber: "Eine dauerhafte Lösung ist das nicht. Schon jetzt ist klar, dass mit dem zunehmenden Erfolg der Maßnahme die bereitgestellten Mittel ansteigen müssen. Diese führen dann auch zu umso höheren Mehreinnahmen. Aber wenn wir hier immer wieder in Förderstopps reinlaufen, die andere Standorte nicht haben, dann ist das ein klarer Wettbewerbsnachteil." Zudem existieren in anderen Ländern sogenannte "Tax Breaks", also Steuererleichterungen, die internationalen Entwicklern eine bessere finanzielle Planung ermögliche. Auch in diesem Fall müsse die Bundesregierung mehr tun.

Förderung für Games-Branche: Hat Deutschland den richtigen Zeitpunkt verpasst?

Auch wenn Falk die Förderung seitens des Staates begrüßt - Deutschland sei damit viel zu spät dran gewesen. "Andere Länder wie Frankreich, Großbritannien oder Kanada haben die große Relevanz von Games viel früher erkannt und deren Entwicklung schon vor Jahren gefördert. Diesen zeitlichen Vorsprung müssen wir erst aufholen. Die Einführung der Games-Förderung war ein guter Startpunkt. Jetzt müssen wir die Rahmenbedingungen weiter verbessern, um wettbewerbsfähig zu werden und unsere Aufholjagd erfolgreich fortsetzen zu können", erklärt der 43-Jährige.

Felix Falk Quelle: Felix Falk Felix Falk Weiterhin habe laut Falk diese Tatsache dafür gesorgt, dass andere Länder im Vergleich zu Deutschland sich nicht nur finanziell deutlich besser aufgestellt haben:

"Dort ist aufgrund der deutlich früheren Unterstützung der Spiele-Entwicklung ein größeres Games-Ökosystem vorhanden. Die öffentliche Unterstützung insbesondere durch eine Games-Förderung ist in vielen Ländern stärker, transparenter und unbürokratischer. Auch ist die Fachkräftesituation vor allem auf Senior-Positionen entspannter."

Laut Falk seien durch die staatliche Förderung schon erste Erfolge zu sehen: "Obwohl wir uns noch ganz am Anfang befinden, sind erste Effekte bereits auszumachen. So ist die Anzahl der Games-Unternehmen und Beschäftigten in den vergangen zwei Jahren stark gestiegen. Diese Entwicklung muss jetzt mit den richtigen Rahmenbedingungen weiter unterstützt werden."

Eine Entwicklung in die richtige Richtung?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Fachkräftemangel kombiniert mit zu wenig staatlicher Förderung hauptsächlich dafür verantwortlich sind, dass deutsche Videospielentwickler international kaum Beachtung finden.

Doch die Weichen für eine bessere Zukunft sind gestellt. Der Staat arbeitet Jahr für Jahr daran, heimische Entwickler besser zu unterstützen und auch die Ausbildung für angehende Entwickler an Hochschulen und Universitäten wird immer besser.

Bei aller Freude darüber darf man aber nicht vergessen, dass der Rückstand Deutschlands im internationalen Vergleich groß ist. Ob und wie schnell diese Lücke geschlossen werden kann, das kann wohl auch der beste Experte noch nicht voraussehen. Da hilft nur abwarten, Tee trinken - und Videospiele zocken.

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    • Kommentare (50)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Falconer75 Mitglied
        Zitat von Nevrion
        Na ja, das Problem ist, wenn eine Stadt eher dadurch Bekanntheit erlangt, dass der Görlitzer Park ein Umschlagplatz für Drogen ist und ganze Stadtviertel in Clan-Hand sind, dann gehört schon eine ordentliche Portion Optimismus dazu, Liebe für diese Stadt zu verspüren :)
        Uh, in der einwohnerstärksten Stadt der EU gibt es Drogen und Kriminalität. Sogar in Parks wird gedealt. Das ist natürlich echt heftig. Und ganze Stadtviertel sind fest in der Hand von Clans. Furchtbar. Die Schwaben im Prenzlauer Berg sind z.B. wirklich ein wildes Völkchen. Wenn da Kehrwoche ist, brennen die Straßen.?
        (Nebenbei die Top 3 der Drogenstädte in Deutschland: Frankfurt/Main, Hannover, Bad Kreuznach).

        Auf jeden Fall wissen wir jetzt, warum in Deutschland kaum Videospiele programmiert werden. Drogen und Clans in Berlin sind schuld. Geile Games wie die Horizon- oder GTA-Serie kommen daher eher aus idyllischen Örtchen wie Amsterdam bzw. New York. ?
      • Von Falconer75 Mitglied
        Zitat von Nevrion
        Na ja, das Problem ist, wenn eine Stadt eher dadurch Bekanntheit erlangt, dass der Görlitzer Park ein Umschlagplatz für Drogen ist und ganze Stadtviertel in Clan-Hand sind, dann gehört schon eine ordentliche Portion Optimismus dazu, Liebe für diese Stadt zu verspüren :)
        Uh, in der einwohnerstärksten Stadt der EU gibt es Drogen und Kriminalität. Sogar in Parks wird gedealt. Das ist natürlich echt heftig. Und ganze Stadtviertel sind fest in der Hand von Clans. Furchtbar. Die Schwaben im Prenzlauer Berg sind z.B. wirklich ein wildes Völkchen. Wenn da Kehrwoche ist, brennen die Straßen.?
        (Nebenbei die Top 3 der Drogenstädte in Deutschland: Frankfurt/Main, Hannover, Bad Kreuznach).

        Auf jeden Fall wissen wir jetzt, warum in Deutschland kaum Videospiele programmiert werden. Drogen und Clans in Berlin sind schuld. Geile Games wie die Horizon- oder GTA-Serie kommen daher eher aus idyllischen Örtchen wie Amsterdam bzw. New York. ?
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Zitat von Falconer75
        3,8 Mio Menschen = 3,8 Millionen Meinungen. Da werden auch viele von negativ sein. Ganz sicher. Ich fange jetzt aber nicht an aufzuzählen, wie viele Menschen ich kenne, die mega gern in Berlin leben. ;)
        Na ja, das Problem ist, wenn eine Stadt eher dadurch Bekanntheit erlangt, dass der Görlitzer Park ein Umschlagplatz für Drogen ist und ganze Stadtviertel in Clan-Hand sind, dann gehört schon eine ordentliche Portion Optimismus dazu, Liebe für diese Stadt zu verspüren :)
      • Von Falconer75 Mitglied
        Zitat von Nevrion
        Ich kenne mehrere Leute aus Berlin und die meisten empfinden dort kein Glück. Die Liste der Probleme, dieser Stadt ist einfach zu lang und manche Alltagserlebnisse, von denen ich dort höre sind einfach nur noch verstörend.
        3,8 Mio Menschen = 3,8 Millionen Meinungen. Da werden auch viele von negativ sein. Ganz sicher. Ich fange jetzt aber nicht an aufzuzählen, wie viele Menschen ich kenne, die mega gern in Berlin leben. ;)
      • Von fud1974 Mitglied
        Zitat von Nevrion
        Ich weiß nicht der Ursprünge wegen, aber Berlin genießt meiner Ansicht nach keinen besonders guten Ruf. Spätestens seit dem Patzern mit den letzten Wahlen glaubt doch keiner mehr dran, dass in der Stadt noch irgendwas funktioniert. Ich kenne mehrere Leute aus Berlin und die meisten empfinden dort kein Glück. Die Liste der Probleme, dieser Stadt ist einfach zu lang und manche Alltagserlebnisse, von denen ich dort höre sind einfach nur noch verstörend.
        War Berlin nicht früher auch schon dysfunktional? :P

        Mir hat man immer gesagt gerade das macht doch den Charme der Stadt aus.. :P
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Zitat von Falconer75
        Getriggert. Das sind immer so Aussagen... Berlin setzt sich aus knapp 100 Ortsteilen zusammen. Hässlich, wunderschön, hip, bürgerlich, hektisch, langweilig... alles. 18% der Stadtfläche sind Wald, dazu etliche Parks und über 50 Seen. Das Nachbarland besteht zudem fast ausschließlich aus Wäldern und Seen. Keiner muss Berlin mögen. Aber so Pauschalaussagen keksen mich. Ich kenne sehr viele Menschen aus der Gamesbranche, die sehr gern in Berlin leben. Und auch nicht wenige, die gern woanders leben würden. Wie bei jeder Millionenmetropole. Siehe New York. Liebt man oder hasst man. I ❤ NY. ?
        Sorry, für Offtopic.?
        Ich weiß nicht der Ursprünge wegen, aber Berlin genießt meiner Ansicht nach keinen besonders guten Ruf. Spätestens seit dem Patzern mit den letzten Wahlen glaubt doch keiner mehr dran, dass in der Stadt noch irgendwas funktioniert. Ich kenne mehrere Leute aus Berlin und die meisten empfinden dort kein Glück. Die Liste der Probleme, dieser Stadt ist einfach zu lang und manche Alltagserlebnisse, von denen ich dort höre sind einfach nur noch verstörend.
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