Müssen Videospiele teurer werden? Der hohe Preis, den man für Gaming zahlt

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Special Olaf Bleich - Autor Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Müssen Videospiele teurer werden? Der hohe Preis, den man für Gaming zahlt
Quelle: Nintendo

Zu teuer - oder nüchtern betrachtet immer noch günstig? Wie viel zahlen wir wirklich für Spiele und wie werden sich die Preise in Zukunft entwickeln?

Auch anderswo gibt es für kleines Geld viel Spiel: Netflix-Abonnenten können auf Mobile-Games zugreifen, im Epic Store setzt es regelmäßig kostenlose Spiele und Amazon-Prime-Mitglieder erhalten monatlich 20+ Spiele obendrauf. "Flatrate"-Dienste und Videospiele als Bonus-Inhalte zu bestehenden Mitgliedschaften reduzieren zumindest die subjektive Wahrnehmung auf den Wert von Games.

Tendenz steigend!

Jetzt aber die Antwort auf die Gretchenfrage: Sind digitale Spiele wirklich zu teuer? Natürlich sind sie teuer, aber gleichzeitig auch günstig. Denn wer nicht gleich am ersten Tag die großen AAA-Blockbuster zocken oder Unsummen in Mikrotransaktionen versenken will, wird auch 2024 für kleines Geld an seinen Zeitvertreib kommen.

Ob Abo-Dienste wie der Xbox Game Pass, Free-to-Play-Spiele oder auch kostenlose Titel über den Epic Game Store oder für Prime-Mitglieder - wer aufs Geld schauen muss, muss nicht gleichzeitig auf das Hobby Gaming verzichten.

Richtig teuer wird es allerdings, wenn es um Spiele im AAA-Bereich und um die neueste und leistungsstärkste Hardware geht. Hier müssen die Fans gepflegter Gaming-Unterhaltung tiefer in die Tasche greifen. Gerade im Vergleich zu den massiv gestiegenen Produktionskosten ist die Preisentwicklung über die Jahrzehnte aber noch überschaubar. Es gab keine massiven Sprünge, sondern eher eine langsame Anpassung.

Müssen Videospiele teurer werden? Der hohe Preis, den man für Gaming zahlt Quelle: Larian Wie geht es weiter? Wir halten es für wahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren bei großen Produktionen noch einmal an der Preisschraube gedreht wird. Die von Larian-Mitarbeiter Michael Douse geforderte Abkehr von Einheitspreisen halten wir gerade bei den führenden Marken wie Grand Theft Auto oder Call of Duty für realistisch. Kleinere Preissprünge bei Exklusivtiteln haben wir bereits in der Vergangenheit gesehen.

Denn die andere Seite der Medaille sieht auch nicht rosiger aus: Produktions- und Marketing-Kosten werden auch künftig weiter steigen. Zudem endet die Arbeit am Spiel nicht mit der Veröffentlichung: Community-Management, Updates und im besten Fall kostenlose Zusatzinhalte verlängern nicht nur die Lebensdauer der Spiele, sondern bedeuten auch einen massiven Mehraufwand.

Natürlich vereinfacht die Digitalisierung zum Beispiel die Vertriebswege und auch die Vermarktung weltweit. Der Einsatz künstlicher Intelligenz könnte zudem Kosten senken, aber auch Arbeitsplätze kosten. Dennoch sind die Gewinnmargen derzeit gering.

Kein Wunder also, dass Mikrotransaktionen, Season-Passes und andere Sperenzchen in den letzten zehn Jahren so prominent Einzug gehalten haben und in Fällen wie EA Sports FC oder NBA 2K weit mehr Geld in die Kassen spülen als der Verkauf der Vollversionen selbst. Unser Fazit für die Freunde der Blockbuster-Unterhaltung ist daher ebenso hart wie pessimistisch: Macht euch auf weitere Preissteigerungen gefasst - sowohl bei den Spielen selbst als auch bei Abo-Diensten wie dem Xbox Game Pass.

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    • Kommentare (35)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von DarkEmpireRemix
        Richtig, aber man muss auch nicht immer nur die teuersten Spiele wie Wing Commander oder Conker's Bad Fur Day aufzählen. Ebenso gab es ganz normale Preisspannen zwischen 60-150DM. (...)
        Je nach dem was man ansieht gab es auch viel geringere Preise. Man erinnert sich immer nur sehr punktuell an die Vergangenheit aber auch damals schon gab es Budgetitel und Co.. Man muss wirklich sagen, wenn man bei dem Thema in die Vergangenheit guckt, gibt es einiges an Aspekten, je nach dem in welches Jahr man schaut, in welches Land man schaut, welche Titel man betrachtet, die Plattformen und dann stecken dahinter natürlich unterschiedliche Umstände. Eigentlich ein spannendes Thema für eine wirklich tiefgehende Analyse.
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von DarkEmpireRemix
        Richtig, aber man muss auch nicht immer nur die teuersten Spiele wie Wing Commander oder Conker's Bad Fur Day aufzählen. Ebenso gab es ganz normale Preisspannen zwischen 60-150DM. (...)
        Je nach dem was man ansieht gab es auch viel geringere Preise. Man erinnert sich immer nur sehr punktuell an die Vergangenheit aber auch damals schon gab es Budgetitel und Co.. Man muss wirklich sagen, wenn man bei dem Thema in die Vergangenheit guckt, gibt es einiges an Aspekten, je nach dem in welches Jahr man schaut, in welches Land man schaut, welche Titel man betrachtet, die Plattformen und dann stecken dahinter natürlich unterschiedliche Umstände. Eigentlich ein spannendes Thema für eine wirklich tiefgehende Analyse.
      • Von Gast1738019403 Mitglied
        Müssen Videospiele teurer werden?
        Meine Antwort: Nein

        Der Preis der Video- und PC-Spiele ist meiner Meinung nach stabil geblieben.
        Früher (1990er Jahre) waren die Spielpreise bei ~ 70DM (für PC) und ~ 50DM (für Konsole).
        Exklusive Titel, sowohl für PC als auch für Konsole lagen schon mal bei 120-150 DM.
        Die Spiele (zum regulären Preis) waren alle in einer schönen Umverpackung, weitere Inhalte wie z.B eine fiktive Weltkarte auf Fotopapier, eine gedruckte und gebundene Anleitung waren selbstverständlich.

        In der heutigen Zeit:
        Derselbe Preis in Euro.
        Spielinhalt: Downloadcode und Anleitung in digitaler Form oder online zum Ausdrucken.
        Die gedruckten Karten gibt es dann in einer Special Edition zu erwerben für einen entsprechenden hohen Aufpreis.

        Teurer werden müssen die Spiel nicht, da die Gewinnoptimierung zum einen schon durch den Zusatzinhalt in digitaler Form stattgefunden hat.
        Durch die Inflation der letzten Jahrzehnte und die damit gestiegen Ressourcenkosten für die Herstellung sind meiner Meinung nach die Kosten für die Spiele gedeckt.
      • Von DarkEmpireRemix Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Neawoulf
        Wobei es aber auch früher schon sehr teure Spiele gab. Ich kann mich z. B. erinnern, dass Wing Commander 3 und 4 z. B. jeweils um 130 oder 140 DM gekostet haben, teilweise sogar noch mehr. Für Tie Fighter hab ich damals auch ziemlich viel bezahlt, glaube ich.
        Richtig, aber man muss auch nicht immer nur die teuersten Spiele wie Wing Commander oder Conker's Bad Fur Day aufzählen. Ebenso gab es ganz normale Preisspannen zwischen 60-150DM. Auf CD's waren Spiele ab spätestens der PS1 auf Konsolen generell günstiger als auf Modul. Auch damals standen zudem Versandhändler in Konkurrenz und unterboten sich, schon damals wurden Spiele mit der Zeit günstiger, in Videotheken konnte man nebenher fast alles ausleigen, und schon damals gab es Wiederverkauf (via Zeitung und viele kleine Spieleläden und Videotheken).

        Daneben darf man immer gerne anmerken, das man damals die Games in einer Verpackung, mit Handbuch, und manchmal gar mit Poster, Worldmap, Spieleberater, etc. bekam, in ganz normalen Editionen, und all seine Spiele auch immer noch gut verkaufen konnte! Da hat man noch richtig Geld für bekommen, im Gegensatz zur heutigen Zeit.
      • Von Hurshi Hobby-Spieler/in
        Müsste da nicht stehen "Müssen Videospiele BESSER werden" bevor da teurer steht ?
        Besser im Sinn von spielbar ohne Bugs etc .?!
      • Von Neawoulf Mitglied
        Wobei es aber auch früher schon sehr teure Spiele gab. Ich kann mich z. B. erinnern, dass Wing Commander 3 und 4 z. B. jeweils um 130 oder 140 DM gekostet haben, teilweise sogar noch mehr. Für Tie Fighter hab ich damals auch ziemlich viel bezahlt, glaube ich.
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