Spiele-Forsetzung uind ihre Wertung: Crysis 3 und Dead Space 3
Crysis 3 ist vor wenigen Wochen offiziell erschienen und musste sich der internationalen Fachpresse zur Kritik stellen. Auf Metacritic.com flossen bereits eine Vielzahl von Testberichten verschiedenster Publikationen ein. Im Schnitt erreichte der Edel-Shooter eine Wertung von 77 Punkten. Zu wenig, wenn es nach Crytek-Chef Cevat Yerli geht. Wir haben uns die daraus entstandene Diskussion zum Anlass genommen und uns weitere Videospiel-Reihen und ihre Wertungen vorgeknöpft.
Crysis 3
Metacritic: 77 Punkte
PC Games: 91 Prozent
Im Jahr 2007 hinterließ Crytek mit dem Release von Crysis offene Münder. Bei metacritic.com erreichte das Spiel satte 91 Punkte und auch wir vergaben mit 94 Prozent eine so hohe Note wie noch nie. Eine gute Grafik allein reicht jedoch nicht. Mit den beiden Nachfolgerspielen konnte Crytek nicht an den Erfolg anknüpfen. Auf Metacritic reichte es bei Crysis 3 gerade mal für 77 von 100 Punkten. Eine unfaire Bewertung, wie Crytek-Chef Cevat Yerli findet. Die Meinungen bleiben gespalten.
Dead Space 3
Metacritic: 79 Punkte
PC Games: 84 Prozent
Nachdem sich das erste Dead Space-Spiel und der Nachfolger Dead Space 2 über einen Metascore von 86 und 87 Punkten freuen durften, muss sich Teil 3 mit lediglich 79 Punkten zufriedenen geben. Die Nutzer greifen im Schnitt sogar zu tieferen Noten. Mit 5,9 Punkten fällt der User-Score lediglich gemischt aus. Größter Kritikpunkt bleibt bei vielen der fehlende Grusel-Faktor. Da haben die beiden Vorgängerspiele definitiv die Nase vorn.
In diesem Artikel
- Seite 1 Spiele-Forsetzung und ihre Wertung: Assassin's Creed 3 und CoD: Black Ops 2
- Seite 2 Spiele-Forsetzung uind ihre Wertung: Crysis 3 und Dead Space 3
- Seite 3 Spiele-Forsetzung uind ihre Wertung: Diablo 3 und Far Cry 3
- Seite 4 Spiele-Forsetzung uind ihre Wertung: Hitman: Absolution und Mass Effect 3
- Seite 5 Spiele-Forsetzung uind ihre Wertung: NfS: Most Wanted und Tomb Raider
- Seite 6 Bildergalerie
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Black Ops 2 ist ein typisches CoD. Und CoD hat das richtig gemacht, was es soll und will: ein CoD sein. Hier spielt einfach nur der persönliche Geschmack eine Rolle. Mir gefällt es nicht.
AC3 fand ich gut. Es war nicht herausragend toll, aber es bot ein unverbrauchtes Setting und gutes Gameplay. Storytechnisch war es auch gelungen.
Crysis 3...nun, da bin ich zwiegespalten. Einerseits zu kurz und zu maue Story, andererseits technisch herausragend und gameplaytechnisch durchaus solide und gut. Ein unterhaltsamer, guter Shooter, aber den Vollpreis nicht wert.
Dead Space 3 hab ich nie gespielt. Kann also kein Urteil abgeben.
Diablo 3 war tatsächlich nett und unterhaltsam. Aber nichts, was ich persönlich nochmal mehrmals durchspielen würde. Ich fass das Spiel die nächste Zeit nicht mehr an.
FarCry 3 aber war in meinen Augen einer der besten Shooter der letzten drei, vier Jahre und bot auch eine ordentliche Story. Es sah gut aus und hatte trotz kleinerer Mängel viel Spaß gemacht.
Hitman hab ich ebenso wenig gespielt.
Mass Effect 3 war gameplaytechnisch der beste Teil und spielte sich viel runder und angenehmer, als die Vorgänger. Einzig die geringen Auswirkungen der Entscheidungen war ein großer Mangel, der das Spiel runter gerissen hat. In meinen Augen jedenfalls.
Auch das neue Tomb Raider spielt sich angenehm rund, wirkt aber durch die Gefechte etwas unglaubwürdig. Mir macht es sehr viel Spaß und ich werde es auch weiterhin gern spielen.
Da sieht man mal, wie sehr sich die Geister scheiden. ;)
Was Tomb Raider betrifft: Spieldauer top, allerdings hat das aktuelle Tomb Raider nichts mehr mit dem Ursprung zu tun. Mir kommt Tomb Raider fast so vor wie ein Farcry Clone. Und dazu unglaubwürdige Entwicklung der Protagonistin. Von der empfindlichen halbkindlichen Frau in 0, nix zur abgebrühten Killerin..... bitte! Dafür bei den Gräbern nur 1 Kammer und keinerlei Rätsel wie es in früheren Tomb Raider Teilen gang und gäbe war. Dafür die Grafik top, keine Frage. Auch die Waffenaufrüstung. Nur paßt das eben alles nicht wirklich zu Lara.
1. Entweder ein Spiel alle 2-3 Jahre veröffentlichen und dann Kritik anhören, es wäre nicht innovativ / immer das Gleiche.
2. Oder sich Zeit lassen und dann die Erwartungen nicht erfüllen können, die sich die Communitiy bis dahin aufgebaut hat.
Ein Teufelskreis.
Daher taugt IMDB im Filmbereich auch viel mehr als jedes "Fachurteil". ;)
Wie der-jan schon sagte: Natürlich soll eine Fortsetzung nicht deckungsgleich mit dem Vorgänger daher kommen. Hier eine kleine Neuerung, da eine Verbesserung am Gameplay. Das reicht völlig.
Auf Teufel komm raus eine ach so bahnbrechende Innovation rein bauen, nur damit das Spiel "anders" als andere ist? Nein! Wenn etwas neues kommen soll, soll es gut durchdacht sein. Und das einzige "innovative" Spiel, was ich kenne und was gut durchdacht war, ist Mirror's Edge. Aber das Spiel krankte an einer vorhersehbaren Story und kurzer Spieldauer. Und es hat sich ja bekanntlich eher schlecht als recht verkauft.
Ich möchte keine großen Innovationen und schon gar nicht will ich, dass sie auf Teufel komm raus ins Spiel rein geprügelt werden. Ich möchte ein Spiel, das durch rundes, funktionierendes Gameplay, einer guten Story und Atmosphäre punktet. Mir reichen altbewährte Gameplaymechaniken, die auch funktionieren. Daher spiele ich auch gern hin und wieder mal Brain Off-Action a'la CoD, aber auch Rollenspiele wie Baldurs Gate oder Drakensang. Man kann auch Elemente aus verschiedenen Genres miteinander verbinden. Das ist auch völlig in Ordnung. Dann hat man eben einen Shooter mit RPG-Anleihen oder ein SciFi-RPG mit Action-Anleihen.
Letztendlich bleiben zwei Fragen:
1. Was wäre denn eine Innovation? Ich lese ja immer nur "Ich will Innovationen! Der Titel ist innovationslos und lame! Mimimi". Aber nie lese ich Beispiele oder Vorschläge, wie man genau das besser machen könnte. Da ich diese Debatte seit Jahren verfolge und nie gute Ideen zu Gesicht bekommen habe, bin ich der Meinung, dass das alles nur hohles Gelaber ohne Hand und Fuß ist.
2. Passen denn Innovationen überhaupt in das jeweilige Spiel? Was will man denn z.B. an einem Shooter, der gut funktioniert, denn noch großartig verbessern, wenn es nicht gerade um Details geht? Ein Shooter ist ein Shooter. Den Kern des Prinzips wird man nicht verbessern oder verändern können. Sonst wäre es kein Shooter mehr.
Nehmen wir mal Crysis 3 als Beispiel: Das Spiel ist alles andere als "CoD-Like". Gameplaytechnisch macht es in meinen Augen eine sehr gute Figur. Auch grafisch, sowie technisch. Die Kritikpunkte, an denen das Spiel krankt, sind nicht durch Innovationen zu lösen. Das sind Designentscheidungen, die schlichtweg falsch waren.
Das selbe gilt für CoD. CoD will CoD sein, nichts anderes. Brain Off-Action für die, die sich nicht mit komplexen Spielmechaniken anfreunden können. Mehr als offenere Level und eine bessere KI wird man gameplaytechnisch nicht bringen können. Mehr würde auch nicht passen.
Spiele müssen durch Innovation beeindrucken und durch komplett neue Inhalte, bzw Spielerfahrung und Gameplayelemente überzeugen, alles andere ist langweilig und einfallslos...
Abgesehen von der ganze "Spiele müssen Innovationen aufweisen" Debatte - die ein Thema für sich ist mit all dem Für und Wider - aber wie gesagt das in ne Diskussion über Serien, über Nachfolger etc zu bringen ist zu konfus...
Wenn ich einen Teil einer Serie gut finde, dann bin ich zufrieden wenn ein Nachfolger ähnlich wird - wenn ich was anderes suche, dann such ich halt nach einem anderen Spiel.
Natürlich sollen die einzelnen Teile einer Serie nicht "deckungsgleich" sein - aber zu große Veränderungen sind noch ärgerlicher als fast gar keine Änderung. Der Übergang von Max Payne zu Max Payne 2 - so stell ich mir Serienfortsetzungen vor - neue Story, neuer Aspekt durch weiblichen Sidekick den man auch zur Auflockerung kurz selbst spielen konnte aber ansonsten bekam der, der den Vorgänger mochte "mehr vom dem was ihm gefallen hat"