Star Wars, Harry Potter und Co.: Lizenzspiele sind nicht immer schlecht!

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Special Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Star Wars, Harry Potter und Co.: Lizenzspiele sind nicht immer schlecht!
Quelle: Ubisoft

Früher galt die Wahrheit: Lizenzspiele sind selten gut, dafür oft richtig mies. Aber heutzutage gilt das nicht mehr - und diese Games wollen den Beweis antreten!

DRAGON BALL: Sparking! ZERO

Entwickler: Spike Chunsoft | Hersteller: Bandai Namco Entertainment | Release: 11. Oktober 2024 | Plattformen: PC, PS5, XBX

Gemeinhin gelten die Dragon-Ball-Z-Prügelspiele als einige der besten Lizenzspiele überhaupt, und vor allem die Budokai-Tenkaichi-Subserie hat bei vielen Fans einen besonderen Platz im Herzen inne. Gut also, dass sie nach 15 Jahren endlich zurückkehrt, auch, wenn der nicht wirklich eingängige Name Dragon Ball: Sparking! Zero das nicht wirklich verrät.

Dragon Ball: Sparking! Zero Quelle: Bandai Namco Es ist aber der offizielle nächste Teil der Reihe, nach wie vor entwickelt von Spike Chunsoft, ehemals nur Spike. Und in den 3D-Gefechten geht es wild und mit massig Combos zur Sache! Wie man es von Dragon Ball Z kennt, werden da absolut gewaltige Spezialattacken abgefeuert, die Figuren fliegen und springen wild umher und gerne geht auch mal die komplette Umgebung zu Bruch.

Wahlweise wickelt man seine eigenen Traumschlachten ab oder man erlebt ikonische Kämpfe aus Dragon Ball Z, eingebettet in eine Nacherzählung der bekannten Story. Und am Ende des Tages geht es natürlich auch im Multiplayer zur Sache, denn wenn Kampfspiele von einer Sache leben, dann natürlich davon, dass man seinen Freunden und Online-Fightern virtuell auf die Anime-Schnauze geben kann.

Indiana Jones und der Große Kreis

Entwickler: Machine Games | Hersteller: Bethesda/Microsoft | Release: 2024 | Plattformen: PC, XBX

Zum Abschluss noch ein absoluter Action-Adventure-Hochkaräter, der zum Zeitpunkt der Erstellung noch keinen festen Termin hat, aber auch noch 2024 erscheinen soll: Indiana Jones und der Große Kreis kommt von Machine Games, dem Studio hinter den hochgelobten modernen Wolfenstein-Spielen, und schickt den berühmtesten Archäologen der Welt erneut auf die Jagd nach einem übernatürlichen MacGuffin.

Wo die letzten beiden Filme unweigerlich das fortgeschrittene Alter von Indy-Darsteller Harrison Ford in die Handlung integrieren mussten, hat Der Große Kreis dieses Problem nicht. Hier treffen wir auf einen jungen Ford, wenn auch mit einer anderen Synchronstimme, der im Jahr 1937 zwischen den Ereignissen von Jäger des verlorenen Schatzes und Der letzte Kreuzzug auf seiner weltumspannenden Reise wieder mal fröhlich Nazis klopft und Sprüche kloppt. Äh, umgekehrt natürlich.

Indiana Jones und der Große Kreis Quelle: MachineGames / Lucasfilm Games Seine Reise zu den Knotenpunkten des titelgebenden Großen Kreises führt Indiana Jones unter anderem nach Rom, Thailand, den Himalaya, Shanghai und Ägypten. Anders, als man das bei so einem berühmten Gesicht in der Titelrolle erwarten würde, spielt ihr übrigens aus der Ego-Perspektive.

Ihr könnt euch also fast selbst wie Indy fühlen, wenn ihr mit der Peitsche über Abgründe schwingt und Feinden die Waffen aus der Hand zieht, selbst mit altertümlichen Knarren ballert, euch im Faustkampf beweist und passend zur Vorlage zahlreiche Rätsel löst. Aber keine Sorge, in Zwischensequenzen und bei allerlei non-interaktiven Momenten während des Gameplays bekommt ihr Indiana natürlich trotzdem zu sehen.

Auf welches Spiel rund um eine bekannte Marke, das nicht in unserer Liste ist, freut ihr euch am meisten? 2025 und danach wird es auf jeden Fall erneut reichlich Lizenz-Futter geben. Freuen könnt ihr euch unter anderem auf Marvel 1943: Rise of Hydra, Wolverine, Dune: Awakening, Star Wars: Eclipse, Wonder Woman und das Remake von The Witcher. Ja, is ja schließlich auch eine Lizenz!

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Svenc Gelegenheitsspieler/in
        Bei Alien hatte es auch was gedauert, auch wenn es vorher ordentliche Knatterbuden gab (AvP2). Und interessante Frühexerpimente wie Electric Dreams' Aliens von 1986 auf C64/Amstrad. Aber bezeichnend: Alien:Isolation hätte bereits ~2009 kaum seine Pitch-Phase überlebt -- und da waren die Kosten noch etwas überschaubarer als heute. Und das Spiel, das Aliens und sein Krisenmanagement endlich mal etwas einfängt, kam auch von einem kleineren Studio.

        Beides sind Projekte, die es Triple-A eher nicht (mehr) gibt. Isolation war eigentlich sogar ein Indie-Konzept mit Big-Budget-Production-Values: Ein paar Jahre lang entwickelten über hundert Leute an einem Ripley-Simulator, einem regelrechten Stresstest. Das Spiel hatte passend zu seiner Lizenz mal so gar keine Probleme damit, irgendwem ans Bein zu pissen. Entsprechend zwiegespalten fiel das Testerfazit aus (was in der PC Games von wegen Gegnern stand, die einen im Rücken sehen würden, war trotzdem Käse). Aber Leute, die das Spiel abholte, die holte das Ding dann auch ab. Keine Kompromisse.

        Lizenz-Gurken mögen selten sein. Aber: Die Alien:Isolations sind noch immer nicht die Norm. Sondern Hogwarts Legacy, aka hübsch gemachte Spiele, die ihre Karten so safe ausspielen, dass sich manch einer bereits ein Jahr später kaum noch an sie erinnert. Und die anders als Baldur's Gate 3 bereits wenige Monate nach Release bereits in Sales verramscht werden. Hätte übrigens statt Redfall lieber das neue Indy-Spiel unter Bethesda-Regie von Arkane gesehen statt Machine Games... Thief bot mit seinen Grabräubertouren schon vor 25 Jahren mal wieder die passenden Start-Templates für Looking Glass' Erben. Da hätte man sich die vielen Mitarbeiterkündigungen und den Riesenflop eventuell sparen können. Und ein spannendes Lizenzspiel wäre es eventuell auch geworden.
      • Von Svenc Gelegenheitsspieler/in
        Bei Alien hatte es auch was gedauert, auch wenn es vorher ordentliche Knatterbuden gab (AvP2). Und interessante Frühexerpimente wie Electric Dreams' Aliens von 1986 auf C64/Amstrad. Aber bezeichnend: Alien:Isolation hätte bereits ~2009 kaum seine Pitch-Phase überlebt -- und da waren die Kosten noch etwas überschaubarer als heute. Und das Spiel, das Aliens und sein Krisenmanagement endlich mal etwas einfängt, kam auch von einem kleineren Studio.

        Beides sind Projekte, die es Triple-A eher nicht (mehr) gibt. Isolation war eigentlich sogar ein Indie-Konzept mit Big-Budget-Production-Values: Ein paar Jahre lang entwickelten über hundert Leute an einem Ripley-Simulator, einem regelrechten Stresstest. Das Spiel hatte passend zu seiner Lizenz mal so gar keine Probleme damit, irgendwem ans Bein zu pissen. Entsprechend zwiegespalten fiel das Testerfazit aus (was in der PC Games von wegen Gegnern stand, die einen im Rücken sehen würden, war trotzdem Käse). Aber Leute, die das Spiel abholte, die holte das Ding dann auch ab. Keine Kompromisse.

        Lizenz-Gurken mögen selten sein. Aber: Die Alien:Isolations sind noch immer nicht die Norm. Sondern Hogwarts Legacy, aka hübsch gemachte Spiele, die ihre Karten so safe ausspielen, dass sich manch einer bereits ein Jahr später kaum noch an sie erinnert. Und die anders als Baldur's Gate 3 bereits wenige Monate nach Release bereits in Sales verramscht werden. Hätte übrigens statt Redfall lieber das neue Indy-Spiel unter Bethesda-Regie von Arkane gesehen statt Machine Games... Thief bot mit seinen Grabräubertouren schon vor 25 Jahren mal wieder die passenden Start-Templates für Looking Glass' Erben. Da hätte man sich die vielen Mitarbeiterkündigungen und den Riesenflop eventuell sparen können. Und ein spannendes Lizenzspiel wäre es eventuell auch geworden.
      • Von LOX-TT Mitglied
        Zitat von ChaosCreator
        Das stimmt zwar schon, aber auch schon in der längeren Vergangenheit gab es sehr gute Lizenzspiele.
        007 Golden Eye, die Jedi Knight Serie, Dark Forces, allgemein viele Star Wars Spiele, Kotor 1+2, Shadows of the Empire und andere. Ich bin mir nicht sicher, ob man die frühen Point & Click Adventures von Lucas Arts selbst zu den Linzenzspielen verorten kann, aber wenn ja, die waren auch sehr gut.
        . ;)
        Klar kann man die mitzählen, sind ja auch Lizenzspiele dabei wie ein Indians Jones: Fate of Atlantis

        Auch noch positiv hervorzuheben sind die Herr der Ringe Spiele zu den Filmen von EA.
        Oder Jurassic Park: Operation Genesis, der geistige Vorgänger der Evolution Spiele von Frontier
      • Von ChaosCreator Mitglied
        Zitat von Athrun
        Lange zeit war es schon fast eine Faustregel, das Lizenzspiele nichts anderes als billige Ramschware ist, die man oft pünktlich zu Filmpremieren rausbringt, um Geld abzugreifen. Das hat sich natüprlich in den letzten Jahren kräftig geändert aber z.B. viele frühere Harry Potter Spiele waren nicht unbedingt das Gelbe vom ei (wie z.B. die 2 Teile für den letzten Film wo man sogar die Wirkung von Zaubern im Spiel komplett umgeschrieben hatte)
        Das stimmt zwar schon, aber auch schon in der längeren Vergangenheit gab es sehr gute Lizenzspiele.
        007 Golden Eye, die Jedi Knight Serie, Dark Forces, allgemein viele Star Wars Spiele, Kotor 1+2, Shadows of the Empire und andere. Ich bin mir nicht sicher, ob man die frühen Point & Click Adventures von Lucas Arts selbst zu den Linzenzspielen verorten kann, aber wenn ja, die waren auch sehr gut.
        D&D gibt‘s noch. Temple of Elemental Evil, die Neverwinter-Reihe, Pool of Radiance, Icewind Dale…alles gute Spiele mit D&D Lizenz.
        DSA, bwz. auf dem Regelwerk basierende Spiele gab es auch ein paar sehr gute.
        Natürlich gibts auch absolute Gurken, hust…Gollum, Gollum…hust, aber die gibts auch bei nicht-Lizenzspielen. ;)
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Zitat von LOX-TT
        Weder Jedi: Fallen Order noch dessen Nachfolger sind Open-World Spiele. Open Schlauch vielleicht, aber nicht Open-World.
        Also, ich weiß ja nicht. Als ich letztens mit Merrin auf einem Spamel durch die Wüste geritten bin hätte ich jetzt unbedingt den visuellen Eindruck eines Schlauchlevels gehabt. Klar sind die Zonen begrenzt, aber zur Wahrheit gehört auch, dass die Planeten und Gebiete in Jedi Survivor zum Erkunden ausgelegt sind - etwas was für Schlauchlevels eher untypisch ist.

        Man kann sicher sagen, dass Jedi Survivor keine ganzen Planeten abbildet, aber das wird Outlaws auch nicht schaffen. Vielleicht hat Outlaws größere Gebiete, aber ich würde einschätzen dass man hier eher an Größenordnungen von Wildlands oder verschiedenen Assasines Creed Spielen ran reicht. Obwohl man also sicher von größeren Gebieten sprechen kann, fände ich es abwegig bei einer frei begehbaren Welt im Fall von Jedi Survivor von Open Schlauch zu sprechen, nur weil sie nicht in der größtmöglichen Fläche daherkommen. Wenn dann in Outlaws halt 50 % der Welt nur öde Wüste ist, nützt einen ja die Größe der Gebiete auch nichts. Als Spieler muss einen schon der Anlass zur Entdeckung geboten werden.

        Der größte Problemfaktor für den Erfolg oder Misserfolg von Outlaws wird sicher Ubisoft selbst sein, denn deren Entwickler-Studios hatten zuletzt nicht gerade geglänzt. Shitstorm wegen den schwarzen Samurai im nächsten Assasines Creed, Skull & Bones war eine Totgeburt, davor war Breakpoint unterdurchschnittlich und das Extraction-Spiel aus der Rainbow Six Reihe hatte einem Monat nach dem Release wegen der geringen Spielerzahlen keine Perspektive mehr für weitere Entwicklungen. Watch Dogs Legion wurde auch nicht gut aufgenommen und Fenyx Rising kennt man nur vom hören-sagen. Von letzen Siedler-Teil wollen wir mal lieber nicht sprechen. Dazu kommt noch dass die regelmäßig geschönte Trailer raus geben, die nicht dem Endprodukt entsprechen. Woher also den Optimismus nehmen?

        Zitat von LOX-TT
        Und irgendwelche 10 Minuten sagen gar nichts über die Qualität aus.
        Die Wasseranimationen in den gezeigten Szenen sagen mir zumindest mal aus, dass man die Grafik-Engine nicht im Griff hat. Die Szene mit der Granate, die Kay Vess fast erwischt, wirkt im Video so als hätte man sie 2010 erstellt. Die gezeigte Quest zeigte auch noch unerwarte Schwächen im Leveldesign und Gegner KI.
        Also ja, die 10 Minuten sagen so einiges über die Qualität aus. Vielleicht nicht über das gesamte Spiel, aber wenn dass das beste ist, was der Entwickler zu präsentieren vermag, dann hatte der Chef der Marketing-Abteilung wahrscheinlich gerade frei.
      • Von LOX-TT Mitglied
        Zitat von Nevrion
        Uhm, habt ihr euch irgendwie mit Respawn Entertaiment verkracht, oder warum zählt Jedi: Survivor nicht als Open-World/Universe? Generell ist das derzeit ja auch eines der Beispiele, wo man eher von einer vergeudeten Lizenz sprechen muss, denn Ubisoft hat mit seinen ersten 10 Minütigen Gameplay, welches man auf IGN vorgestellt hat (augenscheinlich kein Thema bei der PCGames), doch deutlich gemacht, dass man hier nur B-Ware bekommt.
        Weder Jedi: Fallen Order noch dessen Nachfolger sind Open-World Spiele. Open Schlauch vielleicht, aber nicht Open-World.

        Und irgendwelche 10 Minuten sagen gar nichts über die Qualität aus.

        Meine Top 3 Lizenztitel sind

        Star Wars: Outlaws
        Indiana Jones und der große Kreis
        Jurassic Park: Survival

        Auf Project 007 freu ich mich auch, aber davon hat man ja bis auf den Teaser vor Jahren gar nix mehr gesehen.
        Ähnlich bei Star Wars: Eclipse
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