Unser Hot Take der Woche: Spiele sind besser, wenn man schlecht darin ist

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Unser Hot Take der Woche: Spiele sind besser, wenn man schlecht darin ist
Quelle: CD Projekt Red

Ich darf unsere neue Hot-Take-Rubrik einführen und falle direkt mit der Tür ins Haus: Nur ein schlechter Witcher ist ein guter Witcher.

Schwierigkeit und Kompetenz in Spielen sind auch im Jahre 2026 noch ein heißdiskutiertes Thema. Immer wieder kommt etwa die Frage auf, ob man ein bestimmtes "Skill"-Level braucht, um ein Spiel angemessen bewerten zu können. In den Diskussionen wird hoher Skill daher meist als etwas "Gutes" oder gar Erstrebenswertes dargestellt. Ich bin mittlerweile jedoch davon überzeugt, dass (zumindest manche) Spiele wesentlich besser sind, wenn man "schlecht" darin ist.

Der Gedanke ist mir gekommen, als ich neulich Resident Evil Requiem durchgespielt habe. Das Spiel ist in mehrere Abschnitte unterteilt, mit denen Capcom quasi Action-Horror und Horror-Horror vereint. Erst spielt man Grace, die sich aufgrund ihrer leichten Bewaffnung durch die zombieverseuchten Orte schleichen soll, anschließend räumt man mit Action-Held Leon auf.

In meinem Spieldurchlauf war Grace jedoch eine richtige Killermaschine, die jeden Feind beim ersten Blickkontakt direkt dem Erdboden gleichgemacht hat. Nach zahlreichen Stealth-Takedowns, Headshots und auch Duellen im Nahkampf waren die verschiedenen Orte schnell zombie-frei, wodurch sich Leon nur noch um die geskripteten Kämpfe kümmern musste.

Das hat sich im Moment auch durchaus gut angefühlt, so wie es sich eben gut anfühlt, Zombies in den Kopf zu schießen. Im Großen und Ganzen glaube ich jedoch, dass meine Spielerfahrung darunter gelitten hat.

PC Games - Hot Take der Woche

In unserem Hot Take der Woche präsentieren wir euch jeden Mittwoch eine starke Meinung aus der Redaktion, die ein bisschen aus der Reihe tanzt. Denn auch bei uns gibt es Ansichten, bei denen nicht alle sofort zustimmend nicken - weder in der Redaktion noch in unserer Community.

Manchmal findet jemand ein gefeiertes Spiel überschätzt. Manchmal nervt ein Fan-Liebling mehr, als er begeistert. Und manchmal ist genau das spannend: wenn eine Meinung nicht einfach dem folgt, was gerade alle sagen.

Unser Hot Take der Woche ist deshalb kein Versuch, euch etwas einzureden. Es ist ein Blickwinkel oder eine Meinung aus der Redaktion, der bewusst nicht dem Konsens folgt - und vielleicht gerade deshalb besonders spannend ist.

Diese Horror-Atmosphäre, die Capcom durch die implizierte Hilflosigkeit von Grace evozieren wollte, kam bei mir nämlich nur selten auf. Ich habe sie quasi ausgehebelt, weil ich zu "gut" war. In einer späteren Passage befindet man sich beispielsweise in einem Bunker voller geräuschempfindlicher Zombies.

Selbst Leon muss hier mit seinem Arsenal an Waffen eigentlich vorsichtig sein, da auch nur ein Schuss das ganze Gebiet über seine Position informiert - das hat mich aber nicht aufgehalten, jeden einzelnen Krabbler gemütlich mit der Schrotflinte zu befeuern.

Ich fand Resident Evil Requiem ziemlich gut, gar keine Frage. Meine Spielerfahrung wäre jedoch noch besser gewesen, wenn ich stärker in die Rolle hineingedrängt worden wäre, die das Spiel für Grace zumindest nahelegt: Schusswaffe als letzter Ausweg, Gegnerhorden meiden, nicht jede Bedrohung zum ehrenhaften Duell bitten.

Das hier sind die Augen eines blutrünstigen Killers. Quelle: nvidia.com Das hier sind die Augen eines blutrünstigen Killers. Am besten wäre es natürlich, wenn mich das Spiel tatsächlich zwingen würde, vorsichtig zu spielen, und die Tatsache, dass Shotgun-Spam überhaupt effektiv ist, könnte man durchaus als Designfehler betrachten.

Wenn ein Horrorspiel will, dass ich mich hilflos fühle, sollte es mir diese Hilflosigkeit entweder aufzwingen oder mich zumindest glaubwürdig dazu verleiten. Die berüchtigten Tank-Controls älterer Resident Evil-Teile haben es meiner Meinung nach ziemlich gut hinbekommen, für ein Gefühl der Unbeholfenheit zu sorgen.

Für viele Spieler haben diese Passagen jedoch auch ohne künstliche Einschränkungen genau so funktioniert, wie Capcom das geplant hatte - und sie hatten dadurch ein besseres Erlebnis.

Horror ist hierfür wohl das prominenteste Beispiel, da oftmals eine bestimmte Atmosphäre über die vermeintliche Hilflosigkeit des Protagonisten aufgebaut wird. Das Gleiche gilt jedoch unter anderem auch für Spiele, in denen das eigene Scheitern in der Narrative verankert ist.

Ein Hades würde vermutlich gar nicht funktionieren, wenn man direkt beim ersten Run das Ende erreicht. Das Spiel rechnet mit konstanten Niederlagen, wodurch immer neue Dialoge freigeschaltet werden und man dem Setting entsprechend ein Gefühl erhält, sich langsam aus der Unterwelt herauszuarbeiten. Wer diesen Zyklus einfach überspringt, verpasst dadurch quasi die komplette Dramaturgie - und obendrein verlieren auch die ganzen Upgrades, die man im Verlaufe des Spiels erhält, ihr Gewicht.

Huch, falscher Hades. Aber der Film hätte auch nicht funktioniert, wenn Hercules den Typ direkt zu Beginn zu Brei geprügelt hätte. Quelle: Disney Huch, falscher Hades. Aber der Film hätte auch nicht funktioniert, wenn Hercules den Typ direkt zu Beginn zu Brei geprügelt hätte. Die eigenen Fähigkeiten wirken sich nämlich ebenfalls auf die Relevanz von Spielmechaniken aus. Das Verbessern der Waffe ist etwa entweder ein zentrales Spielelement oder eine nette Dreingabe, die man im schlimmsten Fall fast schon ignorieren kann.

Die meisten Spiele funktionieren erst wirklich, wenn all ihre Mechaniken ineinandergreifen - ein Witcher 3 macht etwa schlicht und ergreifend mehr Spaß, wenn man sich tatsächlich auf jeden Kampf wie ein Hexer vorbereiten muss, statt einfach Kreise um die Gegner zu rennen.

Da jedoch nicht jedes Spiel einen brauchbaren Schwierigkeitsregler wie The Witcher 3 hat, bin ich mir mittlerweile sicher, dass man im Durchschnitt eine bessere Zeit mit Videospielen hat, wenn man eher "schlecht" darin ist. Jetzt würde mich brennend eure Meinung zu Schwierigkeitsgrad und Spielspaß interessieren. Bei welchem Spiel hattet ihr vielleicht gerade deshalb Spaß, weil ihr nicht einfach souverän durchmarschiert seid? Lasst mir gerne einen Kommentar da!

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SweetDonut Stille/r Leser/in
        Zitat von ESBHorscht
        Moin... Ich war schon immer der Meinung, dass es (für die Pros) notwendig ist, Games auf ihrem höchsten Schwierigkeitsgrad zu zocken, um den "vollen Spielspaß" (Ausnutzen aller Mechaniken) auskosten zu können. Nehmen wir doch gleich das Beispiel von RE Requiem. Auf dem Schwierigkeitsgrad Casual oder Modern/Classic pflügst du als Pro-Gamer duch, wie durch warme Butter. Und solltest du dann die Herausforderung auf dem Schwierigkeitsgrad Nightmare suchen, macht das ja auch nur halb so viel Spaß, weil das ja dann nicht mehr dein erster Run ist. Du weißt ja schon was kommt. Deine Spielerfahrung ist nie wieder die, wie beim ersten Durchgang. Jetzt stell dir mal vor Capcom hätte uns die Möglichkeit gegeben, gleich zu Beginn den Schwierigkeitsgrad Nightmare auswählen zu können. Die Erfahrung wäre eine ganz andere gewesen. In dem Moment hätten wir alle Spielmechaniken nutzen müssen, um irgendwie irgendwann die Credits sehen zu können. Ich wette mit dir, dass du die Licker am Ende nicht Einen nach dem Anderen mit der Shotgun gekillt hättest... Du hättest bestimmt schöne reingeschissen.

        Aber wenn man Games schwieriger machen würde, wäre das ja nichts mehr für den Mainstream... Dann haben halt die Pros der Pros weiterhin nur halb so viel Spaß.
        Weitere Neuheiten und interessante Angebote finden Sie hier. Ich hoffe, Sie sind zufrieden.
        Interessanter Gedanke, aber die Medaille hat noch eine andere Seite. Oft sperren die Entwickler den höchsten Schwierigkeitsgrad am Anfang gar nicht mal wegen dem Mainstream, sondern weil Nightmare meistens komplett auf New Game+ ausgelegt ist. Das Spiel geht dann halt davon aus, dass du schon mit aufgemotzten Waffen startest oder zumindest die Map in- und auswendig kennst. Wenn du dich da im ersten Run direkt nackt reinwirfst, wird das Spiel oft nicht schwerer, sondern bricht mechanisch komplett weg oder wird ultra frustrierend. Wenn dir zum Beispiel wegen schlechtem Balancing beim Boss am Ende die Muni ausgeht, kannst du den Spielstand quasi löschen. Klar, dem Spieler einfach die Wahl zu lassen und eine dicke Warnung für Masochisten vorzuschalten, wäre trotzdem die ehrlichere Lösung.
      • Von SweetDonut Stille/r Leser/in
        Zitat von ESBHorscht
        Moin... Ich war schon immer der Meinung, dass es (für die Pros) notwendig ist, Games auf ihrem höchsten Schwierigkeitsgrad zu zocken, um den "vollen Spielspaß" (Ausnutzen aller Mechaniken) auskosten zu können. Nehmen wir doch gleich das Beispiel von RE Requiem. Auf dem Schwierigkeitsgrad Casual oder Modern/Classic pflügst du als Pro-Gamer duch, wie durch warme Butter. Und solltest du dann die Herausforderung auf dem Schwierigkeitsgrad Nightmare suchen, macht das ja auch nur halb so viel Spaß, weil das ja dann nicht mehr dein erster Run ist. Du weißt ja schon was kommt. Deine Spielerfahrung ist nie wieder die, wie beim ersten Durchgang. Jetzt stell dir mal vor Capcom hätte uns die Möglichkeit gegeben, gleich zu Beginn den Schwierigkeitsgrad Nightmare auswählen zu können. Die Erfahrung wäre eine ganz andere gewesen. In dem Moment hätten wir alle Spielmechaniken nutzen müssen, um irgendwie irgendwann die Credits sehen zu können. Ich wette mit dir, dass du die Licker am Ende nicht Einen nach dem Anderen mit der Shotgun gekillt hättest... Du hättest bestimmt schöne reingeschissen.

        Aber wenn man Games schwieriger machen würde, wäre das ja nichts mehr für den Mainstream... Dann haben halt die Pros der Pros weiterhin nur halb so viel Spaß.
        Weitere Neuheiten und interessante Angebote finden Sie hier. Ich hoffe, Sie sind zufrieden.
        Interessanter Gedanke, aber die Medaille hat noch eine andere Seite. Oft sperren die Entwickler den höchsten Schwierigkeitsgrad am Anfang gar nicht mal wegen dem Mainstream, sondern weil Nightmare meistens komplett auf New Game+ ausgelegt ist. Das Spiel geht dann halt davon aus, dass du schon mit aufgemotzten Waffen startest oder zumindest die Map in- und auswendig kennst. Wenn du dich da im ersten Run direkt nackt reinwirfst, wird das Spiel oft nicht schwerer, sondern bricht mechanisch komplett weg oder wird ultra frustrierend. Wenn dir zum Beispiel wegen schlechtem Balancing beim Boss am Ende die Muni ausgeht, kannst du den Spielstand quasi löschen. Klar, dem Spieler einfach die Wahl zu lassen und eine dicke Warnung für Masochisten vorzuschalten, wäre trotzdem die ehrlichere Lösung.
      • Von Daniel Link Redakteur
        Zitat von ESBHorscht
        Moin... Ich war schon immer der Meinung, dass es (für die Pros) notwendig ist, Games auf ihrem höchsten Schwierigkeitsgrad zu zocken, um den "vollen Spielspaß" (Ausnutzen aller Mechaniken) auskosten zu können. Nehmen wir doch gleich das Beispiel von RE Requiem. Auf dem Schwierigkeitsgrad Casual oder Modern/Classic pflügst du als Pro-Gamer duch, wie durch warme Butter. Und solltest du dann die Herausforderung auf dem Schwierigkeitsgrad Nightmare suchen, macht das ja auch nur halb so viel Spaß, weil das ja dann nicht mehr dein erster Run ist. Du weißt ja schon was kommt. Deine Spielerfahrung ist nie wieder die, wie beim ersten Durchgang. Jetzt stell dir mal vor Capcom hätte uns die Möglichkeit gegeben, gleich zu Beginn den Schwierigkeitsgrad Nightmare auswählen zu können. Die Erfahrung wäre eine ganz andere gewesen. In dem Moment hätten wir alle Spielmechaniken nutzen müssen, um irgendwie irgendwann die Credits sehen zu können. Ich wette mit dir, dass du die Licker am Ende nicht Einen nach dem Anderen mit der Shotgun gekillt hättest... Du hättest bestimmt schöne reingeschissen.

        Aber wenn man Games schwieriger machen würde, wäre das ja nichts mehr für den Mainstream... Dann haben halt die Pros der Pros weiterhin nur halb so viel Spaß.
        Stimme ich voll zu. Direkt auf Nightmare spielen zu können hätte mir vermutlich genau das Spielerlebnis beschert, auf das ich gehofft hatte, in nem zweiten Durchlauf fehlt da aber leider einfach ein wenig die "Magie".
      • Von ESBHorscht NPC
        Moin... Ich war schon immer der Meinung, dass es (für die Pros) notwendig ist, Games auf ihrem höchsten Schwierigkeitsgrad zu zocken, um den "vollen Spielspaß" (Ausnutzen aller Mechaniken) auskosten zu können. Nehmen wir doch gleich das Beispiel von RE Requiem. Auf dem Schwierigkeitsgrad Casual oder Modern/Classic pflügst du als Pro-Gamer duch, wie durch warme Butter. Und solltest du dann die Herausforderung auf dem Schwierigkeitsgrad Nightmare suchen, macht das ja auch nur halb so viel Spaß, weil das ja dann nicht mehr dein erster Run ist. Du weißt ja schon was kommt. Deine Spielerfahrung ist nie wieder die, wie beim ersten Durchgang. Jetzt stell dir mal vor Capcom hätte uns die Möglichkeit gegeben, gleich zu Beginn den Schwierigkeitsgrad Nightmare auswählen zu können. Die Erfahrung wäre eine ganz andere gewesen. In dem Moment hätten wir alle Spielmechaniken nutzen müssen, um irgendwie irgendwann die Credits sehen zu können. Ich wette mit dir, dass du die Licker am Ende nicht Einen nach dem Anderen mit der Shotgun gekillt hättest... Du hättest bestimmt schöne reingeschissen.

        Aber wenn man Games schwieriger machen würde, wäre das ja nichts mehr für den Mainstream... Dann haben halt die Pros der Pros weiterhin nur halb so viel Spaß.
      • Von Weedotastisch Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Daniel Link
        Das ist tatsächlich ein ziemlich interessantes Konzept bei Videospielen. In Game Studies wird das Ganze "Flow State" genannt, was lustigerweise vom Glücksspiel kommt. Unter anderem deswegen gibt's auch einige recht spannende Essays, die dagegen argumentieren, dass der Flow-State besonders erstrebenswert sei – natürlich alles wesentlich eloquenter als mein bescheidener Hot-Take hier. ^^
        Das hört sich nun so an, als wäre das eher son Suchtfaktor, wie bei Nikotin, Alkohol, Heroin, Spielsucht, Freßsucht, Sportsucht, Arbeitssucht, Profilierungssucht, sowas in der Richtung. Gibt es ja wirklich. Oder beim Smartphone, die Reiz-Reaktionskonditionierung. Wie in der Spielhalle an so Automaten auch.

        Ich würde beim Spiele-Zen aber eher weggehen von Konzepten wie Sucht, Schuld, Angst oder wie hier unsere Gesellschaft aktuell "funktioniert" bzw. angetrieben wird. Anbei wird genau das willentlich in Kauf genommen oder hergestellt, was man als "schlimm" darstellt (Stichwort: Kollateralschaden).

        Spiele-Zen ist das, was nach ner Stunde Marathon bekommst oder beim Meditieren. Oder wenn beim Fußball ne Stunde spielst und dann "abschaltest". Beim Radeln, Joggen, Fitness, Yoga. Beim Eisenbahnbauen, Malen, Gärtnern, Spazieren, Hundedressieren, Stricken, was auch immer.

        Wir überwinden den Flow-State (das hört sich so nach Wal an, welcher 10.000€ in SC steckt), schon allein begrifflich heraus aus Niederungen, und gehen hin zum Spiele-Zen. :D :D :D

        Alles gut, jeder definiert da selber wie er mag.
      • Von Felensis Anwärter/in
        Ich spiele nun schon gute 35 Jahre und würde mich vom "Skill" definitiv als Veteran bezeichnen, bin mir auch nicht für schwierige Herausforderungen zu schade. Mein Anspruch ist das jedoch selten bzw. nur optional in von mir gespielten Titeln. Am Wichtigsten ist mir persönlich die Immersion und natürlich die reine Freude am Spiel.

        Gemünzt auf dein Beispiel anhand von RE Requiem kann ich beitragen, dass ich es bislang einmal durchgespielt habe und das auf dem normalen Schwierigkeitsgrad. Durchmarschieren konnte ich da jedoch keineswegs, insbesondere nicht mit Grace und zeitweilig auch nicht mit Leon. Sogar einige Bildschirmtode habe ich in meinem Run mit beiden Charakteren kassieren müssen. Die Spannung und der Horror, insbesondere mit Grace, war die meiste Zeit gegeben und flachte erst Richtung Finale etwas ab.

        Ich würde also ein Spiel niemals absichtlich "schlecht" spielen, aber ich spiele in der Regel auch auf "Normal". In seltenen Fällen direkt auf "Schwer", wenn auf "Normal" keine Herausforderung gegeben ist. Ich spiele also die Titel einfach drauflos und entweder macht es Spaß und fordert mich auf gesunde Weise oder eben nicht. Für Skill- und Ego-Diskussionen oder -Gedanken ist da kein Platz für mich. Das war vielleicht mal vor 25 Jahren so als ich Teenager war und mir und anderen etwas in Counter-Strike beweisen wollte. Heutzutage hab ich das längst nicht mehr nötig :P

        Ein anderes Beispiel:
        Ich spiele gerade das erste mal seit 2001 wieder Gothic I+II durch. Damals am PC, jetzt auf der Switch. Bin schon vier, fünf mal in den ersten Spielstunden drauf gegangen, als mir Warane oder Gardisten klare Grenzen aufgezeigt haben. :BSchwierig per se ist das Spiel trotzdem nicht, nur eine Frage der Herangehensweise (sehe ich übrigens auch bei den meisten Soulslikes so). Auch hier sehe ich keinen Grund meine Spielweise zu verändern. Ich habe Spaß so, wie es ist.
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