DLC-Report 2015 - Hoffnung

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Das Phänomen DLC: Die Gelddruckmaschine der Publisher
Quelle: © Brian Jackson - Fotolia.com

Zocken uns Spielehersteller mit ihren Download-Erweiterungen regelrecht ab oder bieten sie mehr Spielspaß zum gerechten Preis? Wir gehen dem umstrittenen Trend in unserem großen Report auf den Grund und reden mit Entwicklern und Spielern.

DLC rettet Jobs

Ibrisagic ist es auch, der einen wichtigen Grund für die Entwicklung vieler DLCs anspricht: Dank Download-Erweiterungen gibt es in der feuerfreudigen Spielebranche weniger Arbeitslose! Normalerweise ist es üblich, nach Release eines Spiels Teile der Belegschaft zu entlassen. Wird das Spiel ein Flop, ist sogar die Schließung des Studios keine Seltenheit.

Durch die Entwicklung und den Verkauf von DLCs lässt sich diese traurige Pflicht immer öfter vermeiden, wie Ibrisagic im Interview erklärt: "Wenn es keinen Markt für DLCs gäbe, hätten Level-Designer und 3D-Gestalter Probleme, ihren Job dauerhaft zu behalten. [..] Du kannst nicht dein komplettes Team vom einen Tag auf den anderen an ein neues Spiel setzen. Üblicherweise arbeiten die Grafiker einige Monate am Stil, während die Game Designer ein Design-Dokument schreiben und ausführlich darüber DLC lässt sich viel schneller entwickeln als das Hauptspiel.
Nick Tannahill, Pressesprecher Firefly Studios
diskutieren. Ein Level-Designer hat am ersten Tag der Produktion nicht viel zu tun, wenn die Grafiker noch nicht festgelegt haben, wie die Levels aussehen sollen. Durch DLCs kann ein Teil des Teams weiter an Inhalten für das alte Spiel werkeln, während der Rest ein Konzept für das nächste Projekt ausarbeitet."

Den Aufwand für die DLC-Entwicklung beschreibt Nick Tannahill folgendermaßen: "Es ist so ähnlich, wie einen Nachfolger im kleineren Maßstab zu erschaffen. Normalerweise erstellst du DLC innerhalb der technischen Grenzen des Hauptspiels. Probleme sind daher [..] einfacher vorherzusehen oder zu lösen [..] Die Entwicklung ist weniger komplex als bei einem vollwertigen Spiel und [..] die Kosten sind deutlich geringer."

Leise Zeichen der Hoffnung

Was bedeutet eigentlich … Mikrotransaktion?
Vor allem Free2Play-Spiele setzen auf sogenannte Mikrotransaktionen. In den kostenlosen Spielen lassen sich gegen Kleinstbeträge zumeist Spielinhalte  kosmetischer Natur wie Kleidung kaufen. Bei Online-Titeln, die durch Mikrotransaktionen die Käufer bevorteilen, spricht man gemeinhin von Pay2Win-Spielen.

Die Anzeichen für eine Besserung im DLC-Sektor, sie mehren sich: Umfangreiche Einzelspieler-DLCs wie etwa CD Projekts Ankündigung zweier umfangreicher Erweiterungen für The Witcher 3 mit einer versprochenen Spielzeit von 10 beziehungsweise 20 Stunden sowie der Plan, insgesamt 16 DLCs kostenlos zu veröffentlichten, könnten Schule machen. Allerdings steigen mit dem Anspruch auch die Produktionskosten, weshalb wir mittelfristig nicht mit Preissenkungen für DLCs und Season-Pass-Angebote rechnen. Zumal viele Hersteller sich nur mit ausgewählten DLCs an großen Rabbattaktionen wie den Steam Sales beteiligen und vermeintlich komplette Game-of-the-Year-Editionen immer öfter einzelne Download-Teile auslassen.

Klar ist, dass die Abkürzung DLC so schnell nicht wieder von der Bildfläche verschwinden wird. Zu erfolgreich sind die Hersteller damit, zu groß ist die Verlockung schneller Profite mit wenig Arbeit. Daher heißt es auch weiterhin für alle Interessierten: Augen auf beim DLC-Kauf!

Börsennotierte Unternehmen wie Activision oder Capcom verstehen nur eine Sprache: die des Geldes. Solange sich also Season-Pässe und Winz-DLCs zu astronomischen Preisen verkaufen wie geschnitten Brot, werden sie so schnell nicht verschwinden. Was Profit bringt, bleibt.

Am Ende geht es eben immer nur ums Geld. Auch wenn keiner gerne drüber redet.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 DLC-Report 2015 - Böse Publisher
  2. Seite 2 DLC-Report 2015 - Season-Pässe
  3. Seite 3 DLC-Report 2015 - Entwicklerstimmen
  4. Seite 4 DLC-Report 2015 - Hoffnung
    • Kommentare (68)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MichaelG Mitglied
        Ich sag ja nur mal überspitzt wie die Finanzcontroller sich die Sache schönrechnen. ;)
      • Von MichaelG Mitglied
        Ich sag ja nur mal überspitzt wie die Finanzcontroller sich die Sache schönrechnen. ;)
      • Von Angry-Angel Mitglied
        Zitat von MichaelG
        Gebrauchtkauf von PC-Games (außer älteren Games) ist quasi unmöglich. Auf Konsolen hingegen immer noch ein großer Faktor und immer noch ein Dorn im Auge der Publisher. Weil die rechnen überspitzt formuliert so. 1 Gebrauchtkäufer = 1 Day-One Käufer weniger. Und die verdienen an jedem Gebrauchtverkauf....... nix.
        Diese Rechnung, (1 Gebrauchtkäufer = 1 Day-One Käufer weniger) ist aber nicht richtig.
        Ich kann nur von mir selbst sprechen, aber ich bin jemand der warten kann, und sich dann später die GotY- oder Ultimate-Editionen kauft. Eben weil ich es nicht einsehe, mich mit überteuerten DLC's, unter Umständen, über den Tisch ziehen zu lassen. Man muß eben nur warten können.

        Bis auf die C&C-Reihe war ich nie jemand der sich am Day-One in ne Schlange eingereiht hat um nen Spiel zu ergattern.
        (Ok C&C ist auch schon ein paar Tage her)^^

        Meine Konsolenspiele, XBox 360, demnächst PS4, kaufe ich nach genau demselben Schema.
        Und nicht nur da...bei manchen Elektronikgeräten und, ganz wichtig, Autos mache ich es ähnlich.
        Der Grund: Auslaufmodelle haben, in aller Regel, keine Kinderkrankheiten mehr und sind ausgereift...der nette Nebeneffekt ist, sie sind auch noch günstiger als die Nachfolger.
      • Von nuuub Mitglied
        @Bonkic

        Jaja... Der 108b... ^^

        Versuche dich mal auf den zu berufen wenn dir ein Konzernanwalt die Klagen um die Ohren schmeißt.

        MichaelG hat absolut recht, die Politik hat sich überrollen lassen. Die Kanzlerin hat keine Ahnung, ist ja schließlich alles Neuland für sie, die Gamer sind eh alle Böse, und die Lobbyisten leisten die ganze Arbeit. ^^
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von nuuub
        Laut einem anderem Gesetz darf ich den Kopierschutz nicht umgehen. Dann mache ich mich strafbar.
        das stimmt so nicht. ;-)
      • Von nuuub Mitglied
        @MichaelG

        Zitat
        Es bestand früher eben auch das Recht auf eine Kopie des Datenträgers (CD/DVD) zur eigenen Verwendung
        Dieses Gesetz gibt es immer noch. Es war Legal sich eine VHS Videokasette, die man sich aus einer Videothek ausgeliehen hat, für den eigenen Gebrauch zu kopieren. Das gleiche gilt jetzt für DVD. Wenn ich "Legal" an ein Original ran komme, indem ich zb die Gebühr in eine Videothek bezahle, darf ich sie laut Gesetz kopieren, für den eigenen Gebrauch natürlich. Das Gesetz erlaubt es mir.

        ABER.

        Laut einem anderem Gesetz darf ich den Kopierschutz nicht umgehen. Dann mache ich mich strafbar.

        Genau das meine ich mit "Lächerlich".

        Kopierschutz verstößt so gesehen gegen das Gesetz weil es mein Recht, laut Gesetz!, auf eine Privatkopie, einschränkt.

        Aus diesem Grund, kann ich mich nur wiederholen, die ganzen Firmen sollten den Ball flach halten anstatt die Leute mit ihrem Gejammer zu verarschen.
      Direkt zum Diskussionsende
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