Müssen Videospiele teurer werden? Der hohe Preis, den man für Gaming zahlt

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Special Olaf Bleich - Autor Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Müssen Videospiele teurer werden? Der hohe Preis, den man für Gaming zahlt
Quelle: Nintendo

Zu teuer - oder nüchtern betrachtet immer noch günstig? Wie viel zahlen wir wirklich für Spiele und wie werden sich die Preise in Zukunft entwickeln?

Dieser Trend ist auch im Hardware-Bereich zu beobachten: Zuletzt sorgte Sony mit dem hohen Preis der PlayStation 5 Pro für Aufsehen. Ganze 799 Euro sollen begeisterte PlayStation-Fans für das Konsolen-Update hinlegen. Auf dem Papier ist die Pro damit die bislang teuerste Konsole im PlayStation-Kosmos.

Zieht man allerdings die ungeliebte Inflation mit ins Kalkül, sieht die Sache anders aus: Die PlayStation 3 kostete zum Launch im Jahr 2006 in Deutschland 599 Euro. Um den gleichen Gegenwert im Jahr 2024 zu erzielen, müsste man heute 929,60 Euro aufwenden. Wenn man also Vergleiche zwischen damals und heute anstellt, sollte man immer den Taschenrechner zur Hand haben.

Teure Spiele, billige Spiele

An dieser Stelle sei noch einmal betont, dass 80 Euro für ein Vollpreisspiel und 799 Euro für eine neue Konsole eine ganze Menge Geld sind. Wenn man sich allerdings die Kommentarspalten durchliest, stolpert man auch immer wieder über Sätze wie "Hole ich mir, wenn es im Sale ist" oder "Kommt sicher bald in den Game Pass". Dieser Ansatz ist gar nicht verkehrt!

Laut Statista betrug der durchschnittliche Preis für ein verkauftes Spiel auf Steam lediglich 15,50 US-Dollar. Und auch wenn große PC-Spiele zum Start zwischen 50 und 60 Euro kosten, so ist der hier angegebene Wert weiterhin ziemlich weit davon weg.

Denn ein Gros der Spieleindustrie verkauft sich gerne unter Wert. Spiele erwirtschaften in der Regel den Großteil ihrer Einnahmen in den ersten drei bis sechs Monaten. Geht ein Titel nicht sofort durch die Decke, werden die Preise oft schnell gesenkt. Der nächste Steam Sale, die nächste Black Week oder die nächste Aktion kommen bestimmt.

Wer also nicht gerade unter FOMO (kurz für "Fear of missing out") und damit unter der Angst, etwas zu verpassen, leidet oder gleich zum Release mit Freunden online spielen möchte, tut gut daran, ein wenig abzuwarten.

Denn Computer- und Videospiele gibt es auch für wenig Geld wie Sand am Meer. Bestes Beispiel: Der Xbox Game Pass. Die Ultimate-Version und damit der Zugriff auf eine reichhaltige PC- und Konsole-Bibliothek sowie Day-one-Releases, EA-Play-Mitgliedschaft und Xbox-Multiplayer kostet derzeit 17,99 Euro im Monat.

Call of Duty: Black Ops 6 Quelle: Activision Trotz zuletzt mehrfacher Preiserhöhungen ist das ein Schnäppchen, dem viele Spielerinnen und Spieler weltweit nicht widerstehen können. Im Februar 2024 vermeldete Microsoft 34 Millionen Abonnenten. Schadet der Abo-Dienst den Verkäufen oder treibt er gar die Preise in den Keller?

Circana-Analyst Mat Piscatella erläuterte den Einfluss des Game Pass auf die Spieleverkäufe von Call of Duty: Black Ops 6, das zum Start im Service enthalten war: "Es gibt eine anhaltende Debatte über den Game Pass und seine Auswirkungen auf den Umsatz. Diese konnten jedoch nie belegt werden, weil es auf den individuellen Fall ankommt. Manchmal hilft es dem Verkauf (vor allem durch Viralität), manchmal schadet es ihm. Nach zwei Wochen bin ich (in Bezug auf Call of Duty) der Meinung, dass der Game Pass vielleicht nicht geholfen, aber sicher auch nicht geschadet hat."

Black Ops 6 erfreute sich zum Start großer Beliebtheit, was nicht nur am feinen Mehrspieler-Modus, sondern auch an der viel gelobten Kampagne liegen dürfte. Piscatellas unsichere Aussage zeigt jedoch, dass der Game Pass nicht nur positive Auswirkungen auf die Zukunft eines Projekts haben kann.

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    • Kommentare (35)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von DarkEmpireRemix
        Richtig, aber man muss auch nicht immer nur die teuersten Spiele wie Wing Commander oder Conker's Bad Fur Day aufzählen. Ebenso gab es ganz normale Preisspannen zwischen 60-150DM. (...)
        Je nach dem was man ansieht gab es auch viel geringere Preise. Man erinnert sich immer nur sehr punktuell an die Vergangenheit aber auch damals schon gab es Budgetitel und Co.. Man muss wirklich sagen, wenn man bei dem Thema in die Vergangenheit guckt, gibt es einiges an Aspekten, je nach dem in welches Jahr man schaut, in welches Land man schaut, welche Titel man betrachtet, die Plattformen und dann stecken dahinter natürlich unterschiedliche Umstände. Eigentlich ein spannendes Thema für eine wirklich tiefgehende Analyse.
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von DarkEmpireRemix
        Richtig, aber man muss auch nicht immer nur die teuersten Spiele wie Wing Commander oder Conker's Bad Fur Day aufzählen. Ebenso gab es ganz normale Preisspannen zwischen 60-150DM. (...)
        Je nach dem was man ansieht gab es auch viel geringere Preise. Man erinnert sich immer nur sehr punktuell an die Vergangenheit aber auch damals schon gab es Budgetitel und Co.. Man muss wirklich sagen, wenn man bei dem Thema in die Vergangenheit guckt, gibt es einiges an Aspekten, je nach dem in welches Jahr man schaut, in welches Land man schaut, welche Titel man betrachtet, die Plattformen und dann stecken dahinter natürlich unterschiedliche Umstände. Eigentlich ein spannendes Thema für eine wirklich tiefgehende Analyse.
      • Von Gast1738019403 Mitglied
        Müssen Videospiele teurer werden?
        Meine Antwort: Nein

        Der Preis der Video- und PC-Spiele ist meiner Meinung nach stabil geblieben.
        Früher (1990er Jahre) waren die Spielpreise bei ~ 70DM (für PC) und ~ 50DM (für Konsole).
        Exklusive Titel, sowohl für PC als auch für Konsole lagen schon mal bei 120-150 DM.
        Die Spiele (zum regulären Preis) waren alle in einer schönen Umverpackung, weitere Inhalte wie z.B eine fiktive Weltkarte auf Fotopapier, eine gedruckte und gebundene Anleitung waren selbstverständlich.

        In der heutigen Zeit:
        Derselbe Preis in Euro.
        Spielinhalt: Downloadcode und Anleitung in digitaler Form oder online zum Ausdrucken.
        Die gedruckten Karten gibt es dann in einer Special Edition zu erwerben für einen entsprechenden hohen Aufpreis.

        Teurer werden müssen die Spiel nicht, da die Gewinnoptimierung zum einen schon durch den Zusatzinhalt in digitaler Form stattgefunden hat.
        Durch die Inflation der letzten Jahrzehnte und die damit gestiegen Ressourcenkosten für die Herstellung sind meiner Meinung nach die Kosten für die Spiele gedeckt.
      • Von DarkEmpireRemix Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Neawoulf
        Wobei es aber auch früher schon sehr teure Spiele gab. Ich kann mich z. B. erinnern, dass Wing Commander 3 und 4 z. B. jeweils um 130 oder 140 DM gekostet haben, teilweise sogar noch mehr. Für Tie Fighter hab ich damals auch ziemlich viel bezahlt, glaube ich.
        Richtig, aber man muss auch nicht immer nur die teuersten Spiele wie Wing Commander oder Conker's Bad Fur Day aufzählen. Ebenso gab es ganz normale Preisspannen zwischen 60-150DM. Auf CD's waren Spiele ab spätestens der PS1 auf Konsolen generell günstiger als auf Modul. Auch damals standen zudem Versandhändler in Konkurrenz und unterboten sich, schon damals wurden Spiele mit der Zeit günstiger, in Videotheken konnte man nebenher fast alles ausleigen, und schon damals gab es Wiederverkauf (via Zeitung und viele kleine Spieleläden und Videotheken).

        Daneben darf man immer gerne anmerken, das man damals die Games in einer Verpackung, mit Handbuch, und manchmal gar mit Poster, Worldmap, Spieleberater, etc. bekam, in ganz normalen Editionen, und all seine Spiele auch immer noch gut verkaufen konnte! Da hat man noch richtig Geld für bekommen, im Gegensatz zur heutigen Zeit.
      • Von Hurshi Hobby-Spieler/in
        Müsste da nicht stehen "Müssen Videospiele BESSER werden" bevor da teurer steht ?
        Besser im Sinn von spielbar ohne Bugs etc .?!
      • Von Neawoulf Mitglied
        Wobei es aber auch früher schon sehr teure Spiele gab. Ich kann mich z. B. erinnern, dass Wing Commander 3 und 4 z. B. jeweils um 130 oder 140 DM gekostet haben, teilweise sogar noch mehr. Für Tie Fighter hab ich damals auch ziemlich viel bezahlt, glaube ich.
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